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29.10: 1. Schüler-Hallensportfest in Metjendorf mit fünf SWO-Kids. Jetzt auch Ergebnisse

Nele und Luisa berichten

"Heute war mal wieder ein Wettkampf, und wir haben den anderen gezeigt, wo es lang geht. Wir, das sind Luca Levold, Nele Schröder, Jitka Runge, Luisa Levold und Karoline Burmeister.
Alle haben beim 35m Sprint und beim Standweitsprung mitgemacht. Luisa hat noch zusätzlich am Hochsprung teilgenommen und Karo beim Hochsprung und Kugelstoßen.
Obwohl Karo beides zum ersten Mal machte, brachte sie gute Ergebnisse nach Hause.
Denn sie schaffte beim Hochsprung 1,19m, stieß die Kugel 5,23m, sprang 1,90m beim Standweitsprung und lief über 35m eine Zeit von 6,4 Sekunden.
Aber nicht nur Karo, sondern alle hatten gute Ergebnisse gemeistert. Luca der jüngste von allen, lief 6,8 Sekunden über 35m und sprang 1,60m weit, also auch ein super Ergebnis.
Nele wurde beim Standweitsprung mit 1,84m ganz knapp 2., weil das andere Mädchen zwei Mal dieses Ergebniss sprang und Nele nur ein Mal. Aber dann  wurde Nele bei den 35m  erste. Die Zeit war 6,5 Sekunden.
Jitka lief 6,5 Sekunden und sprang 1,68m.
Luisa sprang 96 cm hoch und 1,82m weit, sie lief ebenfalls 6,5 Sekunden.
Leider hatte der SWO keine Staffel, aber Luisa und Nele durften für den BTB Staffel laufen. Durch die beiden gewann der BTB beide Staffeln."

Heike berichtet vom Dresden Marathon (23.10.11)

"Die Mädchen waren wirklich hellauf begeistert vom Minimarathon. Das ist eine tolle Strecke, klingt einfach spektakulärer als 5 km. Marthe wollte schon gleich am nächsten Tag wieder ihre Laufklamotten anziehen und loslaufen. Für die beiden Mädels ist es wichtig zu berichten, dass sie 1) Mama Joanna, die mit Rucksack gelaufen ist,  komplett abgehängt haben, dass 2) Papa Wolle sich nach dem Lauf – komplett durchgeschwitzt - ein neues T-Shirt kaufen musste, und 3) alle beide die Strecke, ohne gehen zu müssen, durchgelaufen sind!!  
Der Marathon in Dresden ist ein tolles Event. Es war allerdings bitterkalt – das absolute Gegenteil zu Köln im letzten Jahr. Wir sind am Sonntagmorgen bei null Grad mit der Straßenbahn losgefahren. Nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl, meine Füße sind abgestorben, und ich fror elendig ….wie im Skiurlaub, nur hatte ich die falschen Klamotten an ...
Einen kurzen Augenblick überlegte ich sogar, in meiner dicken Steppjacke loszulaufen und die dann wegzuschmeißen. Aber am Start in der Menschenmenge war  es wieder okay. Ich hatte wieder das Gefühl, mit diesen Füßen laufen zu können. Mein Lauf an sich  verlief relativ gleichmäßig.  Allerdings  musste wir zwei Brücken gleich zweimal überqueren. Die letzte - wie in Köln -  kurz vor Schluss, einfach ätzend!! Das waren bestimmt die fehlenden 7 Sek. *g*, um unter 3:49 zu bleiben. An einigen Streckenabschnitten war es zudem sehr windig…. aber, gibt es das perfekte Laufwetter?? Meckern kann man immer! Ich bin wirklich froh, dass es so gut klappte und ich mich  sehr schnell wieder erholte.
Frieda ist sehr entspannt gelaufen und war nach dem Lauf sehr glücklich und zufrieden war. Und Siegfried hat wirklich tolle Fotos gemacht.
Judith haben wir auch getroffen. Wir sind gemeinsam Essen gegangen.  Kurz nach dem Startschuss trafen wir uns auch noch zufällig. Dann zum Ende der ersten Runde, habe ich sie doch tatsächlich noch überholt…viele liebe Grüße von ihr. Heike"

Jetzt sogar 8 Wochen: Der Laufkurs für absolute Anfänger vom 15.11.2011 bis 8.1.2012.

Ohne daß der Kurs bisher in der Zeitung angekündigt war, haben sich schon acht Interessenten angemeldet. Zwei davon sind Wiederholungstäter. Neu an diesem Kurs ist, daß er besonders sanft beginnt und überaus behutsam die Ausdauerfähigkeit steigern wird. Veranschlagen wir sonst fünf Wochen, um auf fünf Kilometer zu kommen, werden es nun acht Wochen sein. Das erlaubt einen langsameren und schonenden Aufbau. In Absprache mit den beiden verantwortlichen Trainern Remi Altenberg und Friedhelm Schmidt wurde vereinbart, daß der Abschlußlauf nicht Silvester sein soll, sondern bei der Sandkruger Schleife, wo ohnehin sehr viele Betreuer da sind, die vor ihrem eigenen Hauptlauf (13km) zum Warmmachen noch den Fünfer mit den Anfängern vorschalten können. Außerdem wurde abgemacht, daß die Trainer abwechselnd die Ansage machen und die Übung leiten, so daß es für die Teilnehmer gleichfalls mehr Abwechslung gibt. Als weitere Helferin steht auch Bianca Prang zur Verfügung, die öfters das Samstagstraining leiten wird, was auch insofern Sinn macht, als daß die Teilnehmerschaft sicher zu 80 Prozent weiblich ist. Am 12.11. findet außerdem um 14 Uhr im Bürgerbusch ein kostenloses Probe-Schnuppertraining für die Interessenten statt.
Weitere Infos

SWO-Läuferin wird Europameisterin. (28.10.11)

Sei Kam Chow nahm am vergangenen Laufkurs teil, der die Akteure in zehn Wochen auf zehn Kilometer brachte. Nach anfänglichen Problemen biß sich Sei Kam aber durch und blieb bis zuletzt dabei. Sie konnte nun eine Stunde am Stück laufen. Doch die Teilnahme am abschließenden Citylauf war ihr verwehrt, denn die Vorbereitung auf die Europameisterschaft in ihrer Hauptsportart Kata nahm nun alle Zeit in Anspruch. Die vielfache niedersächsische und deutsche Meisterin in dieser dem Judoverband zugehörigen Sportart, die ursprünglich aus Japan kommt, wollte mehr und endlich einen internationalen Titel zum Schwarz-Weiß holen, nachdem sie schon oft auf dem Treppchen gestanden hatte und auch bei Weltmeisterschaften sich plazieren konnte. Zusammen mit ihrem Partner Sebastian Frey (Polizeisportverein Oldenburg) hat sie es dank einer nun durchs Laufen erlangte größeren Fitneß geschafft. In der Disziplin Katame no kata wurde das Paar Europameister, in der offenen Klasse zudem noch Vizetitelträger. Damit können sich die beiden auch gute Hoffnungen machen auf den Mannschaftstitel bei der Wahl von Oldenburgs Sportler des Jahres. Sei Kam wird sicher weiterhin auch der Leichtathletikabteilung angehören und das Laufen fürderhin betreiben. Beim SWO, soviel zur Information, ist es ja möglich, für einen Jahresbeitrag in zwei Abteilungen zu sein. So trat jetzt Heinz Reinmold - umgekehrt - auch der Kampfsportabteilung bei. Einen ausführlichen Bericht über Sei Kams Erfolge steht heute in der NWZ.

Teamlauf: Finn Kirschnereit und Ghassan Omayrat mit 10er-Debüt. Ertan Aslan nutzt Fahrrad (?) 11 SWOer am Start

Trotz der ungewöhnlichen Startzeit an einem Mittwochmittag nahmen beim 20. Teamlauf des Fliegerobjektschutzregiments in Upjever (Schortens) über 400 Läufer teil, davon sicher die Hälfte Soldaten. Von den 66 Frauen gehörten etwa 50 Prozent der jungen weiblichen Hauptklasse an, was nur dann ungewöhnlich erscheint, wenn man nicht weiß, daß hier auch viele Läuferinnen des Bundes am Start waren. Aufgrund der geringen Anzahl von Frauen wird keine Teamwertung für diese ausgeschrieben. Grundsätzlich kommen die fünf schnellsten Läufer eines Teams in eine Mannschaftswertung. Neben dieser Gesamtwertung der Teams gibt es noch eine für Läufer jenseits der vierzig (Masters).
Auch der SWO hatte ein solches Team gestellt und landete unter 19 Mannschaften auf Rang 8. Zum Team gehörten Axel Schneider, Heinz Reinmold, Michael Schardt, Robert Sprenger und Michael Bamberger, der kurzfristig für den verhinderten Mike Hesse eingesprungen war. In das Gesamtteam ging zudem Sascha Jänicke ein, der zu jung für das Mastersteam ist. Dafür fiel Michael B. heraus. Das Gesamtteam belegte den 12. Platz von 50 Teams.
Daß nicht nur starke Bundeswehrteams dabei waren, zeigt u. a. die Tatsache, daß Germania Leer mit einem echten Spitzenteam angereist war u. a. mit den früheren Ossiloopgewinnern Gerd Wolzen und Peter Steinke, sowie Holger Grigat u.a. Dieses Team lief dann auch auf Platz eins in der zweitbesten je gelaufenen Zeit. Wolzen vor Grigat, so lautete auch die Reihenfolge auf den ersten beiden Plätzen.
Dagegen ist die Teilnahme des SWO-Teams 2 der Gemeinnützigen Werkstätten eher als Veranstaltung zu sehen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken soll. So wurde die Aktion, die Axel vorbereitete, auch als Betriebsausflug mit sportlicher Note angesetzt, der mit einem werkseigenen kleinen Bus durchgeführt wurde. Da Markus Brosam krank war und nur als Zuschauer mitfuhr, lief der 16jährige Finn Kirschnereit, Sohn von Robert Sprenger, in diesem Team Ersatz, ohne je einen Zehner gelaufen zu sein. Er war trotz kleiner Probleme unterwegs (Schienbeinschmerzen) und kurzer Laufunterbrechung die schnellste Zeit der Werkstätten gelaufen und verfehlte nur um eine Sekunde die 50-Minuten-Marke (50:01). Damit trat er in die Fußstapfen seines Vaters, der auch schon mehrfach eine angepeilte Marke nur um Sekunden verpaßte. Finn allerdings, der einen ähnlich sportlichen Eindruck macht wie der gleichaltrige Jan Malte Kunkel und auch als Fußballspieler aktiv ist, könnte wohl deutlich schneller sein und wird sehr bald tiefe 40er Zeiten rennen.
Aus dem Werkstättenteam überzeugte zudem der zurückgekehrte Tim Rosenkranz mit 52:02, womit er schon deutlich schneller war wie beim Citylauf. Tim war bis km 9 mit Michael Bamberger gelaufen, bis dieser ihn zum Schlußspurt animierte, was Tim dann auch mit langen Schritten umsetzte. Michael kam eine halbe Minute nach Tim ins Ziel.
Neben Finn lief auch Ghassan Omayrat sein 10er-Debüt in sehr guten 53:18. Er lag noch bei km 8,5 deutlich vor Tim, ließ aber am Ende in dem Maße nach wie Tim zulegte. Da Ghassan ohne Führung lief, kann seine Leistung nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bei seinem zweiten Zehner nach dem Citylauf war Maik Hollwege eher gemütlich unterwegs. Er brauchte 1:10 und damit neun Minuten länger als zehn Tage zuvor. Was allerdings mit Ertan Aslan los war, konnte nicht genau ermittelt werden. Seine Zeit von 1:22 und damit vorletzter in der Gesamtplatz gibt Rätsel auf, da er beim Citylauf in 57 Minuten im Ziel war. Er berichtete nachher, bei km 7 nicht mehr gekonnt zu haben. Aber das sagt er auch einem lächelnd beim Training ins Gesicht, was zeigt, daß er zu Scherzen neigt. Er behauptete, daß er sich dann von einem Bundeswehrer habe mit dem Fahrrad zum Ziel bringen lassen. Ob er dann mit dem Fahrrad durchs Ziel fuhr oder abstieg und durchs Ziel lief, ließ sich nicht feststellen. Den Transponder hatte er jedenfalls um die Hand gewickelt. Später wurde er noch gesichtet, als er sich wieder mit dem Fahrrad zum 500m entfernten Kleiderbeutelbus bringen ließ. Aber auch diese Quelle ist unsicher. Vielleicht war es auch so, daß Ertan erst durch Ziel fuhr, aber vergaß, den Transponder an die Schaltfläche zu halten, und dann, als er sich umgezogen hatte, nochmal durch Ziel lief mit richtiger Handhabung des Zeimeßchips. Denn anders ist die Zeit nicht zu erklären, zumal er ja ein nicht ganz erlaubtes Hilfsmittel zum schnelleren Vorankommen benutzt habensoll. Immerhin ging er noch in die Mannschaftswertung ein, die sonst zerfallen wäre, aber mehr als ein drittletzter Platz war für das Team dann nicht drin.
Zu Bestzeiten reichte es bei keinem der SWOer, aber zu sehr zufriedenstellenden Ergebnissen im letzten Wettkampf dann doch. Die äußeren Bedingungen und die sehr schnelle Strecke ließen noch einmal flotte Zeiten zu, obwohl bei den meisten die Luft nach dem Megalaufwochende von 15./16. etwas raus war. Axel Schneider wollte schon nach flotten 5 km austrudeln lassen ("Ich hatte einfach kein Biß"), hatte sich nach 100m dies wieder anders überlegt und lief in 37:06 seine insgesamt zweitschnellste je gelaufene Zeit. Auch Sascha Jänicke bestätigte in beachtlichen 40:31 seine gute Form und die neue PB vom Citylauf. Unter 40 Minuten konnte er diesmal aber nicht wieder laufen.
Für Heinz Reinmold war der Lauf in Upjever mit Erinnerungen verknüpft, dann hier hat er früher gearbeitet und schnelle Flugzeuge gewartet und repariert. Er lief mit neuen Treckingschuhen, die er zuvor nie ausprobiert hatte, eine achtbare 43:12 und schloß damit eine für ihn sehr gut gelaufene Saison ab. Er hatte von Juni bis September erstmals systematisch mit dem SWO trainiert und auf allen drei von ihm gelaufenen Strecken hohe Leistungen erzielt. Persönliche Bestzeiten über HM und 10 Meilen konnte er erlaufen und über 10 km ganz nahe an seine Bestzeit laufen. Zu Buche stehen außerdem rund zehn Siege in M60. 
Für Michael Schardt war es nach der langwierigen Erkältung und etwas verkorksten Herbstsaison (aus PB in HM und M wurde daher nichts) wichtig, noch einmal eine ordentliche Zeit hinzulegen, was immer dann gegeben ist, wenn sie unter 48 Minuten liegt. In 47:33 gelang das auch, allerdings nur mit großer Anstrengung. Robert Sprenger war anfangs mit Michael S. und Finn gelaufen, blieb aber stehen, als dieser über Schmerzen klagte. Nach einer Minutenpause liefen beide dann weiter. Am Ende setzte sich Finn noch eine Minute vor seinen Vater, der in 51:08 finishte. Schade war, daß Olli Oltmanns seinen vorgesehenen Start berufsbedingt absagen mußte, denn er ist in guter Form, hat nur wenige Wettkämpfe bestritten und war noch frisch, heiß und fit. Er wäre wohl der einzige gewesen, der eine PB hätte erlaufen können. Mit elf Teilnehmer stellte der SWO die größte Gruppe außerhalb der Streitkräfte. 
Die Ergebnisse, jetzt vollständig

SWO-International 2: Louisa siegt in Michigan (23.10.11)

SWO-Aupair-Mädel Louisa Lübkemann hat ihren ersten Jedermannslauf in den USA bestritten. Am Sonntag, den 23.10., trat sie in Oakland Town Ship, in der Nähe von Detroit, beim Grahamlake-Run über 4 Meilen, rund 6,44km, an. Es war ein sehr kleiner Lauf mit nur 74 Finishern. In hügeligem Gelände waren in einer großen Runde einige kleine Seen zu umrunden. Charakteristisch für die USA ist, daß der weibliche Anteil der Läufer dem der männlichen entspricht. Louisa kam in 35:56 als siebtschnellste Frau ins Ziel. In der weiblichen Hauptklasse siegte sie unangefochten. Von den Männern waren über die Hälfte langsamer als sie.
Sie berichtet:
"Mein erster Lauf und sicherlich nicht mein letzter Lauf in den Staaten war zwar nur 4 Meilen, aber dafür doch sehr anstrengend. Im Nachhinein hat er mir sehr viel Spaß gemacht. Dort, wo der Lauf stattgefunden hat, war ein reines Waldgebiet. Als ich mich morgens um halb 9 eingefunden habe, dachte ich, nur gut, dass ich einen Jeep fahre. Denn die Straße zum Austragungsort bestand nur aus Löchern, und auch der Parkplatz war eine große bewachsene Wiese. Am kleinen Pavillon konnte ich meine Startnummer, ein bedrucktes grünes T-shirt und meinen Chip für den Schuh abholen. Dann ging es auch schon los, morgens um 9.00h bei 11 Grad  über Stock und Stein. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, es war ein richtiger Crosslauf. Ebenfalls mein erster Crosslauf. Es ging hoch und runter. Über sehr schmale Wege wurden wir geschickt, und viele Baumwurzeln und Steine musten wir bewältigen. Es waren ca. 70 Starter, mehr dürfte man auch nicht auf die Strecke lassen. Als ich dann im Ziel mit einer Zeit von 35:56 angekommen bin, war ich erstmal ganz schön fertig aber zu gleich sehr happy. Es gab viele Leckereien wie Bananen und Äpfel und typische amerikanische Bagel. Aber auch Kuchen und Pizza durften wir kostenlos nach unserem harten Lauf genießen. Es gab natürlich auch Wasser und Apple Cider (momentane Spezialität) Anschließend gab es eine Siegerehrung, für die AK-Sieger gab es einen 10 $ Gutschein für ein Sportgeschäft. Somit haben sich die 20 $ Startgebühren etwas gelohnt. Leider haben wir keine Urkunde bekommen. Danach bin ich glücklich und zufrieden wieder nach Hause gefahren. Was mir hier aufgefallen ist, dass keiner für einen Verein läuft. Ebenfalls finde ich die Startgebühren sehr hoch. Ich habe für 4 Meilen 20 $ bezahlt. Selbst ein Halbmarathon in Detroit liegt bei über 100 $. Auf jeden Fall freue ich mich auf meinen nächsten Lauf, das wird ein 10 km Lauf sein. Liebe Grüße Louisa."
Die Ergebnisse

Dresden-Marathon: Heike Greis pulverisiert Bestzeit; auch Judith Hilker kann HM-PB steigern. Minimarathondebüt für zwei SWO-Kids (23.10.11)

Zum Abschluss der Marathonsaison gelang Heike Greis in Dresden noch einmal ein Paukenschlag. Mit zwei nahezu identischen Hälften von 1:54 konnte sie ihre Bestzeit um volle elf Minuten steigern. Im letzten Jahr in Köln gelang ihr schon mit 3:59:59 der Sprung unter die vier Stunden, dank Hilfe von Christian Willenbrink. Allerdings waren es da auch 30 Grad Hitze gewesen. Anders jetzt in Dresden, da war das Laufwetter ideal, so wie sieben Tage zuvor in Oldenburg. Für Heike blieben die Uhren bei 3:49:06 stehen. Damit nähme sie sogar in der SWO-Männerrangliste einen ordentlichen Platz ein, z. B. vor Sven Prante oder Gerd Guhl. Bei den Frauen bleibt sie auf Rang zwei, rückt aber bis auf 6,5 Minuten an die unangefochtene Antje Günthner heran. Auch die zweite Marathonstarterin kam mit ordentlicher Zeit ins Ziel. Frieda Drefs lief recht genau einen Sechsminutenschnitt und landete bei 4:15:41. Die zweite Hälfte war vier Minuten langsamer als die erste. Mit den beiden Frauen erhöht sich die Finisherzahl der SWO-Marathonis auf erstaunliche 28 allein in diesem Jahr. 22 Männer und 6 Frauen gehören dazu. In Dresden waren 1133 Männer und 202 Frauen ins Ziel gekommen.
Wenn jemand mal die Laufstadt Oldenburg wohnungstechnisch verliess, dann bedeutete das ohne Ausnahme immer eine Verschlechterung der Leistung, siehe beispielsweise Michael Troê, Michael Boomgaarden oder Christina Gieske u. a.. Doch Judith Hilker bott dieser Serie nun Einhalt. Sie schaffte in Dresden eine Verbesserung im Halbmarathon um über eine Minuten und landete diesmal bei 1:55:16, vorher standen 1:56:33 zu Buche. Judith kam inklusive der Männer fast genau auf den Mittelplatz von knapp 3400 Finishern. Bei den Frauen fand sie sich im ersten Viertel wieder, genau wie in ihrer Altersklasse W30. Das lässt doch für ihren nächsten Marathon in Riga hoffen.
Die beiden siebenjährigen Marthe Greis und Nina Jack, bisher nur Erfahrung über 800m, wollten mal wissen, wie es sich auf der Langdistanz anfühlt. Dresden bietet auch einen Minimarathon über 4,2km an. Mama Joanna und Papa Wolle liefen mit ihren Kids ausser Konkurrenz mit. Die beiden schlugen sich tapfer und brauchten etwas unter und etwas über 25 Minuten. Da war Nina sehr drüber erfreut und Marthe fast genau so stolz wie Mama Heike.
Die Ergebnisse

SWO-International 1: Zürcher Uetliberglauf fest in deutscher Hand (22.10.2011)

Am heutigen Samstag sollte es ein Jubiläumslauf sein. Im schönen Zürich fand bei ähnlich schönem Wetter wie beim Oldenburger Citylauf der 25. Uetli-Berglauf statt. Möglicherweise sogar zum letzten Mal, denn die Veranstalter finden keinen Nachfolger für den tradititonsreichen Lauf. Einer von nur zehn Deutschen war ein Oldenburger Laufreporter, der ohnehin in Zürich beruflich zu tun hatte. Was logischer, als gleich den großen Lauf mitzumachen, der mit 220 Höhenmeter kein einfacher ist. Ein großes Feld war da zu bestaunen, insbesondere im Hauptlauf über 14 Kilometer. Desweiteren gab es noch verschiedene kleine Läufe bis runter zu den Pikkoli. Insgesamt waren erstmals über 1000 Akteure dabei, was Teilnehmerrekord ist; im Hauptlauf ca. 750 Läufer, davon 168 Frauen. Michael Schardt hatte keine ernsthaften Ambitionen, flott zu laufen, zumal er eine schwere Spiegelreflexkamera spazierenführte. Die mußte die ganze Zeit mit beiden Händen getragen werden, was ein Laufen nahezu unmöglich machte. Außerdem galt es, Momente für schöne Fotos nicht zu versäumen. Und dazu mußte er immer wieder stehenbleiben. So war er 1:35 Stunden für einen Lauf unterwegs, für den er sonst etwa 1:12-1:15 gebraucht hätte. Von daher ließ er nur noch wenige Läufer hinter sich. Dennoch hat sich das Unterfangen gelohnt. Denn die Perfektion, mit der die Schweizer solche Läufe ausrichten, hat ihn nachhaltig beeindruckt. Außerdem handelte es sich um eine wunderschöne Naturstrecke durch reines Waldgebiet, oft mit schönstem Blick auf die Schweizer Metropole und die himmelblauen Zürichsee. Daß er am Ende über einen deutschen Doppelsieg wird berichten können, ist um so schöner. Ein Ehepaar vom Bodensee gewann bei den Männern und Frauen souverän und konnten zahlreiche tolle Preise mit nach hause nehmen. Im Anschluß standen sie dem Reporter länger Rede und Antwort. Die Siegzeit bei den Männer war 48 Minuten (KM-Schnitt ca. 3:30) und bei den Frauen 55 Minuten (Schnitt unter 4min). Er läuft 32er Zehnerzeiten, sie 34er, wenn sie gut drauf ist. Darüber ab Mittwoch unter Laufreport.de mehr.
Die Ergebnisse.

"Mein" Traum von Amsterdam (16.10.2011)

Von Kerstin von Hebel

"Nach anfänglichen und turbulenten Ereignissen in Amsterdam machten Uwe (mein Bruder) und ich uns am frühen Sonntagmorgen bei recht frischen 2 Grad auf den Weg zum Olympia Stadion. Die Wettervorhersage versprach ideales Laufwetter und auch wir waren bestens gelaunt, obwohl wir relativ schlecht geschlafen hatten. Bei Uwe kündigte sich eine Erkältung an und "Frau" kennt ja die Sensibilität, wenn Männer krank werden. Näher möchte ich da nun nicht drauf eingehen *g*. Am Stadion angekommen herrschte bereits reges Treiben und wir suchten uns ein wärmeres Plätzchen. Da unser Hotel relativ nah am Stadion war haben wir darauf verzichtet, einen Kleiderbeutel abzugeben, dementsprechend waren wir nur mit unserer Laufkleidung und einem warmen Pullover unterwegs. Unterschlupf fanden wir in der Gaststätte mit direktem Blick auf das Innere des Stadions. Aufgrund der vielen Leute war es schön warm und ich hatte einiges zu gucken. Ich war erstaunt, wie intensiv- oder wie man es auch immer beschreiben soll- die Vorbereitungen einiger Läufer/innen aussieht: Da wird gecremt, geölt, Schuhe an, Schuhe aus usw. dabei war die Elite nicht einmal unter uns. Irgendwann war es dann an der Zeit sich auf den Weg ins Stadioninnere zu machen. Die Startblöcke waren sehr gut gekennzeichnet, aber leider war unser Startblock mit einer Endzeit von 4:30 bis 6:00 sehr voll. Das sollte sich dann auch später auf der Strecke rächen; dazu später mehr. Bedauerlicherweise oder Gott sei Dank hatte meine Garmin sich bereits vor dem Start verabschiedet. Bereits auf dem Weg zum Stadion meckerte diese über eine schwache Batterie, obwohl ich die Uhr in der Nacht vorher komplett geladen hatte und mich auch davon überzeugt hatte, daß der Akku komplett geladen ist. Ich meinte darauf noch zu Uwe: "Da steckt bestimmt Michael hinter!"*g* Ich redete mir ein, daß ich die Uhr gar nicht brauche und daß alle 5km eine Uhr aufgestellt ist und ich dementsprechend meine Zwischenzeit kontrollieren kann. Die entsprechenden Zwischenzeiten habe ich auf einen Armband, welches sich in unsere Startunterlagen befand, auf die Endzeit von 4:30 korrigiert und war somit bestens ausgerüstet und ärgerte mich nicht weiter über den Ausfall der Uhr. Dann ging es endlich los. Der erste Startblock machte sich sehr zügig auf den weg und als wir dann an der Reihe waren, waren die ersten schon bei km5. Uwe rief mir noch hinterher, daß jetzt 12 Minuten vergangen sind und dann ging es los. Ich machte mich auf den Weg meines ersten Marathons. Aus dem Stadion raus ging es direkt zum Vondelpark. Obwohl es noch recht früh war, standen schon einige Menschen an der Strecke. Bei der ersten Verpflegungsstelle (5km) erlebte ich die erste Überraschung: ich mußte rund eine halbe Minute auf einen Becher Wasser warten. Die Pacemaker liefen natürlich weiter. Also schnappte ich mir dann 2 Becher und lief hinter ihnen her. Relativ schnell war ich wieder an dem 4:30er Trupp dran, auch ohne großartig pacen zu müssen. Wie Ali ja bereits berichtet hat, liefen wir nicht wirklich an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Aber ehrlich gesagt war und bin ich auch froh, daß wir nicht durch die zahlreichen Gassen mußten, an dem ein "Kaffeeshop" nach dem anderen war und auch auf ein durchqueren des "RedLightDestricts" konnte ich gut und gerne verzichten. Bei km10 gab es die nächste Verpflegung. Leider waren die guten Damen und Herren ebenfalls total überfordert, so daß ich wieder recht lange warten mußte, bis ich etwas zu trinken bekam. Die Pacemaker waren abermals weiter gelaufen und es folgte die gleiche Prozedur, wie bei km5. Wir liefen weiter stadtauswärts Richtung Amstelveen, durch den Martin-Luther-Kingpark, direkt an der Amstel entlang. Langsam aber sicher kam die Sonne zum Vorschein und es wurde in der Sonne recht warm. Auf dem langen Weg an der Amstel entlang wurden wir von 2 Partybooten beschallt. Auf dem einen Boot wurde relativ motivierende Partymusik gespielt; auf dem anderen Boot befand sich ein "Dutsch-Schlager-Newcomer" der uns zuwinkte und irgend etwas von "Mien Leev" sang. Es folgte nach einiger Zeit die Brücke, die wir zu überqueren hatten, damit wir auf der anderen Seite der Amstel zurück stadteinwärts laufen konnten. Mittlerweile waren wir bei km20 und ich war gespannt, ob die Verpflegung nach 3 Enttäuschungen besser verlief. Und siehe da, es wurde besser. Ich bekam direkt mein gewünschtes Getränk, ein Stück Banane und weiter ging es, hinter den gelben Ballons. Nach der Halbzeit bin ich dann auch zu Arjanne heran gelaufen und habe mich zu erkennen gegeben. Gerd kannte sie ja von Hannover und hatte mich bei ihr angekündigt. Ich unterhielt mich ein bißchen mit ihr und blieb bei ihr. Hin und wieder lies ich mich etwas zurück fallen, da der Pulk um die 3 Pacemaker immer noch recht groß war. Und ich wollte nicht "zu Fall gebracht werden", wie es ein Läufer in dieser Reihe bereits kurz nach dem Start bei einer älteren Dame gemacht hat, um etwas mehr "Platz" zu haben. Mein Plan, hinter die 3 Pacemaker zu bleiben klappte sehr gut. Bei km30 jedoch verlor ich bei der Verpflegungsstelle den Anschluß und mußte die restlichen 12km alleine laufen. Möglicherweise hätte ich den Trupp wieder eingeholt, aber ich lies Vorsicht walten, da ich ja nicht wußte, wann der "Mann mit dem Hammer" oder der "Schweinehund" sich zu erkennen gaben. Erfreulicherweise wartete weder der eine noch der andere auf mich. Mittlerweile war ich im Industriegebiet angekommen und der einzige Lichtblick, der dort auf uns wartete war ein Lkw, auf dem ein paar Cheerleader tanzten. Dieses Stück zog sich elendig lang und drückte ehrlich gesagt etwas aufs Gemüt, aber ich lief völlig locker und entspannt weiter. Meine Beinen, meiner Hüfte und mein Rücken waren mir wohlgesonnen und ich lief gänzlich schmerzfrei auf die nächste Verpflegungsstation zu. Die Verpflegung bei km35 verlief flüssig und der Blick zur Uhr verdeutlichte mir, daß ich bei km35 noch rund 5 Minuten unter 4:30 lag. Ab da wußte ich auch, daß ich auf jeden Fall unter 4:30 bleiben werde. In dem Moment kochten jedoch meine Emotionen etwas hoch, so daß ich mich schnell mit anderen Gedanken ablenken mußte. Denn "Freuden"Tränen und "laufen" sind erfahrungsgemäß nicht sehr kompatibel. Ich schaute dementsprechend vermehrt nach links und rechts, ließ mich hier und da von dem doch recht spärlichem Publikum feiern und lief erneut Richtung Vondelpark, vorbei an der Heineken Brauerei. Im Vondelpark angekommen wurde das Publikum doch etwas größer und auch hier wurde ich euphorisch mit "Hub-Kerstin-Hub" angefeuert. Mittlerweile hatte ich 39km gelaufen und merkte, daß es mir immer noch richtig gut ging. Es war zwar anstrengend und warm, aber ich hatte Gott sei Dank keine Probleme. Ich konnte mich ja selber davon überzeugen, wie viele Teilnehmer nach rund 30 km gehen oder mit schmerzverzerrtem Gesicht am Straßenrand stehen. So war es auch im Vondelpark, mittlerweile liefen nur noch vereinzelnde Teilnehmer und das spornte mich noch mehr an. Ich nahm noch mal ein bißchen Tempo auf und da war dann auch schon bei km40 die vorletzte Uhr. Ich überprüfte die Zeit, strahlte und lief die letzten 1,195km wie berauscht aus dem Park heraus, wieder in Richtung Stadion. Dort feierten die Zuschauer und auch der Moderator (von dem ich aber nicht allzu viel verstanden habe). Ich lief die letzte kleine Steigung ins Olympia Stadion und dort wartete dann das absolute "Gänsehaut-feeling" auf mich. Ich machte mich für den Zielendspurt fertig und traf auch 50m vor dem Ziel wieder auf die 3 Pacemaker, die ja noch nicht über die Ziellinie laufen durften, da erst knapp 4:27 vergangen waren. Arjanne feuerte mich noch mal an, klatschte mich ab und ich lief überglücklich und stolz nach 4:26:59 ins Ziel. Für Uwe lief es trotz beginnender Erkältung und starkem Einbruch nach der ersten Hälfte besser als in Athen. Er konnte sich um rund 12 Minuten verbessern und war nach der anfänglichen Erschöpfung ebenfalls stolz auf seine Leistung. Zumal er ein nicht so ganz stringentes Training absolviert hatte.
Abschließend muß ich sagen, daß die Strecke zwar in Ordnung, aber teilweise viel zu eng war. Eine weitere Unterteilung des letzten Startblocks wäre vielleicht sinnvoller gewesen. Und auch in Sachen Verpflegung kann Amsterdam noch einiges zulegen: Es gab auf der gesamten Strecke nur Wasser, AA-Drink (das nach dem x-ten Becher eher abführend, als energiebringend wirkt), Schwämme und Bananen. Im Ziel gab es wieder nur Wasser und AA sowie Bananen und Orangen – da hatte ich im "Land des Goudas" doch etwas anderes erwartet. Aber ich bin von Köln vielleicht auch etwas verwöhnt; das alkoholfreie Weizen, oder Krombacher habe ich jedenfalls schon vermißt.
Mein persönliches Fazit: Marathon auf jeden Fall wieder – aber Amsterdam muß nicht noch einmal sein *fg*!"

25 persönliche Bestzeiten, 23 Debüts über alle Strecken. Rekordbeteiligung beim Citylauf. Das war das SWO-Superlauf-Wochenende. Mike, Kerstin und Frank S. dürfen sich nun Marathonis schimpfen. 3x3 PB heißt es für die Familien Baur, Kunkel und Steffen. (16.10.11)

Der Zehner

Es kann bei einem Laufbericht keine Absicht sein, die Ergebisliste in Prosa zu überführen, zumal dann nicht, wenn es sich um nicht weniger als 39 Akteure handelt, die für den SWO allein über die klassische Distanz von 10 Kilometern gestartet sind. Vielmehr geht es darum, einige Dinge rund um die Läufe zu vermittelt.

Ein solcher Aspekt ist naturgemäß jener, daß sich eine geschlossene Anfängergruppe auf ein solches Ereignis über zehn Wochen vorbereitet, besonders wird es dann, wenn es für alle Beteiligten ein Debüt ist. Nicht zum ersten Mal, aber erstmals für den SWO ging Inga Braschke (ja, die Frau mit dem schnellen Trainingshund) an den Start und war gleich schnellste Frau aus der Debütgruppe in erstaunlichen 54 Minuten. Ihr männliches Pendant bildete Volker Uden, der als schnellster Mann in 50:02 knapp eine vier vorne knapp verpaßte und gerade als neuestes Mitglied SWOer geworden ist. Desweiteren kamen prima ins Ziel Nicolas Wolf (51min), Michael Viertel (59min) und Wilfried Scheide (59min). Letzterem passiert dabei ein kleines Mißgeschick. Er war schon beim Startbanner stehengeblieben im Glauben, das Rennen sei hier zu Ende. Doch als SWO-Kollegin Martina von Känel (60min) vorbeikam, machte diese ihn darauf aufmerksam. Wilfried war zunächst nicht in der Ergebnisliste verzeichnet, doch durch Videoaufzeichnungen konnte sein Zieleinlauf rekonstruiert werden. Mehr als diese vier Männer waren Frauen an dem Debütlauf beteiligt. Neben Martina und Inga gehörten zu dieser erfolgreichen Gruppe Andrea Barghoorn (63min), Christine Grawe (65min) und die erst 16jährige Talke Bolling (67min), sowie Roswitha Lustig (70min) und Susanne Schucht (69min). Betreut während des Laufs wurde die Gruppe von Julia Steinker, Antje Lachmann und Sabine Bley. Allein 14 SWOer waren also irgendwie an dieser Gruppe beteiligt.

Teils mit der Gruppe trainiert hatten auch Fred Jaworski (63min), Rita Wagner und Sabrina Biondi. Während erster seine Bestzeit knapp verfehlte, gehen die ersten beiden hier zu vermeldenden echten Bestzeit auf das Konto der beiden Frauen. Rita blieb in 69min vier Minuten unter ihrem bisherigen Wert, Sabrina sogar 8 (64min.)

Drei von ursprünglich fünf gemeldeten Läufern gehören den Gemeinnützigen Werkstätten an. Für Maik Hollwege (61min) war der Lauf ebenfalls Debüt, während Ertan Aslan (57min) und der wieder aufgetauchte Tim Rosenkranz (52) schon über einige Erfahrung auf der Strecke verfügen. Nach langer Pause ist das Ergebnis von Tim sehr zufriedenstellend, auch wenn er schon mehrfach unter 50 Minuten geblieben ist; für Ertan ist es eine neue Bestzeit. Sinnbildlich hatte sich an die Fersen dieses zierlichen Mannes Trainer Remigius Altenberg geheftet, und während des Rennen wich er ihm sprichwörtlich keinen Zentimeter von der Seite, so daß das Ergebnistableau für beide exakt die gleiche Zeit aufführt. Die drei Männer von den Werkstätten werden auch beim Upjever Teamlauf mitmachen.

Ganz vorne lief ein in zwei Duos aufgesplittes SWO-Männerquartett. Da war zunächst Jan Malte Kunkel und Sascha Jänicke, die mit dem selben Vorhaben beschäftigt waren, je das erste Mal unter vierzig Minuten zu bleiben. Beide hatten die letzte Woche getrennt nach einem speziellen Trainingsplan gearbeitet und sich per Mail kurzgeschlossen, sich bei diesem Unterfangen zu unterstützen und abwechselnd die Pace zu machen. Gesagt - getan! Es lief offenbar so gut und leicht, daß sowohl der 16jährige Malte als auch M30er Sascha im Abstand von nur einer Sekunde über die Ziellinie liefen in 39:47 bzw 39:48. Ein überaus erfolgreiche und nachzuahmende Arbeitsteilung, der für Jan mit dem zweiten Platz in der Jugend-B-Klasse belohnt wurde, dem insgesamt einzigen Podestplatz über 10 km. Sascha verbesserte sich um 25 Sekunden, Jan fast um zwei Minuten. - Das zweite Duo war da schon etwas ungleicher. Olli Oltmanns wollte bewußt keinen schnellen Wettkampf, wohl aber einen flotten Tempolauf absolvieren. Da bot sich an, Michael Ibelings zu begleiten, der kurzfristig nachgemeldet und nach nur geringem Trainingspensum aufgrund von Umbaumaßnahmen zu Hause sich eine Zeit von 42 Minuten zutraut. So sollte es dann auch werden. Olli, der eigentlich Thorsten heißt und diesmal für seinen früheren Lauftreff Gotham City traditionsgemäß beim Citylauf antrat, lief locker mit und brachte Michael, der sich mit der Zeit von 42 MInuten sehr zufrieden zeigte, sicher ins Ziel. "Ein bißchen Quälerei", so sagte er später, "sei es schon gewesen". Und ab November kann er wieder voll ins Training einsteigen.

Immerhin nahmen erstmals wieder bei einem Volkslauf recht viele SWO-Frauen teil, insgesamt 19. Das ist natürlich auch auf den Anfängerkurs zurückzuführen. Aber mit Bettina Schachtschneider, die schnellste Frau in 49:30 war, Sabine Schenk, die sich mit dem fünften Start das Runningshirt sicherte (51min) sowie Ruth Ense (54min), die fast an ihre Bestzeit gelangte, waren auch drei etablierte Läuferinnen dabei. Dazu kamen noch Sabine Stein (56min) und Ursula Baur (54min) die je eine neue Bestzeit erlaufen konnten; Sabine um einige Sekunden, Ursula um fünf Minuten. Nicht zuletzt sei auch die 21jährige Jessica Wichelmann (60min) erwähnt, die diesmal für ihren Arbeitgeber, die VHS Oldenburg, die Kohlen aus dem Feuer holten. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß beim SWO-Auftritt ein großen Sabinen- und Sabrinenaufkommen herrschte.

Auf Männerseite darf die Nennung von zwei neuen Bestzeiten nicht fehlen. Sabine Steins Mann Uwe war über vier Minuten schneller unterwegs als je. Er brauchte 48:48, während Bettina Schachtschneiders Sohn Jonny erneut unter 50 Minuten blieb und sich sogar wieder um einige Sekunden steigerte. Auffällig ist nicht nur hier, daß der SWO ein Familienbetrieb ist. Baurs, Steffens, Kunkels, Schröders und Schachtschneiders (Ali in Amsterdam) traten gleich dreifach auf; Steins und Barghoorns immerhin zu zweit, wobei der männliche Teil nicht für den SWO startete.

Von daher bleibt übrig, von einigen männlichen Läufern zu berichten, von denen (noch) kein zweiter Familienpart ausdauerspezifischen Betätigungen nachgeht. Udo Schäfftlein zum Beispiel (48:48) hatte die seine an der Strecke als Zuschauer dabei, und Horst-Dieter Ogiewa (49min) wußte Gisela an der Spitze des Orgateams schufften. Sehr zufrieden zeigte sich Sascha Stolorz, da er zumindest in diesem Jahr noch nicht so schnell über zehn km unterwegs war (53min). Das gleiche gilt für Arno Backer (54min), der noch vor zwei Wochen einen sauberen HM in Köln hingelegt hatte. Normalerweise in einem großen Familienclan tritt auch Roman Berg auf, doch waren Melanie, Antonio und Andreas im Urlaub und Freundin Ulrike als Zuschauerin an der Strecke postiert. Roman hatte von HM auf 10 km umgeswitcht, um im internen Cup bleiben zu können. Den beendete er in 56 Minuten. Ein regelmäßiger Volksläufer ist, nicht zuletzt, Jürgen Dannemann, der in guten 54 Minuten finishte.

Der Halbe

Ohne Ausfall konnte der kleine Halbmarathon-Kurs des SWO seinen Finalen Lauf gestalten. Drei Frauen und zwei Männer hatten sich beim Citylauf auf die 21,1 km lange Strecke begeben und allesamt in zufriedenstellenden Zeiten ihre Premiere bestanden. Eine Zeitvorgabe hatte sich nur Claudia Steffen gesetzt. Unter zwei Stunden sollte es schon sein. Claudia lief anfangs recht flott an, bremste sich dann aber etwas und schaffte bei 1:58 eine Punktlandung. Sie war zunächst vor dem übrigen Quartett, bestehend aus Gunnar Kiek, Valesca Heinemann, Maike Brader und Michel Douillard unterwegs gewesen. Während Valesca sich zurückfallen ließ und dann ihr eigenes Tempo fand, und Gunnar nach einigen Kilometer den Zug nach vorne verspürte, blieben Maike und Michael sehr lang zusammen. Valesca lief bis auf drei Sekunden die vom Trainer prognostizierte Zeit von 2:12:57 und fühlte sich am Ende doch recht geschafft. Ob sie so was noch mal machen werde, stellte sie gleich nach dem Zieleinlauf noch in Frage, inzwischen aber sind diese Zweifel gewichen und der nächste Angriff geplant. Gunnar, schon in der Vorbereitung dem Kurs oft vorauseilend, holte bei km 11 Claudia ein und setzte sich ab. In 1:55 beendete er ein sehr rundes Rennen ziemlich genau in Erfüllung seiner eigenen Leistungsvorstellungen. Auch Maike und Michel blieben nicht bis zum Ziel zusammen. Maike ging nicht an ihre Grenzen ("Es wäre wohl noch etwas mehr drin gewesen.") und kam somit kurz hinter Michel ins Ziel, der in der Vorbereitung immer wieder Probleme mit dem Knie hatte und von daher nicht volle Kanne laufen wollte. Denn eine Zeit wie die von Gunnar hat er drauf. So wurden es 2:02 und bei Maike 2:04.

Im Prinzip gab es noch zwei weitere, aber nicht echte Debütanten, denn sowohl Robert Sprenger wie Andreas Gärtner-Kunkel hatten schon je einmal einen HM gelaufen, aber das war je vor ihrer SWO-Zugehörigkeit. Robert hatte eigentlich die 1:50 knacken wollen, verpaßte dies aber um 9 Sekunden. Das scheint irgendwie sein Schicksal zu sein, denn in Dangast lief er die 10 km in 47:00 und wollte eigentlich drunter bleiben, und in Sandkrug lief er 1:00:02 und wollte auch da unter einer Stunde bleiben. Bei km 8 lief er noch beim Pacemaker des Marathons für 3:45, in dem sich auch Andreas Piepgras befand. Dann kam Michael S. vorbei, doch konnte er diesem nicht folgen, sonst wäre das Vorhaben knapp geglückt. Andreas hingegen hatte ein Erlebnis der ganz anderen Art. Bei der Nachmeldung hatte er nach über 20 Jahren einen alten Studienkollegen wiedergetroffen, mit dem er in Oldenburg Sport studiert hatte. Auch der wollte HM laufen. Da war die Freude beiderseitig groß. Man beschloß, den Lauf zusammen zu bestreiten, denn das Tempo sollte passen. Der Lauf verging für beide wohl wie im Flug, so viel hatte man sich nach all den Jahren zu erzählen. Auch als der Webmaster von hinten anrollte, waren die beiden kaum aus ihrer Plauderei zu reißen. Dennoch gelang ein kurzer Gruß. So führt Sport manchmal getrennte Lebenswege wieder zueinander. Sie blieben, von beiden nahezu unbemerkt ob des intensiven Gesprächs, in 1:57 noch deutlich unter zwei Stunden.

Diesen sieben Debüt stehen die beiden umgemeldeten HMs von Michael Schardt und Friedhelm Schmidt, wie berichtet, zur Seite. Zuvörderst ist aber von drei neuen Bestzeiten zu berichten. Der länger außer Gefecht sitzende Werner Lippert schafft zur eigenen Überraschung tatsächlich, seine Topzeit von Lohne um wenige Sekunden zu unterbieten in 1:44:55. Damit landete er erstmals in der M60 vor Heinz Reinmold (1:51), der sich mit seinem Lauf überaus zufrieden zeigte, zumal er sich im Vorfeld eine kleine Verletzung bei der Gymnastik zugezogen hatte, die gegen Ende des Laufes hnderlich war. Der leichtfüßige Werner war aber nicht zu bremsen und ließ sogar noch den zehn Jahre jüngeren Gerd Guhl, der auch ein prima Rennen lieferte (1:46), hinter sich. Die zweite Bestzeit geht auf Trainer Peter Baur zurück, der sich in Anbetracht der optimalen Witterung gesagt hatte: "Solche Bedingungen kriegst Du nie wieder. Jetzt oder nie." Bisher mit einer 1:48 ausgestattet, blieb er fast zwei Minuten unter seinem bisher besten Ergebnis. Bei Peter ist, wie auch dieses Rennen zeigte, auf allen Strecken noch mehr drin. Aber nicht immer läuft es so glatt wie an diesem Sonntagmorgen. Enorm ist auch die Verbesserung von Norbert Schulte, der bisher erst einen HM zu Buche stehen hatte und oft alleine mit Partnerin Claudia trainiert. Wie schon seine Zehnerzeit von unter 45 Minuten andeutete, war auch über den Halben noch etwas zu erwarten. In 1:42:59 war er drittschnellster SWOer. Seine alte Zeit hatte bei 1:47 gelegen.

Schneller als er waren nur Frank Bartsch in 1:33 und Thomas Brandt in 1:36. Beide waren bei der Hitzeschlacht in Bremen noch in 1:41 ins Ziel gekommen, nahezu parallel. Nun trennte die beiden drei Minuten, aber es zeigte sich, wie entscheidend das Klima ist. Am schnellsten von allen allerdings war Heinz zumindest angelaufen. Wie der Teufel hatte er die rsten ver, fünf Kilometer abgespult. Denn sowohl Thomas als auch Frank waren lange hinter diesem gelegen. Erst bei km 7 konnte Frank ihn einfangen und bei km 11 Thomas. Da hatte Heinz aber schon einen Gang zurückgeschaltet, was voll sein Plan gewesen sei, wie er erläuterte. Die flotteste aller SWO-Frauen mit der besten SWO-Plazierung im HM war Heide Neefe in ihrem ersten Halbmarathon des Jahres. In Wien war sie allerdings schon einen guten Marathon gelaufen. Heide finishte in 1:54 und kam recht nahe an ihre Bestzeit. In W50 lief sie als 4. knapp am Podestplatz vorbei Insgesamt gab es also 17 SWO-Halbmarathonis in Oldenburg.

Der Fünfer

Beim Jedermannslauf über fünf Kilometer waren insgesamt zehn SWO-Akteure im Einsatz, von denen nicht weniger als sieben neue Bestzeiten aufstellte. Das gilt vor allem für drei unserer Mädchen. Die 12jährige Amelie Kunkel, begleitet von Bruder Jan, konnte sich nach ihrem Debüt beim Spardalauf um nahezu zwei Minuten steigern. Damals war sie eine Sekunde unter 27 Minuten gelaufen, jetzt drei Sekunden über 25. Jan hatte 200 Meter vor dem Ziel gesehen, daß es kanpp würde, diese Marke zu unterbieten und feuerte kräftig an. Die Bruttozeit zeigte zwar 25:03, doch darf man locker 30 Sekunden abziehen, bis die Läufer übr die Startlinie waren, denn beim Fünfer wurden keine Nettozeiten genommen. Eine gute Minute schneller als beim Debüt in Schortens war die 10jährige Marie Steffen, die für ihre Schule lief und in 26:03 finishte. Beide Mädchen trugen zu dem Triple ihrer Familien bei, in drei Rennen je drei Bestzeiten erlaufen zu haben. Ebenfalls Bestzeit lief Franziska Look (11), die insgesamt zum 3. Mal über die fünf Kilometer startete. Sie brauchte 28:33. Eigentlich sollte dieses Trio noch durch Nele Schröder komplettiert werden, doch die mußte krankheitsbedingt auf einen Start verzichten.

Mama Daniela Radspieler-Schröder, die eigentlich mit Filia Nele laufen wollte, ließ es sich aber nicht nehmen, nach sehr langer Wettkampfpause mal wieder für den SWO zu starten. Dies wurde erleichtert dadurch, da Papa Ole sie begleitete. Schnelle Zeiten waren nicht zu erwarten gewesen, dafür ist Dani zu wenig im Training. Und Ole nutzte diese Gelegenheit, den SWO-Runningcup in lockerster Manier zu vervollständigen. Er ist nun noch einer von verbliebenen vier Läufern, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Supergewinn machen können, der vermutlich übernächsten Freitag im Vereinsheim verlost wird.

Zwei Läufer der SWO/Gemeinnützigen Werkstätten waren gleichfalls dabei, die ihre PB knacken wollten. Hubertus Hecklinger und Markus Brosam waren stets zusammen geblieben und liefen auch gemeinsam in 27:33 über die Ziellinie, geführt von Markus' Onkel, einem Triathlet aus Varel. Für Hubertus reichte es um 20 Sekunden für eine Bestzeit, Markus allerdings blieb nur minimal über der seinen, die etwas besser lag als die seines Kameraden. Ohneauch Startverzögerung hätte auch er es geschafft. Beide nehmen wie fünf ihrer Trainingspartner am 2610. in Upjever am Teamlauf teil. Für sie wird es ihr Zehnerdebüt sein.

Mit dabei war auch der M70-Sieger von Ofen, Manfred Meyer. Er hätte wohl auch dieses Mal gewonnen, denn er konnte seine Bestzeit auf 25:49 um über eine Minute steigern. Doch sieht der Citylauf keine Altersklassenwertung im Erwachsenenbereich vor. Es gibt nur eine Hauptklasse je für alle Männer und Frauen. Schnellste Schwarz-Weißen mit jeweils neuer Bestzeit indes waren der SWO-Tischtennisspieler Sascha Sanders und Dustin Sidow, die jeweils beim Spardalauf 2010 ihr Debüt gegeben hatten. Sascha lief in starken 20:39 ein, während Dustin 22:43 benötigte. Beide blieben sechs bzw. zwei Sekunden unter ihrer bisherigen PB.
Die Ergebnisse

Der Marathon

Langsam aber sicher stößt die Tätigkeit des Webmasters an seine natürlichen Zeit- und Leistungsgrenzen. Über immer mehr Wettkämpfe, Lauferfolge und SWO-Teilnehmer ist über 12 Monate hinweg zu berichten. Der Gipfel des Ganzen dürfte am vergangenen Wochenende erreicht worden sein, an dem bei drei Veranstaltungen knapp 80 SWOer finishten, dabei 25 persönliche Bestzeiten aufstellten und 23 Debüts erfolgreich beendeten. Im Vorfeld wurde über den Teutolauf schon berichtet und auch teils über den Amsterdam-Marathon, doch soll hier der Citylauf von Oldenburg im Zentrum stehen.

Aber irgendwie gibt es zwischen beiden Marathons auch eine Klammer, die durch drei frischgebackene SWO-Marathonis gebildet wird. Mike Hesse, Frank Steltenpohl und Kerstin von Hebel hatten eine fest eingeschworene Trainingsgruppe zur Vorbereitung auf den Marathon gebildet, die ohne auch nur einen Trainingstag zu verpassen, überaus diszipliniert und strebsam ihren Plan abarbeiteten, weitgehend geführt vom weiblichen Gruppenmitglied. Daß nicht alle drei beim gleichen Lauf debütierten, hing mit Kerstins Wahl für Amsterdam zusammen, wo auch ihr Bruder Uwe am Start war. Sie war es auch, die die wohl auch zur eigenen Überraschung schnellste Zeit des Trios lief und offenbar einen perfekten Lauftag erwischte. Daß die Gruppe prima zusammenfand und auch das gleiche Leistungsniveau hatte, wird dadurch nachdrücklich sichtbar, daß ihre Endzeiten weniger als 90 Sekunden voneinander entfernt liegen. Wie immer gilt an dieser Stelle die allererste Gratulation und besten Glückwünsche denjenigen, die auf der Königsdistanz Premiere feiern konnten.

Mit dem Oldenburger Citylauf wurde zum ersten Mal die Finisherzahl von mehr als siebzig SWO-Läufern bei einer Veranstaltung geknackt. 72 waren es, um genau zu sein. Damit hat zwar nicht der letzte Wettkampf des Jahres stattgefunden, wohl aber das letzte Großereignis für die Schwarz-Weißen. Das nächste dürfte dann am zweiten Januarwochenende die Sandkruger Schleife werden, für die jetzt schon wieder fast ein Dutzend Läufer angemeldet sind. Nach dem Citylauf wird es aber für den Webmaster nicht ruhiger. Der Jahresabschluß der Abteilung steht an, die Bestenlisten sind zu aktualisieren, ein Jahresprotokoll ist zu verfassen und die nächste Hauptversammlung vorzubereiten, wo die zweite Legislaturperiode des Abteilungsleiters und anderer Vorstandsmitglieder endet (Februar 2012) und Nachfolger für die Ämter gesucht und gefunden werden müssen und die ins Amt einzuarbeiten sind. Deshalb und auch aus familiären Gründen wird der Chronist auch nach einem letzten Laufbericht am kommenden Wochenende bis Ende Februar in eine Laufreporter-Winterpause eintreten. Seine Autorenschaft für die Printmedien und die Homepage allerdings werden uneingeschränkt weitergehen.

So schön sich die Bilanz des Citylaufs aus SWO-Sicht auch liest, so durchwachsen ist doch der Marathon vonstatten gegangen. Nämlich nur fünf der neun angemeldeten SWOer konnten ihn erfolgreich gestalten. Zunächst war klar, daß Friedhelm Schmidt nach mehreren langwierigen Verletzungen in diesem Jahr die Langdistanz nicht werde laufen können. Was in Wien unter ähnlichen Voraussetzungen noch in moderater Zeit gelang, war in Oldenburg unmöglich. Immerhin bracht er aber den HM, auf den er umgemeldet hatte, als langsamen Dauerlauf in 2:08 zu Ende. Dann mußte auch Michael Schardt aufgrund einer mehrere Wochen andauernden Lungengeschichte umswitchen und konnte ebenfalls nur den Halben laufen und nicht so, wie er es eigentlich kann. Mit 1:49 sah es aber schon besser aus als in den beiden Wochen zuvor. Dann meldet sich am Vortag auch Nils Riesenberg ab. Er hatte Verspannungen in der Schulter und mußte zum wiederholten Mal einen seiner ausgesuchten Hauptläufe canceln. Auf eine kleinere Strecke auszuweichen, war ihm gleichfalls nicht möglich. Zuletzt ist auch noch der Ausfall von Manfred Lanfermann zu beklagen, der schon in Wien nicht an den Start gehen konnte und nun bei km 25 eine Muskelzerrung im Oberschenkel erlitt. Das war zu einem Zeitpunkt, als er noch gut auf Kurs und eine Bestzeit im Bereich des Möglichen lag. Doch entschied er bei km 27 (Pferdemarkt) vernünftigerweise, aus dem Rennen auszusteigen und sich erst einmal auszukurieren. "Der nächste Angriff auf die Bestzeit", schreibt der Vizeabteilungsleiter, "wird dann in Riga gestartet." Insgesamt war für Friedhelm und Manfred 2011 kein gutes Marathonjahr, während Nils und Michael in Wien bzw. Hamburg noch Bestzeit gelaufen waren.

Das verbleibende Quintett allerdings brachte Leistungen vom Feinsten. Dabei ist die Steigerung von Stefan Baur von 3:27 auf 3:14 sehr vehement und auch überraschend, da seine zuletzt gelaufenen Zeiten über 10 km eher an eine 3:30 denken ließen. Aber bei dem jungen Mann lief es offenbar so gut, daß er fast eine Viertelstunde schneller war als bei seinem Debüt in Wilhelmshaven. In der ewigen Rangliste hatte er zwar hinter Axel Schneider und Dirk Hanneken schon den Rang drei sicher, aber nun kam er den beiden doch ein gutes Stück näher. In der männlichen Hauptklasse kam der 25jährige auf einen tollen zweiten Platz und in der Gesamtwertung auf Rang 22. Auch vom Laufstil sah er noch in der Endphase sehr locker aus, in der er noch einen Angriff eines Konkurrenten erfolgreich abwehren mußte. - Eine ähnlich starke Verbesserung gelang Andreas Piepgras in seinem letzten Wettkampf, bevor er in die Altersklasse M60 wechselt. Andreas hatte sein ursprüngliches Marathondebüt eigentlich in Oldenburg 2010 feiern wollen, doch da machte ihm eine Verletzung zu schaffen. Er lief dann erstmals in Hamburg und konnte in 3:57 sogar gleich unter vier Stunden bleiben. Daß er mit Oldenburg noch eine Rechnung offen hatte, konnte er an diesem Sonntag unter Beweis stellen. Zunächst war er auf Anraten des Trainers beim Pacemaker für 3:45 geblieben. Bei km 10 setzte er sich leicht von dieser Gruppe ab und lief mit einem anderen Marathoni lange zusammen. So hielt er Kurs auf eine Zeit, die am Ende 3:43 lauten sollte. Als ihn auf der Zielgeraden noch ein wesentlich jüngerer Kontrahent überholen wollte, da zeigte Andreas, trotz schwerer Beine, seine Spurtkraft und konterte den Angriff zur Überraschung seines Widersachers erfolgreich. Dieser Schlußspurt ist wohl auch dafür verantwortlich, daß er in der Ewigen AK-Bestenliste des SWO nun mit wenigen Sekunden vor dem Webmaster liegt, der im nächsten Jahr nun aufgefordert ist, seine alte Position zurückzuerobern und das Vorrücken von Andreas mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu betrachten nicht umhin kann.

In einer eigenen Liga flitzt Axel Schneider von Erfolg zu Erfolg. In der M50 ist er ohnehin über keine Strecke ernstlich zu gefährden, aber in diesem Jahr stand er sogar schon desöfteren auf dem Treppchen in der Gesamtwertung. In Oldenburg war er von über 200 Startern der drittschnellste Läufer. In 2:52 verbesserte er schon zum dritten Mal in diesem Jahr seine Marathonzeit und gleichzeitig auch den Vereinrekord. Seine Altersklasse gewann er souverän, und in der niedersächsischen Rangliste ist er nun noch weiter vorne plaziert als zuvor schon. Auch über 10km und HM steht er sehr weit vorne in der Landesliste. Axel läuft wie ein Urwerk, gleichmäßig und schnell. Zwischenzeitlich war er nicht auf einem Podestrang laufend, aber zu seinen Stärken zählt auch der Wille, nach vorne zu kommen. So überholte er noch den vor ihm liegenden Läufer, der nicht weit hinter ihm ins Ziel lief. Wenn ich es richtig sehe, ist Axel in diesem Jahr schnellster Oldenburger Marathonläufer überhaupt.

Über die beiden Debütanten Frank Steltenpohl und Mike Hesse, trotz ihres unterschiedlichen Aussehens auch SWO-Marathonzwillige genannt, wurde schon kurz eingegangen. Auch hat Frank schon seine Eindrücke weiter unten dargelegt. Orientiert hatten sich die beiden am Pacemaker für 4:30, denn das war das Ziel. Als der Webmaster ihnen mit dem Fahrrad in der zweiten Runde bis km 38 entgegenfuhr, da war Mike noch als einziger getreulich bei seinem Tempomacher, während Frank mehrere kleine Gehpausen einlegte, den Sichtkontakt aber nicht verlor. Mike machte noch einen sehr frischen Eindruck und konnte sich gut unterhalten, weshalb man den Eindruck hatte, daß er noch etwas mehr drauf gehabt hätte als der Zug- und Bremsläufer vorgab. Jedenfalls folgte er ihm getreulich und ohne Probleme bis ins Ziel, wo die älteren Herren der Abteilung, neben dem Webmaster auch noch Manfred L. und Peter, auf die beiden glücklichen Finalisten warteten und ihnen gratulierten. Mit dem Marathondebüt und einigen neuen Bestzeit auf den anderen Strecken sowie erfolgreich gelaufenen Cup-Wertungen geht für Frank, Mike und Kerstin nun ein rundherum gelungenes Laufjahr dem Ende entgegen.
Die Ergebnisse.

Amsterdam-Marathon. Kerstin von Hebel gelingt prima Debüt. Ali Schachtschneider und Tim Ohlsen mit PB. Ali Schachtschneider berichtet (16.10.11)

Nachdem schon zwei männliche Marathondebüts hier in Oldenburg stattgefunden haben (Mike Hesse 4:27 und Frank Steltenpohl 4:28) hat auch die dritte innerhalb dieser Trainingsgruppe ihr Debüt in Amsterdam geschafft, und das in einer Zeit, die so nicht erwartet worden war. Kerstin von Hebel benötigte 4:26:59. Ali Schachtschneider blieb sehr deutlich erstmals unter vier Stunden. Er war in 3:39:03 zu Hause, während Tim Ohlsen 3:43:50 benötigte. Zum Amsterdam-Marathon gibt es in einigen Tagen noch einen ausführlichen Bericht von Kerstin.

Ali Schachtschneider analysiert seinen Lauf

Amsterdam selbst inkl. dem wirklich optimalen Laufwetter war super. Beim Marathon selber waren die Eindrücke etwas zwiespältig. Die Organisation war super, die Laufstrecke selber schön, aber nicht besonderes abwechslungsreich oder spektakulär. Schade war, dass die Strecke eher am Stadtrand angesiedelt war und nicht durch die City ging. Auch waren die Streckenabschnitte häufig relativ eng, so dass bei der großen Beteiligung es häufig sehr eng wurde. Da Tim und ich etwas weiter hinten gestartet waren, artete der Lauf die ersten 20 km teilweise zum Hindernislauf aus. Die Zuschauerbeteiligung war in Ordnung, die Stimmung an der Strecke aber im Vergleich zu Bremen 2 Wochen vorher eher enttäuschend. Anfeuerungen von der Strecke war eher die Ausnahme.
Beim Lauf selber waren Tim und ich die ersten 5 km ob der beschriebenen Schwierigkeiten eher langsam angegangen, konnten dann aber relativ konstant knapp unter 5 min auf dem Kilometer laufen. Dies ging bis km 25 sehr gut, dann verabschiedete sich Tim und wollte es etwas ruhiger angehen lassen. Ich selber war von Bremen noch so beflügelt, dass ich nochmal einen drauf setzte und bei knapp 4.45 min pro Kilometer die nächsten 5 km absolvierte. Dies sollte sich bitter rächen, und so wurde ich von 30 bis 35 km langsamer und bei 37 und 39 km ging gar nichts mehr, d.h. besser gesagt ich ging nur noch. Eine nette Gruppe am Rand motivierte mich dann aber bei 39,5 km dermaßen, dass ich doch wieder ins Laufen kam und die letzten 2 dann nochmal ganz passabel finishte. Am Ende habe ich zwar die zwischenzeitlich anvisierte 3.30 Stundenzeit verfehlt, kann aber auch mit 3.39 Std. sehr zufrieden sein. Auch Tim wurde immer langsamer, konnte jedoch einen echten Gang vermeiden. Er finishte dann auch in für ihn guten 3.43 Std. Für uns beide gilt es, auf der langen Distanz noch mehr Erfahrung zu sammeln. Entmutigt sind wir jedoch nicht und nach schneller Regeneration steht für uns bereits fest, dass unser nächstes Ziel Stockholm heißen wird.
Lg Ali
Die Ergebnisse

Frank Steltenpohl: Marathondebüt in Oldenburg. Persönliche Eindrücke. (16.10.11)

"Als ich heute früh aufs Thermometer schaute, stand dort 2° C. Also, dachte ich, wird der Tag ideal zum Laufen. Und so war es auch. Der Start verzögerte sich um 15 Minuten, und dann, um 10.15 Uhr, begann das spannende "Abenteuer" Marathonlaufen. Mike Hesse und ich haben uns an die Fersen des Pacemann 4:30 Std. geheftet. Uns war nach eigener Einschätzung und Blick auf die Uhr klar, daß er zu schnell unterwegs war. Wir machten ihn darauf aufmerksam, und nach Kilometer 3 waren wir in der richtigen Geschwindigkeit unterwegs. Nach 9 Km konnte ich dem Druck meiner Blase nicht mehr standhalten und mußte notgedrungen eine Pause einlegen. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich zum 1. Mal die Schnürung meines linken Schuhs gelockert. Es drückte auf dem Spann. Dieses Problem hatte ich den Vorbereitungsläufen nicht. Beim Debüt ist halt alles anders. Dies alles hat schätzungsweise 1-2 Minuten gedauert, die ich mich an den Pacemann und Mike wieder herankämpfte. Das soll man beim Debüt eigentlich nicht machen. Mir war aber klar, dass ich die 4:30 Zeit alleine nicht schaffen würde. Darum kämpfte ich mich wieder an die Gruppe heran (das dauerte bestimmt 15 Minuten). Dazu gesellten sich noch 2 Läuferinnen aus Osnabrück und ein Läufer aus Nordenham. Die eine Frau lief ihren 10. Marathon, die andere ihren 49. So machte es Spaß. In einer kleinen Gruppe mit interessanten Gesprächen.
Irgendwann habe ich zum 2. Mal die Schnürung des linken Schuhs gelockert und kämpfte mich abermals an die Gruppe heran. Nun tat auf einmal das rechte Knie weh. Egal, dachte ich, da muss ich nun durch. Bei ca. 37 Kilometern hat uns Andreas Koch beim Laufen interviewt. Auf sein Video bin ich schon gespannt. Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu berichten, außer, daß nach 38 Km meine Kondition am Ende war und ich es etwas langsamer angehen mußte. Dafür waren die Schmerzen im Knie und Fuß verschwunden.
Als kurz vorm Zieleinlauf durch den Lautsprecher die Durchsage kam, ich könne noch unter 4:30 bleiben, wenn ich noch etwas sprinte, war das wieder genug Motivation für mich, noch einmal "Gas" zu geben. Und es ging tatsächlich noch etwas. Ich habe es geschafft. Ich bin glücklich.
Mein Dank gilt allen, die dies ermöglicht haben. Besonders unserem Trainer Michael sowie Manfred, der, wie ich hörte, nach ca. 27 km verletzungsbedingt aufgeben mußte. Was absolut bitter ist nach der anstrengenden Vorbereitungszeit und da er uns tatkräftig unterstützt hatte. Ich hoffe, es ist nichts Ernsthaftes. Wie ich gelesen habe, ist Kerstin auch sehr gut in Amsterdam durchgekommen. Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite aus. Das Training in unserer Gruppe hat viel Spaß gemacht, und die dicht aneinander liegenden Zielzeiten zeigen, dass wir auf demselben Niveau laufen und somit die Gruppe gut zueinander paßte. Maria, sei mir nicht böse. Ich hatte dich in der ersten Runde bei dem Wasserstand versehentlich mit Heide angesprochen. Das kam wahrscheinlich von dem Eifer des Gefechts heraus.
Als Resümee muss ich sagen, dass mir die Vorbereitungsläufe wesentlich schwerer gefallen sind als der eigentlich Marathon heute. Ich bin begeistert."
Die Ergebnisse werden später eingestellt, wenn die Mikatimingliste überarbeitet worden ist.

SWO-Running-Cup. Da waren es nur noch vier

Da Michael Bamberger in Oldenburg nicht mitgelaufen ist und Manfred Lanfermann wegen Muskelzerrung bei km 27 seinen Marathon, noch bestens auf PB-Kurs liegend, aussteigen mußte, verbleiben für die Preisverleihung (demnächst) noch Gerd Guhl, Horst-Dieter Ogiewa, Ole Schröder und Roman Berg. Da es drei Preis gibt, gewinnt nur einer nichts.

Mallorca-HM: Henrike Kruschinski locker

Bei ihrem ersten HM auf Malle konnte Henrike Kruschinski in 2:16:40 finishen. Sie hat das entspannt gesehen und natürlich mit Urlaub verbunden. Über 3000 Teilnehmer sind ins Ziel gekommen. Henrike ist nicht die erste SWOerin, wenn wir sie schon mal vereinnahmen. Denn auch Udo Schäfftlein und Frank Steltenpohl haben dort schon ihren Halben gelaufen. Henrike, eine Arbeitskollegin von Daniel und auch Ossiloopstarterin, ist den meisten SWOern noch nicht bekannt, da sie bisher nur am Bahntraining teilnahm.
Die Ergebnisse

Perfekter Saisonabschluß für Daniel Witte beim Teutolauf. 29 km hoch und runter über Stock und Stein

Daniel Witte hat auf den Oldenburger Citylauf verzichtet und stattdessen am Vortag am Teutolauf teilgenommen, nicht zum ersten Mal. Schon 2009 und 2010 war er dabei. Letztes Jahr war er auf Rang 32 gelandet und hatte eine 2:07 gelaufen, davor war er aber schon mal bei 2:02 gelandet. Ein Platz unter den ersten Zehn schien nicht möglich. Doch das gute Training der letzten Wochen und mit etwas Wut im Bauch wegen Bremen, wollte er es diesmal noch einmal wissen. Er lief erstmals unter zwei Stunden, genau 1:57:46 und wurde damit 9. Die Zeit entspricht einem KM-Schnitt von 4:03, was in Anbetracht der Länge der Strecke und den vielen Höhenmetern und schwierigen Untergründe hervorragend ist. Anders kann man das nicht sagen.

Daniel meint:

"Knapp 900 Läufer machten sich bei bestem Laufwetter auf die 29km lange Laufstrecke mit ca. 600 Höhenmetern. Der Teutolauf hat sich zu meinem Lieblingslauf entwickelt, auch wenn er mit viel Strapazen und Muskelkater verbunden ist. Es geht nur ca. 4 km über Asphalt, der Rest auf Schotter- oder Waldwegen, über Stock und Stein und Baumwurzeln. Auch die vielen teils extremen Steigungen, Wellen und die Treppe im Kurpark Bad Iburg machen einen besonderen Reiz aus. Die Organisation war wieder einmal perfekt, vor dem Start gab es sogar Energiegels umsonst. Der Lauf ist mittlerweile überregional bekannt. Viele Holländer, eine Gruppe aus Spanien und ein starker Läufer aus Ostfriesland, Holger Grigat, waren dabei, der später 3. wurde.
Ich kam am Ende als 9. ins Ziel und hatte vorher gehofft bei ca. 2 Stunden anzukommen, wenn alles glatt läuft.
Es lief besser als glatt: Ich kam nach 1:57:46 Stunden ins Ziel somit, konnte ich meine Bestzeit aus 2009 um 5min unterbieten. Ein perfekter Saisonabschluss für mich, das Training der letzten Wochen hat sich gelohnt (wenn auch mit 2 Wochen Verspätung)! ;-)Wer den SWO-Laufcup 2012 mitmacht, kommt in den Genuss in Hohne beim Teutolauf starten zu können.
Die Ergebnisse

SWO führt 1. Hilfe-Lehrgang durch. Übungsleiter müssen diese Quali haben und nach drei Jahren auffrischen. Termin 22./23. 10.

Der Vereinsvorstand gibt bekannt:

" Liebe Sportfreunde,
die SG SWO führt in diesem Jahr wieder einen Ersthelferkurs durch.
Noch einmal zur Erinnerung: Zum Schutz unserer Mitglieder müssen während der Übungs- und Trainingsstunden ausreichend Ersthelfer zur Verfügung stehen. Um dieser Forderung auch gerecht werden zu können, wollen wir nur noch Übungsleiter einsetzen, die auch über eine Ersthelfer-Ausbildung verfügen und die auch die entsprechenden Fortbildungen / Auffrischungen nachweisen können.
Die Kenntnisse müssen jeweils nach 3 Jahren aufgefrischt werden. Die Abteilungsleiter sind jeweils in ihren Abteilungen dafür verantwortlich, dass die entsprechenden
Übungsleiter eingesetzt werden.
Um den Übungsleitern die Möglichkeit zu geben, die entsprechenden Kenntnisse zu erwerben oder zu verlängern, haben wir für das 4. Wochenende im Monat Oktober einen Ersthelferlehrgang vorgesehen:
Termin:  22. und 23.Oktober 2011
Ort:         Vereinsheim Auguststraße
Beginn:  9.00 Uhr
Anmeldungen bis spätestens 15. Oktober 2011 bitte per Email (ltbb@gmx.de) oder an die Geschäftsstelle."
Der Abteilungsleiter ergänzt: Ich bitte darum, daß alle Übungsleiter unserer Leichtathletikabteilung dieser Bitte/Forderung nachkommt. VG Michael

Nachbetrachtung zum Herbstlauf in Ofen am 3.10.

Einigen Lesern unserer Homepage ist ein Widerspruch aufgefallen, jenen nämlich, die sich lange in Ofen aufhielten und noch der Siegerehrung beiwohnten und anschließend unser Ergebnistableau mit der gewohnten Gründlichkeit studierten und analysierten. Denn als Erfahrung aus Ofen brachten diese mit nach Oldenburg, daß der Preis und der Pokal für das teilnehmerstärkste Team diesmal nicht an SWO gegangen war, aber auf unserer Homepage zu lesen war, das wir die meisten Teilnehmer stellten. Wie geht das zusammen, fragten sich einige. Aufklärung tut also not.
Tatsächlich hatten von unserem Verein 22 Läufer vorangemeldet, aber 36 einen der drei Läufe erfolgreich beendet, weil sich noch so viele nachgemeldet hatten. Vom SV Lauffeuer Brake, dem geehrten Verein, hatten 32 Läufer vorangemeldet und 28 gefinisht. Gibt man in der Ergebnisliste den Suchbefehl ein "Schwarz-Weiß Oldenburg", dann tauchen zwar keine 36 Läufer auf, aber immerhin noch 29, also einer mehr als für Brake. Nun hat der veranstaltende Verein Tus Ofen sich darauf versteift, nach der Voranmelderliste zu gehen, was natürlich irgendwie nicht recht einleuchtet, aber es nun mal so ist. Schon einmal entgingen uns auf diese Weise Sektpullen und Pokal beim Herbstlauf. Warum nun 36 gefinisht hatten und nur 29 in der Suchliste auftauchen, das hat eine plausible Erklärung: der Läufer Roman Greis beispielsweise ist bis heute nicht in der Siegerliste zu finden, obwohl er nachweislich mit etwa 52 Minuten gefinisht hatte. Andere SWO hatten wieder einmal den Vereinsnamen falsch oder gar nicht angegeben. Sehr hartnäckig hält sich insbesondere der Glaube, die zweite Vereinsfarbe Weiß würde mit Doppel-s geschrieben. Das ist aber vor und nach der Rechtschreibreform nie der Fall gewesen. Irgendwie ulkig ist aber, daß der große Leucht-Vereinsschriftzug am Vereinsheim seinen eigenen Namen genau so, nämlich auch falsch schreibt. Falschschreibreform also mit Buchstaben in Halbmeterhöhe.
Wenden wir uns also belustigt und eingedenk, die Farbe Weiß demnächst richtig zu schreiben (weis nicht, gilt nicht!), den sportlichen Seiten des Laufes zu. Da ist zunächst hervorzuheben, daß es einen Doppelerfolg bei den Mädchen über 1 km gab. Luisa Levold siegte vor Marie Steffen, und nicht nur das. Luisa lief sogar vor dem ersten Jungen ein. Eine Zeitnahme allerdings sieht die Ausschreibung für diesen Kinderlauf nicht vor. Mit dabei waren außerdem Marthe, Nele, Jonte und Maja.
Über fünf Kilometer kam es zu einem sehr schönen Erfolg von Daniel Witte, der erstmals über diese Distanz startete. Er war so unzufrieden mit seinem vortäglichen Halbmarathon von Bremen, daß er sich dieses Rennen als Sanktion auferlegte. In neuem Vereinsrekord von 17:13 gewann er nach taktisch guter Einteilung mit 10 Sekunden Vorsprung. Einige hundert Meter vor dem Ziel hatte er sich aus einer kleinen Gruppe abgesetzt. Damit konnte der SWO nach Axel Schneiders Erfolg von Kreyenbrück den zweiten Sieg über 5 km nacheinander einfahren.
Nach Ole Schröder, der in 22:30 einen guten Lauf hinlegte und Platz drei in M35 einfuhr, kam Michael Bamberger in 24:11 ins Ziel. Das ist für den etwas außer Training geraten Läufer eine passable Leistung; seine Haupttat war allerdings, daß er den 13jährigen Jonny Schachtschneider mitzog, der die Order hatte, unbedingt an ihm dran zu bleiben. So kam Jonny zu einer um zwei Minuten gesteigerte PB (24:18). Unser Manfred Meyer gewann in gut 28 Minuten die M70, allerdings trat er ausnahmsweise für den Tus Ofen an, in dem er auch Mitglied ist. Das hat er aus Freundlichkeit dem Veranstalter gegenüber so gehandhabt. Eine Steigerung ihrer Bestzeit hatte sich auch Sabrina Biondi vorgenommen, die sich in einem Jahr von 41 auf knapp 33 Minuten gesteigert hatte. Als Pacemaker fungierte ihr Trainer. Rund zwei Minuten blieb Sabrina unter ihrer bisherigen Zeit (30:56), für eine zwei vorne war es noch etwas zu früh, bzw. war das Rennen zu schnell begonnen worden, weshalb insbesondere beim letzten km die Puste ausging. Erfreulich ist zudem, daß zwei C-Schülerinnen den Fünfer beendeten, Franziska Look und die Debütantin Jitka Runge, was für den Kinder-Runningcup des SWO im nächsten Jahr hoffen läßt. Außerdem nach länger Zeit wieder einmal dabei: Rita Wagner, die durch den Lauf so motiviert wurde, daß sie sich gleich für den City-Zehner anmeldete.
Genau 20 SWOer nahmen am Hauptlauf teil. Die einzelnen Leistungen können hier nicht detailliert gewürdigt, sondern nur einzelne Aspekte genannt werden. Interessant war, daß Stefan Baur in der ersten Runde sehr schnell angegangen war und sogar vor der ersten Frau, Inga Jürrens, lag. Das deutete auf eine Zeit von vielleicht 40:30 hin, also zwei Minuten schneller als beim Staffelrennen. Heinz Reinmold, der wieder die M60 gewann, folgte als zweiter SWOer in gediegenem Abstand. Im Laufe des Rennens tauschten die beiden die Plätze. Heinz kam nach exakt 42 Minuten ein, Stefan war auch mit einer tiefen 42er Zeit immer noch schneller als in Kreyenbrück. Bemerkenswert ist auch der nach langer Pause erste Auftritt von Andree Riedel, der in einer 46er Zeit finishte, womit er voll zufrieden war. Er hatte noch unter "Lauftreff Bürgerbusch" gemeldet, ihm wurde aber gesagt, daß der LTBB seit drei Jahren Schwarz-Weiß Oldenburg heiße.
Die einzige PB beim Zehner blieb Gunnar Kiek vorbehalten, der sich in Vorbereitung auf den HM in Oldenburg, seinem Debüt über diese Strecke, befindet und die deutlich anschlägt. Statt 55 Minuten stehen ihm jetzt 53 zu Buche. Ihre Bestzeit verfehlte Sabine Stein nur um wenige Sekündchen, sie blieb aber zum zweiten Mal unter 57 Minuten. Ihr Debüt über 10 km gab Maike Brader, die allerdings mit ihrem (noch verhalten trainierenden) Freund zusammenlief und von daher nicht ganz die Zeit gelaufen ist, die sie eigentlich drauf hat. Auch Maike gibt am Sonntag ihr HM-Debüt. Bleibt noch zu sagen, daß mit Ursula Bauer und Reinhard Schulz zwei Akteure wieder einmal dabei waren, die eher selten Wettkämpfe laufen, dies aber unter einer Stunde taten. Da auch Peter Baur (unter 50 Minuten) gestartet ist, war der laufende Teil der Familie vollständig versammelt. Ob Peters Tochter auch noch das Lauftraining beginnen wird, wurde bis Redaktionsschluß allerdings nicht bekannt ...

9.10.: Buenos Aires-Marathon: Martina Miertsch schnellste Deutsche. SWOerin lief gleichmäßiges Rennen und wurde exakt 500. (9.10.11)

Sie ist Übersetzerin für Englisch und Spanisch, arbeitet hauptsächlich für SAP, und sie ist Weltreisende. SWOerin Martina Miertsch nahm nun nach ihrem Marathon in Wien im Frühjahr einen weiteren Versuch auf der Königsdistanz in Angriff. Am Anfang ihres Sprachurlaubs in der argentinischen Hauptstadt lief sie bei der 28. Auflage des größten lateinamerikanischen Marathons mit, der zeitgleich mit Chicago stattfindet. Dabei benötigte sie 4:19:58 Minuten und legte ein sehr ausgeglichenes Rennen hin, so wie sie es immer tut. Zunächst ging sie vorsichtig an und absolvierte die 10 km in 1:03. Die HM-Matte überlief sie bei 2:10. In der zweiten Hälfte hatte sie keine Probleme, im Gegenteil. Die wurde sogar noch etwas schneller, so daß die besagte Endzeit heraussprang. Insgesamt haben 5578 Läufer in Buenos Aires gefinisht, darunter knapp 19 Prozent Frauen, was 1048 ausmacht. Martina brachte das Kunststück fertig, genau 500. zu werden und damit auch schnellste Deutsche von fünf. In ihrer AK W30 und auch in der Gesamtwertung kam sie recht genau auf einem Mittelplatz an. Insgesamt hatten nur weiter 10 deutsche Männer mitgemacht und überhaupt nur eine Handvoll Europäer und Nordamerikaner. Der größte Marathon Süd- und Mittelamerikas harrt noch seiner Enddeckung. Die meisten Läufer kommen natürlich aus dem Veranstalterland, gefolgt von Brasilien. Auch andere lateinamerikanische Länder sind stark vertreten. Buenos Aires wurde indes schon von Kenia entdeckt, denn gleich ein Quartett konnte sich in diesem Jahr vorne plazieren, der erste in 2:10. Schnellste Frau war aber eine Argentinierin, die stark umjubelt in 2:46 einlief.
Martina will nun ihren Urlaub genießen, nachdem die "Arbeit" getan ist. Sie war recht kurz vor dem Marathon angereist und hatte kaum Akklimatisierungsmöglichkeiten. Zunächst bleibt sie bei Freunden in der Hauptstadt, dann gehts ins weite Land der Gouchos.
Zum Marathon ihr O-Ton: Lief ganz gut. Ich hatte ein paar kleine Probleme bei KM31-33 und musste langsamer laufen, aber hinten raus ging es dann wieder gut. Bin sehr zufrieden mit mir. Die erste Haelfte des Laufes war auch von der Strecke ganz gut, durch die Stadt mit Bands am Strassenrand, aber die zweite Haelfte war etwas langweilig, um dem Verkehr aus dem Weg zu gehen, nehme ich an.
Die Ergebnisse

Essen-Marathon: Schwieriges Marathonjahr endet für Felix Levold versöhnlich mit PB. Karin und Michael stemmen Marathonstaffel unter 4:00 Stunden (9.10.11)

Nach zwei Marathonabbrüchen in Hamburg und Salzkotten, die jeweils hitzebedingt waren, wollte Felix Levold schon gar nicht mehr an ein gutes Ende in diesem Jahr glauben, zumal er urlaubstechnisch nicht in Oldenburg an den Start gehen kann, die allgemein letzte Möglichkeit im Herbst, wenn man nicht zu weit fahren will. Er entschied sich im Vorfeld, beim ältesten deutschen Marathon "Rund um den Baldeneysee" in Essen mitzumachen, der seine 49. Auflage erlebte. Er lief etwas verhalten an, um sich später zu steigern. So der Plan. Zum Glück hatte er auf dem nicht ganz ebenen, aber sehr schönen Kurs recht bald eine Dreiergruppe gefunden, die bis ca. 30 km zusammenblieb. Bei Felix' km 17 hatte ihn der Webmaster noch kurz in frischem Zustand gesehen, als dieser in eine Wendestraße einlief und selbst bei km 13 war. Michael Schardt war für seine Marathonstaffel unterwegs, die 20 Minuten nach den Marathonis gestartet war, weshalb sich auch der Rückstand zu Felix erklärt. Felix indes bekam nach dem dreißigsten Kilometer langsam Probleme und konnte das nun schon etwas verschärfte Tempo nicht mehr ganz mitgehen. Er lief schon bei km 17 kurz hinter dem 3:30er Pacemaker und tat dies weiterhin, nachdem er seiner Gruppe nicht mehr folgen konnte. Ab km 36 wurde es richtig schwer für ihn, wie er später sagte. Um sein Ziel, unter 3:35 zu bleiben, zu erreichen, mußte er richtig beißen und sogar ein, zwei mal Gehen. Schließlich gelang das Unterfangen aber doch noch knapp. In 3:34:35 blieb er rund vier Minuten unter seiner bisherigen Bestzeit von Barcelona und konnte nun auch in der SWO-M40er-Wertung die Poleposition übernehmen, die bisher Arno Lücht mit 3:37 innehatte. Nach dem Zieleinlauf ging es unserem Mann gar nicht gut, konnte sich aber nach einer heißen Dusche und einer Bockwurst wieder etwas erholen. Ein toller Lauf, dem wohl einige nachgelagerte Wehwehchen folgen werden.
Die SWO-Marathonstaffel stand im Grunde unter keinem guten Stern, nachdem zunächst vier Läufer die etwa gleich langen Teilstücke absolvieren sollten. Dann fiel aber die älteste Tochter von Karin Riegger, Kim, aus, danach auch die zweite, Nadja. Dann wurde umdisponiert, und Michael sollte zwei Parts übernehmen, also die ersten 22 km, und Karin und Partner Peter die übrigen beiden. Doch auch das dritte Familienmitglied fiel wegen einer Knöchelverletzung aus, so daß Karin sich bereiterklärte, ebenfalls einen Halbmarathon zu laufen, obwohl sie nach der langwierigen Meniskusoperation, die ihr Marathondebüt in Wien verhindert hatte, erst bis auf 10 km trainiert war. Die so dezimierte Mannschaft mußte zudem die immer noch nicht auskurierte Erkältung von Michael wegstecken. Bei Michael lief es jedoch wesentlich runder als noch in Bremen, aber schneller war er auch nicht. Bei HM zeigten die Uhren 1:54 an, genau wie in der Hansestadt. Bei km 22,2 übergab er das Staffelholz an Karin bei genau zwei Stunden. Bei Karin lief es wesentlich besser als gedacht. Befürchtungen, daß sie nicht durchkommen würde, hatten sich bald erledigt. Im Gegenteil: als sie merkte, daß noch eine Zeit von unter vier Stunden möglich wr, legte sie am Schluß noch ein paar Kohlen nach. Die nur mit zwei Läufern bestückte Staffel schaffte dann sogar in 3:59:56, die 4-Stunden-Marke zu unterbieten. Entsprechend happy war der weibliche Teil des Duos. (Der männliche nicht minder.) Im Gegenzug hatte sich Peter bereiterklärt, als Laufreporter-Fotograf zu fungieren. Der entsprechende Bericht erscheint entweder Montagabend oder Dienstagnachmittag unter der bekannten Internetadresse.
Bei schönstem Laufwetter, strahlendem Sonnenschein und angenehmen 13-15 Grad kam Felix unter knapp 1200 Läufern auf Rang 413. In M40 ziemlich genau ins Mittelfeld. Die Staffel, die jetzt eigentlich mixedfähig gewesen wäre mit zwei Frauenanteilen, wurde aber bei den Männern rubriziert, da eine Ummeldung nicht mehr vorgenommen wurde. Dort war das Rang 116. von 127. Bei den Mixeds wäre es 42 von 67 gewesen, wohlgemerkt liefen die meisten Staffeln mit vier Läufern. Ganz ordentlich also für die SWOer. Die Ergebnisse.

Sportfest Bad Zwischenahn: Olli vor Michael I. und Michael I vor Olli. Daniel nur eine Sekunde schneller als Michael S. :-) (6.10.11)

Augenblicklich wird in der örtlichen Presse über jedes läuferisch gemachte Bäuerlein einen Artikel verfaßt. Über Oldenburgs tatsächlich besten Läufer aber keine Zeile. Das ist, im Verhältnis zum Alter, Dr. Hans-Jürgen Bandelt von den Bären. Der führte bis gestern abend die Bestenliste des Landes auf sechs Strecken an und war auf drei weiteren auf 2. Dazu noch Top Ten Plazierungen auf zwei weiteren Strecken. Um seine verhältnismäßig "schwache" Plazierung über 800m und eine Meile zu verbessern, trat er gestern abend beim Kleinsportfest in Bad Zwischenahn an, von dem unser Daniel gar nicht glauben wollte, daß es bestenlistenfähig ist. Ist es aber. Denn Bandelts neuen Zeiten stehen schon 12 Stunden später in der NLV Bestenliste. Und was soll man sagen: in der Meile steht er jetzt statt auf 6 ebenfalls auf Poleposition und über 800 auf zwei. Insgesamt hat Bandelt eine erstaunliche Bandbreite: von 200m bis HM ist er in der Liste, sieben mal auf Platz eins. Ein echter Profi-Taktiker. Die NWZ wird ihn nach diesen Zeilen sicher nun auch entdecken.
Für die SWO-Langstreckler war der Zwischenahner Abend weitgehend ein Debüt. Nur Michael Schardt hatte einmalige "Bahnerfahrung". Trotz Erkältung konnte er seine 1000m Bestzeit steigern. Daniel Witte trat wie Olli Oltmanns und Heike Greis jeweils über 1000m und eine Meile an, die im Abstand von nur 10 Minuten durchgeführt wurden. Daniel gewann das Rennen über 1000m in 2:58, damit war er eine Sekunde schneller als Michael S. im Jahr 2010 über 800m, und Olli wurde 2. in 3:11. Sascha wurde 4., nachdem er schon über 800m angetreten war, den 3. Platz belegte und dort den Vereinsrekord von Felix Levold deutlich unterboten hatte. Heike debütierte in für sie unbefriedigenden 4:13. Olli hatte mit den 3:11 auch die Führung in der Vereinsrangliste M35 übernommen und sich vor Michael Ibelings gesetzt. Das wollte er auch über eine Meile. Die Zeit von Michael (5:43) verfehlte er aber um eine Sekunde. Daniel wollte sich gerne noch in der Hauptklasse in der NLV Liste plazieren, dafür hätte er die Meile unter 5 Minuten laufen müssen. Aber nach dem flotten Tausender und den Wettkämpfen vom Wochenende war das nicht mehr drin. Vereinsrekord in 5:06 war es trotzdem. Sacha war über die Meile knapp unter 6 Minuten geblieben. Mit 6:58 war Heike in ihrem Meilendebüt schneller als über 1000m (im Schnitt). Der Lohn ist eine Plazierung in der Landesliste auf Rang 5. Auch mit ihrer Zeit über 1000m ist Heike nun auf Rang 7 der Landesbestenliste, zwei Wochen, nachdem sie einen Startpaß bekommen hatte. Ihre 1000m Zeit ist auch Vereinsrekord. Auch Olli ist jetzt in M35 in der Bestenliste zwei Mal vertreten, Sascha jedoch nicht, da er noch keinen Startpaß für SWO hat.
Mit dabei waren auch erstmals zwei Mädels. Marthe Greis und Nina Jack, beide W08, die knapp unter und knapp über vier Minuten über 800m liefen und 1. und 2. ihrer Klasse wurden.
Die NLV-Liste ist hier einzusehen: www.nlv-la.de unter "Bestenliste",
die SWO_Ergebnisse hier 
und die des Sportfestes insgesamt hier: www.ofen-la.de.

Halbmarathon Bremen. Erster größerer Teamauftritt des SWO bei einer Meisterschaften qualitativ durchaus durchwachsen. Bestzeiten gab es allerdings mehrere (2.10.11)

Nach der Beteiligung bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Löningen und der NLV-Straßenmeisterschaft über zehn Kilometer in Haren, beides durch Axel Schneider, kam es im Mai beim Hamburg-Marathon zu einer Teilnahme von sechs SWOern bei der Deutschen Marathon Meisterschaft, gefolgt von der Beteiligung an der DM im 10 km Straßenlauf in Oelde mit 4 SWOern. Bis dahin waren es ausschließlich Männer, die von uns mitmachten. Gute Plazierungen erzielte jeweils Axel in der Wertung M50, aber auch das M55-Team kam zweimal sogar aufs Podest, natürlich vor allem mangels Masse an anderen Vereinen. Bei Meisterschaften sind die Leistungen natürlich höher einzustufen als bei normalen Volksläufen, aber nur hinterher lief keiner des SWO. Denn Altersklassenläufer sind auch bei den Meisterschaften zu finden, und die sind desöfteren auch schon mal langsamer. Vor allem das Zusammenstellen von AK-Mannschaften kann durchaus von Erfolg gekrönt werden. Aktuell sind mehrere unserer Mannschaften in der niedersächsischen Bestenliste vertreten. Mehr noch als bei den Männer kann das Unterfangen bei den Frauen zum Erfolg führen. Jedoch ist bisher noch kein Frauenteam in eine Wertung gelangt, aber bei der Norddeutschen Meisterschaft im HM in Bremen und der kleinen Schwestermeisterschaft von Bremen/Niedersachsen, da waren immerhin zwei SWO-Frauen am Start. Ein erster zarter Anfang, kaum mehr, aber ein sehr ordentlicher, wie die Ergebnisse zeigen.
Heike Greis und Bettina Schachtschneider kamen im Gegensatz zu einigen ihrer männlichen Kollegen sehr gut mit der brütenden Hitze zurecht. Bettina lief in ihrem erst zweiten Halbmarathon deutlich schneller, als sie selbst und der Trainer dies erwartet und für möglich gehalten hatten, und Heike bestätigte ihre gute Form mit einer für die Verhältnisse mehr als respektablen Leistung. Beide konnten sich in der Meisterschaftswertung W45 im Mittelfeld plazieren, im Bremen-HM sogar deutlich weiter nach vorne.
Die Männer waren mit insgesamt 12 Läufern angetreten (einer, Andreas Koch, fehlte verletzungsbedingt, war aber als moralische Unterstützung mitgefahren), die zusammen vier Mannschaften bilden konnten in der Durchlaufwertung und drei in den verschiedenen Altersklassen. Allerdings war bei der Leistungsdichte der anderen kein Blumentopf zu gewinnen; lediglich das M55-Team kam auf einen 4. Rang und die erste Herren mit Rang 22 von 66 Mannschaften immerhin noch ins erste Drittel.
Anders dürfte das aber schon im nächsten Jahr aussehen, wenn der SWO ein wirklich starkes M60er Team bilden wird. Mit Heinz Reinmold hatten wir dort einen Mann sehr weit vorne plaziert in der Einzelwertung (Rang 7. bzw. 5. von 90 Akteuren), der leider Einzelkämpfer blieb. Der starke Werner Lippert konnte wegen einer Reise nicht dabei sein, und aus dem M55er Nachwuchs wird Andreas Piepgras, Michael Bamberger und andere erst im nächsten Jahr startberechtigt sein. Durch einen zu erwartenden M60er Neuzugang schließlich rücken die SWOer in dieser AK dann in den erweiterten Favoritenkreis auf. Heinz war in seinem dritten Halbmarathon so schnell wie nie und will diese neue Bestzeit bei angenehmeren Temperaturen in Oldenburg noch einmal toppen.
Die nach einem harten sechswöchigen Spezialtraining hochgeschraubten Ambitionen machte zu einem großen Teil die schül-warme Witterung zunichte. Daniel Witte verlor zwar nur ein Minütchen auf seine Bestzeit von Saerbeck (1:19), war aber mit seinen 1:20 nicht recht zufrieden. Das Vorhaben, eventuell an 1:18 heranzulaufen, bleibt somit einem späteren Halben vorbehalten. Olli Oltmanns durfte sich aber über einen gelungene Auftritt freuen, erstmals unter 1:30 geblieben zu sein. Es war ein hartes Stück Arbeit gewesen, und er war ans Limit gegangen, dachte wie Daniel zwischenzeitlich an Ausstieg, biß sich aber zu seiner späteren eigenen Freude aber durch. 1:27 sind für ihn nicht unrealistisch.
Von den Männern vielleicht am besten mit den Bedingungen zurecht kam Ali Schachtschneider, dem es eigentlich nicht heiß genug sein kann. Nach einer Verbesserung von über acht Minuten in Wardenburg, lief er diesmal noch einmal fast sechs Minuten schneller auf 1:33. Bei ihm macht sich bemerkbar, daß er das erste Mal in seinem Leben konsequent ein Lauftraining abgespult hat. Auf seine Marathonzeit von Amsterdam darf man gespannt sein. - Und von noch einem ist zu berichten, dessen Laufjahr kaum hätte besser sein können als es tatsächlich ist, Mike Hesse. Er verbesserte seine PB nach Löningen ein zweites Mal und darf seinem Marathondebüt in Oldenburg jetzt ganz gelassen entgegensehen.
Doch es war von einem Durchwachsenen Auftritt die Rede, und so gab es auch einige Läufer, die nicht zufrieden waren und es auch nicht sein konnten. Im vorderen Bereich waren Frank Bartsch und Thomas Brandt angetreten, um in Richtung 1:30 bis 1:34 zu laufen. Doch hatte die Sonne und auch die Form offensichtlich etwas dagegen. Beide waren dieses Jahr schon 1:32 bzw. 1:34 gelaufen, doch diesmal sprang für beide eine nahezu identische 1:41 heraus. Da sahen sie kurzzeitig etwas geknickt aus, aber das dauerte nicht lange an, zumal in Oldenburg die Schwarte ausgemerzt werden kann.
Nimmt man Mike einmal aus, so ging es den anderen drei des M50/55-Teams ähnlich. Gerd Guhl, Michael Schardt und Manfred Lanfermann blieben gleichermaßen mehr als zehn Minuten hinter ihrer üblichen Zeit zurück. Alle drei waren recht flott angelaufen, brachen dann ein und spielten unterwegs derart Bäumchen Wechseldich, daß ihre Einlaufreihenfolge bis zum Schluß offen blieb. Im Grunde mischte da noch ein vierter, viel jüngerer Akteur kräftig mit, Nils Riesenberg. Auch er brachte nicht das auf die Straße, was möglich ist, auch wenn man einen gewissen Trainingsrückstand berücksichtigen muß. Mit von der Partie war noch der designierte Marathondebütant Frank Steltenpohl. Von ihm ist bekannt, daß er im Gegensatz zu Ali gar nicht gut bei Hitze kann. Insofern war seine Zeit in der Selbstanalyse leicht zu erklären und verursachte bei ihm auch kein Kopfzerbrechen, sondern löste nur die Hoffnung auf kühlere Temperaturen für Oldenburg aus.
Aufbauend sind solche Erlebnisse sicher nicht, vor allen Dingen dann nicht, wenn unmittelbar ein Marathon vor der Tür steht, und das ist bei fast allen den Genannten der Fall. Andererseits bringt es auch nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und Trübsal zu blasen. Insofern hatte Delegationsleiter Manfred die kurze aber zutreffende Losung ausgegeben: "ABHAKEN UND WEITERMACHEN."
Es ist ein offenes Läufergeheimnis, daß die angestrebten Topleistungen zeitlich oft nach dem anvisierten Haupttermin abzurufen sind, dann, wenn man vielleicht lockerer und spontaner an die Sache herangeht. Von daher wird es noch einige Überraschungen im Oktober geben.
Allemal erfreulich aber für den Sportwart der Abteilung ist, daß die Teilnahme einer größeren Gruppe an Meisterschaften auch ein Imagegewinn für die Abteilung darstellt, die in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Es ist auch nicht einzusehen, warum für die Erwachsenen des SWO nicht das üblich werden soll, was für unsere Kidies eine alltägliche Sache ist (die sie zudem erfolgreich und mit einigen Titeln bestückt ausüben). In diesem Sinne soll auch ein verstärkter Auftritt bei Stadionlauffesten angestrebt werden. Die für sich hindümpelde Disziplinleichtathletik kann etwas Aufschwung von dieser Seite durchaus vertragen.
Die SWO-Abteilung möchte dieses Bestreben nicht in den Vordergrund einer gleichfalls breitensportlich orientierten Abteilung stellen, es aber durchaus fördern, vielleicht durch die separate Erstattung der Kosten, die eine Meisterschaftsteilnahme erfordert, oder durch Zuschüsse für gezielte Trainingsformen über ein Wochenende oder gar länger (Trainingslager). Auch können Zuschüsse oder Prämien in anderer Form eine Rolle spielen. Darüber und auch über ein gezieltes Sponsoring wird die Abteilungsversammlung beraten. Besonders, sorry meine Herren, soll die Förderung von Läuferinnen (auch im Jugendbereich in unserer Abteilung in den Focus geraten. Da ist in Oldenburg noch Pionierarbeit zu leisten und eine Konzentration der Kräfte und Aktiven von nutzen. Hierfür sind gezielte, öffentlichkeitswirksame Aktionen in Vorbereitung.
Kurzum: die Zeit des Lauftreffs Bürgerbusch gehört der Mottenkiste an. Das Ziel ist, eine moderne Abteilung zu sein, die dem Breitensport- und Leistungsgedanken (auch im AK-Bereich) positiv gegenübersteht und die dem bei Läufern teils etwas überstark ausgeprägten Individualismus ein zurückhaltend-verbindendes sportlich-sozial orientiertes Angebot entgegenbringt, an dem jeder, aktiv wie passiv, teilnehmen kann.
Die Ergebnisse (auch schon in die Ewigenlisten eingearbeitet)

"Kölle, du bes e Jefööhl" - Zum Köln Marathon (2.10.11)

Bericht von Kerstin von Hebel

"Am 2. Oktober war es wieder soweit – es ging morgens mit der S-Bahn von Langenfeld nach Köln. Pünktlich am Bahnsteig erfuhren Uwe (mein Bruder) und ich, dass die S-Bahn 10 min. später eintreffen würde. In Anbetracht der Fahrzeit war uns klar, dass es etwas stressig werden würde; aber es war ja nun nicht mehr zu ändern. Die Startnummern hatten wir Gott sei Dank bereits am Samstag abgeholt, so dass wir in Deutz direkt zur Kleiderbeutel-Abgabe joggen und uns somit auch gleich warmlaufen konnten. Die Abgabe der Kleiderbeutel verlief sehr zügig, und wie ich es in Köln gewohnt war, reibungslos. Nach der Abgabe ging es nochmal schnell für "kleine Jungs bzw. kleine Mädchen", und dann rein in den für uns vorgesehenen Startblock, denn mittlerweile war es schon halb neun und "Mocki" und Co warteten bereits auf den Startschuss. Da ich diesmal im Vorfeld eine Zeit angeben konnte, durften Uwe und ich uns in den 3. Startblock einsortieren und konnten bereits nach knapp 8 Minuten, nachdem die Schnellsten gestartet waren, ebenfalls auf die Strecke. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten Uwe und ich abgemacht, dass wir getrennt laufen. Somit löste ich mich direkt nach dem Start von Uwe und machte mich auf den Weg zu meiner "Lieblingsbrücke". Bedeutend schneller als letztes Jahr vergingen die ersten Kilometer wie im Flug, wenn ich die Strecke nicht kennen würde, wüsste ich nicht einmal, wo ich überhaupt lang gelaufen bin. Letztes Jahr war der Lauf für mich jedoch deutlich entspannter: dementsprechend habe ich dieses Jahr die super Stimmung nicht vollständig genießen können, und auch das Mitsingen der "Kölschen Kult Schlager" war diesmal nicht möglich. An den "Brennpunkten" herrschte wieder ausgelassene Stimmung, und nahezu jeder Läufer wurde namentlich angefeuert. Obwohl die Strecke dieses Jahr baustellenbedingt ein wenig verändert wurde, hat sie dem Charme, den der Köln Marathon für mich hat, keinen Abbruch getan. Petrus meinte es, wie auch im letzten Jahr, wieder sehr gut mit uns – sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer, aber zum Leid der Läufer. Denn bereits gegen halb zehn wurde es ziemlich schnell sehr warm, so dass ich froh war, um kurz nach halb elf – endlich mit einer Endzeit unter 2 Stunden – im Ziel angekommen zu sein. Ich kann den Köln Halbmarathon nur empfehlen, denn nicht nur die Stimmung an der Strecke, sondern auch das Versorgungsdorf im Ziel lässt das hungrige und durstige Läuferherz höher schlagen. Die SWO-Ergebnisse 

Köln-Marathon. 5 SWO-Akteure im Einsatz. (2.10.11)

Als sehr vorläufige Meldung sei hier kundgetan, daß sich der einzige SWO-Marathoni im Feld, Horst-Dieter Ogiewa, offenbar sehr lange gut geschlagen hat, aber den Lauf dann mutmaßlich doch abgebrochen hat. Er lag mit 25:43 für 5km und 54:30 bzw. 1:59:35 bei HM noch sehr gut im Rennen. Auch die 30 km Marke muß er noch passiert haben in 3:07:41. Bis km 31 konnte er nur noch laufen, da ihn Hüftprobleme plagten. "Ohne Vorbereitung", sagt er, "bin ich überrascht, überhaupt so weit gekommen zu sein." In der Tat.
Alle vier HM-Starter sind in Köln jedoch sicher ins Ziel gekommen. Schnellster war Udo Schäfftlein mit 1:46, nur zwei Minuten entfernt von seiner PB. Er hatte ein sehr gutes Gefühl nach zehn Kilometern und sogar etwas auf seine Pb spekuliert. Aber das langte nicht ganz. Nach dem HM ist er weiter nach Meran in Urlaub gefahren.  Dannach kam Lars Wölck in 1:58 ins Ziel. Seit er beim SWO ist, ist das Bestzeit, jedoch ist er früher schon schneller gewesen. Neue Best zeit ist auf jeden Fall Kerstin von Hebel in 1:59:09 gelaufen. Ihren ersten Marathon in Oldenburg war sie punktgenau in 2:00:00 gelaufen. SWO-Debüt in guten 2:03 konnte Arno Backer hinlegen.

Gute SWO-Plazierungen bei Airborne-Run (24.9.11)

Will man Trendforschern Glauben schenken, so sind Trailrennen und Strongmanläufe im Kommen. Auch Ausdauerläufe mit Hindernissen, wie sie jetzt erstmals in Oldenburg ausgetragen wurden, gehören dazu. Bei den Teilnehmern solcher Rennen sind sie jedenfalls äußerst beliebt. Für sie hat das schnöde Flachrennen über 5, 10 oder 21,1 km ausgedient. Das sei langweilig und stumpf. Man sucht das Besondere, die echte Herausforderung. Und manche fahren durch die ganze Republik, um an einem Airbornelauf teilzunehmen, von denen es doch allzuwenig gebe.
Tatsächlich ist die Begeisterung der Teilnehmer an einem solchen Rennen viel größer als die bei handelsüblichen Volksläufen. Das ist durchaus damit zu vergleichen, daß die Begeisterung bei anspruchsvollen Landschaftsläufen oder sogar Bergläufen ebenfalls höher ist als bei einfachen Kursen. Das liegt - scheint's - in der Natur der Sache. Jedenfalls sind die Beifallsbekundungen deutlich höher als üblich, sei es, daß sie den Hermannslauf bei Bielefeld betreffen, den Teutolauf oder den Gutsmuths-Rennsteiglauf. Nachzulesen ist dies in den Gästebucheinträgen der Veranstaltungen.
So gestalten sich auch die Einträge für den ersten Oldenburger Airborne-Fitrun überaus positiv. Man verlangt nach unbedingter Wiederholung, auch wenn man doch eine Reihe von organisatorischen Mängeln nicht unerwähnt läßt. Unter anderem ist davon die Rede, daß die Streckenlänge nur 16,2 und nicht 18 km gewesen sei, daß die Streckenmarkierung oft nicht erkennbar war (was sogar der Veranstalter einräumt), daß die zu transportierenden Sandsäcke sehr unterschiedlich schwer gewesen seien (bis doppelt so schwer wie vorgesehen), daß die Anordung der Hindernisse zu weit auseinandergelegen habe im Hinblick auf Zuschauerfreundlichkeit, daß zahlreiche Unterseiten der Homepage sofort nach dem Rennen gelöscht worden seien (so die der Teilnehmerliste) und auch, daß die Ergebnisliste drei Tage auf sich hatte warten lassen und dann keine Altersklassenwertung und keine Trennung zwischen Männern und Frauen aufgewiesen habe und nicht einmal eine Ziffernreihenfolge. (Nachtrag: die ist inzwischen vorhanden) Deshalb mußte von Hand durchgezählt werden, an welcher Stelle der einzelne eingelaufen ist.
In der Tat ist wohl die Stromversorgung zusammengebrochen, die das elektronische System lahmlegte. Aber all das konnte der positiven Gesamtbewertung keinen Abbruch tun, zumal beim ersten Mal ja Fehler passieren können und verzeihbar sind.
Ob Hindernisläufe aber tatsächlich eine größere Zukunft vor sich haben, darf als unsicher gelten. Die erhoffte Beteiligung von 500 Mitstreitern in Oldenburg wurde bei weitem nicht erreicht. Mangels Anmeldungen hatten die Organisatoren das schon geschlossene Anmeldeportal wieder geöffnet. Doch die Zahlen blieben kleiner als erwartet. Nur 222 Meldungen hatte es gegeben, und rund 180 Läufer waren im Ziel zu registrieren. Die Teilnehmer waren überwiegend männlich, nur rund zwei Dutzend Frauen waren dabei. Und Anklang fand der Lauf vorwiegend bei den jüngeren Männern. Der Teilnehmer jenseits der demoskopisch so beanspruchten Altersgrenze von 49 war die Seltenheit.
Denjenigen aber, die angetreten und gefinisht hatten, sah man die Freude und Begeisterung an, aber auch die Anstrengung, die der Lauf mit je sieben Hindernissen pro Runde gekostet hatte. Insgesamt war der Parcours zweimal zu durchlaufen. Am anstrengendsten war wohl das Teilstück, als die Sandsäcke zu transportieren waren. Außerdem die teils sandige Laufstrecke. Das andere, so SWO-Teilnehmer Gerd Guhl, sei Pillepalle gewesen. So habe er sich das auch in der Vorbereitung bereits gedacht. Gelaufen ist mit den Sandsäcken kaum einer, selbst der spätere Sieger Tammo König nicht. Mann (und Frau) ging teils mit wackelnden Knien zu Fuß. Was unklar blieb, ist, ob es beabsichtigt oder irrtümlich war, daß die Helfer in der ersten Runde den Läufern die Säcke noch auf die Schultern luden, und in der zweiten nicht mehr. Unklar blieb auch, wie es sich im Ergebnis niederschlug, wenn ein Hindernis nicht korrekt bewältigt worden war. Insgesamt positiv ist sicher der Anspruch zu nennen, daß sich die Teilnehmer bei den Hindernissen helfen müssen. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Teamgeist, der bei solchen Läufen ohnehin sicher größer ist als beim Straßenlauf. Entlehnt ist die Idee von Hindernissenläufen Übungseinheiten der Truppe, wie überhaupt diese Form des Wettbewerbs aus militärischem Umfeld stammt. Entsprechend viele Teilnehmer beim Airborne-Run waren aktive oder ehemalige Soldaten.
Überaus achtbar zogen sich die drei SWOer aus der Affäre. Sascha Jänicke landete in 1:29:04 Stunden auf dem Gesamtrang 12. Nach einer mehrwöchigen Trainingspause zeigte er sich wieder mit aufsteigender Form. Nach der ersten Runde hatte er ca. noch auf Rang 15 gelegen, spielte dann aber seine gute Ausdauer aus. Stefan Baur kam unmittelbar nach Sascha in 1:29:33 als 13. ins Ziel. Bei Halbzeit hatte er noch knapp vor diesem gelegen. Setzt man die Leistung beider in Beziehung, dann wird man ihre Ergebnisse bei der VFL-Staffel herauskramen. Da war Sascha noch zweieinhalb Minuten vor Stefan eingelaufen. Ersterer hat durch die Pause etwas eingebüßt, bei letzterem macht sich das Marathontraining für Oldenburg nun positiv bemerkbar. Eine couragierte und beachtenswerte Leistung lieferte auch Gerd Guhl in 1:43:31 ab. Er kam im ersten Drittel der Teilnehmer an, obwohl der 50jährige fast nur junge Männer als Mitstreiter gegen sich hatte, die voll im Saft stehen.
Zusammenfassend kann man sagen, daß die Hindernisse nicht so sehr aufhielten, als daß die läuferische Qualität der Teilnehmer nicht doch ausschlaggebend geblieben wäre. Zu allererst zu sehen beim souveränen Sieger Tammo König und weiteren vorne plazierten Triathleten. Gegen eine Fortführung der Veranstaltung ist keinesfalls etwas zu sagen.
Die Ergebnisse.

Cloppenburger Citylauf: Daniel Witte wird 3. mit neuem Vereinsrekord. 8 SWOer am Start. Heinz Reinmold M60-Sieger; Stefanie Henke Podestplatz bei Debüt. (24.9.11)

Mit 1014 Teilnehmern und 650 Finishern stellte der Citylauf einen neuen Rekord auf. Im Hauptlauf waren 246 Läufer am Start. Der Sieger bei den Männern hieß wie in Garrel Andreas Kuhlen. Er verfehlte diesmal aber den Streckenrekord in gut 32. Minuten. Hinter dem souveränen Sieger lief SWOer Daniel Witte lange Zeit an zweiter Stelle. Doch er wurde auf der Zielgerade noch von einem Läufer von BW Lohne abgefangen, der an diesem Tag den stärkeren Spurt hatte. Daniel wurde mit 4 Sekunden Rückstand dann 3. Seine Zeit von 35:29 bedeutet die Verbesserung des eigenen Vereinsrekords um eine Sekunde. Es ist gleichzeitig auch seine SWO-PB. Absolut war er vor der Vereinszugehörigkeit aber schneller. Mitten im harten HM-Training zeigte sich Daniel zufrieden. Er hatte sich spontan zur Teilnahme entschieden, nachdem er wie viele andere SWOer auch beim Airbornrun zugesehen hatte. Mit einem großen Pokal und einem Geldgewinn trat er die Rückreise nach Oldenburg an.
In einer Zeit von knapp unter 40:54 Minuten kam Frank Bartsch als nächster SWOer ins Ziel. Er belegte in M35 den undankbaren 4. Platz. Knapp zwei Minuten dahinter kam Heinz Reinmold ins Ziel. Damit hat er wieder die M60 souverän gewonnen. Mit dabei, aber verhalten gelaufen, waren außerdem Michael Schardt (48:39), Udo Schäfftlein (49:41), Mike Hesse (53:29) und Christian Willenbrink (53:36), der seine Freundin Stefanie Henke beim ersten 10er begleitet hatte (53:31). Stefanie wurde 16. Frau von 43 und 3. in W40 (von 6).
Außerdem hatten die SWOer einen Freistart in der 4x1000m-Staffel erhalten. Da die einige der schnellsten Leute (Daniel, Frank, Christian und Udo) noch nicht da waren, wurde Mike als Startläufer eingesetzt und Heinz auf Position zwei gesetzt. Weil nur noch Michael zur Verfügung stand, mußte der gleich zweimal hintereinander rann. Zwar waren alle drei nicht voll gelaufen, aber sie belegten doch noch einen ordentlichen 17. Platz. Allerdings dürfte der Staffellauf auch einige Dutzend Sekunden beim anschließenden 10er gekostet haben.
Bei der abschließenden Verlosung waren nur 29 Läufer in der Trommel, die alle 4 VR-Cup-Rennen gelaufen waren, darunter immerhin 3 SWOer: Mike, Heinz und Michael. Aber einen der 10 Reisegutscheine im Wert von 50 bis 150 Euro gewann niemand von ihnen. Die drei und auch Udo erhielten aber zwei Funktionsshirts. Überhaupt waren die Leistungen in Cloppenburg hervorragend. Zusätzlich gab es noch eine Freßtüte, ein Handtuch, frei Erdinger und Schnittchen sowie Kuchen und noch einen Verzehrgutschein für Subway. Dort trafen sich die SWOer anschließend auf ein leckeres Baguette. Die Ergebnisse.

18.9.: Felix Levolds HM in Otterndorf (17.9.11)

Drei Wochen vor seinem Marathonstart in Essen lief Felix Levold an diesem Sonntag noch einen Test-Halbmarathon in Otterndorf, der sogenannte Küstenmarathon, der zwar nicht viele Läufer über die beiden längeren Strecken aufbringt, aber dafür je Lauf und Geschlecht drei, vier Eliteläufer aus Schwarzafrika oder Osteuropa. Beim 5er und 10 sind die Meldezahlen durchaus ansehnlich.
Felix lief in 1:35:29 eine sehr passable Zeit, aber es war nicht ganz das, was er sich selbst erhofft hatte, wie er sagt. Der Wind an der Kiste und einige Deichquerungen seien u. a. dafür verantwortlich zu machen. Als 29. in der Gesamtwertung ist seine Plazierung aber sehenswert. Immerhin waren 146 Läufer im Ziel. Von den Frauen waren nur die beiden kenianischen Spitzenläuferinnen vor ihm. Jetzt steht wohl noch ein langer Lauf an, und dann darf der Baldeney-Marathon, der älteste der Republik, kommen.
Die Ergebnisse

SWO-Kids: Dreikampfsaison erfolgreich beendet. Das Dienstagssportfest in Wilhelmshaven mit zwei Siegen und vielen Podestplätzen und PB (22.9.11)

Mit noch einmal sieben Podestplätzen und einem fünften Platz beendeten unsere jüngsten Vereinsmitglieder die Sommersaison im Dreikampf. Am Dienstagnachmittag nahmen Pia Freesemann, Amelie Kunkel, Vivianne Schachtschneider, Karoline Burmeister, Marie Steffen, Luisa Levold, Nele Schröder und als Hahn im Korb Luca Levold an einem Dreikampf in Wilhelmshaven teil. Hier standen wieder 50m/75m Sprint, Ballwurf und Weitsprung auf dem Programm. Ganz oben auf dem Treppchen landeten mit souveränem Vorsprung in ihrer Altersklasse Marie Steffen mit 1140 Punkten (8,89 sek./33,00m/3,84m) bei den Schülerinnen C W10 und die ein Jahr jüngere Nele Schröder bei den Schülerinnen D W09 mit einer persönlichen Bestleistung von 885 Punkten (8,79 sek./16,00/3,32m). Platz 2 belegten Luca Levold (586 Punkte) und Karoline Burmeister (963 Punkte). Mit einem dritten Platz im Gepäck traten Luisa Levold (924 Punkte), Amelie Kunkel (782 Punkte) und Vivianne Schachtschneider (523 Punkte) die Heimreise an. Unsere achte Starterin Pia Freesemann belegte mit 448 Punkten den 5.Patz.

Luisa Levold (10) schnellste SWO-Frau über 5km. PB, Vereinsrekord und Regionsmeisterschaft. Auch Mama Ulrike mit PB. Gisela Rastedt und Dieter Ogiewa mit Debüt. Heike Greis Podestplatz. (17.9.11)

Mit einem echten Paukenschlag begann der Garrel Freimarktslauf aus SWO-Sicht. Insgesamt 16 Läuferinnen und Läufer waren in schwarzen und weißen Trikots aus Oldenburg angereist. Zunächst stand der Lauf über 5km an. Da hatte Luisa Levold in gewisser Weise einen Titel zu verteidigen, denn im vergangenen Jahr war sie in der Schülerinnen D-Klasse in Ofen schon Regionsmeisterin geworden. Inzwischen gehört die 10jährige aber der C-Klasse an, dort aber zum jüngeren Jahrgang der immer in zwei Jahrgängen zusammengefaßten Klassen. Schon nach einer der zwei zu laufenden Runden wurde erkennbar, daß sie auf Bestzeitenkurs war. Die stand bisher bei 23:16. In deutlich verbessertem und dynamischen Laufstil mit starkem Trieb nach vorne konnte sie auch in der zweiten Runde das Tempo halten, auch "geschoben" von einer 11jährigen Schülerin, die ihr den Titel streitig machen wollte. Mit der enormen Verbesserung von über 70 Sekunden konnte Luisa dann den Titel klarmachen und ihre Bestzeit auf 22:04 steigern. Diese Zeit wurde bisher von keiner anderen Läuferin des SWO erreicht, so daß Luisa nun Inhaberin des Vereinsrekordes für Erwachsene Damen ist. Der alte Rekord datiert aus dem Jahre 2007 und wurde gehalten von Nicole Wulff. Desweiteren konnte sich Luisa in der niedersächsischen Rangliste von Platz fünf weiter nach vorne arbeiten. In naher Zukunft darf Luisa dann auch einen Zehnkilometer-Lauf bestreiten, wenn der Kurs, an dem sie teilnimmt, beendet ist. Da soll sie aber nicht das laufen, was sie schon kann, sondern in einem unanstrengenden Wohlfühltempo. Überrascht war Luisa, wie schnell ein Trainingsplan wirken kann. Den hatte sie sich drei Tage vor dem Rennen gewünscht. Zwar konnte sie kein einziges Mal danach trainieren, weil die Zeit zu kurz war, aber sie hatte ihn zweimal durchgelesen und ihn gleich läuferisch umgesetzt ... :-)
Erfolgreich verlief der Fünfer auch für die drei anderen Starter. Mama Ulrike Levold merkt nun auch, daß ihre Teilnahme am 10er Kurs von Antje Ausdauer aufbaut. Sie steigerte ihre Zeit um rund drei Minuten auf 27:56 und erreichte damit den 3. Rang unter zehn W40erinnen. Auch das ist eine Regionsmeisterschaftsplazierung. Ihr Debüt gab zudem Gisela Rastedt, begleitet von Partner Horst-Dieter Ogiewa. In 36 Minuten konnte Gisela, die erst vor wenigen Wochen mit dem Laufen begonnen hatte, das Rennen gut beenden und erreichte in W50 sogar noch die Silbermedaille. Über die Betreuung kam Horst-Dieter zu seiner ersten Zeit über 5km, also auch ein Debüt. Da er wie Axel Schneider in diesem Jahr schon die Bestzeiten über 10km, HM und Marathon verbessert hatte, kann man auch von der vierten Steigerung über 5km, der letzten der vier klassischen Distanzen, sprechen. Nun hat er einen Platz in der SWO-Männerrangliste inne, der noch viel Luft nach oben zuläßt ...
Über zehn Kilometer sind diesmal keine Bestzeiten unserer Läufer zu vermelden. Am ehesten hätte dies wohl Robert Sprenger schaffen können, der bisher bei 47:00 steht. Doch wenige Sekunden fehlten am Schluß. Er war mit Heike Greis zusammen gelaufen. Beide wollten die 47 knacken und liefen entsprechend ambitioniert an. Doch waren sie, nach Heikes Nachbetrachtung, "zu schnell angegangen", so daß vielleicht nicht die optimale Zeit herauskam. Dennoch ist Heike nach ihrer kurzen Formkrise zurück und kann jetzt dem Bremen-Halbmarathon beruhigt entgegensehen. Sie wurde 2. in W45.
Vor den beiden war Heinz Reinmold wieder ein tolles Rennen gelaufen. Er bestätigte in 41:49 seine Zeit von Barßel und siegte, wie gewohnt, muß man sagen, in den M60ern. Inzwischen ist Heinz auch in der niedersächsischen Bestenliste der M60 auf Platz 5 vertreten und will beim Bremer Halbmarathon noch mal auf der Langdistanz angreifen. Ein sehr gutes Rennen in 46 Minuten legte erneut Norbert Schulte hin, an seine kürzlich gelaufenen Bestzeiten kam er sehr nahe heran. Er und Gefährtin Claudia Steffen wollen in Oldenburg erstmals über HM starten.
Nach der mißlungenen Vorstellung von Michael Schardt bei der DM hatte die verordnete Ruhewoche doch einiges bewirkt. Er war ganz hinten im Feld gestartet und hatte den ersten km in 6:00 als Wellneßeinheit gelaufen. Sodann war er kontinuierlich schneller geworden und die ersten 5 km in 25:30 gelaufen. De zweite Hälfte lief dann wie geschmiert in 22:07 mit dem bisher schnellsten letzten Kilometer in 4:04. Damit dürfte die kleine Talsohle wohl (zunächst) überwunden sein. Kollege Gerd Guhl war überaus schnell angegangen und hatte sich an die Fersen von der ehemaligen SWOerin Antje Günthner geheftet. Das ging bis auf die letzten 8 km auch gut. Gegen Ende des Rennens plagten ihn aber Ichiasschmerzen, wodurch er immer langsam werden mußte. Dennoch kam bei ihm wie bei Udo Schäfftlein noch eine Zeit von gut unter unter fünfzig Minuten heraus, für Udo sogar das erstemal dieses Jahr.
Frank Steltenpohl und Mike Hesse ließen es in Anbetracht des anstehenden langen Sonntagslaufs etwas ruhiger angehen während Sascha Stolorz und Arno Backer sehr ordentliche Zeiten liefen. Heide Neefe schließlich konnte ihre konstant gute Form erneut unter Beweis stellen. In 51 Minuten plazierte sie sich im ersten Drittel aller Frauen.
Die Ergebnisse

Robert fast Bestzeit; Silke mit Debüt. Nachtlauf Hannover (16.9.11)

Der Sportwarenhändler Scheck organisiert seit einiger Zeit bundesweit und sogar nationenübergreifend Laufververanstaltungen immensen Ausmaßes, so auch den Nachlauf von Hannover, bei dem über 3300 Läufer ins Ziel kamen. Mit dabei war auch Robert Bondzio und Silke Meyer. Robert, der in Kürze beruflich nach Celle umsiedeln und dort eine juristische Stelle für zwei Jahre bekleiden wird, lief nahe an seine Bestzeit von 46:32 heran, die er im letzten Jahr beim Spardalauf aufgestellt hatte. In Hannover konnte er in 46:51 das Rennen beenden. Damit lag er als 716. im ersten Drittel des Männerfeldes. Silke lief ihr Zehnerdebüt in starken 50:46, womit sie im ersten Sechsel der knapp 1000 Frauen landeten. Beide fahren auch mit nach Riga und wollen dort jeweils ihren zweiten Marathon absolvieren.
Die Ergebnisse

Robert berichtet:

"Eins vorweg: Dieser Lauf hat organisatorische Schwächen - was verwundert, denn Eichels Events müsste es u.a. durch die Ausrichtung des Hannover Marathon eigentlich besser wissen. Bei 8500 Startern eine Taschenaufbewahrung nur für BMW-Card-Inhaber vorzuhalten ist schlicht unzureichend und an der einzigen Verpflegungsstation auf dem 5 km – Rundkurs zwar Bier und Apfelsaftschorle, aber kein Wasser (!!!) anzubieten, mindestens schräg.
Aber – und das ist das Wichtigste: Der Lauf macht unheimlich Spaß! Startberechtigung ist nicht eine Startnummer (die gar nicht erst ausgegeben wird), sondern das im Startgeld von 20,00 Euro enthaltene und mit den Startunterlagen ausgegebene Funktionsshirt, das dem entsprechend. ALLE Läufer tragen müssen, wenn sie an den Start gehen wollen. Das Ergebnis ist ein Meer aus orange-weißen Läufern, nicht nur am Start,
sondern auch auf der Strecke. Und die hat es in sich: Im wilden Zickzack geht es durch die Hannoveraner Innenstadt, vorbei an Landtag, Oper, Neuem Rathaus und Hauptbahnhof, in Szene gesetzt durch die Beleuchtung der historischen Gebäude und der Straßenlaternen. Erstaunlicherweise ist die Strecke trotz der vielen Kurven und Engstellen enorm schnell; die Richtungswechsel und die hohe Läuferdichte verlangen ebenso wie die im Dunklen nicht immer leicht zu erkennenden Mülleimer viel Aufmerksamkeit, aber gerade das macht den Lauf abwechslungsreich und attraktiv.
Am Ende hieß es neue Bestzeit für Silke über 10km (bisher 52:10). Für mich ging es knapp daneben (20 Sekunden zu viel), aber ich war so mit Laufen und Spaß haben beschäftigt, dass ich das erst gemerkt habe, nachdem ich schon über die Ziellinie war. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder!"

Schüler-Regionsmeisterschaften. 6 SWO-Mädels dabei (11.9.11)

Bei den Regionsmeisterschaften in Löningen am 11.9. traten sechs SWO-Mädels an. Zwei davon über 2000m auf der Bahn, vier weitere im Dreikampf mit 50m Sprint, Weitsprung und Schlagball. Über 2000m verbesserte Luisa Levold ihre Bestzeit aus dem letzten Jahr von 9:12min auf 8:26. Das entspricht einer 1000m Zeit von 4:13. Sie war den ersten 1000er in 4:09 angelaufen. Bei den C-Schülerinnen reichte das zu einem 3. Rang und Podestplatz. In der AK W10 wurde sie Vizeregionsmeisterin. Amelie Kunkel war auf der gleichen Strecke unterwegs, hatte aber etwas Magenprobleme. Sie lief in ihrem Debütrennen aber ordentlich 9:42.
Im Dreikampf der W09-Klasse kam Nele Schröder auf 826 Punkte. Damit lag sie im vorderen Mittelfeld. Als 14. ließ sie noch 17 andere Mädchen hinter sich.
Gleich drei Starterinnen gingen in W10 an den Start. Marie Steffen übertraf erneut die 1000p Wertung und wurde von 33 Mädchen 6. Mit zwei neuen Bestwerten trumpfte Cosima Krüger auf. Als flotte Sprinterin ist die 8,43s über 50 m (gegenüber 8,74 von führer) besonders hoch einzuschätzen. Auch im Weitsprung kam sie 7 Zentimeter weiter als bisher. Nur im Wurf klappte es diesmal nicht so gut, sonst wäre wohl mehr als der 18. Rang erobert worden. Auch Jitka Runge war im Sprint besonders gut. In 9,09s lief sie sechs Zehntel schneller als je.  Am Ende kam sie auf Rang 26.
Schon am kommenden Dienstag sind die Kids (diesmal auch wieder mit Jungs) beim Sportfest in Wilhelmshaven am Start.
Die Ergebnisse

Axel Schneider nicht zu bremsen. Hohes Niveau bei DM. Aus Oldenburg nur SWOer am Start (10.9.)

Irgendwie ein Armutszeugnis für die Oldenburger Leichtathletik ist die Tatsache, daß nur vier Debütanten vom ehemaligen Lauftreff Bürgerbusch an den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km am Start waren, zumal der Austragungsort diesmal recht nahe gelegen ist.
Auf einem schmucklosen Kurs, der im großen und ganzen eine lange Gerade hinauf und wieder herunter führte, hatten rund 700 gemeldete Aktive ihre Ambitionen auf gute Zeiten und Plazierungen umzusetzen. Dieser Kurs war 2,5 km lang und viermal zu durchlaufen. In die eine Richtung bot sich eine langezogene, sanfte Steigung, in die andere Richtung das entsprechende Gefälle. Recht flott war die Strecke trotzdem.
Mehr Schwierigkeiten machen den Akteuren allerdings die hohen Temperaturen in der Nachmittagssonne. 28 Grad zeigte das Thermometer, und die Luft war warm und feucht. Zahlreiche Akteure, auch Spitzenkönner, gaben das Rennen entnervt auf. Im Zielbereich mußte häufig der Sanitäter gerufen werden, der, man wundert sich etwas anhand eines so hochrangigen Rennens, selten an Ort und Stelle war und von woanders herübereilen mußte. Zuschauerfreundlich war die Strecke allerdings.
All diese Bedingungen machen offenbar Axel Schneider rein gar nichts aus. Schon häufig gerade bei heißen Temepraturen in Bestform, konnte er jetzt sogar seinen Saisonhöhepunkt feiern. Schon drei mal hatte er seit April seine PB über 10 km gesteigert. Höchstens ein paar Sekündchen sollten da eigentlich bestenfalls noch drin sein. Aber nein: seine Verbesserung ist nahezu spektakulär, denn mit 36:28 liegt sie 43 Sekunden unter der bisherigen Zeit. Damit wurde Axel 7. in der Deutschen Meisterschaftwertung der M50er. Es waren immerhin knapp 60 Läufer gemeldet und 42. ins Ziel gekommen. Im Rennend er M5ßer aufwärts belegte er den 10. Rang.
Probleme hatten allerdings die drei anderen Starter des SWO, die vor allem als M55er Mannschaft angetreten waren und auf einen Podestplatz spekulierten. Noch einigemaßen mit seiner Leistung zufrieden sein konnte Andreas Piepgras sein. Er blieb zwar auch fast 90 Sekunden hinter seinen eigentlichen Möglichkeiten zurück, aber das darf man dem Wetter zugutehalten. Er war verhaltener als Michael Schardt und Horst-Dieter Ogiewa gestartet, fing diese aber in Runde zwei bzw. drei ab und schaffte in knapp 48 Minuten ein respektables Ergebnis. Es war aber Qälerei, wie er im Ziel verkündete. Michael war eigentlich auch verhalten angegangen in 4:35, einer Zeit, die er in dieser Saison schon mehrfach über ganze 10 km halten konnte. Jedoch lief es bei dem bekennenden Vielstarter diesmal überhaupt nicht, zudem gab es mentale Problem. Nach der Hälfte der Distanz war der Lauf nur noch eine einzige Eierei; nur der Mannschaft zuliebe lief er weiter. Die 48er Zeit ist die schlechteste seit sicher fünf Jahren, wenn man von einige Betreuungsläufen oder bewußt langsam gestalteten Zehnern absieht. Aufgrund der Müdigkeit, die sich schon beim Spardalauf gezeigt hatte, ließ er den langen Sonntagslauf am folgenden Tag weg und verordnet sich eine Ruhewoche. Bei Horst-Dieter liegt die Sache anders. Auch er blieb in glatt 51 Minuten hinter seinen Möglichkeiten, aber er hatte in den letzten Wochen das Training start reduziert, obwohl er am 2.10. in Köln Marathon laufen will. Aber nachdem er auf allen Strecken von 10km bis Marathon in diesem Jahr Bestzeit gelaufen war, fehlte ihm der Anreiz, so daß seine Form nachließ. Er überlegt noch, ob er in Köln nicht eher auf halb umsattelt.
Immerhin schaffte die Mannschaft den Sprung aufs Podest und wurde dritter. Allerdings brachte die vierte gemeldete Mannschaft keine drei Läufer ins Ziel. Überhaupt waren von 28 gemeldeten M55er nur ganze 18 ins Ziel gekommen.
Die Ergebnisse
Insgesamt gab es sagenhafte Leistungen in Oelde in den Altersklassen der Männer und Frauen zu bewundern. In W75 siegte Elfriede Hodapp (nicht verwandt mit unserer Doro Hodapp) in 53 Minuten; bei den M60ern war die Siegerzeit 35 Minuten. Darüber berichtet auch der www.laufreport.de  des Webmasters.

Sparda-Cup Oldenburg (4.9.11)

Der Sparda-Cup umfaßt im Jahr 2010/11 wieder die folgenden Volksläufe: Herbstlauf Ofen (3.10.10.),  VFL-Straßenlauf (13.3.11), Everstener Brunnenlauf (6.6.11)  und Spardalauf Kreyenbrück (3.9.11). Neben Funktionsshirts bei der Teilnahme an mindestens drei der vier Läufe werden Sonderpreis verlost an diejenigen, die alle vier Läufe gefinisht haben. Es gibt bei allen vier Läufen Strecken von mindestens 10 km. Näheres zum Sparda-Cup gibt es hier: www.sparda-cup.de

Der Stand nach vier Wertungsläufen für SWO-Läufer ist, daß fümnf eine lupenreine Bilanz haben, weitere 9 das letzte Sparda-Trikot erhalten haben.
Mike Hesse                     4 Rennen
Sonja Kläner                   4 Rennen
Nils Riesenberg               4 Rennen
Norbert Schulte               4 Rennen
Claudia Steffen                4 Rennen
Arno Backer                      3 Rennen
Roman Berg                      3 Rennen
Andreas Koch                 3 Rennen
Felix Levold                    3 Rennen
Heide Neefe                   3 Rennen
Melanie Sander-Berg      3 Rennen
Axel Schneider                 3 Rennen
Reinhard Schulz               3 Rennen
Frank Steltenpohl            3 Rennen

Anfängerkurs schafft Debüt in Brake. Sogar drei Podestplätze. Und PB für Sabrina und Michael V. (11.9.11)

Der ursprünglich mit 21 Läufern gestartete Kurs hatte am vergangenen Wochenende den Bergfestlauf, an dem erstmals fünf Kilometer am Stück gelaufen werden sollten. Während Christina Grawe diesen Lauf schon beim Sparda-Event eine Woche zuvor abgelegt hatte, nahme Ulrike Levold und Sei Kam Show im Bürgerbusch die Aufgabe erfolgreich in Angriff. In Brake starteten dann weitere fünf Debütanten, betreut von Remigius Altenberg und Julia Steinker.
Allein die 16jährige Talke Bolling mußte ohne Betreuung laufen, denn in Brake gibt es zwei getrennte Fünfer: für Jugendliche und Kinder sowie für Erwachsene. Ohne Anhaltspunkte für die eigene Geschwindigkeit lief Talke aber locker durch und hatte am Ende das Gefühl, daß sie auch deutlich schneller hätte laufen können (35 Minuten). Bei den Erwachsenen war Wilfried Scheide in 29:58 der schnellste Läufer. Er konnte sich bei seinem Debüt sogar über Rang 3 in M55 freuen. Dann kam Martina von Känel in 30:27 und Helge Hartmann in 30:49 ins Ziel. Diese beiden wurden von Remi in 30:50 begleitet, der trotz Betreuung ebenfalls 3. in M30 wurde.Julia war weiter hinten mit Birgit Smula unterwegs. Beide finishten in knapp 36 Minuten. Allen Debütanten sei herzlich gratuliert und viel Durchhaltevermögen gewünscht für den Weg zum ersten Zehner, der beim Citylauf absolviert werden soll.
Schnellster SWOer war allerdings ein "Wiederholgungstäter". Michael Viertel verbesserte seine Zeit von 29:35 auf 28:29 und wurde in M30 als zweiter aufs Podest gehievt. Leichte Verbesserungen erzielte auch Sabrina Biondi in 32:26.
Die Ergebnisse

Ruth Ense von Münster-Marathon infiziert (11.9.11)

Ursprünglich wollte Ruth Ense in Münster mit ihrer Schwester Maria den Staffelmarathon bestreiten, indem jede der beiden einen Halbmarathon absolvierten sollte. In beiden Fällen wäre es Debüt gewesen. Doch dann kam alles ganz anders.
Ruth schreibt:
"Erst mal vorab: Münster ist eine super Veranstaltung, und ich bin auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei: gut organisiert, tolle Stimmung und schöne Strecke!!
Ja, mit dem HM von meiner Schwester und mir war das nichts, meine Schwester hatte vor zwei Wochen einen ziemlich doofen Unfall mit einem offenen Bruch und so und schleppt jetzt zusätzlich Gips mit sich rum, und ich hatte im August zwei heftige Rückenattacken und konnt nicht so laufen, wie ich wollte. Ich bin aber trotzdem gestern die erste Etappe gelaufen - durch die Innenstadt von Münster - und das war echt super. Viele Zuschauer am Straßenrand, Trommelgruppen, musizierende Kinder und das schöne Ambiente von Münster, mit Schloß, Aasee, Kopfsteinplaster und schöner Fußgängerzone. Die Verpflegung war gut, auf der ersten Etappe drei Getränkestände, und die Wechselzonen waren auch gut organisiert. Und ich hatte zwischendurch soviel zu gucken, da gingen die 10 km wie im Fluge vorbei!! Die Zeit war nebensächlich, ich wollte einfach locker ankommen, wenn möglich schmerzfrei: und das hat geklappt!! Ich glaube, es lohnt sich für dieses Laufevent auch unter den Vereinsleuten Werbung zu machen, man muss sich nur ziemlich früh anmelden, der Lauf ist schnell ausgebucht!"
So weit Ruth.
So war es dann auch. Das Staffelrennen ist das größte seiner Art in Deutschland und längst über den Status eines flankierenden Rennens zum echten Marathon hinausgewachsen. Ruth lief in ordentlichen 57:54 ihren Teil (10,55km) zu Ende. Drei weitere neue Läufer hatten die Staffel dann aufgefüllt und in knapp vier Stunden ins Ziel gebracht. Die Ergebnisse

Silber für Mike Hesse beim Siebenmeilenlauf (10.9.11)

Am 10.9. fand in Bremen der Siebenmeilenlauf "Rund um Platjenwerbe" statt. Daran nahm SWOer Mike Hesse teil. Er absolvierte die 11,2 km lange Strecke in guten 57:11 und wurde damit 50. in der Gesamtwertung. In M55 konnte er die Silbermedaille unter 6 Läufern erobern.

Spardalauf: 5-km-Sieg für Axel Schneider. 2011 PB auf allen Strecken. Debüts für Wladimir Karpenko, Ghassan Omayrat, Christina Grawe und Amelie Kunkel. PB für Frank Bartsch und Ertan Aslan. AK-Sieg für Heinz Reinmold, mehrere Podestplätze und Mannschaftspokal 4 mal in Folge (3.9.11)

Für Axel Schneider läuft das Jahr 2011 wie geschmiert. Nach seinem dritten Platz über 10 km in Barßel siegte er nun beim 5 km Rennen in Kreyenbrück souverän und in neuer Bestzeit von 17:48. Damit konnte Axel seit April auf allen maßgeblichen Strecken von 5km, 10km, HM und Marathon seine Bestzeiten steigern, die über 10 km sogar schon drei Mal. Alle Bestzeiten kamen bei hohen Temperaturen zustande. Offenbar ist Axel der ideale Hitzeläufer. Anderen Läufern machten die Bedingungen beim Spardalauf da schon mehr Probleme. Eines allerdings stimmte nicht, was die NWZ verbreitete, daß Axel nun auf Platz drei der NLV-Liste über 5km stehe. Eine Bestenliste über 5km Straße wird gar nicht geführt. Der Redakteur verwechselte dies offenbar mit 5000m auf der Bahn. Aber die will Axel Ende September auch noch laufen, in Aurich nämlich, und da ist ihm sogar zuzutrauen, auf Platz 1 in Niedersachsen zu laufen. dafür wäre seine Kreyenbrücker Zeit minus einige Sekunden erforderlich.
Neben Axel in M50 kam auch Heinz Reinmold zu einem Altersklassensieg in der M60 über 10 km. Er siegte in 43:20 Minuten. Der dritte AK-Sieg für den SWO holte Michael Schardt über 5km in M55 in 22:56. Anschließend lief er - wie Axel - noch als Pacemaker/Betreuer über 10 km mit.
Neue Bestzeiten in Kreyenbrück blieben Mangelware. Nur Ertan Aslan, der über 10 km erstmals unter einer Stunde blieb, und Frank Bartsch, der in 41:14 zugleich schnellster SWOer über 10km war und im Gesamteinlauf starker 8. wurde, sowie eben Axel, konnten sich steigern.
Debüts von SWO-Läufern gab es insgesamt 4. Über 10 km wurde Wladimir Karpenko von Axel auf eine sehr gute 47:27 gezogen. Er war anfangs sogar im 4:20er Tempo losgerannt, konnte dies aber nach 3 km nicht mehr halten. Da Wladimir gerade mit dem Laufen begonnen hat, ist die Leistung des 26jährigen sehr gut einzuschätzen. Allerdings stellten sich dann Beschwerden ein, weshalb er jetzt drei Wochen pausieren muß. Kollege Ghassan Omayrat lief erstmals über 5 km und konnte da in 25:38 finishen. Beide sind von den Gemeinnützigen Werkstätten und in Michaels Trainingsgruppe. Von dort waren über 5km noch Markus Brosam und Maik Hollwege dabei. Maik schaffte in M35 sogar einen erfreulichen 3. Platz.
Zwei weitere Debüts gehen auf das Konto der 9 weiblichen Starter unter 34 SWOern. Die 11jährige Amelie Kunkel, gepacemakert vom schnellen Bruder Jan, lief ein erfreuliches Rennen in knapp 27 Minuten. Faktisch war es sogar noch besser, aber sie stand beim Start zu weit hinten und war auch im Ziel nicht gleich erfaßt worden. Amelie wurde auf Anhieb 2. in WSB. Aus dem aktuellen Anfängerkurs hatte die 22jährige Christina Grawe, Masterstudentin an hiesiger Uni, ihren Bergfestlauf vorgezogen, der für alle anderen erst am kommenden Wochenende in Brake ansteht. Diese mutige Entscheidung wurde belohnt mit einem sauberen Lauf in 33 Minuten.
Außerdem konnte der SWO einige AK-Podestplätze erlangen. Über fünf Kilometer war Heike Greis nach ihrem Zwischenahner Lauf tags zuvor noch mal angetreten und wurde insgesamt 4. Frau und in W45 2. Auch Jonny Schachtschneider wurde über die selbe Distanz in MSA mit der Vizemeisterschaft belohnt. Über 10 km war Heide Neefe in guten 52 Minuten schnellste SWOerin, wurde im Einlauf insgesamt 10. Frau, und in W50 kam sie auf Platz 3. Einen 2. Platz in W35 sicherte sich Abteilungskassenwartin Sonja Kläner, während genau zwischen den beiden AK-Gewinnerinnen sich Claudia Steffen in ebenfalls guten 52 Minuten plazieren konnte, aber ihre AK W40 zu stark war für eine Plazierung.
Insgesamt waren in Kreyenbrück 34 SWOer ins Ziel gekommen, in den Kinderläufen allerdings mit Vivianne Schachtschneider nur eine Starterin, denn die Kids hatten am folgenden Tag ein Sportfest zu bestreiten. Auch ohne die Kleinen reichte es zum 4. Mal in Folge für den Mannschaftspokal (vor Lauffeuer Brake mit 23 und einer Grundschule mit 19), der allerdings in diesem Jahr neu angeschafft werden mußte, da der letzte schon in endgültigen SWO-Besitz gelangte. Zweitgrößte Firma waren die Gemeinnützigen mit 6 Teilnehmern hinter CEWE Color. In der Mannschaftswertung belegten die Werkstätten Rang 4.
Unter den noch nicht genannten SWOern befanden sich einige, die trotz eines langen Laufes am Vortag auf die Piste gingen, um das FinisherTrikot zu bekommen, natürlich aber keine besondere Zeit anstrebten, oder andere, die gerade von einer Erkältung genesen waren. Bemerkenswert allerdings, daß mit Reinhard Schulz und Gérman Flitz nach langer Zeit wieder zwei Läufer starteten, die eine lange Wettkampfpause gemacht hatten, beide der M60 angehörig. Ferner war auch unser schneller Staffelmann Axel Felsmann am Start. Er wurde über 10km in 39 Minuten als "Waldflitzer" Gesamtdritter, besuchte aber diese Woche bereits zweimal das SWO-Training.
Insgesamt war der Spardalauf in der Spitze (mit Ausnahme von Axel) schwächer besetzt als sonst. Die schnellste Frau über 5 km brauchte mehr als 23 Minuten. Der Sieg über 10 km ging bei den Männern in 37 Minuten weg und bei den Frauen mit einer mittleren 43er Zeit.
Alles in allem wird der diesjährige Spardalauf der letzte des Spardacups gewesen sein, wie man hört. Und das Shirt könnte damit auch singuläre Bedeutung haben als einziges und letztes, das mit nur drei Läufen zu erringen war. - Besonderes Glück hatte bei der Abschlußverlosung indes Lars Wölck, der einen der Hauptpreise gewann. So kann es für den SWO weitergehen.
Die Ergebnisse

Und schon wieder viele Bestleistungen -Schülersportfest in Großenkneten. (4.9.11)

Von Daniela:

"Mittlerweile brauchen wir eigentlich für jeden Artikel über ein Schülersportfest nur eine Überschrift: Und schon wieder viele Bestleistungen. Denn nur so lässt sich beschreiben, was unsere Kids leisten. Bei fast jedem Auftritt verbessern sich unsere Jungs und Mädchen im Vergleich zu vorherigen. Manchmal nur um einige Punkte, aber manchmal auch gleich um Sekunden. So kam unser 4x50m Staffel der Schülerinnen C in der Besetzung Luisa Levold, Nele Schröder, Marie Steffen und Cosima Krüger nach 32,4 sek ins Ziel und verbesserte die alte Vereinsrekordmarke gleich um mehr als 2 Sekunden. Fast eine Minute schneller als bisher war die 3x800m Staffel, die nach 10:09 min ins Ziel kam (Franziska Look, Marie Steffen, Luisa Levold). Im Dreikampf überzeugte einmal mehr Marie Steffen mit 1144 Punkten und einem zweiten Platz. Ebenfalls gut platzierten sich Luisa Levold (Platz 5) und Cosima Krueger (Platz 8), die ihren zweiten Dreikampf absolvierte. Nele Schröder erreichte einen 8. Platz bei den Schülerinnen D mit neuer PB über 50m in 8,7 sek. Außerdem verbesserten Franziska Look, Vivianne Schachtscheider und Maja Henning ihre Bestleistungen im Dreikampf und konnten zufrieden nach Hause fahren. Drei unserer Mädchen hatten auch ihre jüngeren Brüder dabei, die ihren Schwestern (fast) die Show stahlen. Luca Levold konnte sich über Platz 4 und Felix Krueger bei seinem Debüt über Platz 6 freuen. Ebenfalls ein Debüt feierte Jonte Schröder, der seinen ersten Dreikampf absolvierte. Jonte (noch 4 Jahre) war der jüngste Teilnehmer im Feld und gewann souverän (ohne Konkurrenz -aber das muss ja keiner wissen) seine AK. Er konnte direkt seine Urkunde auf der ein erster Platz steht, stolz nach Hause tragen und am nächsten Tag im Kindergarten präsentieren."

Marathon in VW-Stadt mit SWO-Beteiligung (4.9.11)

Da gab es einerseits den Laufreport, um über den Wolfsburg-Marathon zu berichten, und andererseits stand der Trainingslauf über 30 km für Michael auf dem Programm. So machte er aus der Not eine Tugend und lief in Wolfsburg mit und absolvierte die ersten dreißig Kilometer laufend. Dabei kam er bei 2:01 über die HM-Marke und bei 3:01 bei 30 km. Danach kehrte er mehr gehend als laufend zum Ausgangspunkt zurück und beendete "Hochoffiziell" den Marathon in 4:33. Immerhin war das nach dem 5er und 10er beim Spardalauf das dritte Finishing in weniger als 24 Stunden. Die Temperaturen waren in Wolfsburg ähnlich denen in Kreyenbrück, was dann weniger angenehm auf der Langdistanz ist. Die Ergebnisse

HK-Ausbildungslauf: Erst war sie weg, jetzt ist sie da. Drei Starter des SWO dabei. (2.9.10)

Mit einem neuen Finisherrekord von über 800 Teilnehmern (der Zieleinlauf war bei Abfahrt noch nicht beendet) konnte der IHK-Ausbildungslauf um das Zwischenahner Meer den Aufwärtstrend fortsetzen. Bei strahlendem Wetter stellte Sieger Georg Diettrich in 41:38 einen neuen Streckenrekord für die 12.065m lange Distanz auf und löste den Gewinner der letzten beiden Jahre, Christian Eichinger, ab, der 2011 zweiter wurde. Vom SWO waren diesmal nur drei Akteure dabei, nachdem Louisa Lübkemann und Olli Oltmanns wegen Umzug nicht antreten konnten. Heike Greis und Robert Sprenger hatten, wie schon beim Ossiloop, den Lauf gemeinsam bestritten und kamen in 58:21 als 107. bzw. 108. ins Ziel. Heike belegte bei den Frauen einen tollen 6. Platz von knapp 200 Frauen. Auch stellte sie für die Zwischenahner Strecke, die sie schon oft gelaufen ist, eine neue persönliche Bestleistung auf. Nach einem kleinen Formtief beim Staffelrennen und leichter Aufwärtsbewegung beim 10 Meilenlauf, ist nun die Form wieder da, die kurz weg war. Der dritte Mitstreiter war Michael Bamberger gewesen, der ist zwar noch nicht wieder in der Form des Sommers, aber zeigte sich in 1:04:06 schon deutlich verbessert gegenüber Barßel. Er belegte den insgesamt 224. Rang. Näheres gibt es dann, wenn am Samstag die Ergebnisse öffentlich sind. Die Ergebnisse

Zweiter Tag im Zehnkampf: Ole Schröder stellt fünf neue PB auf und gibt in vier Disziplinen Debüt (27./28.8.11)

Ole Schröder hat den ersten und sicher leichteren Tag seines Jedermanns-Zehnkampfs bravourös gemeistert und sich in der männlichen Hauptklasse bis 40 Jahre einen tollen zweiten Platz erobert in der Newcomer-Klasse. Über 100m lief es in 14,71 sek noch nicht so gut, da war er schon schneller. Mit 4,90m im Weitsprung erzielte er PB, dann brachte die Kugel mit 7,55m nicht ganz das, was er eigentlich kann. Aber bei Hochsprung kam die zweite PB mit 1,43m. Die abschließenden 400m lief er nach langem Tag noch in beachtlichen 1:10:49min, was etwa seiner PB entspricht. Zusammen gibt das 1388 Punkte.
Der zweite Tag brachte für Ole schwierigere Disziplinen, z. B. die 110 Meter Hürden, die allerdings hier "nur" 91cm hoch sind und nicht 1,13m, wie bei den Spezialisten. Ole kam nach 22:13sek. ins Ziel. Dann legte er 20,25 Meter im Diskuswurf hin, bevor er beim Stabhochsprung immerhin 1,98m meisterte. Mit dem Speer kam Ole dann 25:10m weit, bevor er die 1500m in guten 5:48 absolvierte. Der insgesamt schwerere zweite Tag erbrachte Ole 1158 Punkte, was zusammen 2546 Punkte und einen neuen Vereinsrekord ergibt. Von neun Teilnehmern der Newcomer-Gruppe in der männlichen Hauptklasse (bis 40 Jahre) belegte er den 4. Platz. In der Gesamtwertung belegte Ole von 67 Startern der MHK den 43. Rang. So schlecht ist das also gar nicht für den ersten Zehnkampf.
Am ersten Tag hatte er in allen Disziplinen außer Kugel neue PB aufgestellt. Am zweiten Tag konnte er sich noch einmal im Diskus steigern, in den anderen Disziplinen (außer Speer) war es sein Debüt. Die Vereinsrekorde in Kugel und Diskus bleiben aber bei Remi, wenn im Diskus auch nur knapp.
Die Ergebnisse

HM-Bhv.: Louisa Lübkemann knackt 2 Stunden klar - und berichtet (28.8.11)

Mit Hilfe von Freund und Pacemaker Olli Oltmanns und einer guten Renneinteilung konnte Louisa Lübkemann beim insgesamt vierten Anlauf die Zwei-Stunden-Marke im Halbmarathon von Bremerhaven klar unterbieten. Wie schon ihre neue Bestzeit über 10km andeuteten, würde es kein echtes Problem mehr sein. Sie lief in 1:53:34 deutlich unter dem Schnitt von 5:30 und konnte sich über einen 14. Platz unter 66 Frauen und einem Mittelplatz in der Gesamtwertung freuen. Einen AK-Podestplatz verpaßte Louisa nur denkbar knapp in W20 als vierte. Olli kam eine Sekunde später ins Ziel und will ja seine PB in Bremen steigern. Louisa trainiert ja erst sechs Wochen beim SWO, konnte aber auf beiden Strecken, die sie lief, jeweils deutliche Verbesserungen erlaufen. Glückwunsch!
Louisas ersten Eindrücke:
"Also der Lauf war spitzenmäßig. Bin mehr als zufrieden. Das Wetter hat mitgespielt, teilweise leicht windig, aber okay. Und eine sehr schöne und angenehme Strecke. Marathonis, HM-Läufer und die 10ner sind zusammen gestartet, ging direkt über den Markplatz, und im Bürgerpark hat sich der 10ner von uns getrennt, aber wir kamen bei ca. 5km wieder zusammen, sodass es etwas abwechslungsreicher war. Die Verpflegung war super, makellos :) Und die Stimmung im Ziel sehr gut, auch als wir in die 2. Runde mussten, liefen wir durch das 'Ziel' und wurden nochmal, wie das so schön heißt, vom Publikum getragen. Also ich kann den HM nur weiterempfehlen und bin sehr begeistert."
Und Olli ergänzt:
"Hallo Micha, der Lauf war super. Organisation, Verpflegung etc. alles top. Die Strecke war wirklich schön und sehr abwechslungsreich. Die neue Pb ist 12 min. schneller als im letzten Jahr. Sind die ersten 2 km zügig angegangen, dann ein etwas windanfälliges Stück knapp über 5:30 und danach alles zwischen 5:20 bis 5:25 :-) lief wirklich super. Denke, der Schnitt lag bei 5,23. Das konnte Louisa auch sehr gut laufen. Also war Deine 5:30 Richtung ein wirklich super Tip. Für mich war es so ja dann auch ok, da laut Plan heute ja der langsamere, lange Lauf auf dem Zettel stand."

Schlecht für örtliche Ganoven: Andreas Piepgras zweitschnellster Staatsanwalt Deutschlands (27.8.11)

In diesem Jahr wurden die Deutschen Waldlaufmeisterschaften der Justiz in Sandkrug ausgetragen. Entsprechend viele staatsbedienstete Läufer nahmen aus Oldenburg teil, doch vor allem von den JVA-Beamten. Obwohl allein der SWO über ca. 10 laufende Staatsanwälte und Richter verfügt, war Andreas Piepgras der einzige, der aus unserer Abteilung mitmachte. Dafür aber ordentlich. Der Lauf, der weitgehend über die Strecke der Sandkruger Schleife führte, allerdings nur 10 km, absolvierte der Mann, der seinen Arbeitsplatz in der Elisabethstraße hat, in 49:44 Minuten. Damit kam er unter rund 80 Läufern auf Rang 34. Von immerhin sieben Läufern der M55 konnte Andreas die Vizemeisterschaft erringen. Auch wenn es noch nicht belegt ist, aber er wird diesen Umstand sicher wieder kommentieren mit den Worten: "Ich kann nicht klagen."

Holzhausen: Daniel Witte wird Fünfter und berichtet (26.8.11)

Bei einem kleinen, aber vermessenen Straßenlauf im heimatlichen Holzhausen ging SWOer Daniel Witte über 10 km an den Start. Im letzten Jahr hatte er hier den 2. Platz in der Gesamtwertung errungen und seine noch heute bestehende Bestzeit von 35:20 aufgestellt. Entsprechend motiviert ging er an den Start. Diesmal lief es nicht ganz so gut wie vor einem Jahr oder auch in den letzten Wochen. Daniel wurde in der Gesamtwertung trotzdem guter 5. und errang in 36:37 den 3. Platz in der männlichen Hauptklasse.
Daniel berichtet:
"Der Holzhauser Citylauf findet im 3. Größten Stadtteil von Georgsmarienhütte statt. Beim 10km Lauf sind nach einer kleinen Einführungsrunde 4 große Runde a ca. 2,3 km zu absolvieren. Da Holzhausen am Rande des Teutoburger Waldes liegt, kommt man beim vermessenen Lauf um ein paar Höhenmeter nicht herum, pro Runde sind 3 kleine Steigungen von jeweils 100m bis 300m Länge zu absolvieren. Einige Zuschauer am Streckenrand feuerten die Läufer an. Insgesamt eine nette Laufveranstaltung mit ca. 160 Teilnehmern. Ich bin mit meiner Zeit nicht so ganz zufrieden, auch in Betrachtung der Läufer, die vor mir ins Ziel gekommen sind. Zwei von denen kannte ich nicht, die beiden übrigen habe ich in diesem Jahr schon geschlagen. Nicht so am Freitag, vermutlich lag mir das schwüle Wetter nicht so. Auch der Besuch des Oldenburger Stadtfestes am Donnerstag und die harte Trainingswoche trugen wohl nicht zu einer optimalen Verfassung bei."
Die Ergebnisse

SWO-Bestzeitengerassel in Barßel. Zahlreiche AK-Siege und Plazierungen. Axel Schneider Gesamtdritter (26.8.11)

Hier nur in Kurzform vorab die Eckdaten des Laufs in Barßel. Mit 23 Teilnehmer stellte der SWO (wieder einmal) die größte Mannschaft, erhielt einen Pokal und einen Essensgutschein für alle Teilnehmer beim ortsansässigen Griechen. Das soll dann zu gegebener Zeit ein schöner Ausflug jenseits des Wettkampfgeschehens werden.
Nicht weniger als acht persönliche Bestzeiten erreichten SWO-Läufer im bestzeitenfähigen Barßel, dazu drei Altersklassensiege, einen Podestplatz in der Gesamtwertung, ferner drei weitere TOP TEN Plazierungen sowie fünf AK-Podestplätze.
In neuer PB von 37:11 wurde Axel Schneider dritter im Männerrennen über 10 km und Sieger der M50. Gleichfalls Sieger der M60 in neuer toller Bestzeit von 40:55 wurde Heinz Reinmold, bei dem sich die harten Trainingseinheiten der letzten Wochen jetzt auszahlen. Er wurde insgesamt neunter unter 280 Teilnehmern. Den dritten AK-Sieg fuhr Jonny Schachtschneider bei den männlichen Schülern ebenfalls in neuer PB von 49:39 ein. Er steigerte sich mit Hilfe von Pacemaker Michael Schardt um mehr als drei Minuten. Als insgesamt sechste Frau lief Bettina Schachtschneider ein. Ihre neue Bestzeit lautet nun 49:11. Sie wurde zudem 2. Frau in W45.
Im Sog von Michael und Jonny lief auch Frank Steltenpohl dank einer Energieleistung endlich erstmalig unter die 50-Minuten-Grenze. Er schaffte in 49:44 eine neue PB. Auch Mike Hesse ließ sich mitreißen und verbesserte sich um mehr als eine Minute auf 50:36. Um Kerstin von Hebel hatte sich Pacemaker Manfred Lanfermann gekümmert. Ihre neue Bestzeit fiel zwar recht knapp aus, um 4 Sekunden nämlich, aber immerhin. Manfred hatte hinter heraus noch für mächtig Motivation gesorgt. Eine tolle Vorstellung gab auch Thomas Brandt über 5 km ab. Er hatte zu Beginn sogar das Feld angeführt, macht am Ende einen guten 5. Gesamtplatz in neuer PB von 19:43. Daß er erstmals unter 21 und sogar unter 20 Minuten blieb, hatte er sich hart auf der Bahn erarbeitet. Während Kestin dritte in W30 wurde, wurde Thomas 2. in M40. Weitere AK-Plazierungen fuhren Luisa Levold als 2. Schülerin über 5km (1. in WSC) und ihr Begleiter Ole Schröder als 3. M35 ein.
Mit dabei war noch Gerd Guhl, der am Ende seinem Pacemaker Felix Levold auf unter 47 nicht mehr ganz folgen konnte, aber aufstrebene Form zeigt (47:52), während Felix am Ende noch auf 46:02 lief. Eher gemächlich waren die Urlauber und Verletzten unterwegs: Michael Bamberger, Horst-Dieter Ogiewa und Roman Berg über 10km und Andreas Koch über 5km. Gleich einen Doppelstart absolvierte Nele Schröder. Im Bambinirennen begleitete sie Bruder Jonte über 350 Meter, dann lief sie zum Schülerlauf über 1,8 km, wo sie 4. in WSD wurde. Lars Wölck und Arno Backer verstärkten diesmal ihr früheres Team Just for Fun, jeweils über 10 km.
Mehr SWO-Bestzeiten verhinderte wohl das parallele Oldenburger Stadtfest, das einige Läufer von der Teilnahme abhielt. (Umgekehrt verhinderten die gelaufenen Bestzeiten nicht, daß die Starter noch aufs Stadtfest feiern gehen werden.) Und vielleicht auch die relative Unterpräsenz unserer Frauen, von denen nur ganze zwei am Start waren (von den D+C-Schülerinnen einmal abgesehen).
Bestzeiten wurden aber nicht nur von SWOern gelaufen. Frauensiegerin Sandy Werner gewann mit neuer PB von 42:40 die 10km, und Gunda Otten aus Eversten hängte sich an den SWO-Pacemaker und blieb auch erstmals unter 50 Minuten. Bei den Männern siegte der für Braunschweig startende Andreas Kuhlen souverän in 33:01. Alles weitere gibt es morgen ausführlicher.

Schortens: Drei Podestplätze, eine PB (20.8.11)

Zum dritten Mal nun lief Heinz Reinmold die Distanz von 10 Meilen (16.096 km) und kam zum dritten Mal in siebzig Minuten ins Ziel. Doch diesmal war er so schnell wie nie. Denn bisher hatten immer noch einige Sekunden hinter dem Komma gestanden; diese vermißte man nun beim Jubiläumslauf in Schortens. In 1:10:00 lief der 61jährige schneller denn je und einen unangefochtenen Altersklassensieg heraus. Sein ärgster Widersacher Lake brauchte mehr als fünf Minuten länger. In der Form ist Heinz in seiner Altersklasse kaum zu schlagen.
Bei schönstem Laufwetter waren in Schortens rund 2000 Finisher zu registrieren; einen neuen Teilnehmerrekord oder wenigstens mehr Läufer als im Vorjahr waren dennoch nicht zu registrieren. Auch gab es weniger kenianische Stars im Hauptlauf zu bewundern, obwohl die Prämie für einen neuen Streckenrekord verdoppelt worden war. Die meisten Läufer gab es auf der 10 km Strecke, gefolgt von dem Jedermannslauf über 5 km. Der eigentliche Hauptlauf über zehn englische Meilen brachte es nur auf 280 Finisher, während die Unterdistanzen doppelt so viele Läufer mobilisieren konnten. Beim Lauf über 10 km gab es zahlreiche Ausfälle und gesundheitlich Angeschlagene, weshalb die Einsatzfahrzeuge ständig zu tun hatten. Nicht wenige Läufer mußten das Rennen aufgeben.
Vom SWO war Sabrina Biondi die einzige Starterin über fünf Kilometer. Sie hatte sich vorgenommen, ihre persönliche Bestzeit zu steigern. Das gelang sogar besser als es die Ergebnisliste ausdrückt. Denn die Nettozeit wäre noch knapp 20 Sekunden schneller gewesen (32:15), aber da in Schortens die Bruttozeit gewertet wird und Sabrina sich artig ganz nach hinten stellte, lief sie 32:34 und damit 22 Sekunden flotter als bisher. Immerhin: es war die einzige PB von zehn SWOern; und man sieht daran, daß persönliche PB seltener werden, wenn sich die Saison dem Herbst entgegenneigt.
Über zehn Kilometer blieben die Zeiten der vier SWO Akteure im Rahmen, nicht zuletzt, weil es sehr warm und drückend war; es gab keine Ausreißer nach der einen oder anderen Seite. Neu-SWOerin Louisa Lübkemann lief ungefähr eine Minute langsamer als bei ihrer PB in Löningen, hier wie dort pacemakernd betreut von Olli Oltmanns.  In knapp 53 Minuten kam sie unter 24 Frauen der Hauptklasse als zweite in Ziel und konnte sich einen feinen Podestplatz sichern. Am kommenden Wochenende will die 21jährige ihren ersten Halbmarathon in Bremerhaven laufen mit der Zielzeit von unter zwei Stunden, was (fast) problemlos möglich sein dürfte. Auch da wird Olli dabeisein, der in Schortens gentlemenlike hinter Louisa, aber in der gleichen Zeit ins Ziel kam. Olli war zunächst schnell gestartet, lag bei km sechs sogar auf Bestzeitkurs, dann wurde ihm aber schlecht (Magenprobleme, wollte aussteigen, wartete dann aber auf Louisa und lief mit ihr ins Ziel. Mit dabei war auch Norbert Schulte und Partnerin Claudia Steffen. Nach zwei Zeiten unter 45 Minuten kam Norbert diesmal in gut 47 Minuten ins Ziel und wurde fünfter in M50; Claudia, die so gerne einmal unter 50 Minuten bleiben möchte, war nach 53 Minuten über die Zielmatte gelaufen. Zwar gestartet, aber nicht ins Ziel gelaufen, ist auch Frank Bartsch. Er war bei km neun ausgestiegen, da er nicht mit einer für ihn mäßigen Zeit finishen wollte. Außerdem war sein Zeitplan an diesem Tag äußerst eng, so dass er flott zurück mußte.
Im Hauptlauf hatte der SWO fünf Akteure am Start. Außer Heinz war auch Axel Felsmann dabei, der zuletzt die erste Männerstaffel tatkräftig unterstützt hatte, diesmal noch unter „Waldflitzer“, da er schon länger angemeldet war. Er will künftig beim SWO-Bahntraining teilnehmen. Axel lief mit 1:03 eine der schnellsten Zeiten, wenn man mal von den ausländischen „Einkäufen“ absieht und den regionalen Topstars wie Ossiloopgewinner Immega oder dem deutschen Vizemarathonmeister von Hamburg und Löningen-Marathon-Gewinner Meyer. Das reichte zu einem Platz weit vorne.
Ihren Frust vom Staffelrennen lief Heike Greis über 10 Meilen weg. In guten 1:21 wurde sie 12schnellste aller Frauen und in ihrer Altersklasse Vizemeisterin. Sie vervollständigte damit das SWO-Trio auf den Podestplätzen. Überraschend hatte wie auch Heike schon Michael Bamberger nachgemeldet. Nach mehrfachem Urlaub lief er sein erstes Rennen. Natürlich konnte er noch nicht an seine Zeit aus Großenkneten heranlaufen, aber immerhin blieb er mit 1:28 deutlich unter der Marke von 1:30. Das ist auch eine Marke, die Frank Steltenpohl und Mike Hesse sicher drin haben, aber vermutlich sind sie nicht so flott unterwegs gewesen, weil sie sich aktuell in Marathonvorbereitung (jeweils Debüt) befinden und schon ein Tag später ein langer Lauf auf dem Programm stand. So kamen beide fast gemeinsam in 1:33 ins Ziel.
Nächster größerer SWO-Auftritt wird in Barßel sein, auf jener Strecke, wo schon viele Bestzeiten gefallen sind. Die Ergebnisse.

Womens-Run in Köln: Enge Verhältnisse (14.8.11)

Kerstin von Hebel berichtet:

"Euphorisch und voller Tatendrang machte ich mich am frühen Samstagnachmittag mit meinem Bruder Uwe, seiner Freundin Moni und Dennis auf den Weg nach Köln. Die Anreise mit der S-Bahn gestaltete sich völlig unproblematisch und auch das Wetter schien es gut mit uns zu meinen. Zumindest am Anfang. Im Rheinpark angekommen waren wir erst mal von den Massen erschlagen – das Schlimme war alles, aber auch wirklich alles erstrahlte in rosa. Diejenigen, die mich etwas besser kennen wissen, dass ich eigentlich eine Vorliebe für jegliche rosa oder pink Farbtöne habe, aber das war selbst mir zu viel. Und es kam sogar noch schlimmer! Da ich diesmal die SWO-Fahne alleine hochhielt, gestaltete sich der Tag auch ein wenig anders, als in Hamburg letztes Jahr. Zum Start des 8km Laufs hatte ich noch eine gute Stunde Zeit, und somit konnte ich in Ruhe mein rosafarbenes 'Running Queen-Funktionsshirt' sowie die Startunterlagen abholen. Bis dahin war auch noch alles gut. In den Startunterlagen befanden sich, wie im letzten Jahr, wieder zahlreiche Coupons und Informationen rund um das Thema 'Laufen' und 'weibliche Bedürfnisse'. Beim schlendern über die WomensRunMesse trafen wir schon auf die ersten merkwürdigen Gestalten. Nun ja, Köln ist ja auch für die 'etwas anderen' Menschen bekannt.
Der Startschuss fiel pünktlich um 17:30 Uhr, und bis dahin waren wir auch schon gut 'durchgeweicht', denn Petrus meinte es urplötzlich nicht mehr so gut mit uns. Demzufolge standen wir im Regen und warteten, dass wir endlich 'GAS' geben konnten. Aber mit dem 'Gas geben' musste ich knapp 2km warten – exakt so lange, bis wir aus dem Rheinpark rauskamen. (Bis dahin konnte ich meine PB auch auf dem 5er Schnitt verbessern – die Crux war nur, dass ich in den 5 Minuten lediglich 500m hinter mich bringen konnte). Das Positive war, dass ich mir aus diesem Grund den Rheinpark etwas genauer ansehen konnte. Schön angelegt ist er auf jeden Fall. Zwischendurch versuchte ich immer wieder stolpernde und gehende Damen zu umkreisen und nutze des öfteren den Rasen, um wenigstens einigermaßen voran zu kommen. Dafür erntete ich auch einiges an Schelte, aber eine mir nicht ganz unsympathische Dame entgegnete dem nur: 'Ist schon klar, keine 2km am Stück laufen können, aber in der ersten Reihe stehen und alles ausbremsen!' Was diese Dame zuhören bekam, habe ich nicht mehr mitbekommen (scheinbar hat sie sich an meine Fersen geheftet und ist in meinem Windschatten gelaufen). Irgendwann, ich hatte mittlerweile schon über 15min. auf meiner Uhr, liefen wir aus dem Rheinpark raus, am Rhein entlang direkt zur ersten Brücke. Da ging dann wieder gar nichts. Die Damen wurden zum einen von einem Trupp Männer, die offenbar einen Junggesellen-Abschied feierten, aufgehalten, und zum anderen ging es leicht bergauf. Was einigen Damen wohl sichtlich schwerfiel, aber den Herren sehr gefiel. Jedenfalls war ihr johlen und grölen noch lange zu hören.
Die übliche Strecke war leider ebenfalls viel zu eng, und als dann noch die Treppen zur Hohenzollernbrücke zu bezwingen waren, kam ebenfalls keine wirkliche Freude auf. Denn leider war die Erdanziehungskraft größer, und einige Damen haben sich auf den Stufen langgemacht. Passiert ist glaube ich nicht wirklich etwas, aber hinderlich war es schon. Irgendwann habe ich es sein gelassen auf meine Uhr zu schauen und bin einfach nur noch so schnell gelaufen, wie es ging. Endlich war das Ziel in Sichtweite! Gott sei Dank habe ich vor meinem allbekannten 'Endspurt' rechtzeitig bemerkt, dass wir noch ein paar Stufen runter laufen mussten, denn sonst wäre ich vermutlich eine von denen gewesen, die sich langgemacht hätten (vor dem Dom ist es aber m. E. etwas stilechter *g*). Die Uhr blieb für mich bei einer 44:43 stehen, zwar nicht überragend, aber am Ende konnte ich doch noch etwas Zeit gutmachen, die ich am Anfang so bitter verloren habe.
Mein abschließendes Fazit fällt leider nicht so gut aus: Die Stimmung war zwar klasse, auch unterwegs, aber es war vieeeeeeeeel zu eng. Bei rund 6000 Frauen, die gestartet sind, war es im Rheinpark mehr als kuschelig. Allein bei dem 8km Lauf sind 2072 Running Queen´s ins Ziel gekommen (zum Vergleich: in Hamburg sind letztes Jahr rund 1043 Favoritinnen ins Ziel gekommen). Des Weiteren war Hamburg deutlich besser und übersichtlicher organisiert und auch das ganze Drumherum hat mir in Hamburg bedeutend besser gefallen. Nächstes Jahr werde ich wohl wieder in Hamburg an den Start gehen."

Nils Riesenberg: Triathlon mit 50er Laufzeit (14.8.11)

Unser einzig aktiver Triathlet berichtet:

"Mal wieder bestes Triathlonwetter. Starker Regen hat mich in Thühlsfelde auf der gesamten Strecke begleitet, aber trotzdem war es ein netter Wettkampf. Geschwommen wurde in der Talsperre, die wärmer war als die vom DLRG angegebenen 16 Grad. Mit meiner Schwimmzeit war  ich diesmal nicht so zufrieden, es gab recht viel Kontakt mit den Mitstreitern, und so musste ich mir oft eine neue Linie suchen. Dafür lief das Radfahren, gut und ich konnte fast 11 Minuten schneller als in Stuhr zum Laufen wechseln. Das Laufen war in Ordnung, nur verwandelte der Starkregen die Deichkrone, auf der gelaufen wurde, in eine lehmige Rutschbahn. Vor allem die Radzeit lässt auf einen guten Wettkampf in Wilhelmshaven (halber Ironman) hoffen. Hier die Ergebnisse im Einzelnen: 8. Platz Altersklasse 3 - TM30 , 89.Gesamtplatz in 2:32:16. Schwimmen = 00:21:36 - Rad = 01:20:24 - Lauf = 00:50:16."

Wimpernschlagfinale nach 50 Kilometern. Daniel "Düsentrieb" macht Vizemeisterschaft klar. Auch Mixedteam auf Platz 2. Der Staffellauf vom VFL (14.8.11)

Vermutlich ist der 5x50km Staffellauf des VFL Oldenburg eine inzwischen in Deutschland singuläre Veranstaltung. Jedenfalls konnten durch Recherche keine weiteren Ausschreibungen ermittelt werden. Grund, sich zu freuen, daß wir gleich vor der Haustür eine Gelegenheit haben, einmal als Team in dieser Individualsportart anzutreten. Mit vier Teams war der SWO dann auch am stärksten vertreten, aber auch Team Laufrausch hatte drei Mannschaften auf die Piste geschickt.
Ausgeschrieben ist die Veranstaltung für vier Kategorien: Männer, Frauen, Mixed, Betriebsmannschaften/Lauftreffs.
Bei den Betriebsmannschaften siegten ohne Konkurrenz das Staatsorchester Oldenburg in guten 3:38:52. Mit dieser Zeit lagen sie vor allen Mixed- und Frauenteams und wären bei den Männern neunte geworden. Hut ab vor der musischen Truppe unseres Dreisparten-Theaters.
Nicht ganz so dünn, aber mit zwei Teams ziemlich spärlich besetzt war die Frauenklasse. Hier siegte der Titelverteidiger Walsrode in 3:58:31 vor Großenkneten. Immerhin liefen drei der Frauen von Walsrode unter 45 Minuten.
Stärker als sonst war die Kategorie Mixed besetzt, bei der zwei der fünf Läufer Frauen sein müssen. Auch der SWO war mit zwei Teams dabei, konnte aber noch nicht seine neue schnelle Akteurin einsetzen, die sich noch im Urlaub befindet. So siegte völlig verdient Team Laufrausch in 3:44:56 mit 5:03 Minuten Vorsprung vor unserem Mixed Team 1. Laufrausch hatte mit Antje Günthner nicht nur die schnellste aller Frauen in seinen Reihen, sondern war mit drei Frauen (!) angetreten und nur mit zwei Männern. SWO 1 hätte jedoch eine Chance gehabt, es zumindest knapp zu gestalten, denn mit Ali Schachtschneider war der zweitschnellste aller Mixedmännern bei uns am Start. Auch Stefan Baur war überaus gut drauf nach Trainingspause, Afghanistan-Aufenthalt und Grillparty am Vortag. Mit Christian Willenbrinks verlorener Minute erbrachten die Männer die zu erwartenden Zeiten. Völlig gefrustet zeigten sich aber die SWO-Frauen Heike Greis, die etwa drei Minuten hinter ihrer sonstigen Leistung blieb (kam aber auch gerade heute erst aus dem Urlaub), und Antje Lachmann, die rund zwei Minuten schneller eingeschätzt werden kann. Aber nicht immer läuft es rund, und der Mensch ist ja keine Maschine.
Sehr schöne Leistungen lieferten die beiden Frauen des zweiten SWO-Teams ab. Bettina Schachtschneider kam bis auf 2 Sekunden an ihre Bestleistung heran, obwohl sie lange an einer Verletzung laborierte, und Sonja Kläner lief fast eine glatte 50er Zeit. Die Männer blieben zusammengerechnet im Rahmen ihrer Möglichkeiten, wobei allerdings Manfred Lanfermanns neue Bestzeit mehr als überraschend kam, zumal er noch vor drei Wochen beim 6er Tempo Probleme hatte. Daraufhin angesprochen, wieso er so flott gewesen sei, meinte er: "Ja, ich war Mittwoch erstmalig beim Bahntraining." Bei der Zweiten waren die Einzelzeiten auch recht egal, denn nach vorne waren neun Minuten Spielraum und nach hinten sechzehn. Da wäre also nichts angebrannt, weder in die eine noch in die andere Richtung. SWO1 lief 3:50:11, SWO 2 4:03:21.
Sehr gute Leistungen waren bei den Männern zu beobachten. Ganz vorne lief die LC Nordhorn ein mehr als einsames Rennen. Sie siegten mit über dreizehn (!) Minuten Vorsprung in 3:01:59. Das wäre niedersächsischer Rekord für die AK M40/45. Ob der Rekord aber anerkannt wird, bleibt zweifelhaft, da die amtliche Vermessung des Laufes fehlt. Die Vermessung war nicht vorgenommen worden, weil der Lauf schon im nächsten Jahr wieder im Marschwegbereich stattfindet.
Dahinter kam es zu einem sehr spannenden Rennen um Platz zwei mit vielen Positionskämpfen. So wechselte beispielsweise der Titelverteidiger Walsrode als erster, fiel aber noch auf Platz fünf zurück. SWO 1 war durch Axel Schneider auf Rang drei gebracht worden, Namensvetter Axel Felsmann hielt diesen Rang und arbeitet sich sogar noch etwas näher an den zweiten heran. Dann kam die große Stunde von Team Laufrausch, die sich mit dem dritten und vierten Läufer auf Platz zwei vorarbeiteten. SWO 1 rutschte zwischenzeitlich auf Rang vier ab trotz der neuen PB von Sascha Jänicke. Für Michael Ibelings war es nicht so ganz glücklich gelaufen. Als Daniel Witte das virtuelle Staffelholz übernahm, hatte er 1:45 Rückstand auf Laufrausch, und auch den schnellsten dieses Teams gegen sich, und 1:20 auf Walsrode. Auf der Tribüne ging die Rechnerei und Messerei los, die Spannung stieg sichtlich. Daniel legte eine furiose erste Runde in 6:44 hin, kam schon deutlich näher an die beiden anderen heran, konnte das Tempo aber nicht halten und pendelte sich zwischen 7:05 und 7:15 ein. Bei jeder Runde gaben die Mannschaftskameraden den Läufern die Rückstände durch, man war auf dem Laufenden, genau wie die Zuschauer. Bei Eingang in die letzte Runde war der Walsroder schon von Daniel und dem VFLer eingeholt worden. Daniel war aber immer noch 17 Sekunden hinter Laufrausch. Erst 400 Meter vor dem Ziel konnte er ihn einfangen und mit fünf Sekunden Vorsprung Platz zwei einfahren. Das ist eine tolle Plazierung, zumal mit Dirk, Olli und Ralph drei Läufer der Stammbesetzung ersetzt werden mußten.
Durch die Ausfälle in der ersten, war die zweite etwas geschwächt. Das Hochrücken von Sascha kostete volle vier Minuten, doch hätte das auch keinen besseren Platz gebracht als den siebten, denn der sechste war sechs Minuten weg. Einen sehr guten Start und im Verhältnis zum Ossiloop viel näher an seinen vereinseigenen Jung-Konkurrenten war Heinz Reinmold, der eine glatte 42 hinlegte. Frank Bartsch bestätigte seine Leistung, bevor Tim Ohlsen bei seinem ersten Zehner in 44:28 nicht das lief, was er laufen kann. Für ihn war die Länge ungewöhnlich. In Wardenburg war er den Halben noch in 1:38 gelaufen. Wie ein Alter der Branche lief der 16jährige Jan Malte Kunkel dann eine saubere 41er Zeit in sehr gleichmäßigem Tempo und ästhetisch ansprechendem Laufstil. Thomas Brandt brachte das Ding dann sicher nach Hause. SWO1 lief 3:14:24, SWO 2 3:32:05. Auch die Zweite landete wie die erste vor Team Laufrausch 2. So ging das freundliche Stadtduell 2:1 an SWO.
Insgesamt war die Veranstaltung aus SWO-Sicht eine feine Sache, trotz des Regens. Besonders schön für die Läufer war, daß so viele SWOer als Zuschauer da waren und anfeuerten, u. a. Familie Schröder, Familie Levold, Michael Bamberger, Frieda Drefs, Freundin mit Kids von Michael I. und viele mehr.
Die Ergebnisse.

Staffel-Ergebnisse. 7 Bestzeiten (14.8.11)

Die Ergebnisse unserer Staffelläufer stehen auf unserer Homepage unter Ergebnisse 2011. Dort sind sie in der Startreihenfolge der einzelnen Mannschaften aufgelistet. Eine Rangfolge nach gelaufenen Zeiten wird noch nachgereicht, ebenso die Einzelplatzierungen innerhalb aller Staffelläufer. Eins ist schon zu sehen, daß nämlich Daniel Witte die drittschnellste Einzelzeit gelaufen ist. Die Plazierungen unserer Frauen innerhalb aller Frauen sind auch schon bekannt. Insgesamt gab es sieben persönliche Bestzeiten von SWO-Läufern. Dabei schlagen vor allem die deutlichen Verbesserungen von Manfred Lanfermann auf 47:42 (57 Sekunden) und Ali Schachtschneider (1:17 Min.) zu Buche. Auch Jan Malte Kunkel verbesserte sich um 2 Sekunden auf 41:41. Drei weitere PB von Daniel Witte, Heinz Reinmold und Frank Bartsch sind nur PB, seit sie für den SWO starten. Alle drei waren früher schon mindestens einmal schneller. Daniels Zeit ist zugleich neuer Vereinsrekord, den er schon zuvor gehalten hatte. Bei seinem Debüt für SWO lief Sascha Jänicke so schnell wie bisher nie. In 40:12 verpaßte er die 40 Minuten nur sehr knapp. Bisher war Sascha für Team Laufrausch unterwegs. Erwähnt werden soll auch, daß Bettina Schachtschneider nur zwei Sekunden hinter ihrer PB zurückblieb und wohl noch was drauf hatte, hätte sie das gewußt. Sie sei noch nicht ausgepowert gewesen, meinte sie. - Kurios war, daß beide Frauen des SWO-Mixed-Teams 2 (Bettina und Sonja Kläner) flotter waren als die des Mixedteams 1 (Heike Greis und Antje Lachmann). Letztere waren über drei Minuten länger unterwegs. Heike und Antje zusammen kann man sonst getrost sechs Minuten schneller einschätzen als sie heute waren. Falschaufgestellt war also eigentlich nicht.  Nicht zufrieden mit seiner Zeit war gleichfalls Michael Ibelings. Aber mehr war für ihn auch nicht drin, sagt er, er habe alles gegeben. Auch seine paar Sekündchen, die er sich durch Kampf abgerungen hat, haben zu dem schönen 2. Platz beigetragen. Überraschend flott war hingegen der nahezu trainingslose Stefan Baur mit 42:42 in Form. Nicht zufrieden hingegen waren bei seinem Debüt Tim Ohlsen in 44 Minuten, der auch 42 kann. Aber schön war, daß er für Ralph eingesprungen ist. Langsamer als bei den letzten drei Zehner war Michael Schardt. Normal geht das auch eine Minute schneller, nur heute nicht. Eine Minute meinte auch Christian Willenbrink flotter zu können. Solide Auftritte wie immer zeichnet die beiden Axels aus. Axel Schneider kam nahe an seine PB in 37:34, und Axel Felsmann läuft traditionell 38er Zeiten, so auch hier. Gute Läufe lieferten zudem Thomas Brandt (42:07) und Peter Baur, der erstmals dieses Jahr unter 50 Minuten blieb.
Man kann natürlich hadern mit seiner Leistung, aber das bringt ja nichts. Es geht bei der Staffel einzig und allein ums Team und nicht um ein Einzelergebnis. Und da hat der SWO mit vier Mannschaften einen guten Auftritt gehabt.
Schade war, daß es am Rande der Veranstaltung noch zu einer unnötigen Unsportlichkeit gegenüber einer unserer Läuferinnen kam, als sie nach acht Kilometern in die fünfte Runde lief. Da kamen von einer kleinen, neben dem Zieleinlauf postierten Zuschauergruppe unschöne Bemerkungen, die von unserer Läuferin mit purem Unverständnis aufgenommen wurden.

Remi Altenberg mit neuem Vereinsrekord (12.8.11)

Noch am Mittwoch hatte Remigius Altenberg auf dem Sportplatz in Wechloy Ole Schröder in einer Art Einzelspezialkurs eine Trainingseinheit im Kugelstoßen erteilt, schließlich soll Ole beim bald anstehenden Zehnkampf in allen Disziplinen fit sein. Danach wurde er von Manfred Lanfermann für den 1500m Lauf auf Vordermann. Remi hingegen ging am heutige Freitag ganz unbehelligt beim 2. Feriensportfest in Delmenhorst im Diskuswurf und Kugelstoßen an den Start mit dem Ergebnis, daß er eben jenem Ole nun nach dem Kugelstoßvereinsrekord auch noch den Diskusvereinrekord wegschnappte. Der hatte seit zwei Jahren bei 17,94m gestanden, aufgestellt an gleicher Stätte. Remi nun warf satte 3,17m weiter und kam auf 21,11. Noch nie hatte ein SWOer diese magische Grenze überwunden. Vermutlich war Remi hauptsächlich als Kampfrichter im Einsatz und versuchte sich im Werfen. Im Kugelstoßen kam Remi diesmal nur auf gut sieben Meter. Interessant wäre natürlich vor allem ein direktes Aufeinandertreffen der beiden SWO-Athleten, aber Remi hält sich bei seinen Starts im Vorfeld meist bedeckt.
Unterdessen haben Ole und Felix Levold am Montag ihre 1000m innerhalb des Sportabzeichen absolviert, Ole in 3:42, Felix in 3:46. Beide Zeiten sind keine PB, reichen aber fürs Sportabzeichen dicke.
Die Ergebnisse

Wellen 2011: Teilnehmerzahlen sinken unaufhörlich. Nur noch 128 Läufer im Ziel (7.8.11)

In Wellen, südlich von Bremerhaven, findet der älteste niedersächsische Marathon statt. Diesmal gab es die 41. Auflage. Auf drei Strecken (Marathon, HM, 11km) traten nur 128 Läufer an. Der Marathon ging für 3:04 weg bei den Männern und für 4:06 bei den Frauen. Hier war nur eine Läuferin angetreten. Im HM waren die Siegerzeiten 1:17 bzw. 1:47. Michael Schardt hatte ursprünglich hier seine HM-Bestzeit angreifen wollen, aber dann eine Erkältung eingefangen, die zwar schon wieder am Abklingen ist, aber ein solches Unterfangen doch wenig sinnvoll erscheinen lässt. Statt dessen ist er mit angezogener Handbremse den Lauf über 11 km mitgelaufen in handgestoppten 55:05. Die Strecke war keinesfalls flach, und die zweite Hälfte war so matschig und schwer zu laufen, daß sie jeder Crossstrecke zur Ehre gereicht hätte. Platz 19 sprang dabei heraus von 56 Läufern. Gewinnen konnte man hier mit 41 Minuten oder 49. Blöd war nur, daß Michael seine neuen Laufschuhe eingepackt hatte und nicht die alten, die auf ihren letzten Einsatz beim Wattlauf warten. Jetzt sehen die neuen (fast) so aus wie die alten und könnten auch als Wattschuhe angesehen werden.
Die Ergebnisse.
Fotos von Thomas Springer gibt es noch heute reichlich bei www.laufreporter-fotograf.de.

"Erster zufriedenstellender Wettkampf". Frank Bartsch war in Esens dabei. Auch Andreas Koch am Start (5.8.11)

Sehr zufrieden äußerte sich SWO-Starter Frank Bartsch über seinen Auftritt in Esens. Er hatte die 10 km lange Strecke in 40:07 gelaufen und damit eine neue Jahresbestzeit erreicht. Laut Garmin sei die Strecke 9,9 km gewesen. Der Start war im Gegensatz zu den Vorjahren versetzt gewesen. In den Vorjahren war die Strecke etwa 9,8km lang gewesen. Nun hofft Frank, schon beim Staffelrennen bei guten äußeren Bedingungen unter 40 Minuten laufen zu können.
Der frühere Balthasarlauf in Esens war eine Traditionsveranstaltung mit nur einem Lauf über knapp 10 km. Nun gibt es einen neuen Sponsor, die Sparkasse, und nach ihr ist auch der Lauf benannt und beginnt mit neuer Zählung. Neben dem Zehner gibt es auch einen Fünfter. Den gewann bei den Frauen in glatt 18 Minuten Ossiloop-Siegerin Inga Jürrens, und bei den Männern Thomas Eickholt, der Gewinner von Ihlow, in 16:52. Die gelaufenen Zeiten deuten darauf hin, das der Kurs etwas kürzer war.
Im Rennen über 10 km gewann Lokalmatador und Ossiloop-Gewinner Stephan Immega in 32:45. Bei den Frauen siegte die Harlingerin Janna Fangmann (20) stark verbessert, die nun für Göttingen startet, in 39:30. Viele, die im Ossiloop vorne lagen, waren es auch hier, so Hermann Fleßner, der als 5. vor Daniel Witte (SWO) seinerzeit das Etappenrennen beendete. Insgesamt hatten über 280 Läufer das 10er Rennen gefinisht.
Als einziger Läufer des SWO nahm Frank Bartsch am 1. Sparkassenlauf teil. Er zeigte sich in blendender Form trotz des sehr forcierten Trainingsplans der letzten Wochen, der also schon anschlägt, zehn Tage bevor es eigentlich vorgesehen ist.
Auch Andreas Koch war in Esens über 10 km mitgelaufen. In seinem ersten Wettbewerb nach dem Urlaub und vermutlich ohne Training lief Andreas nach 58:42 ins Ziel. Er hatte dabei die Funktion, einen Kollegen unter einer Stunde zu ziehen, übernommen. Das war für den Freund Bestzeit. Bilder vom Lauf gibt es übrigens auf www.laufexpress.de.
Die Ergebnisse

Bad Pyrmont. Lauf der Rekorde. Auch SWO vertreten (31.7.11)

Am Wochenende gab es in Niedersachsen vier Startgelegenheiten. Beim Crosslauf in Schillig war kein SWOer vertreten, aber 350 andere Teilnehmer unterwegs. Die Listen aus Jümme sind noch nicht veröffentlicht. Beim Bremer Vorbereitungslauf war Mike Hesse als einziger zugegen, und dann gab es noch den Brunnenlauf von Bad Pyrmont.
Die Läuferschar aus Oldenburg war beim 23. Classic-Landschaftsmarathon in Bad Pyrmont auf zwei Aktive beschränkt. Auf gemacht aus der Huntestadt ins Weserbergland hatten sich nur Ute Deters (TUS Eversten) und Michael Schardt als Laufreporter. Er wird über einen Lauf der Rekorde zu berichten haben. Entgegen des Trends vermeldet der Bad Pyrmont-Marathon eine Rekordzahl an Finishern über die Königsdistanz, aber auch eine Rekordbeteiligung überhaupt (über 1200 Finisher). Dazu gab es einen neuen phantastischen Streckenrekord bei den Männern und weitere Rekorde auf den Unterdistanzen. Ute Deters errang in 3:29 den zweiten Platz bei den Frauen, nur um wenige Sekunden geschlagen. Elias Sansar von der LG Lage-Detmold, Hermannslauf Seriensieger, brach den alten Streckenrekord von 1998 um 11 Minuten und setzte in 2:35 neue Maßstäbe. Und das bei 690 zu überwindenden Höhenmetern und meistensteils Gerölluntergrund.
Michael ging zunächst über 5km an den Start und eine Stunde später über Halbmarathon. Beide Einheiten sollten mit angezogener Handbremse gelaufen werden und den langen Sonntagslauf einigermaßen ersetzen. Über 5km kam er in 25:55 ins Ziel, was bei 113 Höhenmetern gar nicht so schlecht ist. Er wurde 41. von 136 Finishern und bekam in M55 die Silbermedaille von 6 Startern. Beim Halbmarathon waren 325 Höhenmeter zu bewältigen. Da er hier auch noch für den Laufreport zu fotografieren hatte, ging in der Anfangsphase noch einige Zeit verloren. Während die erste Hälfte weitgehend bergauf geht, ist die zweite Hälfte hauptsächlich abwärts orientiert. Die ersten 10 km legte Michael in 58:30 zurück; die nächsten 11km in noch einmal der gleichen Zeit. Zusammen ergibt das 1:57:39 und einen Platz weit in der zweiten Hälfte. Die Temperaturen lagen bei ca. 15 Grad, es war trocken und leicht windig. Aber zusammen 440 Höhenmeter auf Schotter und losen Steinen haben die Sache doch schwerer gemacht als gedacht. Der Lauf in Bad Pyrmont zählt bei Läuferumfragen zu den schönsten im Land und verläuft nahezu zu 100 Prozent im Wald. Ein Landschaftsmarathon pur mit kaum ebenen Phasen.
Die Ergebnisse.

Triathlon: Nils Riesenberg berichtet: (24.7.11)

"Das Wetter hat den Wettkampf gestern schon deutlich geprägt, aber alle anderen Triathleten hatten es ja mit denselben Bedingungen zu tun. Der Tag fing früh an, so musste man um 7.30 Uhr die Startunterlagen abholen und das Rad in die Wechselzone bringen. Das dauert ein wenig, da die Wettkampfrichter jedes Rad und jeden Helm überprüfen. Hier zeigte sich, dass zumindest auf der Olympischen Distanz die Zeiten der Hollandräder vorbei sind und Carbon das dominierende Material geworden ist. Später bei der Volksdistanz gibt es sie aber nach wie vor.
Um 9.30 Uhr ging es in die erste Runde in den Silbersee, nach 750 m gab es einen kurzen Landgang, es folgte die zweite Runde, um die 1500 m komplett zu machen. Es lief recht gut beim Schwimmen, obwohl ich mal wieder ein paar Tritte abbekommen habe. Das passiert vor allem, wenn die Mitstreiter in den Bruststil wechseln, um sich im See zu orientieren. Die Zeit war ok, aber, wie der gesamte Wettkampf, etwas zu verhalten von mir angegangen. Der Wechsel auf das Rad ist gar nicht so einfach und muss, wie ich gestern wieder gemerkt habe, trainiert werden. Der Kreislauf ist sagen wir mal zunächst irritiert, wenn man aus der Waagerechten sehr schnell versucht in die Wechselzone zu laufen.
Auf der 40 km Radstrecke musste man einen kleinen "Berg" von 6 m auf 50 m zweimal hinauf. Der war aber nicht das Problem, vielmehr waren es die Berge des Nordens und der Regen, die das Radfahren schwer machten. Da es sich um eine Wendepunktstrecke handelte, musste man sich dem kleinen Berg auch gleich zweimal widmen.
Jetzt galt es nur noch die 10km Laufstrecke zu absolvieren. Hier hat der Veranstalter auf einen 2.5 km langen Rundkurs gesetzt. Bei jeder Runde wurde die Zeit genommen und man bekam verschieden farbige Armbänder nach jeder Laufrunde, um im Ziel nachzuweisen, dass man auch wirklich vier Runden gelaufen ist. Schließlich starten die Läufer ja nicht gleichzeitig, sondern tröpfeln nach und nach auf die Laufstrecke, sobald sie mit dem Radfahren fertig sind. Von der Verpflegung auf der Strecke können wir Läufer sonst nur Träumen. Auf der 2.5 km Strecke gab es zwei Verpflegungsstellen mit Wasser, Schwämmen, Iso, Tee, Cola, Bananen und Salzkeksen. Ich bin sehr vorsichtig angelaufen, um nicht einzubrechen. Das hatte den Vorteil, dass ich die letzten 2 km noch mal ordentlich Gas geben konnte und noch ca. 10 andere Teilnehmer einkassieren konnte.
Das Wetter lies keine Bestzeit zu, die bei mir bei 2 Std und 46 min aus dem Jahr 2009 liegt. Ich bin mir aber sicher, das diese Zeit  noch dieses Jahr fällt. Mal sehen wie es in Thülsfelde läuft. Insgesamt sind es vor allem Übungswettkämpfe für die Halbironmandistanz in Wilhelmshaven."
Im Ergebnis sah das für Nils so aus:
Redaktionelle Mitteilung:
Seine Gesamtzeit von 2:51:11 über die Olympische Distanz im Triathlon splittet sich auf in 1500m Schwimmen, die er in 30:15 absolvierte, 40km Radfahren, wofür er 1:31:41 brauchte, und einen Lauf über zehn Kilometer, der in 49:09 gefinisht war. Sicher, die Zeit des Laufens sagt einem sofort was, und auch unter Berücksichtigung, das Nils schon über zwei Stunden im Wettkampf war. Zum Vergleich, vor vier Wochen war Nils in Dangast eine neue PB über 10 km gelaufen in 43:04 gelaufen. Wenn einer nun in einer halben Stunde 1500 m schwimmt, dann braucht er für 100m exakt 2 Minuten. Damit läßt sich was anfangen, und wenn einer 91 Minuten für 40 km Rad braucht, dann ist das eine Durchnittsgeschwindigkeit von etwa 27km. Mit dieser Leistung behauptet sich der Hobbytriathlet ganz prima unter den Profis und Halbprofis aus der Regionalliga und Verbandsliga. Immerhin ließ er noch über 30 Leute von 163 hinter sich. Das ganze war bei sehr schweren äußeren Bedingungen abgelaufen. Schon das Wasser war sehr kalt gewesen, beim Radfahren machte der heftige Wind arg zu schaffen, genau wie beim Laufen. Demnächst will Nils einen halben Ironman in Whv. bewältigen. Dann mal zu.

Logo: wir fahren nach Loga. Sabrina und Michael V. waren beim Spendenlauf dabei (23.7.11)

In Logabirum fand an diesem Samstag der 4. Spendenlauf über 10,6 und 5,3km statt. Den Hauptlauf gewann der Ossiloopdritte Holger Grigat vor dem Emsteksieger Marco Tammen. Bei den Frauen siegte die Ossiloopvierte Insa Franzen, die 16 Stunden zuvor in Haren zweite geworden war.
Beim kleinen Lauf über 5,3 km hatten sich auch Sabrina Biondi und Michael Viertel angemeldet Der nunmehr siebte oder achte Michael des SWO hatte in Remis Anfängerkurs das Laufen gelernt und erst jetzt erstmalig bei einem Rennen mitgemacht. Er lief die Strecke in knapp dreißig Minuten und kam damit auf Anhieb gleich auf einen Platz im Mittelfeld. Sabrina hat ja schon einige Fünfer und einen Zehner gelaufen und verbessert sich immer ein klein wenig vom einen zum anderen Lauf. Auch diesmal wieder. Ihre 33:06, umgerechnet auf exakte 5 km, wären für sie Bestzeit. Das ist doch was. Auch sie kam bei den Frauen auf einen Mittelfeldplatz. Die Ergebnisse
Sabrina schreibt dazu:
"Ich bin mit 33.06 ins Ziel gekommen, Platz vier in meiner Alterklasse von 7 (Gesamtplatz 29 von 43). Meine eigene Uhr hat 33.01 angezeigt, es gab keine genaue Zeitwertung. Wenn man bedenkt, dass es 5,3 KM waren, bin ich im Vergleich zum Wardenburger Sommerlauf mit genau 5 KM und 32.54 wieder ein bisschen schneller gewesen. Michael ist mit 29.35 als Gesamt 42. von 56 ins Ziel gekommen. Wir hatten vereinbart, dass jeder sein eigenes Tempo läuft. Mein Freund ist auch mit gelaufen und der ist mit 31.45 ins Ziel gekommen (untrainiert, er läuft nur mal so zum Spaß).
Das Wetter war mäßig, windig, aber trocken und mit 16 Grad eigentlich optimal zum laufen. Die Strecke war abwechlungsreich, da sie über Straße (und zweimal über die Autobahn) ging und auch durch ein kleines Waldstück. Insgesamt war es eine schöne Veranstaltung (306 Läufer insgesamt), bei der der gute Zweck (Onkologische Hilfe wurde mit den Geldern unterstützt) im Vordergrund stand."

Kein Vergleich mit Emstek: Haren Anna Ems (22.7.11)

Mit einer hohen 44er Zeit wurde Heinz Reinmold in Emstek Sieger der M60; und Michael Schardt gewann mit einer hohen 45er sogar die M55. Doch wenn man in den reiferen Jahrgängen der Männer die Leistungen mit den erzielten beim Citylauf in Haren vergleicht, dann sind die doch von einem anderen Kaliber. Dort siegte nämlich der beste in M60 mit einer tiefen 41er Zeit; und bei den M55ern wurde man erster mit 38 Minuten. Nicht genug. Insgesamt blieben da drei Läufer unter 40 Minuten und auch vor dem Sieger der M50. Das lag aber nur daran, daß unser Akki Schneider nicht mit dabei war, wie noch im April auf gleichem Kurs, wo er eine so gute Niedersachsenmeisterschaft in einer 37er Zeit gelaufen war.
Der Kurs von Haren, das hatte Axel schon gesagt, ist extrem eckig und gar nicht flüssig zu laufen. Immer wieder muß man abbremsen. Der 2km Rundkurs, der fünf Mal zu durchlaufen ist, bietet 8 eckige 90 Grad-Ecken und vier weitere runde Ecken, als schlappe 60 Richtungsänderungen. Dennoch ist der Kurs sehr schnell. Da der einigermaßen kräftige Wind zur Hälfte von vorne und zur anderen Hälfte von hinten kam, glich sich das in etwa aus. Nur ein guter Rhythmus war nicht so leicht zu finden. Die Temperaturen allerdings waren optimal mit etwa 14 Grad, und trocken war es auch.
Gegenüber Emstek konnte sich der einzige SWO-Starter Michael Schardt noch einmal leicht um 11 Sekunden auf 45:42 steigern, womit er exakt eine Minute von seiner Bestzeit entfernt blieb. In Emstek noch im ersten Fünftel gewesen, blieb er diesmal mit Rang 98 von 300 Läufern mal gerade im ersten Drittel. Von 22 M55ern kam er auf Rang 6. Glanzpunkt der Veranstaltung bot Andreas Kuhlen, einer der besten Mittelstreckler in Deutschland, über 5 km in 15:39. Mit dem Läufer, der aus Garrels stammt und für die LG Braunschweig läuft, hatte der Webmaster vor drei Jahren zusammen seinen C-Trainerschein in Hannover gemacht.. Kuhlens beste Zeit über 5000m auf der Bahn liegt indes sogar bei 14:40. Die Ergebnisse

EWE-Nordseelauf. 2 AK-Plazierungen für Daniel. Michael finisht Tour im ersten Fünftel. Ein Dutzend SWO-Tagesläufer dabei

Aus Schwarz-Weißer Sicht verlief der Nordseelauf 2011 ganz ordentlich. Zwar gab es mit Michael Schardt diesmal nur einen Tourläufer, aber insgesamt mit 17 Einzeletappenstarts deutlich mehr SWO-Teilnehmer als noch 2010. Im letzten Jahr hatte es vier Tourläufer gegeben (außer Michael noch Corinna Westendorf, Bianca Prang und Thomas Brandt) und fünf Tagesstarter: Udo Schäfftlein (Etappen 1+7), Manfred Lanfermann ( Etappe 7), Simone Stolle (Etappe 8) und Michel Douillard (Etappe 8). 2011 absolvierten Michel (Etappe 1+8), Simone (Etappe 8), Daniel Witte (Etappe 4 + 5) sowie Jonny Schachtschneider, Markus Brosam, Antje Lachmann, Heide Neefe, Kerstin von Hebel, Sabine Stein, Bettina Schachtschneider, Melanie Sander-Berg, Sandra Ohlenbusch, Anja Lichy-Peichert, Maria Burmeister und Karoline Burmeister je die Etappe 2. Simone hatte zudem für die 1. und 2. Etappe gemeldet, konnte aber aus Verletzungsgründen nicht starten; Claudia Müller konnte gleichfalls den Start bei der 2. Etappe nicht wahrnehmen.
Bei deutlich mehr Finishern als 2010 und einem ebenso deutlich höherem Niveau als im Vorjahr wurden 2011 in der Spitze und in den AK-Wertungen bessere Zeiten erreicht. Insofern ist die Verschlechterung des Gesamtplatzes von 45. auf den 63. für Michael nachvollziehbar. Auch in der Wertung M55 war er diesmal drei Plätze zurückgefallen von 5. auf 8. Hinzu kam, daß die klimatischen Bedingungen 2011 ungleich schwerer waren als 2010. Gleiches gilt für die Strecken. So blieb er mit einem Kilometerschnitt von 4:54 sieben Sekunden über dem des Vorjahres. Mit der Gesamtzeit von 6:16 Stunden wurde Michael von ca. 10 Starter aus Oldenburg dennoch deren schnellster und kam im ersten Fünftel der 350 Tourläufer an.
Bei den Tagesläufern konnte der für seinen Arbeitgeber und Sponsor (EWE) startende Daniel bei beiden Hitzeetappen jeweils den 7. Gesamtrang erreichen. Im Vorjahr hätten ihn seine Leistungen auf Rang zwei geführt. Damit konnte sich Daniel in etwa wie beim diesjährigen Ossiloop einordnen, bei dem er sechster wurde. Bei beiden Etappen konnte er den 2. AK-Rang in der männlichen Hauptklasse erlaufen.
Einen guten Schub nach vorne gelang Michel Douillard zwischen Etappe 1 und 8. Bei der ersten Etappe in Norddeich hatte er nach knapp 11 Kilometern noch fast fünf Minuten hinter Michael S. gelegen; bei der Wattetappe in Cuxhaven lag er sogar bis km vier vor dem Abteilungsleiter und am Ende nur wenige Sekunden dahinter. Simone war bei der Wattetappe vorsichtig gelaufen, um die Hüftverletzung nicht wieder aufbrechen zu lassen.
Einen SWO-Massenstart gab es bei der 2. Etappe. Da war Markus Brosam von den Gemeinnützigen Werkstätten "stolz auf sich", da er die Etappe durch den Sand unter 40 Minuten finishen konnte. Er wurde von seinem Onkel betreut, der in Varel im Triathlonclub aktiv ist. Im Vorfeld hatte er sich mit Trainingsläufen im Dangaster Sand vorbildlich auf Juist vorbereitet.
Als jüngste (und einzige) Starter ihrer Altersklasse hatten Jonny Schachtschneider (Schüler A) und Karoline Burmeister (Schülerinnen B) jeweils ihre Altersklasse gewonnen, während die anderen neun SWO-Starterinnen einen bewußt gemütlichen Lauf- und Strandnachmittag auf der Insel verbrachten.
Bei der zweiten Etappe hatte die große SWO-Gruppe ungefähr sechs Waschkörbe voll Picknickutensilien mitgebracht, die dann bei strahlendem Sonnenschein nach dem Lauf auf der Wiese ausgebreitet wurden und genüßlich zum Verzehr dienten, allerdings ohne Chance darauf, dies vollständig erledigen zu können. Sogar zwei echte Flaschen Jeverbier hatten die Damen dem Webmaster mitgebracht, schön verpackt als Geschenk mit Zierbändchen. Nun konnte der diese allerdings nicht gleich platt machen, da am Nachmittag noch eine zweite Etappe auf Norderney anstand. Dort wurde dies dann nach der erneuten Laufanstrengung an einem Tag nachgeholt, führte aber bei dem durstigen Mann dazu, daß der sich nach wenigen Schlucken dudeldick fühlte, schließlich verträgt ein sportlich erhitzter Körper weit weniger gut Alkohol als sonst, vor allem nicht, wenn das Gebräu durch Sonneneinstrahlung knapp dreißig Grad warm ist.
Den Mädels jedenfalls hatte der überaus früh von Oldenburg aus gestartete Ausflug sehr viel Spaß gemacht, welcher nach Wiederholung verlangt.
Am Ruhetag hatte Michael - wie viele andere Läufer auch - die Gelegenheit wahrgenommen und den Ausflug nach Helgoland mitgemacht, den die Reiseleitung angeboten hatte. wo im Mai der beliebte Helgoland-Marathon veranstaltet wird. Es war die beste Gelegenheit, die müden Knochen etwas zu regenerieren und etwas vom Laufen abzuschalten.
Hatten die vier Tourstarter 2010 noch eine schöne und geräumige Ferienwohnung für die Lauf-WG gefunden, gestaltete sich 2011 die Unterkunft für Michael nicht besonders. Er war in einer kleinen Pension in einem sehr kleinen Mansardenzimmer weit außerhalb von Esens in aller ostfriesischen Einöde untergebracht, wo es keinen Internetanschluß gab, der Bus nur alle paar Stunden fuhr und auch sonst sich keine Unterhaltung bot. Da konnte er schon von Glück sagen, daß er ohnehin sehr viel mit den Nordseeläufer unterwegs war und noch zwei andere Läuferinnen in seiner Pension in Neufastenhausen (wat fürn Name) untergebracht waren. Nach dem Quartierwechsel am sechsten Tag wurde es in Bremerhaven dann besser.
2010 hatte das SWO-Tourquartett bei acht Verlosungen nicht einmal Glück gehabt. 2011 war das ganz anders. Da war Michael einer der ersten Gewinner überhaupt und der erste, der sogar ein zweites Mal gezogen wurde. Aber einen zweiten Preis nimmt man nicht an, da andere auch in den Genuß eines Gewinns kommen sollen. Eines der beiden Mädel aus seiner Pension, mit denen er die meiste Freizeit verbrachte, zog sogar einen Hauptpreis, einen Reisegutschein für zwei Personen. Michael hatte sich mit einem großen Badetuch zufrieden zu geben, aber es steht auch noch nicht fest, wer die zweite Person des Wochenendes sein wird ...
Alles in allem hat der EWE-Nordseelauf wieder viel Spaß gemacht, jedoch wäre eine Teilnahme mit mehr Tourläufern und einer ähnlichen Unterkunftssituation wie vor einem Jahr zu bevorzugen. Beim SWO Quartett 2010 hatte sich der Nordseelauf als sehr nachwuchsförderlich erwiesen. Michael war ja der einzige der letztjährigen vier Mitstreiter, der zwischenzeitlich nicht in Begriff gekommen war, Elternteil zu werden. Nicht auszuschließen ist für 2012, daß es da genau umgekehrt sein könnte ...
Die Ergebnisse

Gerd Guhl schafft Überraschung. Schnellster Preuße beim Allgäuer Volkslauf in Leutkirch (17.7.11)

Die Strecke ist 10150 Meter lang und weist 125 Höhenmeter und ein ständig welliges Profil auf. Dennoch schlug sich Flachlandtiroler Gerd Guhl auf ungewohntem Terrain prächtig. Er kam als 128. von 203 Finishern im Mittelfeld an, wobei er eindeutig bester Preuße des ganzen Rennens wurde. Seine Zeit: 51:42. Im bajuwarischen Läuferumfeld ist aber besonders die M50er Altersklasse sehr gut aufgestellt. Da war Gerd mit Rang 21. von 25 Läufern wohl nicht ganz zufrieden. Daß er erventuell Schimpfkanonaden ausgesetzt sein könnte (etwa: "Saupreiß, verdammischter"), blieb aber aus. Wir sind gespannt, was Gerd, der unter seinem Nickname "Gigi" gestartet ist, so alles zu berichten hat. Vermutlich ist das schon auf Facebook nachzulesen.
Die Ergebnisse

Emstek: 2 AK-Siege und 1 x 3. Platz für SWO. 7 Oldenburger Läufer dabei (16.7.)

Den Auftakt in Emstek beim 19. Kirmeslauf bildete aus SWO-Sicht der Start über fünf Kilometer. Hier waren Frank Bartsch und Remi Altenberg unterwegs. Zum Zeitpunkt des Rennens war es unangenehme 24 Grad warm, und es herrschte eine sehr schwüle Witterung. Entsprechend schwer waren die Bedingungen bei dem eckigen, zweimal zu durchlaufenden Kurs. Frank hatte eigentlich eine Zeit von knapp unter zwanzig Minuten angepeilt; das war aber diesmal bei der fiesen Luft nicht ganz zu realisieren. Mit 20:09 Minuten war er dennoch bestens unterwegs und auch zufrieden. Er lief als 13. ins Ziel und wurde in M35 mit Platz drei belohnt. Remi hatte schon nach der ersten Runde abgewunken und bemerkt, daß es gar nicht so gut lief. In der zweiten Runde wurde er dann bewußt langsamer, verlor noch einige Plätze und kam auf eine 27:45. Das war heute nicht ganz sein Tag, denn 3 Minuten schneller war er schon im Mai gelaufen.
Als das Hauptrennen eine gute Stunde später gestartet wurde, da war es zwar immer noch etwas schwül, aber die Bedingungen schon deutlich besser, auch weil inzwischen einige Privatleute weitere Wasserstellen eingerichtet hatten. Michael Schardt wollte in seinem Jubiläumsrennen - es war sein 500. gefinishter Wettkampf - gerne eine gute Zeit laufen und vielleicht ganz knapp unter 46 Minuten bleiben. Dazu hatte er in Person von Frank Bartsch einen Pacemaker "engagiert", der ihn auf Runde eins erstmal seinen Rhythmus finden lassen und sich dann langsam an die Seite von Michael begeben sollte. So geschah es dann auch. Nach einem etwas flotten ersten und zweiten km pendelte sich das Tempo dann ein. Als hinten heraus ab km 7 nicht mehr so viel bei Michael ging, da konnte Frank ihn noch einmal motivieren. Mit 45:53 wurde dann das Ziel sogar knapp erreicht, was zwischenzeitlich schon in weite Ferne gerückt war. Ohne Franks Schrittmacherdienste jedenfalls wäre das Unterfangen nicht gelungen. Michael siegte in M55 und wurde 35. in GW (von 135 Finishern). Frank hatte nach dem schnellen Fünfer absolut keine Probleme, Michaels Tempo mitzugehen. Freundlicherweise ließ er seinen Schützling am Schluß noch vor. Frank lief 45:54 und wurde 6. in M35.
Schnellster SWOer und Sieger in M60 wurde erwartungsgemäß Heinz Reinmold, der zwar für Lauflabor Oldenburg vorangemeldet war, aber sich am Veranstaltungstag für einen Start für SWO entschieden hatte. Heinz war in Anbetracht der Witterung vorsichtig gestartet, konnte ein sehr ausgeglichenes Rennen hinlegen und am Schluß sogar noch etwas zulegen. Er finishte in 44:39 als 25. in der Gesamtwertung. Damit war er nicht nur Sieger der M60, sondern auch schneller als der schnellste M55er. Auch der schnellste M70er, Horst Frense, lief noch ganz knapp vor dem schnellsten M55er ein. Alter, so scheint es, schütz vor Schnelligkeit nicht.
Einen leichten Trainingsrückstand gegenüber der Zeit seines Wien-Marathons konstatierte Udo Schäfftlein, der sich noch gerne das VR-T-Shirt dieser Runningserie erobern möchte. Er lief etwa in der Mitte des Paletons ein und verfehlte die 50er Marke nur knapp. In 50:24 kam er über die Zielmatte gesaust. Als weiterer SWO-Vertreter war Mike Hesse ins Rennen gestartet. Er hat wie Heinz und Michael damit noch eine weiße VR-Cup-Weste, da er schon in Thülsfeld dabei gewesen war. Mit 53:19 lief Mike ein solides Rennen und in M55 auf Rang 4.
Insgesamt ein kleiner, aber feiner Auftritt der Oldenburger in Emstek.
Die Ergebnisse

Erstmals gewinnt mit Erik Haucken ein SWO-Kid einen Volkslauf. SWO-Teampokal zum 3. Mal hintereinander gewonnen. Auch schnellste Mannschaft über 5km an die Schwarz-Weißen. Dazu reichlich PB und AK-Plazierungen 2.7.11)

Die überaus positive Bilanz, die vom Volkslauf in Wardenburg für Schwarz-Weiß Oldenburg zu ziehen ist, sollte man relativiert sehen. Denn der Sommerlauf ist von der qualitativen wie quantitativen Seite her nicht zu vergleichen mit dem Lauf von Löningen beispielsweise. Zumindest sollte man die AK-Plazierungen nicht überbewerten; zuweilen gelangt ein dritter Platz nur deshalb zu einer Ehrung, weil nur vier Läufer am Start sind oder drei. Anders sieht es freilich mit gelaufenen persönlichen Bestzeiten aus. Die sind ja in gewisserweise absolut und stehen in keiner Beziehung zur sonstigen Besetzung eines Lauf. Natürlich ist eine Bestzeit dann höher zu bewerten, wenn der Läufer schon zwanzig Rennen über diese Distanz absolviert hat, als wenn nach einem Debüt eine Bestzeit folgt.
An erster Stelle hervorzuheben ist der Gesamtsieg des 10jährigen Erik Haucken im Lauf über 1,5 km. Er ließ alle 73 Kinder, teils ein, zwei Jahre älter als er, hinter sich. Es war das erste Mal gewesen, daß ein SWO-Kid einen Kinderlauf für sich entscheiden konnte. Der Junge benötigte 5:35, was erstaunlichen 3:43 Minuten auf dem Kilometer entspricht. Mit dabei war auch Nele Schröder, die nach zwei Sportkämpfen in der gleichen Woche es eher langsam angehen ließ.
Mit 33 Akteuren in Wardenburg stellte das Team von der Auguststraße beim 3. Sommerlauf zum 3. Mal die teilnehmerstärkste Mannschaft. Den großen Pokal durfte Delegationsleiter Gerd Guhl später in Empfang nehmen. Daß es noch einen zweiten Teampokal für den SWO gab, ist den Startern über 5 km zu verdanken. Hier wurden die Zeiten von Luisa Levold, Roman Berg, Heide Neefe und Andreas Koch gewertet. Luisa wurde 4. Frau und Siegerin der C-Schülerinnen (23:44), Roman stellte in 24:20 eine um 3 Minuten schnellere PB auf, Heide (24:53) wurde wie schon in Löningen 2. in W50, und Andreas lief in 25:05 ebenfalls so schnell wie noch nie. Als fünfte im Bunde fand Sabrina Biondis Zeit von 32:54 zwar nicht mehr in die Teamwertung, aber auch sie war schneller als je (32:54) und wurde mit dem 3. Platz in W30 belohnt.
Auch der zweite Platz in der Mannschaftswertung wurde eine Angelegenheit des SWO. Denn die Trainingsgruppe der Gemeinnützigen Werkstätten waren auch mit vier Läufern ins Ziel gekommen. Hervorzuheben ist der insgesamt schnellste Mann des SWO, Wladimir Karpenko, der bei seinem Debüt gleich eine Zeit von 21:47 hinlegte und 3. in der männlichen Hauptklasse wurde. Daneben trugen Markus Brosam in neuer PB von 27:21, Hubertus Hecklinger in PB von 27:57 und Maik Hollwege (29:51) zum zweiten Mannschaftsplatz bei. Hubertus wurde 3. in M35.
Beim Halbmarathon gab es aus SWO-Sicht dramatische Momente. Kerstin von Hebel war irgendwie schon sehr nervös ins Rennen gegangen. Einerseits wollte sie endlich unter zwei Stunden laufen, andererseits hatten die universitären Abschlußprüfungen und die Abschlußarbeit zuletzt viel Substanz gekostet. Das Unterfangen hätte aber eigentlich bei den guten äußeren Bedingungen kaum besser sein können, da sie mit Manfred Lanfermann einen sehr erfahrenen Begleiter hatte und auch der offizielle Pacemaker für 1:59 ein SWO-Mann war, Christian Willenbrink. Schon kurz nach dem Start gingen Kerstin aber die Schuhbänder auf, was sie schon ziemlich in Aufregung versetzte. Dann ging es erstmal gut, so bis km 15, aber dann fühlte sie sich urplötzlich saft- und -kraftlos. "So, als wenn mir jemand den Stecker rausgezogen hätte." Irgendwie ging dann erstmal gar nichts mehr, wie sie berichtet. Manfred bemühte sich nach besten Kräften um sie: Schocklage, Getränke, Banane und der heftige Rückruf des Pacemakers Christian, der ja eigentlich eine andere Aufgabe hatte. Als Kerstin dann wieder einigermaßen erholt war, konnte Christian wieder zurückgeschickt werden, der seine Gruppe wieder einholte und in genau zwei Stunden ins Ziel brachte. Manfred blieb bei Kerstin und ging mit ihr dann einige hundert Meter zu Fuß. Die letzten km sind sie dann doch noch gejoggt und in 2:09 ins Ziel gekommen. Daß Manfred aus der Runningcupwertunge fliege wegen ihr, das hatte Kerstin dann doch nicht gewollt und sich mit ihm noch über die Strecke geschleppt.
Ganz weiter vorne kam es zu interessanten Positionskämpfen zwischen drei SWOern. Der inzwischen wiedererstarkte Friedhelm Schmidt (1:42:42), Horst-Dieter Ogiewa (1:43:20) und Andreas Piepgras hatten sich mehrmals in der Führung abgewechselt. Irgendwann war Friedhelm an die beiden zunächst vor ihm liegenden herangelaufen und war bei Dieter geblieben, als der Druck machte. Führungsarbeit hatte er weitgehend Dieter alleine leisten lassen, aber beide konnten sich knapp von Andreas absetzen. Zwei Kilometer vor dem Ziel merkte Friedhelm, daß heute noch mehr gehe und legte eine Schippe drauf. Das war für Dieter dann aber nicht mehr zu halten. Auch sein Vorsprung auf Andreas war leicht geschmolzen, aber im vereinsinternen M55er-Duell behielt er am Ende noch mit fünf Sekunden Vorsprung die Oberhand. Als Andreas seinen bekannten Schlußspurt anzog, war es schon zu spät. Ergebnisse dieser gegenseitigen Anspornerei: Dieter steigerte seine Bestzeit um eine Sekunde, Friedhelm verpaßte seine um eine Sekunde, war aber vier Minuten schneller als eine Woche zuvor in Löningen, und Andreas verbesserte sich sogar um 90 Sekunden. Und noch ein Ergebnis: AK 2. wurde Dieter, AK 3. Andreas. Da sich auch Michael Bamberger um vier Minuten auf 1:51 verbessern konnte, war Wardenburg ein ganz starker Auftritt der M55-Riege des SWO.
Noch weiter vorne kam Ali Schachtschneider als schnellster SWOer zu einer überragenden Verbesserung im Halbmarathon. Er hatte 1:48:59 zu Buche stehen, was sicher etwas unter seinen Möglichkeiten liegt. Nach der enormen Steigerung der 10er Zeit in den vergangenen Wochen auf 42 Minuten (Dangast), war er in Wardenburg um nahezu elf Minuten schneller als je. 1:38:10 seine Zeit. Damit wurde er 21. in der Gesamtwertung. Angesprochen, wie er sich so verbessern könnte, meinte er: "Alles das Zuschauen beim Bahntraining." :-)
Mit dabei waren noch Gerd Guhl (1:46:44) und Antje Lachmann (1:53:18), die in etwa ihre Zeit von Löningen bestätigten. Antje wurde 3. in W45. Und auch Kerstin wurde noch für ihren Durchhaltewillen belohnt. Sie wurde 2. in W30 und ließ noch eine Altersgenossin hinter sich.
Auch beim Lauf über 10 km hatte der SWO einen Pacemaker gestellt. Ray Brown, der in den letzten Monaten oft zu Läufen angemeldet war, aber nie lief, wollte eine Gruppe unter eine Stunde bringen. Das gelang. Am Ende war er in 58:28 ins Ziel gekommen. Eine Läuferin, für die das eine Orientierung gewesen wäre, war aber so gut drauf, daß sie Ray enteilte. Sabine Stein (bisher 1:02) hat der Ehrgeiz gepackt. Sie konnte sich auf 56:48 steigern. Das war eine von 4 PB von insgesamt 12 SWOern.
Vorne lief Axel Schneider mit 37:21 erneut eine persönliche Bestzeit. Es war die vierte innerhalb von sechs Wochen. Bei den niedersäschsichen Meisterschaften war er Anfang April erstmals unter 38 Minuten gelaufen, dann stellte er in Hamburg in 2:55 eine neue PB im Marathon, und in Löningen in 1:21 eine im HM auf. In Wardenburg wurde er Gesamtvierter und wieder 1. in M50. Gar nicht so weit davon entfernt lief Olli Oltmanns in 39:18 erstmals unter vierzig Minuten, worüber er sich besonders freute, da seine Zeit in Nordenham kaum schlechter war, aber nicht in die Wertung einging. Olli wurde in der starken Konkurrenz der M35 mit Bronze belohnt. Zum zweiten Mal in diesem Monat blieb Norbert Schulte unter 45 Minuten. Er konnte sich gegenüber Marienhafe um neun Sekunden auf 44:50 steigern. - Zwischen Olli und Norbert kamen Thomas Brandt und Felix Levold zu mehr als respektablen Ergebnisse. Thomas finishte in 41:54, Felix knapp eine Minute später in 42:47.
Im Rahmen ihrer derzeitigen Form liefen zudem noch Ole Schröder in 47 Minuten und Sabine Schenk und Frank Steltenpohl in 51 Minuten ein. Frank verliert unterwegs immer einige zehn Sekunden, weil er die Getränkestände ausgiebig nutzt. Sehr gut, aber auch etwas unglücklich lief es für Mike Hesse. Er hatte seine PB nicht mehr auf dem Schirm, sonst hätte er sich am Schluß noch etwas gesputet. Denn er blieb in 51:55 nur eine Sekunde darüber, meinte aber nach eigenem Bekunden, noch einiges mehr drauf gehabt zu haben, hatte sich aber an Frank orientiert und ihn nicht überholt. Einen Podest knapp verpaßt hatte in ihrem letzten W35er Jahr Melanie Sander-Berg in knapp 54 Minuten.
Mit Wardenburg liegt vorerst der letzte Wettkampf hinter uns, an dem eine Großzahl von SWOern teilnahm. Nun gibt es während der Ferien fünf Wochen nur vereinzelte Einsätze. Der nächste Lauf, wo es wieder mehr sein werden, ist die 5x10km Straßenstaffel mit wohl drei Männermannschaften und zwei Frauenmannschaften sowie vielleicht einem Mixed-Team.

Axel Schneider vorne, Heide Neefe Vizemeisterin in Löningen. Roman Berg korrigiert HM-PB. Auch Mike Hesse und Michael Bamberger unter Schallgrenze. Sieben persönliche Bestzeiten von SWOlern im Hasetal. (25.6.11)

Als der 16jährige Jan Malte Kunkel in Eversten beim diesjährigen Brunnenlauf erst das zweite Mal über 10 km an den Start ging, da war der Rennaufbau noch lange nicht optimal. Außerdem verhinderte die Hitze, das Jan seine Debützeit von 44 Minuten beim Brunnenlauf nicht erreichte. Zufällig war das in Löningen dann anders. Dort herrschten nicht nur gute klimatische Bedingungen zum Laufen, sondern in M60er und Trainingssparringspartner Heinz Reinmold fand der flotte Junge eine geeignete Orientierung, um ins richtige Tempo zu kommen. So hängte er sich an Heinz, der auf einem Kurs um die 42 Minuten war und auch lief. Auf den letzten ein, zwei Kilometern konnte Jan dann sogar noch einmal seinen Tempomat anwerfen und Heinz abschütteln, der ihn auch gerne ziehen ließ, ohne selbst ganz ans Limit gehen zu wollen. Für Jan sprang am Schluß eine Zeit knapp unter 42 Minuten heraus, eine tolle neue Bestzeit. Jetzt hat der junge Mann sich schon die nächste Orientierungsperson und -Zeit ausgesucht: Michael Ibelings und unter 40 Minuten.
Mit 41:43 war Jan der schnellste der neun SWO-Starter über 10 km beim Löninger Lauf auch der jüngste, verpaßte aber als 4. in Jugend-B einen Podestplatz. Dahinter sah man Horst-Dieter Ogiewa in 46:55 nicht ganz zufrieden einlaufen. Seine zuvor und auch danach gelaufenen Zeiten über 10 Meilen und HM in Großenkneten und Wardenburg hätten wohl einen etwas flotteren 10er erwarten lassen, vor allem hatte er das für sich selbst erhofft. So haderte er auch etwas mit sich, zumal auch ihm mit dem 4. Platz in M55 der Podestplatz knapp entwichte. Vielleicht fehlen Dieter auch die sonst üblichen Tempoeinheiten auf der Bahn. Keinesfalls haderte aber Michael Bamberger mit seinem Lauf über 10 km. Schon desöfteren war er vergeblich gegen die Marke von 50 Minuten angelaufen, zuletzt beim unglücklichen Nordenhamer Lauf, wo er wie viele nicht gewertet wurde. Schon da war er auf einem 48er Kurs gewesen. Auch bei anderen Rennen, z. B. allen Ossiloop-Etappen, lag er deutlich unter der 50er Marke. In Löningen platzte nun endlich der Knoten. Michael lief in 48:07 ein. Und beim nächsten Mal soll es auch unter seinem eigenen Namen gelingen. In Löningen hatte er noch ein Pseudonym geführt.
Mit jeweils 51:00 Minuten beendeten Heide Neefe und Sabine Schenk das Rennen, sie waren auf Frauenart zusammen unterwegs gewesen und ins Ziel gelaufen. Heide war damit nahe an ihre PB gelaufen und konnte in einem stark besetzten W50er Feld den zweiten Platz erreichen. Das ist einer von nur zwei Podestplätzen des SWO. Sabine wird ebenfalls mit 51 Minuten zufrieden gewesen sein, denn richtig trainieren kann sie immer noch nicht, und damit auch noch nicht an alte Leistungen anknüpfen. Kurz hinter den beiden kam Andreas Koch in einem für ihn guten Lauf dreißig Sekunden später ins Ziel.
In Sichtweite hatte Andreas immer für Olli Oltmanns und Louisa Lübkemann gelegen, die in 51:46 gemeinsam über die Zielmatte liefen. Hintergrund: Louisa wollte ihre Bestzeit steigern, und Olli stellte sich als Pacemaker in den Dienst der Sache. Für beide war es auch der Debütlauf für den SWO, wenn man mal Ollis Start in Nordenham ausklammert. Louisa jedenfalls konnte ihr Ziel deutlich erreichen. Auch Kerstin von Hebel war mit der gleichen Maßgabe unterwegs, ihre PB zu unterbieten, nur daß sie keinen Zugläufer hatte, sondern nur eine Zielzeitvorgabe, in einem Schnitt von 5:17 zu laufen. In 53:14 war sie dann auch 40 Sekunden schneller als noch in Schortens.
Erstmals seit Bestehen des SWO hatten wir 2011 keinen Marathonläufer in Löningen am Start, erstmals aber ein Mädel beim Schülerlauf. Amelie Kunkel hat die 1,8 km lange Strecke in acht Minuten absolviert und damit bei den Mädchen einen Platz im ersten Drittel erreicht.
Stärkstes Kontingent stellte der SWO im Halbmarathon. Von den insgesamt 21 Akteuren starteten derer 11 über diese Distanz. Dabei gab es immerhin vier Bestzeiten, die allesamt bemerkenswert sind. Vorne konnte Axel Schneider trotz der vielen Kenianer auf einen hervorragenden 19. Gesamtplatz laufen. Er verbesserte seine PB um 24 Sekunden auf 1:21:52 und war damit unter fast 100 Läufern seiner Altersklasse (M50) schnellster. Ein Sieg also für ihn. Neue persönliche Bestzeit seit seinem Übertritt zum SWO erreichte auch Frank Bartsch in sehr guten 1:32. Damit war er nahezu drei Minuten schneller als in Wilhelmshaven im Mai.
Neue PB im jeweils erst zweiten Halbmarathon erreichten Roman Berg und Mike Hesse. Der erste korrigierte seine im tiefen Schnee gelaufene Debützeit aus dem vorigen Dezember; letzterer die vom Oldenburger Citylauf. Roman steigerte sich von 2:08 auf 1:53, obwohl er 16 Stunden zuvor noch über 10km in Dangast angetreten und flott unterwegs gewesen war, und Mike von 2:00 auf 1:57. (Roman hatte für seien Bestzeit auch ein Pseudonym gewählte :-) Beide hatten in Löningen je einen Begleiter. Mit Roman lief Manfred Lanfermann die gleiche Zeit wie dieser, mit Mike kam Frank Steltenpohl ins Ziel. Manfred wird im Oktober wieder Marathon laufen in Oldenburg; Frank wird dort sein Debüt über die Langdistanz versuchen.
Wiedererstarkt präsentierte sich in Löningen Felix Levold, der inzwischen seine beiden Marathonabbrüche von Hamburg und Salzkotten überwunden hat und nahe an seine beste HM-Zeit heranlief. Die Uhr blieb für ihn bei 1:34 stehen. Dirk Hanneken hadert offenbar immer noch mit seinem Mißgeschick von Hamburg. Er hatte eigentlich in Löningen (oder Wardenburg) laufen wollen, hat dies aber jeweils nicht umgesetzt.
Mit ordentlichen Leistungen, die aber etwas von den Bestzeiten entfernt liegen und als Aufbaurennen betrachtet werden können, hatten sich Gerd Guhl (1:45), Friedhelm Schmidt (1:46) und Ole Schröder (1:49) in Szene gesetzt. Als einzige Frau im SWO-Halbmarathonteam fehlten Antje Lachmann nur wenige Sekunden an der PB. Hier wird man ihr beim nächsten Start einen vereinseigenen Pacemaker an die Seite stellen. Denn die 1:52 von Löningen liegen zwei, bis drei Minuten hinter dem, was Antje eigentlich zur Zeit drauf hat, nämlich eine Zeit von unter 1:50.
Die Ergebnisse

Remi Altenberg mit zwei AK-Siegen in Aalfeld. Neuer Vereinsrekord im Kugelstoßen (12.7.11)

Remigius Altenberg war beim 7. Feriensportfest in Aalfeld als Kampfrichter im Einsatz. Diese Gelegenheit nutzte er, beim Kugelstoßen (7,26 kg) und Speerwurf (800g) mitzumachen. Schon vor Wochenfrist war er in Schortens in beiden Disziplinen angetreten mit dem Ziel, die aktuellen Vereinrekorde von Ole Schröder anzugreifen. Das gelang zunächst nicht, und in Aalfeld nur im Kugelstoßen. Er stieß 36 cm weiter als Ole und erfüllte damit die Kriterien des Sportabzeichens. Beim Speer blieb Remi fünf Meter hinter Oles bester Leistung. Dennoch schaffte Remi in beiden Disziplinen den Sieg der M30er Klasse und war auch besser als die M35er. Nur die älteren und erfahreneren Werfer waren besser. Unterdessen hatte Ole im Juni schon den Vereinrekord in die Höhe geschraubt und auch seinen von ihm gehaltenen Weitsprungrekord verbessert. Die Ewige Bestenliste (ganz nach unten Scrollen).
Die Ergebnisse

650 Prozent Teilnehmerzuwachs. In Kampe holt Frank Bartsch am Küstenkanal Sieg in M35 (2.7.11)

Der inzwischen 31. Küstenkanallauf in Kampe wartete 2011 mit einer Neuerung auf. Es wurde über die beiden Langstrecken nicht mehr die große Runde durch die Felder gelaufen, sondern alle Läufe folgten der üblichen Runde der 5 km Läufer. Tatsächlich ist diese Runde aber 5,5 km lang. Während für die Langstrecker der Start nach vorne verlegt wurden (Sieger 2011 wie immer: Frank Themsen), blieb er für die 10,7 km Läufer an der üblichen Stelle. dadurch hatten sie 11,0 km zu laufen. Einziger Starter des SWO war Frank Bartsch, der es "diesmal etwas langsamer angehen ließ", was bei ihm immer noch eine 48:11 bedeutet. Damit wurde er unter 39 Finisher vierter, nicht unweit vom Sieger. Von fünf M35er hatte er die Nase vorn. Im Gegensatz zu 2010, wo auf drei Strecken nur zwölf Läufer ins Ziel gekommen waren, "explodierten" die Zahlen 2011: es gab 78! Finisher. Das sind 650 Prozent Zuwachs :-) Fazit von Frank: "Alles in allem eigentlich ganz gut organisiert, lediglich bei den km-Angaben war die Reihenfolge vertauscht."
Die Ergebnisse

Vierblättriges SWO-Kleeblatt beim Fuchsienlauf in Ihlow. Michael S. AK-Dritter (2.7.11)

Mit je zwei Läufern und zwei Fotografen war der SWO beim überraschend hochfrequentierten 7. Fuchsienlauf vertreten. Antje M. und Thomas S. schossen über 2000 Bilder für ihre Fotohomepage, die es ab Sonntag zu bewundern gibt; Andreas Koch und Michael Schardt vertraten den Verein läuferisch. Dabei startete Andreas über 5km und erreichte einen Platz im ersten Läuferdrittel. In 25:35 bestätigte er seine gute Form der letzten Wochen. Platz 129 unter 291 Läufern und in M40 im Mittelfeld. Michael lief über 10 km und kam nach 46:35 als 3. unter 13 M55er ins Ziel. Er war recht ausgeglichen gelaufen, wollte nicht ans Limit gehen nach den 8 Nordseeetappen und einer Regenerationswoche und legte Wert auf einen gleichmäßigen Verlauf. Beim 10er waren 233 Läufer am Start, und insgesamt wohl an die 800 Läufer inklusive der vielen Schüler, was wirklich erstaunlich ist für ein so kleines Dorf. Eine super schöne, genaue Strecke um einen See, ein tolles Drum und Dran und richtig viele Zuschauer im Zielbogen (300-400 Leute) des zweimal (5km) bzw. dreimal (10km) zu durchlaufenden Kurses bei angenehmen Temperaturen ließen den Lauf zu einer tollen Sache werden. Während die Fünfer es noch etwas warm hatten, waren die Zehner schon mit angenehmeren Bedingungen beglückt worden. Ein Laufreport ist in Arbeit. Die Ergebnisse

41:59! AK-Silber für Frank Bartsch in Rechtsupweg (26.6.11)

Über 10km lief SWO-Starter Frank Bartsch bei etwas windigen Verhältnissen über 10 km 41:59. Er war bei der 4. Auflage vom Dröschkelauf gestartet, der parallel zum Wardenburger Sommerlauf stattfand. Damit konnte er sich den 2. Platz in der M35 Wertung sichern. Insgesamt waren nur 25 Läufer im Ziel, darunter nur eine Frau. Frank wurde in der Gesamtwertung sechster. Die Ergebnisse

SWO-Kids mit drei Einsätzen in fünf Tagen und vielen neuen Bestleistungen (28.6.11)

Bericht von Daniela Radspieler-Schröder

"Eine sportliche Woche mit ganz unterschiedlichen Bedingungen liegt hinter unseren Kids. Was das Wetter nicht schaffte, schafften aber unsere Jüngsten - sie waren wieder super!
Den Beginn des Wettkampf-Marathons machte der Mehrkampftag am Dienstag in Wilhelmshaven. Hier starteten bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad: Marie, Luisa, Nele, Franzi und Luca, unsere alten Hasen und unsere Neuzugänge bzw. unsere Kids mit bislang keiner Wettkampferfahrung: Cosima, Amelie, Pia, Jule und Maja. Trotz der schweren äußerlichen Bedingungen erzielten unsere Mädchen und unser Hahn im Korb (Luca) viele neue Bestleistungen und gute Platzierungen.
Marie und Luisa versuchten sich das erste Mal im Vierkampf und wurden mit Platz 1 und 2 belohnt. Marie gewann zudem den Dreikampf der C-Schülerinnen (W10). In der gleichen Altersklasse belegte Luisa den 4. Platz und Cosima, die erst seit einigen Wochen bei uns trainiert einen tollen 5. Platz. Franziska wurden für ihren Trainingsfleiß belohnt und steigerte sich im Weitsprung auf gute 3,40m. Auch ihr Ball flog weit und landete bei 18,50m. Nele steigerte ihre Gesamtpunktzahl auf 822 Punkte und belegte am Ende den 3. Platz bei den D-Schülerinnen. Luca wurde sehr guter 2. bei den D-Schülern der Altersklasse M07. Er verbesserte nicht nur seine Gesamtpunktzahl im Dreikampf, sondern auch seine Bestleistung im Weitsprung auf 2,99m. Sein Ball flog starke 25m weit. Amelie, Pia, Jule und Maja beendeten ihren ersten Dreikampf und konnten mit ihren erzielten Leistungen zufrieden sein.
Unter ganz anderen Wetter-Bedingungen starteten die SWO-Kids dann zum zweiten Mal in der letzten Woche in Friedrichsfehn. Kalte Temperaturen und ein Regenschauer zu Beginn begleiteten diesen Mehrkampftag. Hier vertraten unsere Farben: Marie, Luisa, Nele, Franzi und unsere Jüngste: Vivianne Schachtschneider. Auch wenn die äußeren Bedingungen ganz andere waren, so waren die Ergebnisse fast die gleichen. Marie gewann erneut den Dreikampf. Luisa wurde 2. Beide erhielten für ihre Leistungen das Mehrkampfabzeichen in Gold. Ebenfalls das goldene Abzeichen erhielt Nele, die mit 845 Punkten eine neue PB erzielte und dabei ihre bisherige Bestmarke im Weitsprung um 17 cm auf 3,26m verbessern konnte. Vivianne und Franziska erhielten das Abzeichen in Silber und zeigten besonders im Werfen starke Leistungen. Vivianne, die erstmals einen Dreikampf absolvierte konnte mit erzielten 536 Punkten stolz nach Hause fahren. Franziska warf den Ball das erste Mal 20m weit.
Gleich am nächsten Tag (Samstag) waren Nele und Luisa schon wieder in ihren schwarzen neuen Trainingsjacken unterwegs und nahmen am Wardenburger Sommerlauf teil. Nele trat mit der Startnummer 1 beim 1,5km langen Kinderlauf teil, lief einen lockeren Trainingslauf und belegte einen 5. Platz in ihrer AK. Luisa ging über 5 km an den Start und belegte souverän den 1. Platz in ihrer Altersklasse. Insgesamt wurde sie 4. Frau über diese Strecke und war gleichzeitig auch schnellste Teilnehmerin unseres Vereins über 5 km. Am Ende nahm sie auch den Pokal für die schnellste Mannschaft auf dieser Strecke entgegen."
Unangefochtener Sieger im Kinderlauf in Wardenburg wurde SWOer Erik Haucken mit neuem Streckenrekord in 5:35 Minuten

HM in Hamburg: Leonie von der Ohe steigert ihre PB in 1:44:05 um fast vier Minuten. Platz 2 der Ewigen SWO-Liste (3.7.11)

Unter 426 Läuferinnen der WHK konnte Leonie von der Ohe für Schwarz-Weiß Oldenburg den 22. Rang bei einem der größten deutschen Halbmarathons in Hamburg erringen. Insgesamt kamen 1324 Frauen ins Ziel. Leonie belegte einen tollen 61. Platz in diesem großen Feld, das vorne fünf Afrikanerinnen sah. Die 20jährige Oldenburger Studentin verbesserte in 1:44:05 damit ihre persönliche Bestzeit um fast vier Minuten und setzt sich damit an die Spitze der Frauen-HM-Bestenliste 2011 des SWO vor Heike Greis. Es ist gleichzeitig nach Antje Günthners Vereinsrekord die zweitbeste je für den SWO gelaufene Zeit. Insgesamt waren neben den 1324 Frauen auch 2967 Männer ins Ziel gekommen, damit gab es 4291 Finisher. Leonie, die auch noch einen Bericht für unsere Homepage liefern wird, wurde 738., Männer inklusive. Die zweite Starterin, Sabine Yvonne Gabbert, war offenbar nicht am Start oder kam nicht ins Ziel. 
Die Ergebnisse
Leonie berichtet:
"
Am vergangenen Sonntag lief Leonie von der Ohe in Hamburg den Halbmarathon so flott wie nie, nämlich in 1:44. Zu dem Lauf hat sie ein paar Eindrücke formuliert: 
"Ende der letzten Semesterferien kam der Anruf eines guten Freundes: "Ja, ich bin dabei. Du hast keine Chance." Diese Aussage nahm ich als Herausforderung an, und in den folgenden Monaten bereiteten wir uns gemeinsam auf den Halbmarathon in Hamburg vor. Unser Trainingsplan sah folgendermaßen aus: Ein- bis zweimal pro Woche ist jeder für sich allein circa eine Stunde gelaufen, mittwochs trainierten wir auf der Bahn in Wechloy auf Tempo, und am Wochenende waren lange Läufe angesagt. Sonnenschein bei fast 30 Grad und starker Regen sowie Wind bei circa 15 Grad variierten unsere Läufe dabei sehr. Die Vorbereitungszeit verging wie im Flug, und der 3. Juli rückte immer näher. Da der Start am Sonntag um 10 Uhr war, waren wir bereits am Samstagabend angereist. Als wir am Hauptbahnhof in Hamburg ankamen, reichten die 50 Meter zur U-Bahn Station, um klitschnaß zu werden. Das Wetter spielte verrückt, und es wehte ein starker Wind. Am Sonntagmorgen verbesserte es sich dann glücklicherweise etwas; was heißt verbessert. Die Bedingungen waren meines Erachtens nach optimal: 20 Grad, leichter Nieselregen und wenig Wind. Um 8:30 Uhr kamen wir bereits an der Reeperbahn an, aßen beide noch eine Banane, und dann ging’s los.
Die ersten 7 km lieferten wir uns ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen (ungefähr ein Schnitt von 4:30). Ab dem 7. Kilometer merkte ich aber, dass ich dies nicht durchhalten konnte, wurde langsamer, und innerlich hatte ich den Sieg schon abgeschrieben. Ich fiel immer weiter zurück, aber kurz nach dem 19 km-Schild sah ich meinen Konkurrenten wieder, und bis zum 20. km liefen wir nebeneinander her. Kurz nach dem 20. km, man sah das Ziel schon, nahm ich noch einmal alle Kraft zusammen und gewann letztendlich doch noch ganz knapp, indem ich einen Sprint einlegte. Ganz nach dem Motto: "Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt." Am Ende waren wir aber, Wette hin oder her, beide stolz auf uns ..."
Die Ergebnisse

Robert Bondzio lief beim Trierer HM bei großer Hitze 1:52. Freundin Silke mußte aufgeben. (2.7.11)

Robert berichtet:

"Keine Frage - die Strecke hat ihren Reiz. Porta Nigra, Kaiserthermen, die Römerbrücke über die Mosel und noch viel mehr historische Substanz, die man so im Vorbei- und Überlaufen besichtigen kann; außerdem ein fast ein Kilometer langer Zieleinlauf durch die Innenstadt, mit der Porta im Blick und dank zeitgleichem Stadtfest reichlich Zuschauern am Rand. Und doch - Trier ist einfach zu klein, um solch einen Sightseeing-Lauf bieten zu können. Zwei Runden kann man ja noch in Kauf nehmen, aber wenn die Strecke schließlich ins Industriegebiet abbiegt, fragt man sich schon, ob es nicht besser gewesen wäre, ein wenig mehr Höhenmeter in Kauf zu nehmen und damit etwas von dem landschaftlichen Reiz, den Trier ja ohne weiteres zu bieten hat, ins Spiel zu bringen. Man merkt, dass es dem Veranstalter unter Inkaufnahme der Nachteile darauf ankam, DIESE
Strecke bieten zu können, die er als "absolut eben und bestzeitentauglich" beschreibt. Mit den Augen eines Norddeutschen betrachtet, würde man wohl von einem welligen Profil sprechen und die Bestzeiten sind dann - jedenfalls ohne entsprechendes Training - nicht die, die man in der norddeutschen Tiefebene bei 12 Grad und Nieselregen
läuft. Denn so viel steht fest: wenn auch noch die Temperatur, so wie dieses Jahr, schon beim Start um 9:10 Uhr die 20 Grad-Marke überschritten hat, kann man sich bei Hanglagen ringsum und Fluss in der Mitte in Sachen Luftfeuchte auf so einiges gefasst machen. Alleine der Anstieg auf die alte Römerbrücke und die Steigungsstrecken auf dem Alleenring verlangen dem Flachlandtiroler zudem moralisch so einiges ab ... Wer da noch Luft findet, muss sie, ebenfalls wie die Straßen, auf denen er läuft, mit den Autos teilen, die einspurig vorbeigeleitet werden. Zu eng ist alles, als dass eine Vollsperrung für den
Durchgangsverkehr in Frage käme, zumal man ja zum Stadtfest will ... Im Zieleinlauf durch die Fußgängerzone spornen dann Würstchen- und Mandelduft beim Überspringen von Schläuchen und Umkurven unvorsichtiger Stadtfestbummler zu Höchstleistungen an. Insgesamt ein anspruchsvoller Lauf, wenn auch abschnittsweise mit Schwächen und schon wegen der Anreise von gut 5 Stunden nicht als Abwechslung zu hiesigen Läufen
empfohlen."
Die Ergebnisse. Ausführlicher Bericht auf www.laufreport.de

Daniel Witte siegt in Bad Iburg und schildert seine Eindrücke. Erster Sieg für SWO (24.6.11)

Schon im letzten Jahr hatte Daniel Witte beim kleinen Berglauf in Bad Iburg den sechsfachen Seriensieger Peter Igelbrink erstmals schlagen und seinen ersten Sieg überhaupt feiern können. Damals noch für VFL Kloster Oesede. Jetzt startete Daniel für den SWO und konnte seinen Vorjahressieg wiederholen, diesmal war Igelbrink aber auch am Start. Gleichzeitig verbesserte Daniel seinen Streckenrekord aus dem Vorjahr: für 10,2 km und 180 Höhenmete brauchte er 35:57 Minuten. Er berichtet:
"Hier noch ein paar Eindrücke vom Malteserlauf in Bad Iburg: Der Malteserlauf in Bad Iburg hat nun zum 8. Mal stattgefunden. Es ist eine relativ kleine Laufveranstaltung mit ca. 100 Teilnehmern beim Hauptlauf über 10,5 km. Die Streckenlänge liegt nach den GPS-Uhren aber eher bei 10,2 km. Die Erlöse werden immer für einen wohltätigen Zweck gespendet, dieses Mal nicht für ein afrikanisches Krankenhaus, sondern für die Jugendarbeit. Gleichzeitig nutzen die Malteser immer die Gelegenheit, ihr gesamtes Equipment mit Transportern, Notstromaggregaten, Quads, und vielem mehr auszuprobieren. Die Zeiten werden noch per Hand gestoppt, das klappt aber deutlich besser als in Nordenham.
Die Strecke für im südlichen Landkreis Osnabrück durch den Teutoburger Wald.
Und das war für mich als seit einem Jahr Oldenburger die größte Herausforderung. Auf den 10,2 km waren ca. 180 Höhenmeter zu bewältigen, die man bei einem Lauf in Oldenburg wohl niemals zu absolvieren hat. Die Strecke führt sowohl für geteerte Wege, Schotterwege als auch teilweise matschige Waldwege, aber die ganze Zeit durch den Wald. Gleich am Start geht es mit ca. 4 km Steigung los. Wer da schon sein Pulver verschießt, wird dann mit der letzten großen Steigung bei ca. 6 km zu kämpfen haben. Dannach ist's so gut wie geschafft und es geht fast nur noch bergab oder geradeaus, wie auf der 500m langenZielgeraden.
Im letzten Jahr konnte ich den Lauf in Abwesenheit des 6maligen Seriensiegers, Hans-Peter igelbrink, vom TV Georgsmarienhütte gewinnen. Der war natürlich dieses ahr bis in Haarspitzen motiviert und wollte nicht, wie schon in Hasbergen in diesem jahr, gegen mich den Kürzeren ziehen. Also wurde direkt vom Start Tempo gemacht, und wir liefen bis km 7 nebeneinander, den anderen Teilnehmern deutlich davon. Nach ca. 8,5 Kilometern konnte ich das Tempo ein wenig verschärfen, mich ca. 30m absetzen und den Lauf zum 2. Mal in Folge gewinnen.
Wer von Euch mal im Teutoburger Wald weilt, der sollte dort auch einmal einen Trainingslauf absolvieren. Es lohnt sich."
Die Ergebnisse

 

Dangaster Deichlauf mit denkwürdigen Ergebnissen für SWOer. Heike Greis siegt im Frauenrennen. Nils Riesenberg mit Hammer-PB. Auch Ali Schachtschneider und Melanie Sander so schnell wie nie. Einige Podestplätze, u.a. von Arno Backer (24.6.11)

Mit einem unerwartet guten Ergebnis startete ein Oktett des SWO in das Superlaufwochenende vom 24. bis 26. Juni. Mehr als zwei Jahre nach dem letzten SWO-Sieg in einem Frauenrennen durch die inzwischen zum Team Laufrausch gewechselte Antje Günthner konnte Heike Greis endlich wieder einmal einen Sieg in einem Volkslauf für die Läuferinnen aus dem Bürgerbusch einfahren. Der letzte Sieg überhaupt hatte im Juli 2011 Michael Schardt in Kampe errungen. In ihrer bisher zweitbesten je gelaufenen Zeit von 47:16 kam Heike vor Monika Baumann vom Tus Zetel ins Ziel, die noch beim Ossiloop jede Etappe vor ihr gelegen hatte. Hier zahlt sich nun erstmals der behutsame aber stringente Aufbau der Laufsaison für Heike aus. Nur in Ofen war sie mit 46:44 vor zwei Jahren einmal schneller gewesen. Selbstverständlich lag sie auch in der W45-Wertung vorne.
Auch die zweite Frau in Dangast schlug sich prächtig. Melanie Sander-Berg konnte den Sieg in W35 mit der besten je gelaufenen Zeit von 53:39 einbringen. Schon in Großenkneten vor Monatsfrist war sie eine neue PB gelaufen. In der Frauenwertung belegte Mela unter 15 Frauen Rang 7.
Daß der Dangaster Kurs zwar anspruchsvoll (Wind, Sand, Deiche) ist, aber auch äußerst schnell, das hatten die vergangenen Läufe bereits gezeigt. Auch in diesem Jahr kamen überraschende Werte zustande, insbesondere auch für die sechs Männer des SWO. Besonders herausragend ist dabei die neue PB von Nils Riesenberg in 43:06, die so überraschend gut ist, daß sie fast eine Erklärung verlangt, so als wären wieder Falscheinweiser im Spiel gewesen. Das aber war nicht der Fall. Ganz so weit von seiner bisherigen PB liegt die neue Zeit eigentlich gar nicht, die war beim Silvesterlauf 2009 in Nordenham mit knapp unter 45 Minuten aufgestellt worden. Seither und insbesondere in diesem Jahr konnte Nils aber nie mehr an diese Zeit anknüpfen aus beruflichen und familiären Gründen. So stehen zuletzt fast nur noch Zeiten von 50 Minuten plus zu Buche. Daß Nils allerdings zuletzt gut drauf war und ein intensives Marathontraining für Hamburg hinter sich brachte, ist bekannt, doch diese Leistungsexplosion von Dangast war möglicherweise sicher auch für ihn unerwartet.
Nils siegte in M30 vor dem weiteren SWOer Roman Berg, der in 49:35 auch an seine PB von Großenkneten heranlief, sie aber bis auf wenige Sekunden verfehlte. Lohn der Anstrengungen ist der 2. Platz in M30.
Nicht so unerwartet wie bei Nils sind die 42:43 von Albrecht (Ali) Schachtschneider. Er hatte bisher eine 47er Zeit stehen, seit er für den SWO läuft, war aber schon in früheren Rennen in diesem Bereich von 42er oder 43er Zeiten gelaufen. In Dangast war er schnellster SWOer vor Christian Willenbrink in 42:50. Während Christian wieder im Aufwind ist, nachdem er im Winter kürzer getreten war, kann von Ali in der zweiten Jahreshälfte noch einiges erwartet werden, insbesondere beim Marathon in Amsterdam, wo er erstmals unter vier Stunden bleiben möchte. Ein Leichtes angesichts seiner 10er Zeit, aber Marathon hat eigene Gesetze, wie seine früheren Läufe zeigten. Christian wurde mit seiner Zeit 3. in M45 und sorgte damit für einen von insgesamt sechs AK-Podestplätzen für den SWO.
In seinem ersten offiziellen 10 Kilometerlauf für den SWO erreichte Robert Sprenger eine saubere 47:00, was noch ein wenig besser ist als seine ohnehin guten Ossiloop-Durchgangszeiten, den er auch schon für den SWO bestritt. Heike und Robert hatten schon dort viele Kilometer Seite an Seite gelaufen; auch in Dangast war das der Fall, bis Robert sich am Ende etwas absetzen konnte. Zusammen gelaufen waren auch über weite Strecken die Berufskollegen (Richter) und Tischtennisspieler Ali und Christian, gefolgt von Nils. Die drei lagen am Ende ja nur wenige Sekunden auseinander und tauchen im Ergebnistableau hintereinander auf.
Arno Backer kam nach genau 55:01 ins Ziel, womit er sich den 2. Platz unter vier M55er und den 61. Gesamtrang sicherte. Es ist, soweit bekannt, die erste Podestplazierung von ihm und seit langem seine schnellste Zeit über 10 km.
Dangast ist kein großer Volkslauf. Nur 80 Athleten waren über 10 km am Start, davon 65 Männer. So ist den Plazierungen in den AKs nicht so hohe Bedeutung zuzumessen, als dies bei mittleren oder gar größeren Events der Fall wäre. Was aber nicht deutlich genug hervorgehoben werden kann, sind die guten persönlichen Zeiten aller acht Akteure. Eine von ihnen schildert ihre Eindrücke:

Heike berichtet über den Dangaster:

"Für die Teilnahme habe ich mich relativ kurzfristig entschieden. Robert (Sprenger) hatte mich dann schon nachgemeldet,  sonst hätte ich es gar nicht geschafft. Ich glaube, diese kurzfristige Entscheidung, ohne viel darüber nachzudenken, war gut. Nach dem Start bin ich dann immer direkt hinter Marion Baumann gelaufen, so daß ich die windige und am Freitag ziemlich regnerische Passage am Deich ziemlich gut gemeistert habe, so daß ich völlig durchnäßt war. Selbst in den Schuhen stand das Wasser.  Als wir dann das Kurhaus passierten, merkte ich, ich bin noch ziemlich gut drauf und habe dann Marion bei KM 6 überholt – vielleicht etwas zu früh, fühlte mich immer etwas verfolgt. Aber ich konnte das Tempo einigermaßen halten, und als ich um die letzte Kurve bog, sah ich Marion noch gut 100 m hinter mir. Da wusste ich: die holt dich nicht mehr ein.  Ich habe mich noch bei Marion bedankt, war alles okay. Das ich Erste war, wurde mir erst einige Zeit später klar, ich dachte, mich hätte eine (dunkelhäutige, ziemlich schnelle) Frau überholt. Ich wurde aber dann aufgeklärt, dass dies ein Mann gewesen sei – nun ja.
Ich war bzw. bin schon ziemlich stolz, einmal ganz oben auf dem Podest zu stehen, auch wenn es dafür nur einen Becher von Dangast gab. Es ist aber nach wie vor ein toller Lauf, der doch nicht ganz leicht ist, aber trotzdem gute Zeiten ermöglicht – siehe z. B. Nils. Auch ich bin mit meiner Zeit echt zufrieden, daß hätte ich nach meinen letzten 10ern nicht gedacht, deshalb, wie gesagt, spontane Entscheidungen verursachen weniger Streß und weniger Gedanken vorher ... "
Sonst liegen keine Berichte/fotos von Dangast vor: Die Ergebnisse

Einfach nett: der Berglauf am Utkiek (21.6.11)

Pünktlich am 21.6. um 21.06 Uhr bimmelte eine Glocke zum Start des ersten Utkiek Berglaufs in Osternburg, nachdem 2010 ein Pilotlauf mit etwa hundert Läufern durchgeführt wurde. Diesmal waren 241 Läufer gekommen, um die 5,3 km in einem zweimal zu umrundenden Berglauf ohne Zeitwertung, Startgeld und Wettbewerb zu absolvieren. Trotzdem waren einige Läufer sehr flott unterwegs. Vom SWO waren ungefähr 15 Läufer dabei. U. a. wurden gesehen Sandra O., Melanie, Fred, Arno, Anja P, Robert B., Felix, Gerd, Michael S., Andreas K., Maria, Manfred M., Mike, Antje L., und Heide. Wohl an die 15 oder gar mehr Lauftreffs und Vereine waren da, so auch auswärtige aus Gristede, Zwischenahn, Friedrichsfehn, Rastede, Wardenburg, Sandkrug usw. Schon am Eingang brachten rhythmische Kläge aus großen Lautsprechern die Gefäße in Wallung. Manch einer stand kurz davor, sich schon mit Tanzeinlagen zu verausgaben. Nachher gab es vielerlei Getränke, Äpfel, Bananen Gebäck und schon mal die Ausschreibungen vom Citylauf und vom Spardalauf, deren günstigste Startgeldphase schon nächste Woche, am 30.6., abläuft. Auch Helfer waren auf der Strecke, die eine vorbildliche Wegmarkierung angebracht hatten. Und nachher standen die Läufer noch länger beim Klönschnack bei schönstem Laufwetter zusammen. Die Sache ist einfach nett, die Stephan Rakelmann und Klaus Bartels vom Lauftreff Oldenburg Süd da auf die Beine gestellt hatten. Und die so nett auch weitergehen wird. Entsprechend war auch das Medieninteresse groß. Die örtliche Zeitung und andere Berichterstatter standen an der Strecke und sicher ein Dutzend Photographen, und - Überraschung - gar nicht so wenige Zuschauer auf den drei Hügeln. Neben Läufern waren auch einige bestens aufgelegte Nordic Walkerinnen dabei, die ebenso angetan waren wie die Läufer und die ein Medienmann versehendlich sogar für die Cheerleader der Veranstaltung gehalten hatte, bis er merkte, daß das gar keine Puschel waren, die diese in Händen hielten. Na dann, 2012 wird es sicher ein Wiedersehen am Utkiek geben, mit gleich guter Laune wie heuer.

Nordenham: Ergebnisse veröffentlicht (18:6.11)

Bei den nun veröffentlichten Ergebnissen ( http://city-weserlauf.de/ergebnisse2011/10kmZiel.htm ) übernimmt der Veranstalter für den 10 km Lauf keine Gewähr, wohl aber für die anderen Läufe. Immerhin stimmt die Zeit der 3 km Läufer nun überein mit den von den Läufern selbst gestoppten. Danach ist Michael Schardt nach 15:11 als dritter ins Ziel gelaufen. Die Strecke war 3,3 bis 3,4 km lang. Gewonnen hat hier ein Junge, der so weit vorne gelegen haben muß, daß ihn der Webmaster nicht sah. Dieser benötigte 12:47. Das kann gut sein, da dieser Junge früher schon 5 km unter 20 Min. gelaufen ist.
Beim Lauf über 5 km fehlt der SWOer Andreas Koch, der nach eigener Stoppung in seiner zweitbesten Zeit (25:27) die Strecke bewältigt hatte. Er war aber auch fehlgeleitet worden, suchte das Ziel zunächst vergebens, ging dann aber nach Umwegen nach 32 Minuten durch den Zielbogen. In der Ergebnisliste taucht er allerdings nicht auf.
Vollkommen fehlerhaft ist die Liste der 10 km Läufer, das gesteht der Veranstalter ja ein. Immerhin kann man jetzt sehen, wer überhaupt erfaßt wurde. Jedoch sind neue Fehler hinzugekommen. Der Sieger Themsen heißt nun Thomsen, dessen Zeit wird mit 35:16 angegeben, die eigentlich die von Daniel Witte wäre. Daniel wird nun mit 35:56 angegeben, also 40 Sekunden hinter Themsen, obwohl er nur fünf Meter hinter ihm ins Ziel läuft, wie ein Foto zeigt.
Die Zeiten von Olli Oltmanns (38:08), Bettina und Jonathan Schachtschneider (unter 43), Frank Bartsch, Michael Ibelings und Heike Greis stimmen nicht mit den handstoppungen überein oder beruhen auf zu wenig gelaufenen Kilometern. Michael Bamberger, der kurz vor Heike ins Ziel kam, taucht in der Liste gar nicht auf.
Nun bleibt die Frage, wie wir mit den inoffiziellen und offiziellen Ergebnissen in unseren eigenen Listen umgehen. Eine Aufnahme der veröffentlichten Ergebnisse über 10 km in unsere ewigen und Jahresbestenliste kann aufgrund der Problematik nicht geschehen. Aber eine Dokumentation der handgestoppten Ergebnisse in der fortlaufenden Resultateliste ("Ergebnisse ab 1.1.2011") soll unter Erklärung der Umstände erfolgen. So gehen sie wenigstens nicht ganz verloren.
Zusammenfassung: Von 10 SWOern hat nur einer eine korrekte Wertung, damit haben sich von 57 Euro Startgeld nur 6 Euro als gute Investition gezeigt; 9x6 Freizeitstunden unsinnig vertan, 4x140km Benzin verfahren.
Zu den SWO Ergebnissen.

Berglaufergebnis: Normale HM-Zeit + 60/80 Min. (12.6.11)

Was ein Berglauf für Untrainierte bedeutet, läßt sich am besten an den Ergebnissen feststellen. Lief Michael Schardt in diesem Jahr bei flachen Halbmarathons Zeiten von 1:42 und 1:43, so durfte er beim Geiranger Berglauf gut eine Stunde draufpacken, denn da blieb die Uhr erst bei 2:43:05 stehen, und daß, obwohl die Strecke vermutlich nur 20,6 km lang war. Bei Friedhelm Schmidt, ausgestattet mit den gleichen HM-Ergebnissen wie Michael, durften sogar über 75 Minuten draufgepackt werden: 3:01:58. - Daß aber auch Berglauf-Trainierte ihre Schwierigkeiten hatten, zeigt die hohe Abbrecherquote von 17,1 Proznet, denn von 207 Gestarteten erreichten nur 171 das Ziel. Bezeichnend ist, daß die Abbrecherquote bei den Frauen (32 von 35 kamen ins Ziel) nur bei 8,6 Prozent liegt, bei den Männern (139 von 172) aber bei 19,1 Prozent.
Im Ergebnis konnten Michael und Friedhelm aber nicht viele Läufer hinter sich lassen. Michael wurde 140., Friedhelm 160. von 171, die das Ziel erreichten. In M55 wurde Michael 8. von 11, Friedhelm in M50 9. von 9. Ohne entsprechendes Berglauftraining sind solche reinen Bergläufe ganz ohne Abwärtsrichtung also nicht zu empfehlen.
Die Ergebnisse (auch vom Behördenmarathon)

Wildeshauser Abendlauf: Mike Hesse einziger SWOer (10.6.11)

Beim traditionellen Wildeshauser Abendlauf über 12,5km an der Hunte lief Mike Hesse in 1:09:05 auf den 56. Gesamtplatz unter nur 81 Finishern. Er wurde damit 5. M55 von 7 und 47. Mann von 61. Mike war mit seiner Freundin Gesa gelaufen und von daher nicht so schnell wie möglich unterwegs.

Norbert Schulte mit PB über 10km; Heike Greis 3. GW im HM, Wolle Greis mit Comeback. 6. Abendlauf Marienhafe (10.6.11)

Mit einer überraschenden Bestzeit beim 10 km Lauf in Marienhafe wartet Norbert Schulte auf. In Eversten noch in 48 Minuten unterwegs, blieb er jetzt erstmals unter 45 Minuten und finishte in 44:59, womit er 26. in GW wurde von 121 Teilnehmern. Seine PB hatte bisher bei gut 46:58 Minuten gestanden. Er verbesserte sich also um volle zwei Minuten. Vielleicht Folge des Bahntrainings? Einen feinen 3. Platz in der Frauengesamtwertung erreichte Heike Greis in 1:46:23. Sie wurde auch 3. in W45, da die vier besten der GW alle dieser Altersklasse entstammen. Insgesamt waren nur 48 Läufer im Ziel, davon 6 Frauen. Ein Comeback nach längerer Wettkampfpause feierte Wolfgang Greis in 51:07 über 10 km. Die Ergebnisse

Heike berichtet:
"Vielen Dank für den 'Marienhafetipp'. Das war eine echt nette, kleine, ostfriesisch angehauchte Veranstaltung. Wir hatten viel Spaß dort. Zumal uns erzählt wurde, die Zeit würde noch mit der Hand gestoppt, und Wolle das geglaubt hat ... war echt ein Lacher. Aber ohne Sch..: beim HM-Start wurde ein weißer Strich auf die Straße gezogen, den ich erst mal suchen mußte - Verkehrsabsperrung gab’s dort auch nicht – und dann, plötzlich erfolgte ein Schuß (natürlich mit Handyverbindung zur Zeitnahme), und los ging’s. Ich bin meinen HM leider die ganze Zeit allein gelaufen und hatte zwischendurch ein wenig Sorge, mich zu verlaufen -das wäre ja nun nicht das erste Mal gewesen!!!! - aber ich habe mich konzentriert und immer auf die kleinen weißen Pfeilchen auf der Straße geachtet. Auch dein Pacetipp war super. In der zweiten Runde konnte ich dann noch gut zulegen, bin fast durchweg im 5er Schnitt gelaufen und kam relativ entspannt im Ziel an. Die Zweitplazierte war schon wieder in Sichtweite und kam ja letztlich nur kurz vor mir ins Ziel. Auch die Leute waren supernett, und wir haben versprochen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Noch kurz zu Wolle, er ist seinen Zehner viel zu schnell angegangen, stand beim Start ganz vorn und ist dann im 4:20er Schnitt gestartet, das hat sich natürlich bei km 5 gerächt. Tja, diesmal bin ich nicht im selben Rennen mitgelaufen, da ging seine gewohnte Taktik nicht auf, die da lautet: 'Ich hänge mich erstmal hinter Heike, und kurz vorm Ziel überhole ich sie." (Scherz, ein wenig gefeixt habe ich aber natürlich trotzdem).
Bin jetzt natürlich hochmotiviert und überlege, auch in Nordenham zu starten. Gestern war ich auch beim Probelauf in Wardenburg (HM)."

Christian Willenbrink und Sonja Kläner am schnellsten. Behördenmarathon-Staffel. Staatsanwaltschaft vor Landgericht (8.6.11)

Beim Behördenmarathon in Hannover am 8.6. konnte das Team von Andreas Piepgras und Sonja Kläner (beide SWO) eine gute Leistung hinlegen und einen beachtlichen Platz im ersten Drittel von 176 Teams belegen. Bei diesem Rennen starten sieben Läufer in einem Staffelwettbewerb um den 6,025 km langen Maschsee, wobei mindestens eine Frau im Team sein muß. Die Piepgrasmannschaft (Oldenburger Staatsanwaltschaft) konnte sich dabei nicht nur vor der Stadt Oldenburg mit Robert Sprenger plazieren, sondern auch vor dem Oldenburger Landgericht, in dem mit Robert Bondzio, Judith Hilker, Christian Willenbrink und Marja Hempel sogar vier Läufer vom SWO sind. Als Team kam die Staatsanwaltschaft auf eine Gesamtzeit von 3:18:21 und urde 53. von 176 Teams; das Landgericht benötigte gut sechs Minuten mehr und wurde 79. Mittlerweile sind auch die Einzelzeiten bekannt geworden, aber noch nicht die Einzelplazierungen. Der Behördencomputer streikt ...
Von den SWO Männern war Christian Willenbrink in 26:13 der schnellste vor Andreas Piepgras (27:35) und Robert Bondzio (27:47); bei den Frauen war Sonja Kläner in 29:54 am flottesten vor Judith Hilker (30:51) und Marja Hempel (33:03).

Friedhelm Schmidt und Michael Schardt in Norwegen angekommen (12.6.11)

Eine recht abenteuerliche Anreise von insgesamt 12 Stunden haben am Donnerstag Friedhelm und Michael hinter sich gebracht, um zum HM-Berglauf nach Geiranger zu gelangen. Mit dem Auto um 5:30 Uhr ging es von Oldenburg nach Hamburg, dann folgten Flüge nach Kopenhagen und Alesund (gesprochen Olesund mit Sonnen-O). Von dort erfolgte die Weiterfahrt im völlig verregneten Norweger Westen mit dem Bus nach Mol zu einer zentralen Busstation. Weiter ging es dann mit einem anderen Bus durch zahllose Tunnels, über Berge und Serpentinen bis zu einem Fjord, wo man eine Fähre zu nehmen hatte. Zuletzt war noch einmal ein Bus zu nehmen, um zum wunderschön gelegenen Geiranger Hotel zu kommen, wo der Laufveranstalter für die beiden Laufreporter ein Zimmer auf seine Kosten gebucht hatte. Jedoch gestaltete sich das Wetter so, wie man es sich in einem Londoner Edgar-Wallace-Film vorstellt. Wolkenverhangen, stark regnerisch und trüb wie in einer Waschküsche. Der Nebel liegt hinab bis ins Tal wie Blei und bewegt sich nicht. Das nahegelegene Bergen ist nicht umsonst die regenreichste Stadt Europas. - Einen Vorgeschmack auf den Lauf haben die beiden auch schon erhalten. Man kam mit dem Bus die Strecke vom Beg herunter, den sie am Sonntag hinauf laufen müssen. 1500 Höhenmeter verteilt auf 21 km, durchschnittlich 7 Prozent Steigung ohne flache Abschnitte, 28 heftige Serpentinenkurven, bevor auf den letzten fünf Kilometern zum Delnibba-Gipfel eine Schotter- und Geröllpiste mit der heftigsten Steigung zu meistern ist, geführt durch ein Spalier meterhohen Schnees, was wohl jedem Aktiven den letzten Zahn ziehen wird. Wie die beiden Oldenbuger durch die urwüchsige Landschaft da hoch kommen sollen, ist ihnen nun ein noch vollkommeneres Rätsel als ohnehin schon. Man veranschlagt einen KM-Schnitt von 7:30 bis 8:00 min, wird also drei Stunden benötigen. Um überhaupt eine Chance zu haben, wurde am Abend eine Ultrariesenpizza verdrückt (Umfang: mehr als einen halben Meter). Morgen an dieser Stelle mehr, auch vom Probeberganlauf ...

Michael Bamberger und Jonas Schulz mit Bestzeit beim Brunnenlauf. Axel Schneider und Antonio Sander siegen in ihrer Altersklasse. Sandra Janssen schnellste SWO-Frau und 3. in WHK. Weitere Podestplätze bei Hitzeschlacht in Eversten (5.6.11)

Wie sich die Bilder gleichen: Schon im Vorjahr und anderen Brunnenläufen davor, da prägten nach Wasser lechzende Läufer die Atmosphäre an und im Everstener Holz. Da sah man dutzendweise Aktive, die das Rennen abbrechen mußten, die die Beine hoch legen mußten, um den Kreislauf wieder in Trab zu bringen, oder, wenn es sie nicht so schlimm erwischte, dann kamen sie ziemlich ausgelaugt Minuten über ihrer normalen Zeit ins Ziel. Auch 2011 war das Thermometer über die 30 Gradmarke geklettert und hatte sich hohe Luftfeuchtigkeit gebildet, so daß die klimatischen Bedingungen für die rund 650 Starter des Hauptlaufes äußerst schwierig waren, der um 15 Uhr gestartet wurde. Mehr als 50 Läufer kamen nicht ins Ziel, darunter auch mindestens ein SWOer. "Irgendwann, da ging nichts mehr", bemerkt Arno Backer.
Vergleicht man dann die Zeiten der Läufer mit denen, die sie sonst erreichen, dann wird zweierlei sichtbar: die Hitze setzt den schnellen Läufern ebenso zu wie den langsameren, und: je höher das Alter ist, um so mehr Minuten und Sekunden verlieren sie. Kindern und Jugendlichen machen hohe Temperaturen offenbar am wenigsten aus.
Und noch etwas ist zu bemerken, nämlich daß es ausgesprochen gute Hitzeläufer gibt, wie zum Beispiel Axel Schneider, der nahezu Bestzeit lief und in 38:02 als Gesamtsechster und erster in M50 über die Ziellinie lief. - Im Vergleich mit den Ossiloop-Leistungen verloren Ralph Obalski (Debüt in 40:43 und 3. M30) und Michael Ibelings (42:36) und auch Thomas Brandt (44:06) je gute zwei Minuten, noch deutlicher sind die Einbußen von Gest-SWOer Heinz Reinmold, der in einer 46er Zeit diesmal "nur" 3. in M60 wurde.
Neue Bestzeit hingegen lief der nun in der MHK startberechtigte Jonas Schulz. Bisher hatte er eine 43:58 stehen; diesmal war er trotz der Hitze 40 Sekunden schneller und damit viertschnellster im 33 Läufer umfassenden SWO-Team. Nahe an seine Bestzeit lief der 16jährige Jan Malte Kunkel, der erstmals für den SWO startete und in gut 45 Minuten einlief. Er war anfangs zu schnell angegangen und konnte sein Potential noch nicht ganz abrufen. Dem Handball-Oberligaspieler (Jugend) fehlen noch einige Erfahrungen, weshalb er demnächst vielleicht einmal von einem unserer schnellen Hirsche begleitet werden sollte.
Vier Schachtschneiders waren über 10 km für den SWO unterwegs. Bettina (53:47) lief als 28. Frau ein, wurde aber kurioserweise von ihrem Brunder Ulli (51:29) in W45 vom angestammten 6. AK-Platz auf den 7. verwiesen. Hintergrund: Ulli wurde vom Veranstalter als weiblicher Vornamen mißverstanden. Schneller als Ulli war ihr jüngerer Bruder Ali, der 47 Minuten brauchte. Einziger der Familie, der einen Podestplatz erlangte, war jedoch Jonathan (55:28) in der männlichen Schüler A-Klasse.
Ein unter den Bedingungen sehr ordentliches Ergebnis fuhr Norbert Schulte in 48 Minuten ein, während Felix Levold es behutsam in 51 Minuten angehen ließ. Er war noch am gleichen Vormittag einen HM gelaufen. Er war fast zeitgleich mit Nils Riesenberg im Ziel angekommen. Hinter ihm folgten in knappen Abständen mit Gerd Guhl, Peter Baur und Michael Bamberger drei weitere Männer, bevor mit Sandra Janssen die erste SWO-Frau in 53:21 einlief.
Michael verlor zwar gegenüber seiner Ossiloop-Serie auch drei bis vier Minuten auf 10 km, weil seine bisherige Bestzeit noch nicht so gut ausfiel, konnte er als zweiter Läufer seine bisherige Laufzeit um 40 Sekunden auf 53:16 steigern. Sandra war eigentlich mit dem Ziel gestartet, unter 50 Minuten zu bleiben, vielleicht sogar unter 49, aber die Hitze ließ ein Durchgangstempo von 4:50 min/km nur bis km sechs zu. Dann fuhr sie den Tempomat herunter, aber für den 3. Platz in der weiblichen Hauptklasse reichte es noch. Von Gerd Guhls Spruch, als er an sie heranlief, daß er sie schon überrunde, ließ sie sich nur kurzfristig irritieren. Gerd hat ja auch bei solchen Temperaturen immer noch ein Scherz auf Lager ...
Neben Bettina und Sandra waren nur weitere fünf Frauen des SWO über 10 km unterwegs. Ein gutes Ergebnis gab es für Heide Neefe als 3. Frau in W50, während Claudia Steffen, Ruth Ense, Sonja Kläner und Melanie Sander-Berg bewußt Vorsicht walten ließen bzw. auch wenig trainieren konnten.
Fast zeitgleich liefen Andreas Koch, Roman Berg und Antonio Sander in 56 Minuten ein, wobei Antonio in der MSC-Klasse sogar Sieger wurde. Ferner waren noch Manfred Lanfermann, Frank Steltenpohl, Jürgen Dannemann und Sascha Stolorz dabei, die es noch unter einer Stunde schaffen sollten. Knapp darüber finishten Gunnar Kieck, Mike Hesse und der Neu-M60er Reinhard Schulz, der nach langer Zeit erstmals wieder bei einem Rennen dabei war. Er ist der Papa vom schnellen Jonas, aber nicht der einzige Vater eines flotten Sohnes beim Brunnenlauf. Denn mit Malte gab auch Papa Andreas Gärtner-Kunkel sein SWO-Debüt in guten 55 Minuten. Diese beiden gehören zu den inzwischen stark gewachsenen Zahl von SWO-Läufern, die am mittwöchentlichen Bahntraining teilnehmen, das vor zwei Wochen mit 30 Teilnehmern und vor einer Woche mit knapp 20 eine Rekordbeteiligung erlebte.
Insgesamt ist zum Brunnenlauf zu sagen, daß es schon erstaunlich ist, was das Team um Dirk Spekker da auf die Beine stellt, vor allem im Rahmenprogramm und im Bereich der Kinderläufe. Die Strecke ist durchaus bei vielen Läufern wegen ihres Abwechslungsreichtums beliebt, von anderen wird sie gemieden. Tatsache ist, daß sie nicht bestenlistentauglich ist. Auch sollte man ein anderes Rennen auswählen, wenn man seine persönliche Bestzeit steigern möchte. Es gibt zu viele Ecken, es ist zu eng, für Spitzenläufer zu viele Überrundete, und oft ist es zu heiß oder stickig im Holz. Verbessert werden könnte vor allem die etwas antiquierte Resultateliste mit ineffektiver Suchfunktion, die nicht einmal eine getrennte Liste von Frauen und Männern aufweist. So fragte Sandra Janssen, wieviele Frauen denn überhaupt dabei gewesen seien, die Liste durchzuzählen habe sie keine Lust und keine Zeit. Da hat sie wohl recht und es fragt sich, warum keine Läuferin dies im Gästebuch des Veranstalters anregt. Der Webmaster hat sich nun dann doch die Mühe gemacht, die Liste nach Geschlecht durchzuzählen. Das Ergebnis kann hier nachgelesen werden.

Brunnenlauf: Jedermanns- und Schülerläufe: Werner Lippert holt AK-Sieg, Anja Eilers und Luisa Levold werden 3. Sascha Sanders schnellster SWOer im Schnupperlauf (5.6.11.)

Mit 58 Läufern dürfte der SWO der teilnehmerstärkste Verein beim diesjährigen Brunnenlauf gewesen sein. Rechnet man noch rund 10 Schüler aus der Trainingsgruppe des Everstener Gymnasiums von Michael S. dazu, sind es nahezu 70. Von den 58 Läufern finishten 33 den Hauptlauf und je 12 den Firmen/Schnupperlauf über 6,3km bzw. den Schülerlauf über 2,4 km.
Beim Jedermannslauf kam SWO-Tischtennisspieler Sascha Sanders wie schon in den letzten beiden Jahren zu einem guten 14. Gesamtplatz unter über 400 Läufern in 26 Minuten, also einem vierer Schnitt. In M30 verpaßte er das Siegespodest denkbar knapp. In der Einzelwertung des Schnupperlaufs war er sogar 4. geworden und 1. in der AK, allerdings sind die getrennten Wertungen von Firmen-, Schnupper- und Schullauf wieder aus dem Resultatetableau verschwunden, nachdem sie bis zum 7.5. noch öffentlich waren. Dahinter lief Werner Lippert in 28 Minuten ein. Das brachte ihm den 39. Gesamtrang ein und den ungefährdeten Sieg in M60. Sein Hauptkonkurrent aus den eigenen Reihen, Heinz Reinmold, war im Hauptlauf unterwegs. Hinter dem 3. SWO-Mann Uwe Stein lief Anja Eilers bei ihrem SWO-Debüt in 32 Minuten als schnellste von vier SWO-Frauen in 32 Minuten ein (etwa fünfer Schnitt). Damit war die Lebenspartnerin von Michael Ibelings 14. von rund 140 Frauen und dritte in W40.
Weitere Debüts bei denkbar ungünstigen Witterungsbedingungen gaben Claudia Schachtschneider und von den Werkstätten Ghassan Omrydat. Mit Claudia und dem über 10 km startenden Ulli Schachtschneider waren insgesamt sechs Läufer und Läuferinnen dieser Familie für den SWO unterwegs, nahezu eine Dynastie, was aber auch kein Wunder ist, da das männliche Familienoberhaupt Matthias die opulente Chronik des Oldenburger Sports geschrieben hat und selbst für den SWO in früheren Jahren TT spielte.
Mit Ghassan ist ein neues Gesicht aus den gemeinnützigen Werkstätten aufgetaucht. Er wurde wie auch Maik Hollwege, Ertan Arslan und Hubertus Hecklinger von Axel Schneider laufend betreut. Alle vier kamen genauso prima ins Ziel wie Sabrina Biondi und Sabine Stein.
Waren beim Schnupperlauf 8 Männer und 4 Frauen unterwegs, so war es bei den Schülerläufen umgekehrt. Da waren die Mädchen mit 8 Läuferinnen im Übergewicht gegenüber 5 Jungs. Insgesamt waren bei allen drei Schülerläufen für die Klassen 1/2, 3/4 und 5 bis 8 je rund 400 Kinder dabei, zusammen also über 1200. Vom SWO war Luisa Levold in 10 Minuten über 2,4 km die schnellste. Sie konnte als einzige einen Podestplatz belegen in der WSC-Klasse als 3. Aber auch Marie Steffe, Franziska Look, Alina und Felix Wittstock sowie Femke  und Greta Luers zeigten ebenso läuferische Qualitäten wie Jitka Runge, Noel Eilers, Luca Levold, Vivian Schachtschneider, Jacques Eilers und Zoe Gabbert. Im Anbetracht der hohen Teilnehmerzahl bei den Schülerläufen möchte man geneigt sein, diese fast als Herzstück der Veranstaltung zu bezeichnen. Zum Vergleich: beim Oldenburger Silvesterlauf waren nur gut 20 Kinder dabei gewesen.
Von den Schülern der Everstener Lauf AG kamen alle durch. Sie hatten teils am Schülermarathon teilgenommen (7x6,3km) oder auch an den Schülerläufen. Schnellster aller 1220 Schüler über 2,4 km war Timm Kendziorra aus eben dieser AG in 8:32 Minuten (KM-Schnitt von 3:33!).
Die Ergebnisse

Unternehmen "U50" klappt in Großenkneten bei guten Laufbedingungen. Erfolg für Luisa und Simone über 5km. Zahlreiche AK-Plätze und einige Debüts. (28.5.11)

Das hatte Antje Lachmann und Bettina Schachtschneider ganz richtig gemacht, als sie vom geplanten Zehnmeilenlauf in Großenkneten auf Anraten von Pacemaker Michael Schardt kurzfristig auf die zehn Kilometer umsattelten. Denn da sollte der Versuch gestartet werden, einige SWO-Läufer erstmals unter die Marke von 50 Minuten zu ziehen. Wie richtig das war, stellte sich nicht nur dadurch heraus, daß die beiden es schafften, sondern noch mehr, als der Everstener Brunnenlauf anstand, der wieder einmal zur Hitzeschlacht wurde und keine Bestzeiten zuließ in dem eckigen Waldstück, wo die Luft zum Schneiden ist. An dem Unternehmen "U50" nahmen noch weitere SWO-Läufer erfolgreich teil: überraschenderweise Roman Berg, der bis dahin eine hohe 53er Zeit stehen hatte, und Michel Douillard, der noch in Wilhelmshaven an der Marke knapp gescheitert war.
Insgesamt machten sich bei frischen Temperaturen und trockener Witterung knapp 200 Läufer auf den dörflichen Rundkurs von 3,33 km, der für den Zehner dreimal zu durchlaufen war. Darunter waren exakt 13 Läufer des SWO. Bekanntermaßen kommen bei mehrmals zu durchlaufenden Rundkursen schnellere Zeiten zustande als bei einer großen Runde, egal um welche Streckenlänge es sich handelt. Das hat psychologische Gründe, wie Untersuchungen zeigen, weil der Läufer nach erstmaliger Bewältigung des Kurses die Strecke kennt, sie sich besser einteilen kann, weiß, wann er am Schluß den Endspurt anzuziehen hat und weil er sich markante Punkte oder schwierigere Streckenabschnitte merkt, an denen er vorbeikommt. So war der Lauftag in Großenkneten klimatisch und vom Streckenverlauf bestens für Bestzeiten geeignet. Unter diesen Voraussetzungen spielte es keine Rolle, daß der Rundkurs nicht ganz, aber nahezu eben war.
Antje, Bettina, Roman und Michel hatten zusammen mit Pacemaker Michael das Rennen mit einem ersten Kilometer von 4:59 begonnen, punktgenau. Mit dabei waren zudem Heide Neefe und Frank Steltenpohl, die in 50er bzw. 51er Zeiten nahe an ihre PB liefen, sowie Ole Schröder, der sich als zweiter Pacemaker in den Dienst des Vorhabens stellte. Auch einige andere Läufer aus anderen Vereinen gesellten sich dazu. Die ersten acht Kilometer wurden in einem knappen 5er Schnitt hingelegt, so daß die Gruppe etwa 12 Sekunden unter der Zielzeit lag. Bei km 6 hatte Frank und Heide abreißen lassen müssen, und kurz später auch Michel. Alle drei hielten sich aber recht nahe bei der Gruppe und kamen mit sehr guten Zeiten ins Ziel. Bei km 6 gab Antje das Signal, nun schneller laufen zu wollen, so daß sich Ole ihr annahm und sie nach vorne zog. So kam Antje in 49:04 ins Ziel, was eine Steigerung ihrer PB um 81 Sekunden ausmacht. Möglicherweise hätte sie sogar die 49 geknackt, wenn sie sich nicht schon so früh gelöst hätte, denn der zwischenzeitlich herausgelaufene Vorsprung zur Gruppe schmolz am Ende wieder etwas zusammen.
Bei der Hauptgruppe wurde erst bei km 8 das Tempo angezogen und ab 9 noch einmal soweit verschärft, daß kein Verdacht aufkommen konnte, etwas verschenkt zu haben. Entsprechend deutlich blieben die Läufer unter 50 Minuten. Erfreulicher Nebeneffekt war, daß Antje und Bettina die ersten beiden AK-Plätze in W45 erliefen, Heide Platz zwei in W50 schaffte und auch Michael 2. in M55 wurde. Zudem gewann die SWO-Frauenmannschaft die Teamwertung, obwohl Antje als Schnellste fälschlicherweise gar nicht erfaßt wurde und statt dessen Melanie Sander-Berg ins Team rutschte. Aber auch das reichte, denn Melanie war die Fünfte im Bunde, die mit einer neuen Bestzeit aufwarten konnte. Sie blieb erstmals unter 54 Minuten und wurde 2. in W35.
Weiter vorne war Felix Levold als schnellster SWOer nahe an seine Bestzeit gelaufen (41:46) und hatte den 14. Gesamtrang behauptet. Auch Christian Willenbrink war in 44 Minuten drei Minuten schneller als noch in Moslesfehn. Nicht recht zufrieden über seine gute 52er Zeit äußerte sich Andreas Koch, dem aber sicher noch der Ossiloop und die vielen anderen Wettbewerbe der letzten Wochen in den Knochen steckte. Trotz verhältnismäßig geringem Trainingspensum kam Maria Burmeister in 55 Minuten auch bis auf wenige Sekunden an ihre bisher beste Leistung heran.
Insgesamt wurden in Großenkneten fünf Strecken angeboten, wobei die Hauptrennen alle amtlich vermessen sind. Für die Kinder standen zwei Läufe an, der Bambinilauf über 1000m, und der Schülerlauf über 2000m. Vier Kinder vom SWO waren dabei. Lasse Ossendorf wurde 8. unter 80 Kindern beim Bambinilauf und steigerte seine PB über 1000m auf 4:24. Auch Luca Levold als 4. der MSE und Nele Schröder in WSD waren auf die Jagd nach Plätzen und Zeiten gegangen. Über 2km war einzig Mika Ossendorf vom SWO am Start. Er wurde 5. in GW und 3. in der männlichen Schüler-C-Wertung.
Noch eine weitere Schülerin des SWO war in Großenkneten dabei: Luisa Levold. Sie konnte einen hervorragenden 15. Rang über 5 km erlaufen und ihre PB erneut steigern auf 23:16. Von allen Läuferinnen war sie als dritte ins Ziel gekommen und damit einzige SWOerin, die in der Gesamtwertung aufs Podest durfte. Da es in Kneten keine differenzierte Schülerwertung gibt, wurde die C-Schülerin als B-Schülerin eingestuft, welche sie souverän gewann. Zwischenzeitlich gezogen wurde Luisa von Gerd Guhl, der aufgrund einer Muskelverletzung kurzfristig von zehn Meilen auf fünf Kilometer umgesattelt hatte und somit zum Debüt über die Strecke kam. Er hatte am Lauf hauptsächlich überhaupt teilgenommen, um seine Chancen auf den SWO-internen Runningcup aufrechtzuerhalten.
Mit im Fünferrennen waren auch Remigius Altenberg und Simone Stolle. Während Remi nicht ganz an seine in Gristede gezeigte Leistung herankam, aber längere Zeit noch mit Simone zusammen gelaufen war, hatte diese ein kleines Kunststück fertiggebracht. Sie lief wie in Gristede 24:02 und verfehlte ihr Ziel, unter 24 zu laufen, erneut knapp und nur deshalb, weil es keine Nettozeit gibt. Bei beiden Läufen agiert der gleiche Zeitmesser, und es ist zu vermuten, daß die beiden Sekunden jeweils bei Start verloren gingen. Simone kam als sechste Läuferin ins Ziel, errang damit aber den 2. Platz bei den Frauen, da vier der vor ihr plazierten Läuferinnen Kinder und Jugendliche waren. In der Frauenwertung sind alle Altersklassen erfaßt.
Bleibt noch der Blick auf den Zehnmeilenlauf, der die beliebteste Strecke in Kneten ist. Vom SWO waren sechs Männer dabei, Thomas Brandt schon zum vierten Mal, womit er einer von etwa zehn Läufern ist, der alle bisherigen Rennen bestritten hat. Er blieb in 1:12 etwas hinter seiner besten Zeit des Vorjahres zurück. Ähnlich ging es auch Friedhelm Schmidt, der ein sichtlich unzufriedenes Gesicht machte, als er die Ziellinie passiert hatte. 1:19 für ihn. Ein überraschend gutes Debüt über diese Strecke gab Horst-Dieter Ogiewa in 1:16, womit er zahlreiche höher eingeschätzte Läufer hinter sich lassen konnte und den 3. Platz in M55 errang. Seine Leistungen vom Ossiloop konnte Michael Bamberger bei seinem verzögerten Debüt über 10 Meilen bestätigen. Noch im Vorjahr hatte er das gleiche Rennen abbrechen müssen. Diesmal lief er einen Schnitt von 5:07 und kam in 1:22 ins Ziel, eine Minute vor Manfred Lanfermann, der nach seinen muskulären Problemen noch verhalten sein Debüt gelaufen war. Einziger des Sextetts, der eine neue Pb über 10 Meilen errang, war Mike Hesse. Und diese Steigerung fiel mit 5:30 Minuten keinesfalls gering aus. Er finishte in 1:26.
In der Mannschaftswertung kamen die vier Männerteams (2 über 10km; 2 über 10 Meilen) über Plätze im Mittelfeld nicht hinaus.
Laufreport: http://www.laufreport.de/archiv/0511/grossenkneten/grossenkneten.htm 
Die Ergebnisse.

Potsdamer Schlösserlauf am 5.6.2011

Bericht von Martina Miertsch

Am vergangenen Sonntag war der SWO wieder bundesweit am Start. Judith Hilker (2:10), Robert Bondzio (2:03), Silke Meyer (2:09) und Martina Miertsch (2:10) gingen auf pittoreske Städtetour beim Potsdamer Schlösserlauf. Die Teilnehmer konnten sich für die Halbmarathondistanz oder einen 10-Kilometer-Lauf entscheiden. Die Sportfreunde des SWO liefen allesamt den Halbmarathon, der um 9 Uhr morgens bei sommerlichen 23 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein gestartet wurde.
Gleich von Beginn an machten die äußeren Bedingungen den Läufern zu schaffen. Die Sanitäter bekamen schon bald ihre ersten Patienten. An Spitzenzeiten war an diesem Tag nicht zu denken. Vom Start im Sportpark Luftschiffhafen ging es zunächst durch einen Teil der historischen Altstadt Potsdams und dann über die Havel hinüber in den Schlosspark Babelsberg. Dort folgte der Kurs dem Havelufer bis zur Glienicker Brücke, die zu Zeiten des Kalten Krieges als Schauplatz von so manchem Agentenaustausch Berühmtheit erlangte. Auf der anderen Seite der Brücke ging es durch den Neuen Garten weiter am Wasser entlang. Wie schön wäre bei nunmehr 27 Grad ein erfrischendes Bad im See gewesen! Umsichtige Anwohner "bewaffneten" sich jedoch mit Gartenschläuchen und erfrischten die Läufer mit Duschen. Aber auch der Veranstalter hatte sich neben ausreichenden Verpflegungsständen mit Duschen auf die Sommerhitze eingestellt. Zu guter Letzt führte die Strecke durch den Park Sanssouci und dort am Neuen Palais vorbei, bevor es zum Start- und Zielpunkt zurückging.
Alles in allem beeindruckt der Potsdamer Schlösserlauf mit seinen landschaftlichen und architektonischen Reizen. Die Organisation war bis auf den mangelhaften Rücktransport zum Hauptbahnhof (vor dem Start gab es einen kostenlosen Shuttle-Service) sehr gut. Für eine vergleichsweise geringe Anmeldegebühr (gestaffelte 20-30 Euro) bekommt der Teilnehmer guten Service, eine Portion Pasta nach dem Lauf und sogar ein T-Shirt. Wer allerdings um Bestzeiten kämpft, der suche sich ein anderes Pflaster. Erfahrungsgemäß herrschen immer hohe Temperaturen, die Strecke führt zum Teil über etwas holprige und staubige und nicht immer flache Wege. Aber die Ästheten unter den Läufern kommen in Potsdam allemal auf ihre Kosten.
Die Ergebnisse

Matjeslauf in Emden: Noch heißer als beim Brunnenlauf. Heike und Marthe Greis für'n SWO am Start (4.6.11)

Jemand, der es wissen muß, hat es kundgetan: Georg Diettrich ist am Samstag den Matjeslauf gelaufen und am Sonntag den Brunnenlauf. Und laut seiner Aussage war es in Emden noch heißer als in Eversten. Unter diesen Voraussetzungen sieht Heike Greis ihre 49:17 als tolles Ergebnis über 10 km an. Eine tolle Stimmung kennzeichnet den Matjeslauf in Emden von jeher aus. Der viermal zu durchlaufende Kurs durch die Innenstadt ist zuschauerfreundlich. Das große Publikum sorgt so für eine begeisterte Atmosphäre, schreibt Heike. Auch die Verpflegung war bestens. Sie wurde 15. in der Frauenwertung und 5. in W45. Mehr sei bei der Hitze nicht drin gewesen, weiß sie zu berichten. Am kommenden Freitag will sie ihren ersten HM in diesem Jahr in Marienhafe laufen. Emden war für Heike ein Familienausflug, denn Partner Wolle war als Photograf mitgereist und auch Tochter Marthe und Freundin Nina traten beim Schülerlauf an. Das sind in Emden 1,5km, Marthes längster Lauf bisher. Schön für die Mädchen auch, daß die Jungs ein eigenes Rennen haben. Offenbar hat die Kleine Feuer fürs Laufen gefangen, nachdem sie schon in Gristede und Moslesfehn dabie war.
Die Ergebnisse

Viele Bestleistungen durch die Jüngsten (4.6.11)

Bericht von Ulrike Levold

Mit nur zwei Athleten, Nele 9 Jahre und Luca 7 Jahre, sind wir zu den Regionsmeisterschaften nach Schortens gefahren. Bei hochsommerlichen Temperaturen und keinem Wölkchen am Himmel trafen wir gegen 10 Uhr im Stadion ein. Luca hatte das Glück, dass seine Riege nur aus 9 Teilnehmern bestand, wogegen Nele sich in einem starken 33er-Feld durchsetzen musste.
Im ersten Wettkampf dem Ballwerfen, konnte Luca sich im letzten Versuch auf 25m steigern, was den Vizemeistertitel bei M08 bedeutet.
Nele warf gute 16,50m, was ihr den 13. Platz einbrachte.
Im 50m Sprint verbesserte Luca seine Bestzeit im Vorlauf auf 9,8s, Nele unterbot erstmals die 9 Sekunden-Schallmauer in starken 8,8 sec (Platz 1 der SWO Bestenliste!!!!). Luca topte seine Sprintleistung im Finallauf noch einmal auf 9,2sec (3. Platz)
Beim Weitspringen konnte Nele erneut einen 3 Meter-Sprung hinlegen und wurde in 3,03m 14.  Luca verbesserte seine Bestleistung direkt im ersten Sprung auf 2,79 m, welches für den 4. Platz reichte.
Im abschließenden Langstreckenlauf gaben beide Athleten noch einmal alles. Nele verbesserte ihre Bestzeit im 800 Meterlauf 3:34 min. Luca lief seine ersten 1000m im Stadion und erreichte nach 4:43 min das Ziel.
Auch seinen ersten Einsatz hatte Remigius Altenberg, der als Kampfrichter bei den verschiedensten Wurfdisziplinen im Einsatz war. Vielen Dank Remi, sonst hätte die Athletenbetreuung bei Weitem nicht so gut funktioniert!
Die Ergebnisse

Gegenwind, praller Sonnenschein und Berge – der Schweinelauf von Wülfrath am Vatertag (2.6.11)

Bericht von Kerstin von Hebel

Die einen "saufen" und feiern sich selbst – die anderen "laufen" und feiern sich ebenfalls -zugegeben nicht ganz im Sinne des kirchlichen Feiertags "Christi Himmelfahrt", dennoch ein einschneidendes Erlebnis. Während sich am Donnerstag die Einen mit ihren geschmückten und gut gefüllten Bollerwagen auf den Weg machten, fand sich um kurz nach 10 die anderen, nämlich eine überschaubare Menge Läufer auf dem Sportplatz in Wülfrath ein.
Wülfrath ist eine mittelgroße Stadt im Kreis Mettmann, im schönen niederbergischen Land mit vielen netten und hilfsbereiten Menschen, die uns bereits am frühen Morgen gutgelaunt begrüßten. Bereits zu Beginn, bei der Ausgabe der Startnummer wurde ich von einigen Einheimischen gefragt, ob ich es mir als "Oldenburgerin" gut überlegt hätte, hier und heute zu laufen. Ehrlich antwortete ich, dass ich nicht wirklich wüsste, was mich erwartet aber dass ich mich auf den Lauf freute. Schmunzelnd meinte ein älterer Herr: "Noch!". Uwe und ich wussten nicht, was uns an diesen herrlichen Tag erwartete. Schließlich bereiteten wir uns auf den Start vor und sprachen noch mit ein paar Läufern, die von diesem legendären Lauf schwärmten. Von dieser Schwärmerei angesteckt fieberte ich dem Startschuss entgegen, denn langsam aber sicher stiegen die Temperaturen und es wurde schon fast unerträglich warm. Die Zeiterfassung erfolgte elektronisch, aber ohne Brutto und Nettozeit. Entgegen meinen bisherigen Lauferfahrungen starteten wir vor der Zielmatte, was ich schon etwas komisch fand. Aber wir laufen für einen guten Zweck und das stand auf jeden Fall im Vordergrund, denn die Startgelder werden vom "Lions Club" Wülfrath komplett für wohltätige Zwecke gespendet. Dann fiel endlich der Startschuss und wir machten uns auf den Weg. Die Läufer der kleinen Schweinerunde (7,1 km) und die Läufer der klassischen Schweinerunde (10,87km) starteten gemeinsam. Die "Nordic Walker" und die "Walker" starteten 5 Minuten später. Vom Sportplatz aus kam gleich zu Beginn ein kleiner Hügel, bevor es durch ein angrenzendes Wohngebiet ging. Die Anwohner feuerten uns zu Beginn kräftig an und auch am Ende der Strecke (wir kamen am Schluss an der gleichen Stelle vorbei) ließen sie uns Läufer nicht im Stich. Weiter ging es dann ins "Grüne" und da warteten dann auch die Berge auf uns. Gut, ein waschechter Bayer würde nicht von Bergen sprechen, aber für mich waren es schon Berge. Ich hatte in Lennep zwar bereits das Vergnügen gehabt, aber das war im Gegensatz zum Schweinelauf ein Spaziergang! Ab dem Berg ging es stetig weiter rauf und auch wieder runter. So wechselte sich die gesamte Strecke ab. Bei km 5 gab es die erste Verpflegungsstelle mit sprudelndem Mineralwasser. So was hatte ich bisher bei Läufen auch noch nicht getrunken, aber ich war dankbar über jede Erfrischung. Und das Mineralwasser erfrischte gleich zweimal: einmal im Mund und einmal in der Nase… Ein herrliches Gefühl J Die "weichgespülten", also die Läufer der kleinen Schweinerunde bogen direkt nach der Verpflegungsstelle nach links ab und für uns ging es weiter - bergauf. Die Sonne gab ihr Bestes und bei km 7 kam zu dem Berg noch heftiger Gegenwind. So kletterten und kämpften wir uns weiter nach oben, um dann oben angekommen wieder runter zulaufen. Ein wenig zweifelt man während so einer Strapaze schon an sich selbst. Fragen wie: "Warum tu ich mir sowas an oder wie bescheuert muss man sein?" Sind keine Seltenheit. Auch den anderen Läufern ging es nicht besser. Nach ca. 8,5km gab es eine weitere Versorgungstelle mit Leitungswasser, die nochmal für Erfrischung sorgte und uns weiterhalf die nächsten Erhebungen zu bezwingen. Nach dem gefühlten zwanzigsten Berg ging es wieder durch das Wohngebiet und das Ziel rückte in greifbare Nähe. Die Anwohner standen immer noch an der Straße und feuerten uns weiterhin kräftig. Sie schienen überhaupt nicht müde oder gelangweilt zu sein, denn sie hatten für jeden Läufer ein paar freundliche Worte über. Noch einmal um die Kurve, den kleinen Berg wieder hinunter und da war es dann: das Ziel! Diesmal gelang es mir sogar noch einmal meine Reserven zu bündeln und meinen "bekannten" Zielendspurt einzulegen. Die Uhr blieb offiziell bei 1:00:54 stehen. Selbstgestoppt war ich noch knapp unter einer Stunde geblieben. Im Ziel erhielt ich dann die begehrte "Schweine-Medaille", das T-Shirt haben wir bereits vor dem Start sicher im Auto verwahrt. Uwe kam knapp 10 Minuten später ins Ziel und war froh, dass seine kleine Schwester ihn wieder mit einem Becher Wasser im Ziel erwartete. Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass es ein mega anstrengender Lauf war und das ich meinen Schweinehund nicht nur einmal gesehen habe. Es war dennoch ein sehr schöner familiärer Lauf, der von der Organisation und der Läuferfreundlichkeit bei den großen Läufen ohne Weiteres mithalten kann. Für mich steht fest, dass ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei bin. (Auch wenn der Polterabend ein Tag vorher und die standesamtliche Hochzeit ein Tag später den Lauf vielleicht nicht unbedingt einfacher macht. Um Unklarheiten direkt auszuräumen: die Rede ist von der Hochzeit meines BrudersJ ).
Die Ergebnisse

Felix Levold mit Doppelstart in Salzkotten und Eversten (5.6.11)

Den Hamburg-Marathon am 22.5. hatte Felix bei km 25 wegen Hitze abgebrochen; doch die Form ist gut, so daß nichts dagegen sprach, am 5.6. in Salzkotten diesen Marathon nachzuholen. Doch da spielte Petrus und ein Kampfrichter wieder nicht mit. So lief er am Morgen in Salzkotten einen halben Marathon entsprechend langsam, und am Nachmittag noch beim Brunnenlauf. Dazu hat Felix folgendes mitgeteilt:

Ein Bericht von Felix Levold

"Angereist war ich vor dem Hintergrund einer Wetterprognose von um die zwanzig Grad, wolkig bei einer schönen Brise, um in diesem Jahr doch noch einen Marathon durchzulaufen. Zum Start um neun Uhr waren dann weder Wolken noch zwanzig Grad irgendwo zu finden; auf der Uhr der örtlichen Sparkasse waren es vor neun Uhr schon 24 Grad, die Luft "stand" und war zum Schneiden. Und nach den ersten drei Kilometern war kein Wölkchen mehr am Himmel. Ebenso wenig zu finden war nennenswerter Schatten auf der Strecke, die in zwei HM-Runden zu durchlaufen gewesen wäre. Dafür wurden mehr Hügel geboten, als die Info des Veranstalters (zwischen 90 und 110 Meter über Null) hergegeben hatte.
Beim Einlauf durch den Startbereich nach der ersten Runde wurde ich dann massiv von einem Helfer in Richtung Ziel gewiesen … Ob es dann am Ende doch die falsche Startnummer war (wurde schon einmal getauscht), war mir da schon egal. Ich war irgendwie im Ziel, hatte mal wieder überlebt und den Marathon für 2011 nun definitiv abgeschrieben. Das Thermometer zeigte da mittlerweile 31 Grad. Ach so: meinen "HM" habe ich am Ende mit knapp unter 1:53 gefinisht.
Folgendes habe ich daraus gelernt:
Vergiß Wetterprognosen – (Wetter.com)
Vergiß Marathon im Sommer
Hör nicht auf das Gequatsche von manchen Moderatoren, die von "viel mehr Schatten als im letzten Jahr" reden
Und, sorry Salzkotten; aber ein Marathon im Sommer auf einer Strecke mit nahezu keinem Schatten ist einfach Mist. Wenn ich das mit Landschaftsläufen in der Region (Löningen, Moslesfehn) vergleiche, kommt man da einfach auch bei sonnigem Wetter viel besser weg – siehe meine HM-PB dieses Jahr in Moslesfehn; das war auch ein warmer und sonniger Tag.
Auf diese Weise war ich dann aber noch rechtzeitig wieder in Oldenburg, um noch den 10er beim Brunnenlauf zu absolvieren – ganz sachte mit Trinken in jeder Runde und Pulskontrolle. Mit meinem Doppelstart bin ich dann gestern 31,1 km in knapp unter 2:45 gelaufen.
Die Ergebnisse

Hamburg-Marathon mit sehr divergenten SWO-Ergebnisse. Axel Schneider läuft neuen Vereinsrekord; Nils Riesenberg eine neue PB und Andreas Piepgras gleich beim Debüt unter vier Stunden (22.5.11)

Wer es live oder im Fernsehen gesehen hat, der konnte nachdenklich werden. Als der neue deutsche Meister Stefan Koch von der LG Braunschweig sich – fünf Minuten hinter der geplanten Zeit – vollkommen überanstrengt ins Ziel schleppte, das war nicht mehr spaßig. Da hatten die hohen Temperaturen und die schwüle Luft schon ihren Tribut gefordert. Koch stand mehrfach vor der Aufgabe.
Andere, noch schnellere, haben genau das dann auch getan: die favorisierten Kenianer beispielsweise stiegen gleich mehrfach aus. Auch ein Marathon-Aß aus der Region, Rainer Beewen von Großenkneten, hatte sich eine weit bessere Zeit vorgestellt und gestand ein, daß der Lauf alles andere als rund gewesen sei. Er finishte jedoch seinen Lauf mit Mühen.
Um so verwunderlicher ist, daß eine große andere Gruppe von Läufern in Hamburg bestens zurecht kam. Hobbyläufer ebenso wie Profis. Zu jenen, die mit sich und dem Lauf rundherum zufrieden waren, zählten auch die SWOer Axel Schneider und Andreas Piepgras. Der eine in seinem 11. Marathon schon ein Routinier, der andere nach einem verletzungsbedingt fehlgeschlagenen Debüt im letzten Herbst noch ganz am Anfang seiner Marathonkariere.
Axel lief in 2:55 eine um zwei Minuten gesteigerte neue Bestleistung und einen neuen Vereinsrekord. Er hatte ihn auch schon zuvor gehalten. Zwar ist auch er in der zweiten Hälfte etwas langsamer geworden, aber nur sehr wenig. Kurz vor dem Ziel konnte er noch Beewen einfangen, der sonst immer vor ihm liegt. Das Wetter hat Axel offenbar nur wenig zugesetzt. Zu seinem Lauf meint er:
"Ich fand Hamburg wieder Klasse, es war doch alles dabei: Sonne, tolle Stimmung und zwischendurch echte Quälerei. Bei der HM Marke war ich etwa 30 sec. schneller als geplant, fühlte mich aber gut. Bei km 25 gab es Seitenstiche, die zum Glück relativ schnell wieder abklangen. Bei km 36/37 hab ich kurz gedacht, was soll die Quälerei, wie blöd bin ich denn? Mit der neuen Bestzeit vor Augen und einigen Überholvorgängen lief es dann doch noch ganz gut. Es hilft, wenn man sieht, daß es anderen auch nicht besser geht und man noch kurz vor dem Ziel Läufer überholen kann, die sonst schneller sind. Wichtig war auch, daß ich mich in Schwächephasen an andere Läufer anhängen konnte. Mit der Zeit bin ich voll zufrieden, vier Minuten langsamer auf dem 2. Abschnitt ist bei den Bedingungen, denke ich, OK. Dirk habe ich bei km 12-13 überholt, da sah er schon ziemlich k.o. aus und sagte auch, daß es bei ihm nicht läuft."
Axel kann also nicht klagen, zumal er in der Gesamtwertung unter die ersten 250 von 11.000 Läufern kam und in M50 auf Rang 14 von über 1000, doch für Dirk Hanneken und Felix Levold, die bestens trainiert waren, lief es nicht so gut. Dirk hatte im Vorfeld eine leichte Grippe erlitten, und während des Laufes kam Heuschnupfen hinzu. Dazu die Wärme und ein vermutlich zu hohes Anfangstempo, da war es nur vernünftig, nicht durchzulaufen, sondern die neue PB nur um einige Wochen – vielleicht in Löningen – zu verschieben. – So ähnlich ging es auch Felix Levold, der bei km 12 noch gut aussah und seinen geplanten Fünferschnitt auch bis zur HM-Marke hielt. Dann aber wurden die Probleme größer, und er entschied sich wie Dirk für einen Abbruch bei etwa km 25. Mit ihm taten dies im übrigen mehr als ein Fünftel aller Läufer.
Drei, die die Vernunft nicht einholte, waren Werner Lippert (4:35), Ole Schröder (4:37) und Michael Schardt (4:20). Sie hatten noch im Rahmen ihrer Möglichkeiten unter zwei Stunden die HM-Marke passiert, brachen insbesondere nach km 30 doch mächtig ein, so daß die zweite Hälfte und 35 bis 40 Minuten länger ausfiel. Dabei gab es auch immer wieder Verschiebungen zwischen den dreien. Anfangs war Michael vorne gewesen, dann war Werner an ihm vorbeigelaufen. Bei km 25 lagen sie wieder auf gleicher Höhe. das wiederholte sich mehrfach, bis Ole an beiden vorbei ging. Da war km 30 rum. Später setzte sich dann Michael von Werner ab und holte auch Ole wieder ein, welcher am Schluß seinerseits wieder von Werner passiert wurde. Im Grunde wäre das ja auch sehr schön, wenn man seine Laufkumpels so oft sieht. Doch kam das keinem von den dreien wirklich spaßig vor, zu leer waren deren Akkus gewesen. Und bei Werner kam noch hinzu, daß er mit Knieschmerzen zu kämpfen hatte.
Im Grund ein ähnliches Schicksal durchlief Germán Flitz weiter hinten. Er war mit für ihn guten 2:23 den ersten HM gelaufen in einem Schnitt von etwa 6:30. Pro fünf Kilometer wurde er dann aber langsamer, erst auf sieben Minuten, am Schluß sogar auf über acht für den Kilometer. Mit der Zeit sei er nicht zufrieden (5:12), sagte er hinterher, zumal er über dreißig Minuten länger gebraucht habe als in den vergangenen Jahren; aber daß er durchgekommen sei, das freute ihn dann doch. Bisher hat Germán, der demnächst in die M65 wechselt, sechs Marathons gefinisht, seine Bestzeit steht bei 4:27.
Runder, aber nicht ganz rund, lief es bei Nils Riesenberg. Wie schon öfters, ging es bis km 30 sehr gut, die Beine waren frisch, doch dann traten Magenprobleme auf nach dem Verzehr von isotonischen Getränken. Überhaupt hat Nils das Problem, während der Anstrengungen keine oder nur schlecht Nahrung aufnehmen zu können, immer rebelliert etwas dagegen in seinem Inneren. So mußte er im hinteren Streckendrittel auch mal in den Gehschritt verfallen, das Tempo rausnehmen und mit den Kräften haushalten. Alles in allem kam aber ein schönes Ergebnis von 4:24 zustande, was seine PB um mehr als zehn Minuten steigert. Natürlich hat Nils noch weitaus mehr Potential in Richtung vier Stunden, was er eventuell in Bremen versuchen will, vorher wird er sich aber wie letztes Jahr im Triathlon betätigen.
Rundherum besser als die meisten kamen Andreas Piepgras und Paul Döbber zurecht. Andreas, der ja schon zum Hamburg-Marathon einen eigenen Bericht verfaßt hat, passierte, zusammen mit Werner, bei km 12 Michael und löste sich bei km 17 von Werner. Er überlief die Halbmarathonmarke in 1:54 und verlor - wie Axel in der zweiten Hälfte – nur wenige Minuten. So war seine Finisherzeit von unter vier Stunden (3:57) nie gefährdet und seine Frische im Ziel noch enorm. Er hatte sogar einen Endspurt eingelegt und noch zahlreiche Läufer überholt.
Kraftpaket Paul Döbber lief ganz unbeirrt und, wie immer fröhlich, seinen Stiefel herunter. An seine Zeit aus dem Vorjahr von 3:43 kam er zwar jetzt nicht ganz, aber die 3:48 sind aller Ehren Wert. Auch er verlor auf der zweiten Hälfte nur wenige Minuten, was immer ein Garant für eine gute Renneinteilung ist. Für ihn war das schon der fünfte Marathon, alle gelaufen in der Hansestadt.
Fazit: Für eine persönliche Bestzeit sind Hitzemarathons nicht geeignet, auch wenn es Ausnahmen von der Regel gibt. Da ist es schon besser, sich für den Oktober neu in Form zu bringen oder selbige zu halten. Wie es sich augenblicklich abzeichnet, werden im Herbst viele SWOer einen neuen (oder überhaupt ersten) Versuch starten. So könnte es wieder einen gut besuchten Vorbereitungskurs geben mit vielleicht sechs bis sieben Debütanten.

 

Staffellauf in Rastede. Frauenteam siegt, Manfred Meyer mit Bestzeit

Drei Staffeln hatte SW Oldenburg in Rastede aufgeboten. Im letzten Jahr hatten die Männer mit Axel Schneider, Dennis Heberer und Dirk Hanneken die Konkurrenz gewonnen. Dieses Jahr waren zwei von ihnen beim parallel stattfindenden Hamburg Marathon unterwegs. Dafür hielt sich unser Frauenteam nach einem zweiten Platz im letzten Jahr als Siegerin schadlos. Heide Neefe, Melanie Sander und Schlußläuferin Antje Lachmann siegten in 1:16:37; in der Gesamtwertung wurden sie 10. von 24. Melanie verfehlte ihre 5km Bestzeit dabei nur knapp. Dann hatte der SWO noch ein Mixedteam aufgeboten mit Gunnar Kieck, der in 25:05 sein Debüt über die Strecke gab, sowie Sandra Gruben und Manfred Meyer. Der schaffte eine neue Bestzeit in 26:55, womit er eine halbe Minuten schneller wr als bisher. Das Team wurde in 1:21:11 Stunden 17. von 24. Andreas Koch war mit Lebenpartnerin Sybille Philipp und Filius Nikolas Baboulin über 6x1,7km angetreten, wobei jeder zwei mal lief. Insgesamt blieb das Team in 59:23 knapp unter einer Stunde. Die Gesamtlänge beträgt 10,2km. Platz 17 von 20 Teams. Sybille und Nikolas liefen erstmals bei einem Wettkampf.
Die Ergebnisse (mit Einzelwertung)

Große Abschluß-Grillparty am Ossiloop-Bus. Sechzehn SWO-Läufer nahmen das Dörlooper-Finisherhirt in Empfang. Heinz Reinmold gewinnt Altersklasse. Heike Greis auf Platz sieben. Schnelles Tempo, hoher Spaßfaktor (20.5.11)

Mit einer feuchtfröhlichen Grillparty am Ossiloop-Bus endete für sechzehn Schwarz-Weiße und 25 weitere Mitfahrer und -läufer aus zehn Oldenburger Vereinen am 20. Mai der Jubiläumslauf "Von Leer ans Meer". Es war die dreißigste Auflage. Keiner der dreizehn SWO-Läufer und drei Läuferinnen hatte Probleme. Unter den knapp 200 Abbrechern befand sich niemand von unserem Verein, und, so weit ich sehe, auch niemand, der mit uns im Bus fuhr. Alle SWOer konnten nach drei teils strapaziös-spaßigen Rennwochen das begehrte Finisher-Shirt in Empfang nehmen, Michael Ibelings, Andreas Koch, Antje Lachmann, Friedhelm Schmidt, Michael Bamberger, Arno Goudschaal und Sascha Stolorz bereits zum zweiten Mal und Michael Schardt sogar das dritte Mal.
Um die Abschlußparty auch zünftig begehen zu können, hatte jeder aus dem Bus etwas mitgebracht: Bier, Kuchen, Sekt, Gebäck, Rotwein und viele Knabbereien. Andere sorgten für Grill, Tapeziertisch, Kohle und zahlreiche andere Dinge. Um das ganze schön vorbereiten zu können, waren Sabine Schenk und Gisela Rastedt mitgefahren, die am Zielort alles aufbauten und den Grill schon anwarfen, während die siebzehn SWOer auf der letzten Etappe unterwegs waren. Ja, richtig gehört: 17. Denn Horst Dieter Ogiewa war als Tagesläufer (ohne Zeitmessung) mitgekommen, um schon mal Ossiloopluft zu schnuppern. Er war dann auch in 53 Minuten nach elf Kilometer im Ziel in Bensersiel zusammen mit Michael Bamberger eingelaufen, dem er unterwegs motivierend zugesprochen und gezogen hatte. Michael wiederum war der einzige Läufer, bei dem es von Etappe zu Etappe immer besser lief und der sich stetig in der Gesamtwertung nach vorne arbeiten konnte.
Während die siebzehn also liefen, wurde auch der Busfahrer in unserem Sinne aktiv und half, wo er nur konnte, unseren Grillmädels Sabine und Gisela. Auch später war er der aktivste Mann beim Aufräumen. Zur Belohnung durfte er am Büfett teilnehmen, das so reichhaltig war, das einige Dinge, vor allem Bier und Grillgut, nicht ganz verzehrt werden konnte und später in Michael S.' Kühlschrank landete, als Belohnung sozusagen für die Organisation der Fahrt, die ab kommendem Jahr der auch schon Ossiloop-Erfahrene Remi Altenberg übernehmen wird.
Als dann gegen 22 Uhr zum Aufbruch geblasen wurde, da war der Ossiloop Nummer 30 Geschichte. Ohne Frage hatte es wieder einen riesigen Spaß gemacht, dabeizusein. Das konnten auch die Debütanten wie Lars Wölck, Mike Hesse, Kerstin von Hebel oder Heike Greis nicht leugnen, im Gegenteil. Heike hatte eigens einen seltenen Nußschnaps in einen Flachmann abgefüllt und zur Verköstigung angeboten. Bei alle dem war es kein Wunder, daß nach läuferischer Anstrengung und gemäßigtem Alkoholgenuß die Stimmung ausgelassen war und die Gespräche angeregt geführt wurden.
Heike haderte am Ende etwas mit ihrer Form in der letzten Woche, die unter dem Eindruck von Magen/Darm-Geschichten gestanden hatte. Sie schaffte daher nicht mehr den Sprung unter die ersten 500 der Gesamtwertung und unter die ersten 30 Frauen, aber mit einem 7. Platz in W45 unter über 100 Läuferin erzielte sie mit das beste Ergebnis der SWOer. Nur Ralph Obalski mit einem 5. Platz in M30 und Heinz Reinmold mit einem ungefährdeten Sieg in M60 lagen noch besser. Ralph lief dabei in einem Kilometerschnitt von unter vier Minuten auf Rang 40; und der 61jährige Heinz Reinmold düste in einem KM-Schnitt von 4:15 (!!) auf Rang 123. Er hatte alle sechs Etappen seiner AK gewonnen.
Das Tempo der Etappen und das Niveau in Spitze und in den AK ist beim Ossiloop enorm, viel höher als bei anderen Volksläufen. Mit 32 Prozent Frauenanteil erreicht der Ostfriesenlauf auch einen Spitzenwert. Insgesamt waren in Bensersiel 1662 Läufer als Tourfinisher ins Ziel gekommen, der zweitbeste Wert seit Anbeginn an. Auch die Beteiligung der Jungen ist höher als sonst, und bei den Mädchen geradezu gigantisch. Bei der letzten Etappe hatten so viele Tagesläufer teilgenommen wie bei keinem Teilstück zuvor.
Frank Bartsch hatte noch ein Ziel vor Augen, den Sprung unter die ersten 100, wozu ein Kilometerschnitt von unter 4:10 beim Ossiloop nötig ist. Er müßte sich um mindesten drei Plätze nach vorne arbeiten. Bei ihm lief es so gut wie nie zuvor. Hundert Meter vor dem Ziel zog er sogar den Spurt an, als er Michael Ibelings kurz vor sich erblickte, um diesen noch zu überlaufen. Der schaute nicht schlecht, war aber hellwach und konnte noch kontern. Frank hatte etwas zu früh den Endspurt angezogen, denn der Weg ins Ziel war fünfzig Meter länger als gedacht. Lohn: Platz 97 in der GW.
Seinen besten der drei bestrittenen Ossiläufe legte Michael Schardt hin, der seine Gesamtzeit um fünf Minuten verbesserte und unter 4:40 im Schnitt blieb. So konnte er die letzte Etappe etwas ruhiger angehen, auch im Hinblick auf den 36 Stunden später zu laufenden Hamburg-Marathon. Auch Friedhelm Schmidt, der sich nun zum zweiten Mal in der Etappenwertung vor ihm plazierte, lief einen besseren Ossiloop als 2010. Er konnte sich durch einen schnellen Finaltag auch noch in der GW nach vorne arbeiten.
Prima geschlagen haben sich auf der letzten Etappe und während der ganzen Tour auch unsere Frauen Kerstin von Hebel und Antje Lachmann. Erstere lief sehr konstant nach Uhr immer einen Schnitt von ziemlich exakt 5:20, egal wie lang die Etappe auch war; letztere lief immer um die fünf Minuten, zuweilen auch drunter und ist nun reif für ihre erste Zeit von unter 50 Minuten über 10km. Antje lief in W45 auf Rang 11 und ließ 9/10 aller 531 Frauen hinter sich, Kerstin kam in W30 auf Rang 12 und in der Gesamtwertung ins erste Fünftel.
Mit einer enormen Verbesserung gegenüber 2010 wartete Arno Goudschaal auf, was er auf einige verlorene Kilogramm zurückführt. Er war fast eine halbe Stunde schneller als letztes Jahr. Mit konstanten Leistungen bestritten Robert Sprenger und Lars Wölck ihre beiden Ossiloop-Debüts. Der erste mit einem Schnitt deutlich unter 5:00, der andere etwas darüber.
Nach langer Winterpause und einigen Frühjahrs-Wettkämpfen ist Andreas Koch wieder so in Form, wie er es im Herbst gewesen ist. Ihm dürfte in Kürze auch der Sprung in Richtung 49 Minuten über 10km gelingen. Er brachte in etwa die Zeit nach Hause wie beim letzten Ossiloop. Mike Hesse kam nach furiosen ersten zwei Etappen doch etwas in Rücklage und mußte runter vom Gas. Er lief von da an einträchtig mit Kerstin Seite an Seite, bei der letzten Etappe zusätzlich noch mit Andreas. Am Ende hätten sie sich als Kavaliere gezeigt und der Dame den Vortritt gelassen, äußerten die beiden Männer übereinstimmend; Kerstin meinte dazu augenzwinkernd, die hätten ihrem Schlußspurt eh nicht folgen können. Nicht so ganz in Tritt, wie er es sich vielleicht vorgenommen hatte, kam indes Sascha Stolorz, der zu wenig trainiert hat und nur bei der fünften Etappe kurzfristig zeigte, wozu er in der Lage ist. Dennoch ließ er fast 800 Läufer hinter sich und wird sicher in Kürze an seine alten Leistungen anknüpfen können, wenn er regelmäßig beim SWO-Training dabei ist.
Über den Ossiloop im Allgemeinen sind inzwischen drei Berichte unter www.laufreport.de einzusehen mit rund achtzig Fotos. Alle Zahlen, Daten, Ranglisten und Statistiken zu den SWO-Läufern finden sich unter Ossiloop-News, wo auch die Verschiebungen aufgelistet sind, die sich durch die Schlußetappe ergeben haben. Da ist auch die Ewige SWO-Ossilooprangliste zu finden. Ferner sind die diesjährigen Ergebnisse in der "Ewigen Bestenliste" rubriziert, da ganz nach unten scrollen. Außerdem ist der Webmaster im Besitz von rund 1500 Fotos, die Thomas Springer geschossen hat und von denen einige ab und an hier veröffentlicht werden und demnächst auf einem Internetdienst einzusehen und kostenlos für SWOer downzuloaden sind. Mit diesen Hinweisen sei die Ossiloopberichterstattung abgeschlossen, fast jedenfalls.
Dann es ist noch auf einen Fotobericht vom Webmaster hinzuweisen, den "Running. Das Laufmagazin" in der Juli- oder Augustausgabe bringen wird, wo Michael Schardt seit dem letzten Heft (Juni) Fachautor ist. Dort erscheint eine Serie aus seiner Feder, die mit "Trainingslexikon" überschrieben ist, wo "Kompliziertes leicht erklärt wird". Und: eine Rezension des Ossiloop-Buches ist in Laufreport vorgesehen, welches zur letzten Etappe erschienen ist und 30 Jahre Ossiloop mit vielen Fotos und Berichten Revue passieren läßt.

Rasteder Staffellauf! SWO-Frauenteam läuft nach Vorjahrsvizemeisterschaft auf Platz 1.

Eindrücke von Melanie Sander-Berg

"Der Rasteder Staffeltag ist eine kleine, nette Veranstaltung gleich "um die Ecke", mit bis jetzt, immer tollem Wetter. Leider war an diesem Sonntag Gewitter mit Regenschauern angekündigt. Die Gewitter blieben zwar aus, aber der Regen kam wie aus Kübeln! Weswegen, so vermuten ich, eine unserer vorangemeldeten Staffeln (Rita, Sabrina, Sabine B., 3x5km), gar nicht erst antrat. Wo ward ihr? (Anmerkung der Redaktion: Sabine und Sabrina waren krank, deshalb wurde die Staffel zurückgezogen.)
Alle anderen wren da: Manfred Meyer, Sandra Gruben und Gunnar Kieck (3x5km) sowie die Familie Andreas Koch mit Sybille und Nikolas (6x1,7km) und Melanie Sander, Heide Neefe und Antje Lachmann (3x5km) waren pünktlich da. Sogar Arno Backer, der gerne eingesprungen wär, wenn jemand ausgefallen wäre, war anwesend. So stand er uns betreuend und fotografierend zur Seite, vielen Dank dafür! Startunterlagen wurden dann abgeholt, Schleifchen an die Schuhe gebunden und die ersten Läufer zum Start geschickt. Und, wie schön, es regnete nicht mehr.
Nachdem alle ihr "Bestes" gegeben hatten, Familie Koch ein wenig Stress hatte mit der Nummernumsteckerei, weil jeder von ihnen zweimal laufen mußte, und sogar zwei "Irrläufer" wieder auf die richtige Strecke kamen, konnten wir nett Kaffee und Kuchen genießen. Manfred gönnte sich ein Erdinger, Gunnar bekam trotz schnellem Lauf leider keinen Kuchen mehr ab! Wie ärgerlich, der war sooo lecker!
Die Siegerehrung wurde immer wieder um ein paar Minuten verschoben, nerv! Wir wollten aber gerne warten, weil Betreuer Arno beobachtet hatte, daß wir, wider Erwarten, eventuell eine Siegerstaffel unter uns haben könnten. Und siehe da, gleich der erste Pokal für die schnellste Frauenstaffel ging an die "rosanen" Schwarz-Weißen! (Rosa, weil wir alle im Womenrun-Shirt gelaufen sind, und die sind bekanntlich nicht hellblau) Den Pokal nahmen Heide, Antje und Melanie (eine davon war eine der obigen "verpeilten" Irrläufer!) natürlich gerne entgegen, und ulkten noch auf der Rückfahrt, daß es wahrscheinlich keine weitere Frauenstaffel mehr gegeben hat. Nach späteren Recherchen gab es aber doch noch zwei weitere, die wir klar hinter uns gelassen hatten.
Im nächsten Jahr kommen wir wieder! Hoffentlich dann wieder mit vielen Decken auf trockenem Sportplatz. Da läßt sich besser Picknicken ..."
Ergebnisse folgen

Vier Disziplinen - vier Bestleistungen. Schülersportfest in Whv. (21.5.11)

Erstmalig traten vier unserer SWO-Kids (Nele Schröder, Luisa Levold, Marie Steffen und Jitka Runge) bei einer Mannschaftsmeisterschaft der C-Schülerinnen auf Bezirksebene an. Wir stellten dabei das jüngste Team im gesamten Teilnehmerfeld. Die gut organisierte und bei sommerlichen Temperaturen stattfindene Veranstaltung in Wilhelmshaven zog Teams aus dem gesamten Bezirk Weser-Ems mit ihren besten Athleten an. Unsere Mädchen traten im Wettbewerb Gruppe 2 an, der aus den Disziplinen 50m, Weitsprung, Ballwurf und einer 4x50m-Staffel bestand. Hierbei konnte in jeder Disziplin jeweils durch eine unserer Athletinnen eine persönliche Bestleistung erzielt werden. Marie Steffen erreichte im Weitsprung hervorragende 3,85m und damit eine PB. Diese Weite war gleichzeitig der zweitweiteste Sprung in dieser Gruppe. Auch unsere D-Schülerin Nele Schröder, die unsere C-Schülerinnen in diesem Wettkampf unterstützte, konnte ihre gute Weitsprungform mit einem Sprung über 3,05m untermauern. Ebenfalls eine neue Bestleistung erzielte Luisa Levold über 50m in 8,79 sek. Auch hier war Nele unsere zweite Starterin und kam nah an ihre Bestleistung aus dieser Saison heran (9,41 sek.). Im Ballwurf war es dann erneut Marie Steffen, die mit 29,50m eine neue Bestleistung erzielte und an der 30m-Marke schnupperte. Luisa war hier unsere zweite Teilnehmerin und erreichte 19m. Den Abschluss bildete die 4x50m-Staffel, die in der Besetzung: Luisa, Nele, Jitka und Marie ihre alte Bestmarke um eine Sekunde verbesserten und nun 34,87 sek. als Bestleistung zu Buche stehen haben. Am Ende belegten unsere Mädchen einen 5. Platz. Ulrike Levold nahm ebenfalls an den Meisterschaften -als Kampfrichterin- teil. Ihr Einsatzort war die Weitsprunggrube, wo sie über fünf Stunden den Sand glättete und das Maßband fachgerecht hielt. Danke für deinen Einsatz!

Mannschaftswertung im Ossiloop. Männer eins auf Rang fünf

Die vier Teams des SWO konnten auf den letzten beiden Etappen ihre Positionen halten oder sogar noch leicht verbessert. Das Männerteam 1 mit Ralph Obalski, Michael Ibelings, Frank Bartsch und Heinz Reinmold konnte seinen fünften Platz unter ursprünglich 63 und nun noch verbliebenen 61 Teams festigen. Mehr nach vorne ging aber auch nicht, der Abstand zum 4. ist deutlich. Die Zeit 18:56:37. Im Vergleich dazu: im letzten Jahr war die 1. Mannschaft in 19:44:53 unterwegs gewesen- Die 2. Männer mit Michael Schardt, Friedhelm Schmidt, Robert Sprenger und Michael Bamberger kamen nach dem 27., dann 24. und wieder 25. am Ende auf einen guten 23. Rang in 22:01:57. Auch dazu der Vergleich: 23:20:23 im letzten Jahr. Die dritte Männer kam über einen 42. zu einem 41 dann 43. nun auf einen 42. Rang. Die Gesamtzeit für Arno Goudschaal, Lars Wölck, Andreas Koch und Mike Hesse: 24:06:13. Die Frauen um Heike Greis, Antje Lachmann und Kerstin von Hebel waren auf dem 14 Rang gestartet und landeten am Ende auf 11: Zeit 17:23:53.
Die Ergebnisse der Mannschaftswertung findet sich auf der Seite Ossiloop-News

Ossiloop - 5. Etappe. Kurze Zusammenfassung

Bei der fünften Etappe über 11,85 km von Plaggenburg nach Dunum durften sich die Läufer über stetigen Rückenwind und kühle Temperaturen freuen. Entsprechend schnell waren in der Regel auch die Zeiten. In der SWO-Liste erreichte Ralph Obalski sein bestes Tagesergebnis und verbesserte sich um fünf Plätze auf Rang 41. Auch Michael Ibelings machte zwei Plätze gut und lag bei 10 km erstmals unter 40 Minuten. Frank Bartsch zeigte sich wiedererstarkt nach einer etwas verhalteneren Woche und könnte nun tatsächlich noch unter die Top 100 laufen, augenblicklich 103. Er plazierte sich auch wieder vor Heinz Reinmold, der weiterhin die M60 anführt. Die alte "Hackordnung" konnte auch Michael Schardt herstellen, der sich knapp vor Friedhelm Schmidt einfand. Friedhelm lief erstmals bei der Tour unter 4:40 pro km. Robert Sprenger kommt immer besser in Fahrt und lief diesmal deutlich vor Heike Greis ein, sonst eher immer knapp. Heike hatte diesmal keinen guten Tag, kämpfte mit Magenproblemen und büßte ein paar Plätze ein. Erstmals konnte sich Michael Bamberger vor ihr plazieren. Michael, der eine 53er Zeit als PB über 10 km stehen hat (!!), läuft bei jeder Etappe unter 50 Minuten. Da sollte in Großenkneten die Korrektur der PB erfolgen, genau wie bei Antje Lachmann, die hier auch immer um die 5min/km läuft, gestern sogar deutlich darunter (49:25 auf 10km) und bestes Dienstagsergebnis erzielte. Antje lief auch erstmals wieder vor Arno Goudschaal ein. Hinter dem konstanten Lars Wölck konnte diesmal Sascha Stolorz auftrumpfen. Die Ossiloop-Etappen lösten schon letztes Jahr bei ihm Trainingseffekte aus. Diesmal ein Schnitt von 5:10, sonst immer über 5:20. Dadurch kam er vor Kerstin von Hebel und Mike Hesse ein, die die Etappe zusammengelaufen waren. Bis auf Heike (-8) konnten alle SWOer ein paar Plätze gut machen.
An der Spitze kam es zu der kuriosen Situation, daß Georg Diettrich als ersten ins Ziel lief (man sprach von ca. 3 Sekunden Vorsprung in der OZ), aber nur zweiter wurde, weil Immega deutlich später über die Startmatte gelaufen war. Solche Vorkommnisse sind nicht gut für den Laufsport. Auch beim Frauenrennen war das bei Etappe 4 vorgekommen. Georg war auch "ziemlich frustriert" darüber. Er führt jetzt nur noch mit 2 Sekunden Vorsprung in der GW. Bizarres am Rande: in der Mikatiming-Liste ist er als 2. der Etappe geführt, in der Liste der Veranstalterhomepage als 1.
Nachtrag einen Tag später: Zu dem Vorgang um den Etappensieg von Immega wurden nun die beiden Siegerlisten bei Mikatiming und auf der Veranstalterhomepage nachträglich dahingehend korrigiert, daß Immega mit einer Sekunde hinter Diettrich zweiter wird. In der Gesamtwertung schlägt sich diese Korrektur gleich mit zwei Sekunden nieder. Diettrich führt danach nicht mehr mit zwei, sondern vier Sekunden Vorsprung. Unterdessen wird dieser Vorgang im Ossiloop "Forum" heiß diskutiert in dem Sinne, daß man Immega jetzt Sekunden "geklaut" habe und man an Diettrichs Stelle nicht mit geschenkten Sekunden Gesamtsieger werden wolle. Der Webmaster vom SWO meint dazu: Sinnvoll wäre, wenn die Hintergründe der Zeitkorrektur vom Veranstalter öffentlich und nachvollziehbar gemacht würden, vielleicht haben die beiden Läufer das sogar angeregt. Dazu ein kleiner Artikel der OZ vom 19.5. unter Ossiloop-News)

Königsetappe beim Ossiloop: das 4. Teilstück (15.5.11)

Bei weitgehend kühlen und angenehmen Lauftemperaturen gestaltete sich die auf glatt 14 km taxierte Strecke als Überdistanz. Erst nach 14,46 (mittel aller Garmins) macht der Zieleinlauf aller Mühen ein Ende. Vorne konnte Georg Diettrich seine dritte Etappe knapp mit 6 Sekunden Vorsprung gewinnen und damit wieder an Immega vorbeiziehen; bei den Frauen lief Inga Jürrens kontrolliert und getaped in der Spitze mit, wurde zweite und bleibt mit großem Vorsprung vorne.
Bei den SWOern lieferte der zuletzt schächelnde Ralph Obalski seine bisher beste Etappe und eroberte den alten 46. Gesamtrang zurück. In der Tageswertung wurde er sogar 36. Michael Ibelings blieb auf seinem Platz, er läuft nach wie vor sehr konstant, während Heinz Reinmold erstmals vor Frank Bartsch einlief, der sich ein ganz klein bißchen für den HM in Whv. geschont hatte. Auch Michael Schardt und Friedhelm Schmidt tauschten erstmals die Plätze. Michael verlor durch diese unrunde Etappe 20 Plätze in der Gesamtwertung, Friedhelm machte drei gut. Dahinter blieb alles beim alten: Robert Springer, Heike Greis, Michael Bamberger und Arno Goudschaal konnten leichte bis etwas größere Gewinne erzielen; Antje Lachmann dagegen sogar 22 Plätze. Hinter Lars Wölck konnte sich in der SWO-Gesamtliste Andreas Koch vor Mike Hesse schieben, während dieser in der Tageswertung sich nun wieder vor Sascha Stolorz schob. Das war aber nur deshalb der Fall, weil Sascha diesmal der 1000. im Ziel sein wollte, was Mike bei der Voretappe geschafft hatte. Kerstin von Hebel gewann ebenfalls 12 Plätze hinzu.
Interessant bleibt, ob Heike es noch unter die ersten 30 Frauen und ersten 500 in der GW schafft, ob Ralph seinen Platz unter den Top 50 sichern kann, ob Frank noch unter die erten hundert gelangt und wer nächstes Mal der 1000. im Ziel sein wird: ein SWOer, das scheint sicher. Sicher ist auch, daß Heinz die M60 gewinnen wird. Ergebnisse: Siehe Ossiloop-News

10 km von Whv.: Simone Stolle (49:25) klar unter 50 Minuten und Sieg in W30. Jetzt wird Marathon gelaufen. Auch Michel Douillard mit PB. (15.5.11)

Mit einer guten Renneinteilung konnte Simone Stolle erstmals die Marke von fünfzig Minuten über zehn Kilometer unterbieten. Nach verhaltenem Beginn (5:10) war sie bei km fünf in 24:58 angekommen. Bis dahin herrschte Rückenwind vor. Dann allerdings ging es gegen den Wind an. Bei km acht lag sie bei 40:10 um 10 Sekunden über der angepeilten Durchgangszeit, aber durch zwei schnelle letzte Kilometer in gut 4:40 und einem energischen Endspurt klappte das Unternehmen doch noch recht sicher. Mit 49:25 steigerte Simone ihre Bestzeit um mehr als eine Minute. Als Lohn gab es den ersten Platz in W30, einen 8. Rang in der Gesamtwertung unter 129 Frauen und als Preis einen Startgutschein für den Marathon in Wilhelmshaven im nächsten Jahr. Jetzt wird dieses Langziel wohl unweigerlich die Aufmerksamkeit der Sportlehrerin fordern. Vorher soll es aber auch der Halbe tun.
Um über drei Minuten konnte sich auch Michel Douillard in Whv. gegenüber seinem Debüt verbessern (50:56). Er war anfangs sogar noch vor Simone gelegen, nahm dann aber etwas das Tempo heraus und finishte ein sauberes Rennen. Da fällt sicher auch bald die Grenze von 50 Minuten.
Als Pacemaker für Simone hatte sich Michael Schardt betätigt (49:26), der auch auf der Rückseite der Strecke als willkommener Windschutz fungierte. Das vom SWO augenblicklich durchgeführte Trainingsprogramm "Unter 50 Minuten in drei Wochen" hat mit Simone schon nach einer Woche einen ersten Erfolg gezeigt. Weitere sollen in Großenkneten folgen, zumal sicher acht SWO-Frauen und auch einige Männer kurz vor dem Durchbruch stehen.
Als Team haben die drei exakt fünf Stunden gebraucht, damit sind sie als neuntes Team unter etwas mehr als dreißig zu werten. Dabei ragt die neue persönliche Bestzeit von Peter Baur nach einem einheitlichen Rennverlauf und und insgesamt starkem Auftritt sowie guten kämpferischen Qualitäten gegen Ende hin mit 1:48:34 heraus. Im wievielten schon gelaufenen Halbmarathon eigentlich ? gelang ihm eine Steigerung um mehr als eine halbe Minute. Ein guten Lauf mit PB im HM für den SWO konnte auch Frank Bartsch hinlegen, der zeitgleich noch beim Ossiloop im Einsatz ist, wo er noch einen Platz unter den ersten hundert anstrebt. Er war zusammen mit Thomas Brandt die ersten zehn Kilometer in einer (sicher zu schnellen) 42er Zeit zusammengelaufen, dieser verlor aber an einer Wasserstelle den Anschluß. Am Ende lief Frank eine hohe 1:35 und Thomas eine hohe 1:37 ein. Beide zeigten sich mit dem Rennen insgesamt zufrieden. Der starke Wind und die vielen Deichquerungen hatten insbesondere den HMarathonis und den Marathonis zugesetzt.
Die Ergebnisse

Marie Steffen Regionsmeisterin im Schlagball mit PB. Auch Franziska Look warf und sprang so weit wie nie. Und: Jitka Runge und Franzi mit PB über 800m (14.5.11)

Bericht von Claudia Steffen

Zur Regionsmeisterschaft in Delmenhorst sind wir nur mit einer sehr kleinen Gruppe von Mädchen gefahren – leider hatten die Stammwettkampfkandidatinnen Luisa und Neele anderweitige Auswärtstermine. So traten Franziska (W11), Jitka und Marie (beide W10) – mangels auch abwesender Trainerin Daniela – mit Claudia als Betreuerin an. Alle drei zeigten sich wettkampfstark und konnten sich entsprechend ihrem Leistungsniveau in den einzelnen Disziplinen präsentieren.
Der Einstieg mit der Disziplin Hochsprung verlief leider denkbar ungünstig und demotivierte zunächst ein bisschen: Die Mindesteinstiegshöhe war auf 1,00 m festgesetzt, für unsere noch wenig Hochsprung erfahrenen Mädchen eine große Hürde, an der Franzi leider auch ganz knapp scheiterte und somit keinen gültigen Versuch vorweisen konnte. Marie übersprang sicher die 1,05 m und sicherte sich damit den 4. Platz in ihrer Altersklasse, landete bei aufgelegten 1,10 m aber gleich dreimal hintereinander unglücklich auf der harten Latte! Der inzwischen strömende Regen verbesserte die Stimmung nicht.
Etwas traurig starteten nun alle drei Mädchen in einem sehr starken Läuferinnenfeld über 50 m. Ihre dort erreichten Ergebnisse waren recht ordentlich, waren jedoch bei allen dreien keineswegs PB.
Das sollte sich aber beim Schlagball ändern! Franziska erreichte mit 17m eine neue PB und Marie wurde mit 26,50 m sogar Regionsmeisterin in W10 (PB) in einem wurfstarken Feld von 17 Werferinnen!
Franzi – nun hochmotiviert – übersprang anschließend im Weitsprung erstmalig im Wettkampf die 3m-Marke und freute sich riesig über ihre PB von 3,06 m. Marie sprang einen sehr stabilen Wettkampf (3 Sprünge über 3,50 m) und erreichte mit 3,59 m den vierten Platz in W10. Ihre PB verfehlte sie dabei knapp und ärgerte sich etwas, dass sie einen Platz auf dem Treppchen nur um 1cm verfehlt hatte.
Alle Wettkämpferinnen hatten einen sehr langen und anstrengenden Wettkampftag hinter sich, dennoch meisterten Franzi und Jitka auch noch die 800m-Strecke. Beide liefen dabei sogar noch PB – Franzi in 3:20,10 Minuten und Jitka in 3:45,56 Minuten. Herzlichen Glückwunsch an die Mädchen, die in einem sehr großen und leistungsstarken Feld konzentriert einen tollen Wettkampf absolviert haben! (Ergebnisse folgen.)

Bergfest beim Ossiloop. 32 der 69 km absolviert. Noch 1752 Läufer im Rennen. SWO bisher ohne Ausfall. Die dritte Etappe (10.5.11)

Bei der dritten Etappe, die mit 11,96 km die bisher längste war und auch erstmals kräftigeren Gegenwind und höhere Temperaturen für die Läufer bereithielt, konnte logischerweise keiner der 16 SWOer seinen aus den ersten beiden Etappen herrührend Kilometerschnitt halten. Es kam zu Abstrichen von bis zu zehn Sekunden pro Kilometer. Ausnahme war da allein Andreas Koch, doch der hatte aufgrund von einer Erkältung die zweite Etappe deutlich langsamer gelaufen, so daß der Befund auch für ihn gilt. Aufgrund von Ausfällen von weiteren 40 Läufern in der Gesamtwertung (schon von der 1. zur 2. Etappe waren 46 Läufer nicht mehr angetreten), führte die "Verlangsamung" bei den meisten dennoch zu einer Verbesserung in der Rangliste, insbesondere im hinteren Bereich, wo mehr Abbrecher zu Buche schlagen. Noch sind 1752 Läufer (1191 Männer und 561 Frauen) in der Gesamtwertung verzeichnet; zu Beginn waren es 1838 gewesen.
Die dritte Etappe von Bagband nach Holtrop war nahezu exakt 12 km lang. Die sogenannte Mühlenetappe gilt für viele als die schönste der Tour. Bei erneut strahlendem Sonnenschein führt sie diesmal über einen Kilometer länger gen Norden als sonst üblich, bei der 2. Etappe hatte man wegen Bauarbeiten diese Erweiterung eingespart. So schön die Etappe landschaftlich auch ist, und so viele Eventpunkte mit spalierbildenden, begeisterten Zuschauern sie auch haben mag, für Läufer birgt sie auch einige Schwierigkeiten. Der Start verzögert sich für die hinteren Gruppen mangels Platz erheblich. Und richtig in Tritt kommt man lange nicht, weil die Wegführung sofort sehr eng wird und es weitgehend auch bleibt. Zudem führt der Weg über viele unebene Pfade, wo Achtsamkeit gefragt ist. Am Ende, vor allem im Bereich des neuen Teilstücks durch den Hummerich, blies auf offenem Feld ein kräftiger Wind den Läufern von vorn entgegen.
Unbeeindruckt davon zeigten sich Arno Goudschaal, Michael Bamberger und Kerstin von Hebel, die sich von Etappe zu Etappe um zahlreiche Plätze verbessern konnten. Zumindest gegenüber der letzten Etappe konnte auch Andreas Koch wieder an die Leistung des ersten Teilstücks anknüpfen. Im Gegensatz dazu zeigt die Formkurve von Mike Hesse in die andere Richtung. In Etappe eins war er vielleicht überdimensional gut gelaufen, dann aber gab es Verluste im Kilometerschnitt und in der Gesamtwertung, allein 64 Plätze von der 2. zur 3. Etappe. Wie das aber so ist, wird er mit Sicherheit bei der nun anstehenden längsten Etappe einiges an verlorengegangenem Boden wieder wettmachen. An eine Wettkampfbelastung zweimal pro Woche muß man sich erstmal gewöhnen. Es kann natürlich auch sein, daß Mike es etwas langsamer hat angehen lassen, um in Holtrop als genau 1000. über die Ziellinie zu gehen. Das jedenfalls hat exakt gepaßt.
Sehr konstant auf hohem Niveau laufen Michael Ibelings und Heinz Reinmold ihren Stiefel herunter, Michael immer in einem Schnitt etwas über 4:00; Heinz knapp unter 4:15. Während sich Michael festgesetzt hat unter den ersten 80 Läufern in der Gesamtwertung, konnte Heinz bisher alle M60-Wertungen für sich entscheiden und führt in der Altersklasse souverän das Feld an. Allerdings war es bei der dritten Etappe so knapp wie nie.
Für den führenden SWO-Mann Ralph Obalski, der sich bisher als 46. unter den Top Fifty befand, kam es nach zwei sehr guten Etappen zu einer kleinen Abschwächung, wodurch er nun den 51. Rang (vor 46) einnimmt. Zusammen mit Michael I, Heinz und Frank Bartsch, bei dem auch leichte Abstriche gegenüber des letzten Dienstags zu verzeichnen sind, bildet er das SWO Männerteam 1, was sich nach der Hälfte der Tour als sehr ausgeglichen präsentiert und sich unter über 60 Teams auf Platz vier der Teamwertung befindet. Der dritte Platz scheint aber außer Reichweite.
Das Frauenteam des SWO ist im Aufwind. Nach dem 14. Platz nach der 1. Etappe, gab es nach der 2. den Gesamtrang 12 und nun sogar Platz 11. Hier könnte der Sprung unter die top ten aufgrund der guten Leistungen von Heike Greis, Antje Lachmann und Kerstin noch gelingen. Heike erreichte mit dem 29. Platz bei den Frauen in Holtrop ihr bestes Tagesergebnis und will nun unter die ersten 500 gelangen (zurzeit 505); Antje war nur leicht langsamer als noch bei der Startetappe, und Kerstin stabilisiert ihre Leistung um den Schnitt von 5:20 herum. Ihr könnte vielleicht noch der Sprung unter die ersten 100 Frauen gelingen. Augenblicklich fehlen 12 Plätze.
Sehr gleichmäßig laufen Friedhelm Schmidt und Robert Sprenger. Der eine immer bei 4:40, der andere jeweils bei 4:50. Das führt zu Plazierungen unter den ersten 400 bzw. 500. Einige Einbußen mußte erwartungsgemäß Michael Schardt auf der 3. Etappe hinnehmen, nachdem er am Sonntag noch Pacemaker beim Hannover-Marathon für 4:30 Stunden gemacht hatte. Er rutschte um ein Dutzend Plätze ab.
Während die ersten neun SWOer immer in der gleichen Reihenfolge einlaufen, gibt es von 10 bis 16 je nach Etappe Verschiebungen. Diesmal war Arno vor Antje gelandet, was bisher umgekehrt war. Andreas Koch konnte sich an die Fersen von Lars Wölck heften und dadurch für diesmal auch Kerstin und Sascha Stolorz passieren. Kerstin wiederum landete diesmal vor Sascha und der vor Mike. Auf den Plätzen 13 bis 16 in der SWO-Gesamtwertung liegen alle vier Läufer dicht beieinander.
Die SWO-Männerteams zwei und drei dümpeln so vor sich hin. Die zweite war erst 27., dann 24. und nun 25; die dritte kam über einen 42. zu einem 41 und nun 43. Rang.
Spannend beim Ossiloop bleibt es in der Spitze. Diesmal hatte Georg Diettrich wieder die Nase vorn, zwei Sekunden vor Stephan Immega. Für eine Wachablösung in der Tourwertung reichte das aber nicht. Die beiden trennen eine Sekunde. - Bei den Frauen zog sich Inga Jürrens beim Einlaufen eine Wadenzerrung zu und konnte diesmal keinen weiteren Tageserfolg einfahren. Sie biß sich aber bravourös durch und kam als vierte Frau, 50 Sekunden hinter der Siegerin, an. In der Tourwertung bleibt sie souverän vorne, ob sie allerdings zu Ende laufen kann, ist noch ungewiß. Siegerin wurde diesmal Heike Piotrowski, die in der GW aber auf Rang 4 bleibt. Jürrens fiel in der GW inklusive der Männer von 19 auf 50 zurück, obwohl sie immerhin noch einen Schnitt von 4:10 gelaufen war.
Die nun noch ausstehenden Etappen gelten als die schwereren, nicht allein, weil sie länger sind. Auf der am Freitag anstehenden Königsetappe über 14 km könnte die Entscheidung im Männerrennen fallen; sie eignen sich auch für die anderen bestens, noch einmal richtig anzugreifen.
Die SWO-Ossiloop-Ergebniss der 3. Etappe

"Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin!" (8.5.11)

Ein Bericht zum Big 25 von Melanie Sander-Berg

So stand es auf unseren 10km-Startgutscheinen für den Big 25, die wir alle drei (Familie Sander) von Roman zu Weihnachten geschenkt bekommen haben. Eine echte Überraschung war es nicht mehr, da unser fleißiger Webmaster schon Wochen vorher davon Wind bekommen hatte, und es auf die Homepage setzte. Trotzdem haben wir uns sehr gefreut, und schon ziemlich früh mit dem Gedanken gespielt, uns für die 25km umzumelden. Roman und ich setzten dies auch in die Tat um. So stiefelte ich also mit meinen 10-er Startunterlagen zum help desk und bekam zu hören, daß es äußerst selten vorkommt, daß sich jemand von 10 auf 25km ummeldet, was mein sowieso schon kribbeliges Gefühl in der Magengegend nicht gerade beruhigte. Am Nachmittag trafen wir uns noch mit Judith (die seit ein paar Monaten in Berlin lebt) und Manfred L., der auch angereist war, auf einen Kaffee und plauderten über den Streckenverlauf. "Ganz beschwerlich die letzten Kilometer!" erzählte Manfred, der dies tags zuvor schon ausspioniert hatte, und mein Magen meldete sich wieder.
Die Anreise klappte, dank guter U-Bahn Verbindung am Tag des Laufes sehr gut. Und so kamen wir um kurz vor neun am Olympiastadion an. Unser Plan war: gemeinsam laufen, geniessen und ankommen! Der drohte zu platzten, als wir uns bei der Kleiderabgabe verloren. Ich war schon etwas verzweifelt, aber kurz vor Startschuß haben wir uns glücklicherweise doch alle (Cousin Dennis und Freund Soeren waren auch dabei) wiedergefunden. Pünktlich um zehn ging es los, und die Menge schob sich Stück für Stück über die Startlinie. Es dauerte etwas, bis man vom Gehen ins Laufen kam. Da es am Anfang etwas runter ging, konnte man toll die Läufermasse sehen, die sich auf der breiten Straße entlangzog. Für mich sehr beeindruckend, da es mein erster Lauf dieser Größenordnung war. Unseren Plan haben wir dann fast komplett in die Tat umgesetzt. Wir sind gemütlich gelaufen, haben viel gequatscht, Läufer aus Ganderkesee getroffen und "Manfred, Simone und Silke", die "rot" waren und glücklicherweise nicht "blau"! Und wie wir da so laufen, springt auf einmal jemand auf die Strecke und will ein Foto machen. He, dachte ich, den kenne ich doch! Da treffe ich Thomas Heberer, unseren ehemaligen Vereinskollegen, mitten in Berlin.
Bei Kilometer 5 teilte sich dann die Strecke, die 10-er rechts, die 25-er links. Da entdeckte ich in der Menge für einen kurzen Moment noch Antonio und Andreas, "viel Spaß noch und Tschüß bis heut Mittag!" Einmal mehr bereute Andreas, daß er nicht auch 25 laufen konnte.
Kurz vor Kilometer 10 meldete das Verkehrsleitsystem - Stau vor Brandenburger Tor -, eins von vielen Highlights. Begleitet von einer jubelnden, klatschenden Menschenmenge durften wir tatsächlich durchs Brandenburger Tor laufen, einfach toll! Alle fünf Kilometer gab es Wasser, was wir bei der stetig steigender Wärme auch bitter nötig hatten und nutzten. Das Plaudern wurde weniger, wir sammelten eine Sehenswürdigkeit (Martina hat sie alle erwähnt) nach der anderen ein. Vorbei an zahlreichen Luxusläden (für einen Besuch bei Udo Walz reichte die Zeit nicht, ich wollte ja mittags wieder Toni und Andreas treffen!)
Bei Kilometer 18 bemerkte ich einen kleinen Einbruch. Ich konnte das Tempo meiner drei männlichen Begleiter nicht mehr halten, und sie entfernten sich langsam. Roman hat noch an der Wasserstation bei 20km auf mich gewartet, wir haben uns dann entschieden, den Rest getrennt zu laufen. Also auf, für die letzten 5km, das schaff ich noch! Motiviert haben mich die zahlreichen "Geher", wenn auch langsamer, aber laufen konnte ich noch recht gut. Die Vorfreude auf den Einlauf ins Olympiastadion wuchs. Auf dem Olympischen Platz direkt vor dem Stadion noch ordentlich Anfeuerung von Andy und Toni. Das ich mich nochmal vom Stadion entferne, wußte ich ja (dank Manfred, Roman, Dennis ...! Vielen Dank dafür, ich war somit gut vorbereitet!). Dann nochmal staubige Wege und Einlauf in die Tunnelunterführung. Darin tierisch laute Trommler und flackernde Lichter. Einmal in eine Rechtskurve, und dann die Belohnung für so viel Mühe. Vor mir kam Tageslicht und das strahlend blau leuchtende Olympiastadion. Ich lief die letzten Meter wie auf Wolken auf der blauen Tartanbahn, grüßte noch mal die "rote Silke" und ab ins Ziel! Es war gigantisch!
Ich weiß schon, was ich mir zu Weihnachten wünsche!
Berlin, Berlin wir kommen wieder

Vier 25-km-Debüts vom SWO in Berlin. Schöne AK-Plazierungen von Antonio, Jonny und Bettina (8.5.11)

Zehn Läufer des SWO nahmen erstmals beim Big 25 in Berlin teil, je fünf über 10 km und 25 km. Mit gut 4000 Läufern über 25 und gut 2000 über 10 km war der Lauf sehr gut besucht. Erstmals über eine Distanz, die jenseits des Halbmarathons liegt, wagten sich Melanie Sander-Berg und Bruder Roman Berg. In 2:37 und 2:40 kamen sie in einer Hitzeschlacht zufrieden ins Ziel. Für die beiden war es ebenso ein Debüt wie für Judith Hilker und Martina Miertsch. Beide W30erinnen liefen die ganze Zeit zusammen und brauchten in 2:28 weniger als zweieinhalb Stunden. Manfred Lanfermann war diese Distanz schon einmal in Oldenburg gelaufen, damals mit ein paar Problemchen, diesmal aber mit ausgewachsenem Problem. Nach seinem verletzungsbedingten Wien-Verzicht und sehr wenig Training konnte er dennoch in Berlin seinen ersten langen Lauf seit Wochen erfolgreich beenden: 2:36 für ihn.
Nach längerer Zeit erstmals wieder ins Wettkampfgeschehen griffen Antonio und Andreas Sander sowie Ulrike Burek ein. Sie nahmen den 10er in Angriff. Antonio erlief dabei einen schönen 4. Platz in der AK MSC in 1:02. Die gleiche Zeit braucht Andreas in seinem ersten M40er Jahr. Ulrike war kurz dahinter angekommen in 1:03. Sehr nahe beieinander liefen Jonathan und Bettina Schachtschneider ein. Ersterer kam nach 53:16, hintere nach 53:30 ins Ziel. Jonny kam dabei auf den 6. AK-Platz MSA, und Bettina auf Rang 11 von immerhin 190 W45erinnen. Andreas Alt, der gemeldet war, ist nicht angetreten.
Die Ergebnisse

Eilbotenlauf: Felix mit PB über HM. AK-Siege für Nils und Jonte. Antje wird Gesamtdritte im HM (8.5.11)

Zwölf SWOer waren am Sonntag beim Eilbotenlauf und dem Wardenburg-Marathon dabei, die als Doppelveranstaltung ausgerichtet wurde und einen kräftigen Teilnehmerschwund zu verzeichnen hatte. Wie so oft in Moslesfehn waren die Temperaturen recht hoch. Um so höher ist die neue persönliche Bestzeit von Felix Levold in 1:32:49 zu bewerten, die ja ohnehin schon sehr gut stand. Er wurde toller vierter in der GW, 2. in M40 und sieht einem sehr schnellen Marathon in Hamburg entgegen. Auch Nils Riesenberg dürfte in HH Bestzeit laufen, zumal er den Eilbotenlauf zunächst als längeren Trainingslauf ansah, den er ab km 36 abbrechen wollte, dann aber die sechs Kilometer noch absolvierte und bis auf 2 Minuten sogar an seine - zugegeben noch nicht austarierte Bestzeit - im Marathon heranlief. In der M30 wurde er ohne Konkurrenz erster. Insgesamt waren nur 15 Läufer ins Ziel gekommen. Germán Flitz hatte auch einen Trainingslauf in Moslesfehn absolviert, den er nach - wie geplant - gut 30 km abbrach. Auch er ist fit für Hamburg.
Christian Willenbrink hatte in Moslesfehn umdisponiert. Da sich keiner fand, der sich über 10 km auf unter 50 Minuten hatte ziehen lassen wollen, lief er nicht den Fünfer schnell, sondern den 10er. Er kam in 47 Minuten ins Ziel, noch am Beginn seines Trainings stehend, daß sechs Monate brach gelegen hatte. So absolvierte Ole Schröder Christians Programm. er lief die 5 km schnell in 21:25 und wurde 2. in M35. Danach lief er die 10 km moderat in 51 Minuten, auch eine Trainingseinheit für Hamburg.
Wie so oft in Moslesfehn, war es auch ein Familienlauftag. Bei den Kindern waren Nele und Jonte Schröder, sowie Marthe Greis und Luca Levold am Start. Jonte lief das Bambinirennen über 300 Meter und wurde 1. in M06; Marthe war in 5:54 über 1km so schnell wie nie. Nele wurde 2. Mädchen der W09, und Luca konnte sich von 5:10 auf 4:44 steigern. Lohn: 3. in M08.
Über Halbmarathon fuhr Antje Lachmann trotz des Starts beim Ossiloop einen schönen 3. Gesamtrang unter immerhin 15 Läuferinnen in guten 1:54 ein. Sie wurde auch 2. in W45. Begleitet wurde sie von Frank Bartsch, der angesichts des Ossiloops nicht so schnell unterwegs sein wollte. Es war sein HM-Debüt für den SWO. Frank Steltenpohl tastet sich derweil langsam wieder an die größeren Läufe heran. Für ihn waren die Tempraturen nicht günstig, da er kein guter Hitzeläufer ist. Aber er kam sehr gut durch in 2:08 und sieht nun dem Löninger HM entgegen.
Die Ergebnisse

Big 25 von Berlin. 4 SWOer erlaufen 100 Euro (8.5.11)

Ein Bericht von Martina Miertsch

"Bei sonnigen 21°C machte sich die SWO-Außenstelle Berlin (Judith Hilker und Martina Miertsch) zusammen mit Verstärkung aus Oldenburg (Manfred Lanfermann und Melanie Sander Berg) auf, unter fachkundiger Leitung (Martina) die Innenstadt der Bundeshauptstadt über 25 km Länge zu erlaufen. Wer das gewohnte Schwarz-Weiß vermisst, dem sei gesagt, dass sich die Teilnehmer an einer Aktion zur Unterstützung der Berliner Tafel beteiligen konnten. Für jeden Läufer, der die Strecke mit rotem Leibchen absolvierte, zahlt die Firma Eismann pro gelaufenen Kilometer einen Euro an die Berliner Tafel, bei 25 km also 25 Euro. Natürlich zieht man sich dafür gern das Leibchen über.
Los ging es 10 Uhr auf dem Olympischen Platz vor der Kulisse des imposanten Olympiastadions. Zunächst ging es ein wenig bergab, an Dieter Hallervordens Kabaretttheater "Die Wühlmäuse" und dem Funkturm vorbei, dann immer geradeaus, an der Deutschen Oper, dem Ernst-Reuter-Platz mit der Technischen Uni vorbei, immer auf die nach der Restaurierung wieder in frischem Gold erstrahlende Goldelse auf ihrer Siegessäule zu. Weiter ging es geradeaus und durch das nächste Wahrzeichen der Stadt – das Brandenburger Tor. Nach einem kleinen Stück auf der Prachtstraße Unter den Linden ging es an einem der schönsten Plätze Europas, dem Gendarmenmarkt, vorbei in Richtung Potsdamer Platz. Größer könnten die Unterschiede nicht sein – auf Klassik folgt Moderne.
Ungefähr die Hälfte der Strecke war nun absolviert und die schwierigere zweite Hälfte begann. Aufgrund seines verletzungsbedingten Trainingsrückstands hatte Manfred, der hoch motiviert gestartet war, ungefähr zur Halbzeit einen Leistungsabfall zu verzeichnen. Judith und Martina liefen bis zum Schluss zusammen und konnten sich gegenseitig motivieren, die angeschlagene Geschwindigkeit zu halten.
Am Tiergarten vorbei hieß uns das Zentrum Westberlins mit seinem Kurfürstendamm und der Gedächtniskirche willkommen. Danach waren wir schon fast wieder in Charlottenburg, aber nach 18 km schien das Olympiastadion noch unendlich weit entfernt. Wasserstationen gab es trotz des sommerlichen Wetters leider nur alle fünf Kilometer, Nahrung überhaupt nicht. Hier könnte sich der Veranstalter verbessern. Obwohl der Lauf als ältester Berliner City-Lauf beworben wird, reicht er in Bekanntheitsgrad und Mobilisierung der Bevölkerung bei weitem nicht an die zwei größten Laufveranstaltungen Berlins, den Marathon und den Halbmarathon heran. So gab es nur vereinzelt Passanten, die das Läuferfeld anfeuerten und auch die Zahl der trommelnden und schrammelnden Musikkapellen war geringer. Der Stimmung unter den Läufern konnte das jedoch nichts anhaben und wir bewegten uns zielstrebig auf das Olympiagelände zu.
Als man das Stadion schon sehen konnte, waren jedoch noch zwei zu laufende Kilometer übrig. Puh. Der Weg führte zunächst wieder vom Stadion weg, dann einmal längs vorbei zum anderen Ende, um die Läufer dann grandios für alle ihre Anstrengungen zu entschädigen: Zunächst ging es durch den Zugangstunnel, in dem eine Sambakombo die Läufer lautstark begrüßte und ihnen Kraft für die letzten fünfhundert Meter verlieh. Bereits im Tunnel fühlte man sich wie ein Olympionike auf dem Weg zum Titel. Und dann betrat man den heiligen Boden. Vor uns erstrahlte das blaue, leider recht leere Rund. Auf der gegenüberliegenden Anzeigetafel sah man die glücklichen Gesichter der ins Ziel laufenden Starter. Nur noch etwa dreihundert Meter auf der blauen Laufbahn und dann war es vollbracht. Mehr oder weniger glücklich und zufrieden mit der eigenen Leistung kamen alle Oldenburger ins Ziel.
Ergebnisse folgen; ebenso mindestens ein Bericht über 6 SWOer, die 10 km gelaufen sind, und einer von Melanie

Bremerhavener Seemeile: Warum Michel zum Kronkorkenkönig wurde, bei Remi der Tod mitduschte und Simone sauer auf die Stoppuhr war… (8.5.11)

Ein Bericht von Simone Stolle

"Bei herrlichem Sonnenschein starteten Remigius Altenberg, Michel Douillard und Simone Stolle in Bremerhaven über 6 Seemeilen, die aufgrund der Deicharbeiten von 11,1 km plötzlich zu 9,9 km zusammengeschrumpft waren. Bei leichtem Rücken-, aber ziemlich starkem Gegenwind ging es zwei Runden über den Deich.
Michel trug bereits auf dem ersten Kilometer zu einer großen Erheiterung der beiden anderen SWOer bei, da sich ein auf dem Deich herumliegender Kronkorken unter seinem Schuh verklemmt hatte und Michel große Mühe hatte, ihn wieder loszuwerden. Trotz der kleinen Unannehmlichkeiten konnte er sich relativ schnell von Remi und Simone absetzen. So liefen sie und kämpften fleißig gegen den Wind. Besonders die letzten beiden Kilometer waren von starken Böen geprägt, so dass Remi und Simone versuchten, sich gegenseitig Windschatten zu spenden, was auch funktionierte. Nachdem im wahrsten Sinne des Wortes einige Höhen und Tiefen überwunden waren, kam Michel mit einer grandiosen Zeit von 50:07 (3. M35) ins Ziel, Remi wurde 2. SWOer in 50:35 (1. M30) und Simone lief als insgamt 3. Frau der Gesamtwertung und 1. in W30 nur ca. 1 Sekunde hinter Remi ein.  Somit waren alle drei SWOer nach dem Lauf frohen Mutes und gingen zum Duschen. Dort angekommen, fanden sie Strandkabinen vor, aus denen seltsame Stimmen ertönten. Kurze Zeit später wurde ihnen klar, warum: Es handelte sich um Duschen mit eiskaltem Wasser, durch die auch noch der Wind pfiff. Für Remi, der als erster den Schritt wagte, muss es so schlimm gewesen sein, dass er nur noch "Der Tod duscht mit!" von sich geben konnte. Überlebt hat er’s aber trotzdem! Umso erleichtert waren alle Läufer, als sie die Duschaktion hinter sich hatten. So brachen sie freudestrahlend und zufrieden zum nächsten Restaurant auf, in dem sie sich mit einem isotonischen Weizenbier belohnten."
Die Ergebnisse

Moslesfehner Marathon und Halbmarathon (8.5.11)

Ein spontaner Bericht von Frank Steltenpohl

"Pünktlich um 9.00 Uhr startete der Marathon und Halbmarathon bei sommerlichen Temperaturen um die 23° C und teilweise heftigen Windböen. Aus Sicht des SWO nahmen Antje Lachmann, Felix Levold, Frank Bartsch und Frank Steltenpohl am Halbmarathon teil. Den Marathon gingen Germán Flitz und Nils Riesenberg an, die diesen Lauf als Vorbereitung zum Hamburgmarathon nach 36 km beenden wollten.  Ich bin anfangs mit Germán und Nils zusammen im 6,00 Schnitt gelaufen. Dies war der Temperatur, aus meiner Sicht, ein angemessen Tempo. Zum Glück war die meiste Zeit des Laufes angenehmer Schatten von den Bäumen und Wind. Nach ca. 8 km wurde Germán langsamer, sodass ich nur noch mit Nils gelaufen bin. Bei km 10 gab es die erste Verpflegungsstation. Kurz danach unterhielten wir uns mit Joachim(?) Kohlmeyer. Er ist 62 Jahre alt und läuft jedes Wochenende 1 bis 2 Marathons, ist schon auf jedem Kontinent und dem Nordpol gelaufen und ist Mitglied im Marathonclub 100. Das war ein interessantes Gespräch über seine Erlebnisse, die er bei diversen Wettkämpfen gesammelt hat (über 100 Wettkämpfe). Bei ca. km 17 haben wir auch ihn verloren. Bei km 19 gab es die letzte Verpflegungsstation. 800 m vorm Ziel, ich mag es kaum schreiben, war bei mir die Luft raus und ich musste zum ersten Mal eine kleine Gehpause einlegen. Einen Dank an Nils, der mich noch aufbauen konnte, und ich doch noch laufend im Ziel angekommen bin. Ich hoffe, Nils hat die 36 km noch geschafft. Er hatte sich einen "Wolf" gelaufen und wollte sich von den Sanitätern mit einer Salbe behandeln lassen."

Ergänzung durch Nils: "Hier ein kurzer Bericht vom Wardenburg Marathon. Den ersten Halbmarathon bin ich zusammen mit Frank gelaufen, so im 6er 6.05er Schnitt. Auffällig war hier schon der starke Wind und die Wärme. Frank lief dann ins Ziel, und ich war für den Rest der Strecke alleine. Die Verpflegungsstände hatten also echten Unterhaltungswert. Bis Kilometer 32 bin ich im ca. 6.05er Schnitt geblieben und habe dann bis Kilometer 36 auf ca. 6.15 verlangsamt. Den Rest der Strecke bin ich zur Hälfte getrabt und gegangen. Mit einer Zeit von 4:37 habe ich den 13 Rang belegt und die AK gewonnen. Also ein guter langer Lauf für Hamburg."

Nun wieder Frank: "Germán hatte ich später noch getroffen. Er hat nach 30 km abgebrochen. Die Zeit, die er mir nannte, war 3:20h, wenn ich es richtig behalten habe. Antje hat sich ihr Muttertagsgeschenk redlich verdient. Sie machte den 2. Platz in ihrer Altersgruppe in einer Zeit von 1:54:16h und gewann einen überdimensionalen Blumentopf.  Felix erreichte ebenfalls den 2. Platz in M40 mit einer Zeit von 1:32:49h In der Gesamtwertung wurde er 4.. Er war leider nicht mehr anwesend, und ich weis nicht, was er gewonnen hätte. Frank Bartsch, der Antje begleitet hatte, schloß mit einer Zeit von 1:54:17h und ich mit 2:08:04h.  Alles in allem ein gut organisierter Lauf. Allerdings waren, meiner Meinung nach, die Jahre vorher eine größere Zahl an Teilnehmern gemeldet. Dies lag wohl an den großen Konkurrenzveranstaltungen.  Einige Läufer meinten, ihnen hat das Kopfsteinpflaster zu schaffen gemacht. Das kann ich von mir nicht behaupten. Vielleicht lag es auch an den Unterhaltungen, die wir führten und uns so davon ablenkten. Teilweise wurde die Strecke auch als "Meditationsstrecke" beschrieben, weil so wenig Zuschauer am Straßenrand standen. Das empfand ich aber auch nicht so schlimm. Wir haben uns gegenseitig motiviert. So ein "familiärer" Lauf hat auch Vorteile. Kein Gedränge bei den Duschen und warmes Wasser. Reichlich Kuchenbuffet…"
Die Ergebnisse

Hannover-Marathon. Job erfüllt (8.5.11)

Beim Marathon in Hannvoer hatten drei SWOer einen Job als Pacemaker übernommen. Gerd Guhl sollte die Gruppe führen, die genau oder eine Minute unter vier Studen bleiben sollten. Gerd kam in 4:00:21 ins, punktgenau. Bei recht hohen Temperaturen und heftigem Wind waren die Bedingungen für dieses Unterfangen nicht gerade leicht, aber er hat es nach den 3:51 von Wien sicher geschafft. Leichter hatten es da schon Udo Schäfftlein und Michael Schardt, die sich auf die lösbare Aufgabe von 4:30 eingelassen hatten. Anfangs war die Gruppe, die es zu führen hieß, sicher um die 40 Läufer, die dann ab km ziemlich bröckelte, insbesondere als die Halbmarathonis auf die Strecke kamen, das war etwa bei km 30. Während Udo den Job mit großer Leichtigkeit erledigte, war für Michael der Hannover-Marathon gefüllt schwerer als der von Wien. Wadenkrampf und Toilettenbesuch taten das ihre. Udo kam in 4:29:19 rein, Michael eine Sekunde später. Es gab 1546 Finisher, davon 221 Frauen (14,1 %) Eine von ihnen war Robert Bondzios Freundin Silke Meyer, die beim Debüt sicher unter 4:30 blieb (4:27), die sich aber schon bei km 3 von den Tempobremsern des SWO abgesetzt hatte.
Die Ergebnisse

Stand Spardcup nach 2 Läufen (Ofen, VFL)

Beide Läufe absolviert haben sieben SWOer. Das sind Norbert Schulte, Peter Baur, Nils Riesenberg, Sonja Kläner, Mike Hesse, Claudia Steffen und Arno Backer. Diese sieben können noch eine Komplettserie laufen (4 Läufe von 4) und damit an der Verlosung des Sonderpreises teilnehmen. Die letzten Rennen sind Brunnenlauf und Spardalauf. Je einen Lauf haben gelaufen und besitzen deshalb noch Chancen auf das Spardattrikot (3 Läufe aus 4) 28 Läufer: Dirk Hanneken, Michael Ibelings, Gerd Guhl, Robert Bondzio, Udo Schäfftlein, Friedhelm Schmidt, Andreas Koch, Heide Neefe, Frank Steltenpohl, Jürgen Dannemann, Ruth Ense, Melanie Sander-Berg, Maria Burmeister, Reinhard Schulz, Reinhard Peichert, Anja Lichy-Peichert, Birthe Kuhn, Sandra Ohlenbusch, Monika Rog, Sabine Gabbert, Axel Schneider, Felix Levold, Werner Lippert, Andreas Piepgras, Jonathan Schachtschneider, Roman Berg, Ursula Baur und Tim Rosenkranz.

SWO-Kids: Glänzender Start in die Bahnsaison – zweimal Gold und einmal Silber in Whv. (6.5.11)

(Von Daniela Schröder) Für die SWO-Kids es heißt seit diesem Freitag wieder „Höher, schneller, weiter“ auf der Bahn. Zum Saisonauftakt machten sich die beiden in der D-Klasse startenden Luca Levold und Nele Schröder zusammen mit den beiden C-Schülerinnen Marie Steffen und Jitka Runge auf dem Weg nach Wilhelmshaven. Hier stand zu Saisonbeginn ein Dreikampf auf dem Plan, bei dem die vier ihr Können über 50m, im Weitsprung und im Ballwurf beweisen mussten. Und allen Vieren gelang dies in beeindruckender Frühform. Wie es sich bereits im Training der letzten Wochen andeutete, sind große Fortschritte im Weitsprung bei diesen Vieren in dieser Saison zu erwarten. Das diese Leistungen aber gleich im ersten Wettkampf schon abgerufen wurden, war hervorragend. Luca sprang 2,52m, Nele übertraf das erste Mal die 3m-Marke und hat jetzt 3,07m zu Buche stehen, Marie verbesserte sich auf starke 3,63m und Jitka kommt immer näher an die 3m ran und hat nun eine Bestweite von 2,92m. Aber auch im Sprint und im Ballwurf konnten viele Konkurrenten mit den Leistungen unserer Kids nicht mithalten. Und so standen am Ende Nele und Marie ganz oben auf dem Treppchen und kehrten mit einer Goldmedaille und Luca mit einer silbernen nach Oldenburg zurück. Alle erreichten zudem tolle neue Bestmarken im Dreikampf (Nele, Luca und Marie um jeweils ca. 100 Punkte und Marie übertraf dabei das erste Mal die 1000 Punkte Grenze). So, kann die Saison ruhig weitergehen...

Ossiloop: 2. Etappe

Nach der zweiten Etappe sind nun genau 20 km absolviert. Das Rennen der SWOer ist nach wie vor sehr schnell. Michael I. beispielsweise liegt bei einem Kilometerschnitt von 4:02, Michael S. bei 4:33, Friedhelm bei 4:39, Heike und Michael B. unter 5:00 und Antje bei genau 5:00. Gegenüber der ersten Etappe verloren Robert S., Heike und Heinz rund 10 Gesamtwertungsplätze, Andreas (wegen Erkältung) 69, obwohl 50 Läufer nicht mehr antraten. Es gab deshalb große Sprünge nach vorne von Friedhelm (11), Michael B. (55), Antje (62), Arno (42), Lars (34), Mike (11), Sascha (12) und Kerstin (17). Die besten AK-Plätze haben inne: Heinz (M60: bleibt auf 1), Ralph (M30: bleibt auf 5) Heike (W45 verbessert auf 6) und Antje (W45, verbessert auf 8). Erst ab der dritten Etappe, wenn es nicht mehr so viele Ausfälle von Läufern gibt, sind die Ups und Downs aussagekräftig.
In der internen SWO-Gesamtwertung rückte Lars vor Mike, und Sascha rückte bis auf eine Sekunde an Andreas heran. Kerstin und Sascha landeten bei Etappe zwei im Gegensatz zur ersten vor Andreas.
Die 1. Männermannschaft ist von 5. auf 4. vorgerückt, auch die anderen drei Teams haben Sprünge nach vorne gemacht.
Die Ergebnisse der 2. Etappe und die SWO-Liste gibt es nun hier.
Die ersten beiden Etappen werden beschrieben auf Laufreport http://www.laufreport.de/archiv/0511/ossiloop/ossiloop.htm

Ossiloop 1. Etappe: Männerteam auf Platz 5; Heinz Reinmold führt die M60 an. Über 2000 Anmeldungen. (6.5.11)

Die erste Etappe des Ossiloops ist absolviert. Bei besten Laufbedingungen, angenehm kühlen Temperaturen und leichtenm Wind, der meist von schräg hinten kam, wurde ein schnelles Tempo gelaufen, vorne an der Spitze wie auch von allen 16 SWOern. Die erste Etappe konnte bei den Männern Georg Diettrich knapp mit drei Sekunden Vorsprung für sich entscheiden (34:32). Sein Kilometerschnitt liegt bei 3:15, teilweise sei er auch einen glatten Schnitt von drei Minuten gelaufen, betonte er. Während bei den Männern noch nichts entschieden ist, dürfte bei den Frauen schon eine Vorentscheidung gefallen sein, zu überlegen ist Seriensiegerin Inga Jürrens. Sie hat schon über drei Minuten Vorsprung und blieb als einzige Frau unter 40 Minuten (39:47).
Schnellster SWOer war Ralph Obalski in 42:06, womit er Platz 46 in der Gesamtwertung belegt. Unter den Top 100 liefen auch Michael Ibelings (43:02) und Frank Bartsch (44:20). Der vierte SWOer, der das erste Männerteam komplettiert, ist Heinz Reinmold (44:55), der schon jetzt souverän das Feld von über 50 Läufern der M60er anführt. Er ist heißer Anwärter auf den AK-Sieg (auch wenn es offiziell keine Wertung in 5-Jahres-Schritten gibt). Mit einer Gesamtzeit von 2:43:05 belegt dieses SWO 1 Team Platz fünf in der Vereinswertung unter 63 Teams.
Hinter diesem Quartett kamen Michael Schardt (48:36) und Friedhelm Schmidt (49:54) auf die Plätze 5+6. Michael in M55 auf 11. von 88 Läufern. Dann folgen Robert Sprenger (51:38) und Michael Bamberger (53:50), die SWO2 komplettieren, das auf Rang 27 liegt.
Für das dritte Team sind die Zeiten von Arno Goudschaal (54:08), Mike Hesse (55:16) verzeichnet sowie  Lars Wölck (55:47) und Andreas Koch (56:03). Das Team liegt auf Rang 42. Außerdem lief noch Sascha Stolorz (57:07) mit.
Bei den drei SWO-Frauen lief Heike Greis die schnellste Zeit. Heike hat sich nun auch entschieden, den kompletten Lauf mitzumachen. Sie lief 51:40 und kam damit auf den 35. Gesamtrang von fast 600 Frauen und auf Rang 7 in W45 von 112. Antje Lachmann folgt auf Rang 65 dann mit 53:53, vor Kerstin von Hebel (57:39) auf Frauenrang 132. Das Frauenteam liegt in 2:43:03 auf Rang 14 von 46 Frauschaften. Alle SWO-Läufer liegen in der Gesamtwertung unter den ersten 1000.
Die Streckenlänge war mit 10,65 km vom Veranstalter angegeben worden und wurde von den Garmin-Uhren auch exakt bestätigt. Allerdings waren die späteren Kilometermarkierungen (ab km 5) immer 120 Meter zu früh, weshalb auch die Durchgangszeiten bei km 10 nicht ganz stimmen, sondern zu "gut" sind. Das zeigen auch die Umrechnungen des tatsächlich gelaufenen Kilometerschnitts. Danach war z. B die Zeit von Michael I. 40:20 beim wirklichen km 10 und nicht 40:00 bei der zu frühen Markierung, und Michael S.' Durchgangszeit ist nicht 45:12, sondern 45:33 gewesen.
Alle Detailergebnisse der SWO nach der inzwischen revidierten Ergebnislisten bei Mikatimingstehen ab jetzt auf unserer Ossiloopseite. Dort auch ein neuer Vorbericht zur 2. Etappe

Anfängerkurs schafft ersten 10er in Gristede. Neuzugang Frank Bartsch mit tollem Einstand. Thomas Brandt gibt Antwort auf Wien-Marathon. Viele Bestzeiten, Podestplätze und Debüts (1.5.11)

Der nun beendete Anfängerkurs mit dem Programm "Von null auf zehn Kilometer in 10 Wochen" hatte in Gristede seinen Abschlußlauf, nachdem bereits bei Halbzeit ein Lauf über fünf Kilometer angestanden hatte, der beim Lauf in Schortens in Angriff genommen worden war oder intern im Bürgerbusch. Von den einstmals über dreißig Teilnehmern nahmen schon beim Fünfer verhältnismäßig wenige Läufer teil, wenn man dies in Relation zu früheren Kursen setzt. Es waren derer 12. Allerdings holten in Gristede noch mal ein knappes halbes Dutzend den damals verpaßten Fünfer nach oder wiederholten ihn, so daß wir auf eine Anzahl von 18 Teilnehmern kommen, die den Fünfer geschafft haben. Das ist guter Durchschnitt. Daß allerdings bisher nur sieben Läufer das Kursziel erreichten, den 10 km Lauf zu finishen, stimmt nachdenklich. Auch für den Fall, daß in Moslesfehn oder Wilhelmshaven noch einmal drei, vier Läufer hinzukommen. Das hat auch Kursleiter Remi Altenberg zu einigen Überlegungen gebracht, die auf der letzten SWO-Sitzung am vergangenen Montag aufgegriffen wurden und zu einigen Neuerungen in kommenden Kursen angeregt haben. Eine davon beginnt sofort: Remi wird den Kurs ehrenamtlich noch eine kleine Zeit weiterbetreuen und in den Lauftreff integrieren.
Denjenigen aber, die sich der Herausforderung am Ende dann stellten und die sie auch alle mit Bravour bewältigten, denen gebührt unsere Anerkennung. Wir gratulieren herzlich für diese Leistung. Mit einer für ein Debüt tollen Zeit von 52:50 war Uwe Stein als schnellster der Gruppe ins Ziel gekommen. 55 Minuten brauchten Gunnar Kieck und Manfred Meyer. Letzterer konnte nach dem Sieg im Schortens-Fünfer nun den 3. Platz in M70 einheimsen. Ohne Konkurrenz in der weiblichen A-Jugend gewann die 17jährige Anna Mittelstaedt in 56 Minuten ihre Klasse und verteidigte den Titel für den SWO, den im letzten Jahr Julia Steinker errungen hatte. Ebenfalls in 56 Minuten konnte Marja Hempel den Abschlußlauf bewältigen, womit sie dritte in W35 wurde, hinter Gesamtsiegerin Antje Günthner und unserer schnellsten Frau in Gristede, Sonja Käner, die hier zum zweiten Mal unter 50 Minuten bleiben konnte. Also zwei SWOerinnen auf dem Podest der W35er Klasse. In guten 62 Minuten schließlich liefen Seite an Seite hochzufrieden Sandra Gruben und Sabine Stein über die Zielmatte. Sie hatten das rennen komplett zusammen bestritten. Schützenhilfe für einen Teil der Gruppe hatte Teamchef Manfred Lanfermann gegeben, der inoffiziell mitlief und die Läufer und Läuferinnen sicher ins Ziel brachte, die unter einer Stunde ankommen wollten. Neben den Genannten wollte eigentlich auch Karin Meyer den 10er laufen, zumal sie bestens vorbereitet war. Sie mußte jedoch aus terminlichen Gründen ihr Debüt verschieben.
Beim Lauf über 5 km waren, wie gesagt, auch Kursteilnehmer erneut oder erstmals bei einem Volkslauf dabei. "Wiederholungstäter" waren dabei Sabine Bley und Sohnemann Steffen, der sich gegenüber Schortens auch schon ein gut Stück verbessern konnte. Mit neuer Bestzeit warteten auch Rita Wagner, Jessica Meier und Sabrina Biondi auf. Letztere war in W30 sogar mit dem dritten Platz belohnt worden. Fünferdebüts gaben indes in recht genau einer halben Stunde Isabella Hanke und Antje Mathur. Etwas länger benötigte eine weitere Debütantin, Elisabeth Seydlitz, die mehrere Wochen am Training nicht teilnehmen konnte. Ihre Tochter Anna-Christine war zwar auch angetreten, mußte aber schon nach 100 Metern abbrechen aufgrund von Hüftschmerzen, die hin und wieder schon mal im Training aufgetreten waren.
Recht klein war mit 40 Teilnehmern der Kinderlauf besetzt, an dem auch zwei Mädels des SWO teilnahmen. Nele Schröder erlief in neuer PB den 10. Gesamtrang und wurde 6. Mädchen. Auch die 7jährige Marthe Greis schlug sich tapfer. Sie hat jetzt wieder richtig Lust aufs Laufen bekommen, nachdem sie schon vor drei Jahren Miniläufe mitgemacht hatte, dann aber lieber andere Sportarten ausprobieren wollte.
Einen tollen Einstand bei Schwarz-Weiß Oldenburg feierte am ersten Tag seiner Mitgliedschaft Frank Bartsch, der von der Emder LG herübergewechselt ist. Länger Zeit nicht so recht in Form gewesen, zeigte er sich jetzt aber wieder in alter Stärke. Frank, der schon mehrfach unter 40 Minuten beim Zehner und unter 20 Minuten über 5 km geblieben war, zeigte sich bei seinem SWO-Debüt über fünf Kilometer wieder sehr gut in Form. In 19:34 wurde er unter über 140 Läufern 12. und gewann die Altersklasse M35. Frank startet auch beim Ossiloop für Schwarz-Weiß. Zweiter in dieser Klasse wurde auch ein Mann vom SWO: Ole Schröder. Er lief nahe an die 21 Minutenmarke heran und zeigte sich gut erholt vom Marathon in Wien. Sein nächstes Ziel am 22.5. ist wieder ein Marathon, nämlich den von Hamburg.
Dezidiert Bestzeit über 5 km hatten weitere Läuferinnen und Läufer auf dem Programm. Das waren Michael Bamberger, Simone Stolle, Jürgen Dannemann, Antje Lachmann und Heike Greis. Und, um es kurz zu machen: das Quintett konnte locker seine Vorhaben in die Tat umsetzen, teils unterstützt von Tempomacher Michael Schardt, der vor dem schweren Wettkampfmonat Mai froh war, eine Aufgabe zu haben und nicht volle Pulle gehen zu müssen. So scharten sich mit Ausnahme von Heike die anderen Läufer um ihn und liefen so lange mit, bis sie merkten, daß es noch schneller geht, oder bis der vorgegebene Tempoplan nicht mehr zu halten war. Bei diesem Unterfangen sprangen nicht nur fünf deutliche Verbesserungen heraus, sondern auch einige Podestplätze. Simone siegte in W30 in gut 24 Minuten, Michael B. wurde in 23:16 zweiter in M55, Michael S. daselbst dritter und Heike dritte in W45. Besonders deutlich fielen die Verbesserungen von Antje (über eine Minute) und Jürgen (volle sechs Minuten) aus. Die Sogwirkung der Gruppe nutze auch Remigius Altenberg, der sich nach gut 24 Minuten freuen konnte, nahezu das Niveau erreicht zu haben, das er vor seiner langwierigen Verletzung (Fersensporn) innehatte. Auch eine erneute Verbesserung, aber keine PB erlief über 5km zudem Andreas Koch, und Thomas Springer blieb in seiner Begleitung von Debütantin Antje Mathur noch unter einer Stunde.
Waren vom SWO die Fünf-Kilometerläufer zahlenmäßig mit 19 Finishern auch die größte Gruppe, so trugen doch auch 14 Läufer über 10 km dazu bei, daß der SWO mit 35 Läufern deutlich größtes Team in Gristede wurde und einen Besitzpokal überreicht bekam. Erfreulich dabei auch, daß das Team aus mehr Frauen als Männern bestand. Ein deutliches Zeichen setzte über 10 km Thomas Brandt, in dem er in 41:46 sehr nahe an seine Bestzeit heranlief. Für ihn war der Wien-Marathon, wo es vielleicht nicht ganz optimal gelaufen war, Herausforderung und Motivation, hier in Gristede schnelle Fahrt aufzunehmen. In einer rasanten ersten und immer noch schnellen zweiten Runde konnte er einen tollen 24. Gesamtplatz erlaufen und an seine besten Leistungen nahtlos anknüpfen. Ebenfalls nur um wenige Sekunden verfehlte Horst-Dieter Ogiewa seine Bestzeit, die er vor dem Wien-Marthon in Schortens aufgestellt hatte. Vermutlich war er etwas zu schnell angegangen, hatte in der Mitte des Rennens einen kleinen Hänger und landete so bei 46:19. Das ist nach seiner erheblichen Steigerung der Marathonbestzeit zwei Wochen danach aller Ehren wert.
Zwei Akteure konnten in Gristede aber doch Bestzeit laufen. Das war der lange nicht mehr in Erscheinung getretene Roman Greis und Mike Hesse, der sich in diesem Jahr schon das dritte Mal steigern konnte. Roman blieb erstmals unter 50 Minuten, Mike erstmals unter 52. Letzterer war kontinuierlich mit Bettina Schachtschneider zusammengelaufen, die ebenfalls und nun schon zum zweiten Mal hintereinander unter 52 lief und hinter Sonja Kläner (49:49) zweitschnellste SWOerin wurde. Zufrieden mit seinem Rennen zeigte sich auch Frank Steltenpohl. Er hatte durch berufliche Belastungen eine Leistungsdelle erlebt, kommt aber von Rennen zu Rennen immer besser in Schuß. Als nahes Ziel peilt er demnächst an, erstmals unter 50 Minuten zu laufen.
Die Ergebnisse.

2. Osterlauf in Lennep. Bergig für Flachländer (25.4.11)

Ein Laufbericht von Kerstin von Hebel

"Bei strahlendem Sonnenschein (und bereits 22 Grad um kurz vor zehn) kamen Uwe und ich in Lennep, dem zweitgrößten Stadtbezirk Remscheids an. Der 2. Osterlauf fand auch wie im letzten Jahr in dem Stadtteil Hackenberg, mitten im Bergischen Land statt. Da der Osterlauf erst eine kurze Tradition aufweist, geht es hier auch sehr familiär zu. Nichts desto trotz kann die Organisation des Turnvereins "Frisch auf" Lennep e.V. durchaus mit größeren Laufveranstaltungen mithalten. Der Start- und Zielbereich bot neben der Zielgetränkeversorgung auch die Verpflegung mit frisch gegrillten Würsten und selbstgebackenem Kuchen, die für einen geringen Obolus von den Läufern und ihre Begleitung(en) käuflich erworben werden konnten.
Doch bevor die Wurst und der Kuchen gekostet werden konnte, stand erst einmal der 12 km Lauf an. Gestartet wurde um kurz nach elf. Der erste km hatte es schon in sich. Zwar ging es nur "sanft" bergauf, jedoch mußte ein schmaler Weg, an dem sich schon am Anfang ein kleiner Stau bildete - so daß man eher trippelnd statt laufend hochkam - erklommen werden. Danach lockerte sich das Feld, und es ging in den Wald. Vorbildlicher Weise wurde neben einem Hinweisschild "Vorsicht Wurzeln", wirklich jede Baumwurzel mit gelber Farbe angesprüht, so daß sogar ein Blinder im Vorfeld gewarnt wurde. Der Waldweg verlief unspektakulär wellig, bevor es dann zwischen dem dritten und vierten km das erste Mal richtig bergauf ging. Hier stieß ein "Flachländer" schon ein wenig an seine Grenzen. Voller Vorfreude, daß der erste Berg bezwungen wurde, ging es immer wieder bergauf und bergab. Die erste und einzige Getränkestation befand sich zwischen dem sechsten und siebten km. Hier wurden neben Wasser und Zitronentee ebenfalls Bananen gereicht. Nach der Stärkung ging es einen schmalen Waldweg, bei dem man sogar 2 Ponys mit ihren Reiterinnen begegnet, wieder schön bergauf. Ermutigend war, daß man den Berg schneller bezwang, als die PonysJ - die aber zugegebenermaßen bewußt zurück gehalten wurden. Der wirklich anstrengende Teil kam jedoch noch, allerdings wußte ich das bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Erst einmal konnte ich den traumhaften Blick auf die Wuppertalsperre genießen, bevor wir aus dem Wald heraus zu der schlimmsten Steigung liefen, das war bei km zehn. Mühsam quälte ich mich nach oben. Als ich sah, daß es nach einer scharfen Rechtskurve jedoch noch weiter nach oben ging, war ich kurz davor aufzugeben. Tapfer kämpfte ich mich eher walkend statt laufend nach oben und freute mich, daß ich nun alle Hügel überwunden hatte und das Ziel greifbar nahe war. Bevor ich mir allerdings mit einem kühlen Getränk ein schattiges Plätzchen suchen konnte, ging es abermals in den Wald und ein letztes Mal bergauf. Von da an war es nicht mehr weit und zum langersehnte Ziel, ging es wieder ein wenig bergab. Die Uhr blieb bei mir bei 1:12:34 stehen, und ich war nur noch froh, daß ich diese Tortur hinter mich gebracht habe. Uwe kam etwas später mit 1:19:15 ins Ziel und wurde mit einem Becher Zitronentee bereits sehnlichst von mir erwartet.
Festzuhalten ist, daß die herrliche Landschaft und die tolle Organisation auf jeden Fall eine Entschädigung für diese anspruchsvolle Strecke ist. Und das ich im nächsten Jahr weiß was mich erwartet und ich die eine oder andere Bergeinheit einschieben werde." Kerstin wurde übrigens von 60 Frauen 14. und von 6 W30erinnen zweite.
Zu den Ergebnissen

HM in Wien. Ein unvollständiger Nachtrag. Nur Sabine Schenk unter zwei Stunden. Lars Wölck und Thomas Sringer mit Debüt, Roman Berg und Sascha Stolorz mit PB (17.4.11)

Die Ergebnisliste des Wienmarathons ist auch nach mehr als einer Woche nicht vollständig einzusehen und die Ergebnissuchfunktionen überaus umständlich. U. a. ist keine getrennte Wertung nach Geschlechtern aufzurufen. Komplett bricht die Ergebnisseite immer dann zusammen, wenn man die Halbmarathonresultate ab Platz 3500 folgende aufrufen will. Deshalb ist auch noch nicht bekannt, wie viele Halbmarathonis insgesamt und pro Ak ins Ziel gekommen sind. Wir gehen einmal von etwa 11.000 aus, davon 25 Prozent Frauen. In unserer Vereinsergebnisliste werden wir die Daten nachtragen, wenn sie zu eruieren sind.
Vom SWO kamen jedenfalls sieben Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Sabine Schenk hatte sich zunächst vorgenommen, mit den Marathonis Michael Schardt und Thomas Brandt ein Trio zu bilden und sie bis km 21 zu begleiten. Da war eine Endzeit von 1:50 angestrebt worden. Doch schon bei der ersten Getränkeversorgung wurde Sabine von einem Läufer aus Elsfleth in ein Gespräch verwickelt (er hatte ihre norddeutsche Herkunft an der Trikotaufschrift verifiziert), was sie dann kurzfristig ablenkte. Als sie dann sah, daß Thomas und Michael schon einige Dutzend Meter enteilt waren, widmet sie dem Mann aus dem Huntemündungsgebiet ihre ganze Aufmerksamkeit bis ins Ziel. So lief sie nicht ganz so flott wie geplant, aber immerhin doch noch so schnell wie seit langem nicht mehr. Mit ihrer Zeit von 1:54 kam sie als einzige SWOerin in der vorderen Hälfte aller Läufer an, im ersten Viertel der Frauen und unter zwei Stunden.
Sehr gleichmäßig lief, wie die Zwischenzeiten in 5-km-Schritten zeigen, Judith Hilker zu einer 2:07. Daß sie rund 12 Minuten mehr brauchte, als noch in Bath, war durchaus geplant und sinnvoll. Denn Judith schlägt sich seit Wochen mit einer Hüftproblematik herum, die den eigentlich vorgesehenen Marathon unmöglich machte, aber eben einen vorsichtig gelaufenen HM. Judith blieb dabei - unerwarteter Weise - beschwerdefrei und war daher ganz happy. Nun hat sie sich als insgesamt zehte SWOerin für den Big 25 in Berlin am 8. Mai angemeldet. Wer den Halben schafft, schafft sicher auch die 25 km, hat sie sich gesagt.
Recht genau eine Minute nach Judith kam Lars Wölck in 2:08 ins Ziel. Er hatte ebenfalls von Marathon auf Halbmarathon umgeschwenkt. Auch er kann wie Judith deutlich schneller laufen. Möglicherweise hatte er sich auch einer Aktion angeschlossen, die es in Wien kostenlos obendrauf gab. Man konnte sich nämlich während des Marathons und auch Halbmarathons einer "gemäßigten" Laufgruppe anschließen, in deren Mitte so etwas wie ein läuferischer Stadtführer dabei war, der unterwegs einiges zur Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten zum Besten gab. dadurch war natürlich ein gewisse Entscheidung zur Langsamkeit gegeben. Ob man mit dieser Aktion zwei Fliegen mit einer Klappe schlug (Tourismus und Laufen), oder doch nur zwei Halbheiten erleben durfte, könenn nur die Beteiligten beurteilen. Lars jedenfalls gab hier, seit er Mitglied im SWO ist, sein HM-Debüt, war aber früher schon manches Mal die 21,1 km gelaufen
Und auch Frieda Drefs hatte von Marathon auf Halbmarathon umgemeldet und an dem Stadtführerprogramm in 2:10 teilgenommen. Sie war in der Vorbereitung aus gesundheitlichen Gründen nur selten zum Traning gekommen und hatte auf die Langversion verzichtet.
Mit jeweils neue PB erreichten Sascha Stolorz (2:13) und Roman Berg (2:08) den Heldenplatz in Wien. Sascha hatte in der letzten Zeit aufgrund eines Fernstudiums neben seinem normalen Job kaum trainieren können. Von ihm wären sonst Zeiten von 1:55 zu erwarten. Roman konnte seine Zeit vom Debüt in Hamburg um volle neun Minuten steigern, kann  aber eigentlich, wie Driever zeigte, auch unter zwei Stunden. Ihm war der Lauf, wie er bekundete, diesmal nicht so leicht gefallen, war er tags zuvor doch noch mit Auto von Oldenburg nach Wien gefahren und noch etwas gerädert.
SWO-Fotograf Thomas Springer hatte seit dem kleinen Lauf mit Herbert Steffny gar keinen Laufschritt mehr getan. Er mußte regelrecht überredet werden, den Halbmarathon doch zu betreiten. Das gelang mit dem Argument, daß man mitten unter den Läufern doch die besten Schnappschüsse machen könne. So hat dann Thomas auch während des Laufes häufig an- und draufgehalten. Sogar die Marathonspitze hat er erwischt, als die auf der Gegengerade auf ihn zu kam. Letztlich waren die Fotopausen aber auch willkommene Gelegenheit, etwas Atem zu schöpfen. Mit 2000 Fotos und einem HM-Debüt in 2:45 im Gepäck kam Thomas von Wien nach Oldenburg zurück und will nun wieder wie wild trainieren.
Viel Pech hatte Barbara Wölck. Sie war im Grunde gut unterwegs gewesen, wie die Zwischenzeiten bis km 15 nachweisen. Doch bei km 18 stieg sie aus dem Rennen aus und in den Besenwagen ein, als es gerade schön bergab ging. Vermutlich spielten verletzungstechnische Dinge eine Rolle.

Thülsfelde. 3 SWOer dabei. Hohes Niveau bei strahlendem Sonnenschein. Michael S. mit AK-Sieg (25.5.11)

Mit 424 Startern erreichte der 34. Internationale Volkslauf um die Thülsfelder Talsperre sein bisher zweitbestes Meldeergebnis nach 2009. Für den Glanzpunkt sorgte die Deutsche Marathonmeisterin von 2007, Ilona Pfeiffer von der LG Solbad Ravensberg, mit dem neuen Streckenrekord von 38:15, womit sie Veronika Werner aus Ofen (41:20, gelaufen 2007) enttronte. Überhaupt war die Frauenkonkurrenz überaus stark besetzt. Bei den Männern siegte Vorjahresgewinner Jens Nerkamp aus Garrel in 32:28. Vom SWO liefen über 10 km Mike Hesse und Andreas Koch vom Start weg zusammen und finishten in 55:33 bzw 55:34 bei doch recht warmen Temperaturen. Andreas ist damit weiter im Aufwind. Beide haben auch den ersten Wertungslauf des VR-Cups bestanden (siehe hier). In der Gesamtwertung reichte es für die Plätze 219 und 220. Derweil lief Michael Schardt noch mit schweren Marathonbeinen von Wien die halbe Distanz, aber bei weitem ohne Spritzigkeit. Er finishte in 22:59, wurde damit 12. in der Gesamtwertung von 64 Läufern und AK-Sieger in M55 bei nur vier Startern. Auch seine Leistung zählt für den VR-Cup. Derweil lief der designierte SWO-Neuzugang Frank Bartsch ebenso wie unser SWO-Ossiloopstarter Heinz Reinmold je 42er Zeiten über 10km. Heinz siegte in M60. Bei der Tombola konnte Andreas einen dicken Preis einheimsen. Er war zwar nicht mehr anwesend, aber der Ausrichter übergab den Preis zur Weiterreichung an den Webmaster. Insgesamt eine sehr schöne Laufveranstaltung bei bestem Wetter in heimeliger Landschaft.
Die Ergebnisse

Wien-Marathon sportlich betrachtet. Heide Neefe und Robert Bondzio mit erfolgreichem Debüt. 6 der 11 anderen Läufer mit PB. Martina Miertsch schnellste SWO-Frau. Udo Schäfftlein mit größtem Sprung nach vorne. Kein Ausfall. (17.4.11)

Eigentlich hätten es mehr als diese glücklichen 13 SWO-Läufer sein sollen, die in Wien ihren Marathon erfolgreich bestreiten wollten, nämlich 18, doch machten Verletzungen und Krankheiten in der Vorbereitungsphase einen Verzicht auf das Erlebnis unumgänglich oder zwangen doch dazu, auf die halbe Distanz umzuswitchen. Ganz auf einen Start hatten Karin Riegger (Knie-OP) und Manfred Lanfermann (hartnäckige Muselverletzung) verzichten müssen; Judith Hilker, Lars Wölck und Frieda Drefs liefen statt Marathon den Halben, weil sie nicht wie vorgesehen trainieren konnten oder im Vorfeld kleinere oder größere Wehwehchen auszukurieren hatten.
Ganz beschwerdefrei in der Vorbereitungszeit waren von den verbliebenen dreizehn Läufern drei weitere ebenfalls nicht geblieben, doch traten Robert Bondzio (nicht optimal trainiert), Friedhelm Schmidt (mit nur wenigen langen Vorbereitungsläufen) und Gerd Guhl (immer wieder mit Schmerzen) in Wien an. Erfreulicherweise konnte die "Wilde SWO-13" dann ohne Ausfall den 28. Vienna-City-Marathon finishen. Die zwei vorgesehenen Debüts klappten problemlos, und nicht weniger als sechs Läufer schafften eine persönliche Verbesserung ihrer Zeit, teils um mehr als eine Viertelstunde.
Die erste Gratulation gilt natürlich unseren erfolgreichen Debütanten Heide Neefe und Robert Bondzio. Heide hatte - wie schon im Vorjahr Judith Hilker - in vorbildlicher Weise den vorgesehenen Trainingsplan Woche für Woche abgearbeitet, kein Trainingstag, von dem der Trainer wüßte, hatte sie ausfallen lassen. Das stellte im Vorfeld fast schon so etwas wie eine Garantie für ein erfolgreiches Debüt dar. Wie auch die übrigen beiden SWO-Frauen und keiner der Männer, lief sie die zweite Hälfte des Marathons deutlich schneller als die erste, was nichts anderes bezeugt als eine kluge Renneinteilung und beste Selbsteinschätzung des Leistungsvermögens. Obwohl sich Heide (offiziell) keine Zielzeit vorgenommen hatte, dürfte die Marke "viereinhalb" angepeilt gewesen sein. Diese unterbot sie mit 4:25 Stunden sicher. Unter 903 Frauen konnte sie sich auf Anhieb als 550. im Mittelfeld plazieren. Robert hat im Gegensatz zu ihr in der fünften und sechsten Vorbereitungswoche wegen Grippe komplett auf eine Training verzichten müssen. Insofern war er nicht in bester Form in Wien angetreten, und vernünftigerweise verzichtete er auch auf eine Zeit nahe vier Stunden, die er hätte normalerweise laufen können. So lief er leicht über einem 6er Schnitt zwei nahezu identische HM und finishte in guten 4:15. Beim ihm ist mit Sicherheit davon auszugehen, daß schon der nächste Start über die Königsdistanz ihn um 10 bis 15 Minuten nach vorne bringen wird.
Sehr schöne Rennen liefen auch Martina Miertsch und Antje Lachmann. Für Martina, das Küken im SWO-Marathonteam (W30), war Wien bereits der achte Marathon. Sie ist mit einer Bestzeit von 4:07 ausgestattet, und man durfte gespannt sein, wie es in Österreichs Hauptstadt für sie laufen würde. Von 4:20 war vorher die Rede. Das es sogar um einige Minuten schneller ging, hat sie nicht zuletzt auch etwas Friedhelm Schmidt zu verdanken, der ihr 42 km lang nicht von der Seite wich und sie am Schluß, so ab km 35, noch mit sich und zu einer flotteren Zeit als gedacht zog. So schaffte Martina den Sprung in die erste Hälfte aller Frauen und landete auf Rang 444. In der AK-Wertung konnte Martina auch das beste aller SWO-Ergebnisse erzielen. Friedhelm kam in gleicher Zeit ins Ziel - eine gute Leistung für die vielen Probleme, die er gesundheitlich in der Vorbereitung hatte. Jetzt geht es mit ihm wieder voran. Denn er kann bei guten Bedingungen unter 3:45 laufen. Antje hatte noch beim Debüt in Barcelona ihr Ziel verpaßt, unter 4:30 zu laufen. Verhindert hatte das seinerzeit eine lange Schlange vor den Dixie-Örtlichkeiten mit Minutenverlusten. In Wien hatte sie sich als Unterziel gesetzt, diese Marke nun zu unterbieten; und als Oberziel sollte sogar eine Zeit von unter 4:20 her. Mit einer ersten Hälfte von 2:12 und einer furiosen zweiten in 2:05 (schneller als Thomas Brandts' zweite Hälfte!) wurde dieses Ziel in 4:17 dann Wirklichkeit. Damit kann sich Antje in der Ewigen SWO-Frauenliste ein ganz schönes Stück nach vorne arbeiten.
Schon beim Dreiviertelmarathon von Lohne waren die beiden M35er Ole Schröder und Udo Schäfftlein eine unzertrennliches Läuferpaar gewesen; in Wien sollte sich diese erfolgreiche Verbindung dann uneingeschränkt fortsetzen. Vom ersten bis zum letzten Meter liefen die beiden dicht an dicht Seite an Seite und motivierten oder bremsten sich gegenseitig. Nach einem weniger glücklichen Verlauf in Barcelona, durfte Ole mit Wien voll zufrieden sein. Er blieb wie sein Laufpartner in 3:57 sicher unter vier Stunden und war zuletzt sogar annähernd an Thomas Brandt herangelaufen. Für Udo machte diese Zeit ein Quantensprung gegenüber seinem vorjährigen Debüt aus. Er verbesserte sich um 18:44 Minuten, obwohl er nicht so ins Training eingestiegen war wie 2010. Thomas war in der ersten Hälfte bis fast zur HM-Marke mit Michael Schardt zusammen gelaufen und hatte dabei eine 1:50 erreicht. Dann hatte er aber ein paar Probleme, bekam Seitenstechen und mußte zurückstecken. Der sicherlich stärkste Läufer des SWO blieb dann zwar in 3:57 ebenfalls sicher unter der vier Stundenmarke, dürfte aber insgeheim wohl mit einer flotteren Runde gerechnet haben, zumal seine 10km und HM-Zeiten eher in Richtung 3:30 bis 3:40 deuten. In Bremen war er vor zwei Jahren entsprechend schon an die 3:45 herangelaufen.
Nicht ganz so unzertrennlich wie Ole und Udo, aber doch auch über weite Strecke als Duo unterwegs waren Horst-Dieter Ogiewa und Gerd Guhl. Die gemeinsam zu bewältigende Aufgabe war dabei weniger die Motivation zu schnellerem Tempo, sondern deren Gegenteil. "Wir haben uns immer gegenseitig gebremst", meinte dann auch Dieter im Nachhinein, wovon beide im Endeffekt profitieren sollten. Dabei lief insbesondere Dieter wie ein Uhrwerk Sowohl seine Km-Zeiten, als auch seine 5er-Zeiten lesen sich fast sekundenidentisch. Und auch zwischen der ersten und zweiten Hälfte liegen nur acht Sekunden. Trotz der gegenseitigen "Bremsmanöver" hatte er während des Laufs immer gemeint, zu schnell unterwegs zu sein und sich gefragt, "wann denn endlich der Einbruch" komme". Der allerdings ließ vergeblich auf sich warten. Das Ergebnis: die vielleicht größte Überraschung der SWO-Sektion mit einer Steigerung von 18 Minuten auf 3:45. Und dies, obwohl das Ziel nur gelautet hatte, unter vier Stunden anzukommen. Gerd war das Tempo bis ungefähr km 30 mitgegangen, mußte dann aber leicht abreißen lassen. Wieder machte sich der Oberschenkel schmerzhaft bemerkbar, als die zwei vorher eingeworfenen Aspirin in der Wirkung nachließen. Doch Gerd zeigte Kämpferqualitäten, biß sich in Aussicht einer neuen Bestzeit durch und finishte in 3:51. Drei Minuten schneller als in Barca, und endlich flotter als sein früherer uns unbekannten Trainingspartner und Fernduellant.
Mit vier M55er waren die Mannen aus dem Bürgerbusch in Wien angetreten. Einer davon war Dieter. Desweiteren waren noch Peter Baur, Michael Bamberger und Michael Schardt dabei. Peter, der neben Michael S., die größte Erfahrung im Marathonbereich hat und im Gegensatz zu ihm bisher alle angetretenen Läufe auch finishen konnte, war mit seinem Ergebnis von 4:23 nicht ganz zufrieden. Hinten heraus waren ihm die Kilometer doch einigermaßen schwer gefallen, so daß die zweite Hälfte deutlich langsamer geriet als die erste. Peter, der ohne Frage das läuferische Potential hat, um in oder knapp unter vier Stunden zu finishen, konnte bisher bei ausländischen Marathons sein Potential nicht voll abrufen. Er macht dafür die ungewohnte Situation durch Anreise und Hotelübernachtung mitverantwortlich. Umgekehrt konnte er im letzten Herbst beim Heimspiel in Oldenburg Bestleistung vermelden. Grund genug, auch in diesem Jahr den Herbstmarathon an der Hunte in Angriff zu nehmen. Michael B. scheint die Situation, im Ausland Marathon zu laufen, nichts auszumachen. In Barcelona lief er Debüt, in Wien steigerte er seine Bestzeit um satte 18 Minuten. Trotz sehr unterschiedlichen Verlaufs beider Hälften (2:07 und 2:29) kam Michael nie in Gefahr, seine frühere Zeit nicht zu toppen. Ob er damit zufrieden sein konnte, wußte der Läufer selbst nicht so genau. Unzufrieden war er insbesondere damit, daß ihn ab km 28 die Kräfte etwas verlassen hatten, wo er doch so gut auf 4:20er Kurs gelegen hatte. Erst auf den letzten Kilometern fand er dann wieder seinen Rhythmus und kam recht locker ins Ziel. Wie es bei ihm bei einem Heimatmarathon aussehen würde, steht indes nicht fest, denn Michael lief bis her nie in Ger ma nie. - Für den anderen Michael lag es durch seine gute Form im Vorfeld und die störungsfreie Vorbereitung etwas in der Luft, daß er seinen 34. Marathon mit einer neuen PB beenden würde. Mit glatt 26 bzw. 52 Min für 5 bzw. 10 km und 1:50 für die erste Hälfte lief er sekundenexakt seine eigenen Vorgaben herunter. Das war bis km 15 nicht leicht, denn seinen Rhythmus suchte er im ersten Drittel vergeblich. Erst dann lief es wie geschmiert, zumindest bis km 32. Da war er aber schon so gut in der Zeit, daß er von 5:12er Schnitt deutlich herunter konnte, um noch PB (bisher 3:46) zu laufen. Hätte er hier noch einen gehabt, der ihn über die letzten 10 km gezogen hätte, wäre wohl statt der 3:43 eine 3:40 herausgekommen. Doch allein verlor er am Ende ein paar Minuten. Für einen Rang im ersten Drittel in der GW oder den ersten 100 in M55 reichte das aber nicht, jedoch war es etwas überraschend, als erster SWoer einzulaufen.
Die Ergebnisse. Bericht zum HM folgt demnächst. Bei der Marathonzielabstimmung für nächstes Jahr, zeichnet sich fünf Tage vor Abstimmungsende derweil ab, daß Riga sicher dabei sein wird, wohl auch Krakau. Die dritte Stadt, die bei der Endabstimmung einbezogen wird, ist allerdings noch völlig offen. Siehe hier

Familalauf: Axel Schneider überragend. Auch Luisa Levold überzeugt. Beachtlich: Michael Ibelings und Sandra Janssen. Dazu ein knappes Dutzend Bestzeiten und Plazierungen, einige Debüts sowie Altersklassensiege von Sonja Kläner und Manfred Meyer. (17.4.11)

Nach verhaltenem Jahresbeginn kommen die SWO-Läufer immer mehr in Form. Beim inzwischen vierten Familalauf konnten 32 Aktive sportlich voll überzeugen. Es gab zehn persönliche Bestzeiten, zwei Podestplätze in der Gesamtwertung, drei Altersklassensiege sowie sieben zweite Plätze in der Alterswertung und einen dritten.
Hervorzuheben ist besonders der zweite Gesamtplatz von Axel Schneider im Halbmarathon in neuer persönlicher Bestzeit von 1:22:16. Das bedeutet nicht nur eine Steigerung von satten 100 Sekunden, sondern unangefochten auch der Sieg in der M50-Klasse. So klar wie sein zweiter Platz war, so weit war er aber von seinem ersten großen Sieg entfernt. Die Zeit des Siegers war knapp zwei Minuten besser (1:20). Zunächst hatte Axel mit einem anderen Läufer zusammen hinter dem späteren Sieger und Michael Fecht von Laufrausch ein zweites Duo gebildet. Nach vorne zu laufen, hatte er zwar zwischenzeitlich geplant, dann aber aus Vorsicht nicht verwirklicht. Im Laufe des Rennens wurde dann Fecht, der beim VFL-25er noch vor Axel im Ziel war, langsamer, genau wie der Mann an Axels Seite. So konnte Axel sich auf Platz zwei vorarbeiten und schließlich die Vizemeisterschaft sichern. Vorher hatte er – wie berichtet – noch die Jungs der Gemeinnützigen Werkstätten sicher über die 5 km begleitet.
Hinter Axel lief auch Paul Döbber nach langer Wettkampfpause ein blitzsauberes Rennen über die 21,1 km. In 1:41:32 verfehlte er dabei seine PB vom letzten Familalauf nur um eine knappe Minute. Lohn für den dreifachen Hamburg-Marathon-Finisher war der 2. Platz in M55. In vier Wochen will er beim vierten Start in Hamburg seine Marathonbestzeit steigern. - Auch die beiden anderen Halbmarathonis von Wechloy, Germán Flitz und Nils Riesenberg, werden beim Hamburg-Marathon starten. Nils integrierte den HM in einen langen Trainingslauf und finishte deshalb "geplant" in gemütlichen 2:04. Germán hingegen zeigte sich gegenüber Lohne deutlich verbessert. Er war mit 2:16 um zehn Minuten schneller als vor zwei Wochen.
Nach Axel sorgte die 10jährige Luisa Levold für den zweiten Podestplatz für den SWO in einer Gesamtwertung. Beim Schülerlauf über ca. 1200 Meter war sie zweites Mädchen in 4:50 geworden, damit auch 2. in der Schülerinnen C-Wertung. Nach dem zweiten Platz und der PB über 5km von Schortens ist das bereits der zweite schöne Erfolg innerhalb von 8 Tagen für die Gymnasiastin. - Mit Vivian Schachtschneider war noch ein zweites SWO-Mädel über die Strecke unterwegs. Die Tochter von Albrecht (Ali) landete sowohl in der WSD- als auch Mädelwertung im Mittelfeld in gut sieben Minuten.
Im Jedermannslauf über fünf Kilometer gingen neben den fünf Läufern der Gemeinnützigen Werkstätten weitere neun SWOer an den Start und hatte allesamt einen starken Auftritt. Der nach drei Jahren Pause wieder ins Training eingestiegene Manfred Meyer, inzwischen der M70 angehörig, dürfte diese Klasse in Zukunft erheblich beleben. Er macht sich zur Zeit in Remis Kurs wieder fit und startete spontan in Wechloy. In etwas mehr als 27 Minuten lief er als erster M70er über die Zielmatte. Es war sein Debüt über fünf km. Eine Verletzung hatte den angesehenen Zahnarzt aus Oldenburgs Norden sehr lange zurückgeworfen, nachdem er schon 2008 für den SWO über HM in Bremen gestartet war. Jetzt darf man gespannt sein, was demnächst bald folgen wird.
Mit hervorragenden Zeiten konnten sich Michael Ibelings (19:33) und Sandra Janssen (23:40, PB) in Szene setzen und jeweils den zweiten Platz in M35 bzw. W20 erringen. Während die Verbesserungen für Michael im Sekundenbereich liegen – er hatte eine 19:38 stehen –, gelang Sandra ein mächtiger Sprung um nahezu drei Minuten. Lohn dieser Anstrengungen war ein hervorragender fünfter Gesamtrang und die sichere Aussicht, in Kürze erstmals unter 50 Minuten den Zehner beenden zu können - vielleicht schon in Thülsfelde oder Gristede. Eine ähnliche Marke könnte bei einem dieser Wettbewerbe auch für Michael fallen: sein Ziel ist die Unterbietung der 40 Minutengrenze über 10km.
Einen weitere zweiten AK-Rang erlief sich in ihrem Debüt Ruth Ense in W35. Sie brauchte 26:15 und lief unmittelbar hinter Jonathan Schachtschneider ein. Unser A-Schüler war nicht volle Kanne gegangen, sondern wollte mit seinem Freund Helmut Mohadjer den Lauf gemeinsam bestreiten. Helmut, der erstmals für SWO startete und die fünf Kilometer unter 29 Minuten lief, gelang damit ein schönes Debüt in MSB. Jonathan hatte trotz angezogener Handbremse seine PB steigern können und will demnächst auch erstmals unter 50 Minuten über 10 km laufen. Ruth hingegen startet in Wechloy erstmals seit einem halben Jahr wieder. Beim Münstermarathon nimmt sie mit ihrer Schwester Maria am Staffelmarathon teil und sucht aus SWO-Reihen noch zwei Mitstreiterinnen (Mail erwünscht).
Verbleibt vom Fünfer noch zu vermelden, daß Rita Wagner mit 33:53 knapp eine neue Bestzeit erlief. Ursprünglich wollte sie den 10er in Angriff nehmen, meldete aber kurzfristig um. Flotter als je war auch Sabine Hausmann in 30:57 unterwegs; und Reile Busch hatte nach langen Monaten Wettkampfpause wieder richtig Spaß im besagten Rennen.
Von zwei Schachtschneider-Kidies war schon die Rede. Beim Bericht über den 10 km Lauf dürfen nun auch zwei Erwachsene dieses Namens nicht fehlen. Vivians Papa Ali war für den SWO erst einmal 10 km gelaufen, das war beim letzten Oldenburger Silvesterlauf. Da hatte er Neffe Jonathan zu einer neuen Bestzeit in 52 Minuten gezogen. Das Ali, der auch beim SWO Tischtennis in der Bezirksoberliga spielt, schneller kann, stand außer Frage. Jetzt bezeugte er es durch Taten. In 45:58 war der Amtsrichter (in Wildeshausen) sogar der schnellste SWOer an diesem Tag. Schwester Bettina tat es ihm gleich. Ihre kontinuierlich nach oben zeigende Form bekam auch in Wechloy keinen Knick. Mit der erneuten Bestzeit von 51:25 konnte sie sich um 80 Sekunden steigern und lief, wie einige andere SWO-Frauen auch, immer näher an die 50 Minutengrenze. Rang 16 für sie in der Frauengesamtwertung.
Vor Bettina waren noch drei andere Frauen plaziert: Heike Greis in 48:31, Sonja Kläner in 50:30 und Simone Stolle in 50:36. In der Gesamtwertung kam dieses Trio auf den 5., 10. und 12. Platz und rundete das gute Frauenergebnis unseres Vereins über 10 km ab. Nicht genug: Heike holte im W45 den zweiten Platz, genau wie Simone in W30. Gar Siegerin wurde Sonja in der W35-Abteilung - jeweils gegen starke und zahlreiche Konkurrenz. Heike hatte im Vorfeld auf eine 47er Zeit gehofft und Pacemaker Michael I. engagiert. Doch ist die Saison dafür noch zu jung. Michael nutzt nach dem 5er diesen Lauf als flottes Ausdauertraining. Sonja gehört zu den wenigen augenblicklich aktiven SWO-Frauen, die schon unter 50 Minuten geblieben sind; in Kürze wird das für sie wieder möglich sein. Genau wie für Simone, die in Wechloy rund zwei Minuten schneller war als je zuvor. Mit Melanie Sander-Berg gab es für unsere Frauen sogar noch einen weiteren Podestplatz. Sie wurde 3. in W35 und lief in 55 Minuten recht nahe an ihre schnellste Zeit. Am 8. Mai will sie mit der gesamten Familie (Roman, Andreas, Toni und Ulrike) und einigen anderen SWOern beim "Big 25" in Berlin ihren bisher längsten Wettkampf bestreiten.
Bei den übrigen SWO-Männern zeigt insbesondere die Formkurve von Frank Steltenpohl (53:22) wieder etwas nach oben. Nach Beendigung seiner beruflichen Weiterbildung kann er jetzt wieder eifriger trainieren und sich langsam an seinen ersten Marathon wagen. Michel Douillard kam in 55:08 zu seinem 10er Debüt. Er war aber auch schon über längere Strecken und schneller unterwegs, muß aber aufgrund neuer beruflicher Anstrengungen auf regelmäßiges Training augenblicklich verzichten. Kurz hinter ihm kam Jürgen Dannemann in gut 56 Minuten ins Ziel, und Andreas Koch bringt sich über viele Wettkämpfe (3 in 8 Tagen) für den Ossiloop in Form. Er war mit 57 Minuten immerhin schon zwei Minuten schneller als in Schortens. Nun will er noch in Thülsfelde und Gristede an den Start gehen.
Die Ergebnisse

32 SWOer beim Familalauf - darunter auch die Gruppe der Gemeinnützigen Werkstätten. (17.4.11)

Das letzte Wochenende, das hatte es - läuferisch gesehen - in sich für den SWO, und auch für den Chronist, der mit der Berichterstattung kaum hinterherkommt. Da gab es zwei Dutzend Marathonis und Halbmarathonis, die in Wien an den Start gingen, und 32, die beim Familalauf in Wechloy dabei waren. Trotz der 24 Wienfahrer stellte der SWO beim Familalauf die größte Gruppe unter exakt 977 Läufern und Walkern, die vor dem Einkaufszentrum ins Ziel kamen. Außer bei den Walkern gab es auf allen Strecken SWO-Beteiligung. Zwei traten beim Kinderlauf an, vier beim Halbmarathon, 12 über 10 Kilometer und sogar 14 über 5 Kilometer. Aber nicht nur Masse brachte der SWO an den Start, sondern echte Klasse, wie noch zu berichten sein wird. Anfangen wollen wir mit der Trainingsgruppe der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburgs, die in Abwesenheit von Michael Schardt von Axel Schneider betreut wurde. Fünf aus der Gruppe liefen beim Fünfer mit, einer beim Zehner.
Um es vorwegzunehmen: alle sechs kamen ins Ziel, einer als Debütant, einer mit Bestzeit. Doch der Reihe nach.
Über 10 km lief Tim Rosenkranz seinen inzwischen sechsten Volkslauf über diese Distanz. Er mußte ohne Pacemaker und Betreuer auskommen, was aber kein Problem ist. Tim hat vor kurzem die Werkstätten verlassen und einen neuen Job bekommen, wo er viele Überstunden machen muß. Er konnte daher nur sehr wenig trainieren und seine Form nicht halten. Im letzten Jahr war er mehrfach um die 51 und 52 Minuten gelaufen; aber schon beim VFL-Lauf zeigte sich, wie schnell die Form verloren geht bei knapper Trainingszeit. Da war er aber immerhin noch in 53 Minuten ins Ziel gekommen. Beim Familalauf war er aber doch einigermaßen geknickt, als eine Zeit 58 Minuten rauskam. Die war aber auch bedingt durch Probleme im Fußbereich, die sich an diesem Sonntag zeigten. Doch Tim wird den Kopf nicht hängen lassen und sicher bald wieder an alte Leistungen anknüpfen können, wenn die Anfangsschwierigkeiten im neuen Job nachlassen. Tim ist mit seinen 21 Jahren noch am Anfang seiner Lauf-Bahn.
Eine nicht leichte Aufgabe hatte Axel beim Fünfer als Betreuer von vier Läufern der Gruppe zu leisten. Die vier laufen nicht nur ein unterschiedliches Tempo, sondern innerhalb des Laufes auch schon mal etwas langsamer und dann wieder schneller, und das im Wechsel. So hatte Axel während des Laufs öfters hin und herlaufen müssen, wenn beispielsweise Maik furios startete und dann Opfer seines eigenen Tempos wurde, oder Ertan in kenianischer Manier Tempoattaken startete, um dann fast wieder ins Gehtempo zurückzufallen. Am Ende kam Debütant Hubertus Hecklinger als ersten in 28:03 ins Ziel, zwei Sekunden vor Ertan Arslan, dessen Schlussspurt etwas zu spät kam. Markus Brosam folgte als Dritter. Er konnte seine persönliche Bestzeit, eine von insgesamt 10, die SWOer erliefen, von 30:10 auf 28:28 Minuten steigern. Mit dem inzwischen zurückgeeilten Axel Schneider lief dann auch Maik Hollwege unter der Halbstundengrenze in 29:42 ein. Alle kamen im hinteren Mittelfeld des 326 Finisher umfassenden Feldes ins Ziel. Eine feine Sache, die für spätere Aufgaben und auch fürs Training motiviert. Denn schon am Donnerstag drauf konnte der Wienrückkehrer Michael seine Jungs wieder in Empfang nehmen und auf die Bürgerbuschrunde schicken. Als nächster Wetkkampf ist die Teilnahme an der Rasteder Staffel vorgesehen und für Markus die 2. Etappe beim Nordseelauf auf Juist.
Die Ergebnisse

Wiener wieder da (20.4.11)

Pünktlich zur Rückkehr der zweidutzend Wienfahrer vom SWO am Mittwochabend lag auch schon ein Artikel der NWZ über die Oldenburger Mission in der österreichischen Hauptstadt vor. Bernd Teuber vom Team Laufrausch hatte auch schon einen Vorbericht in der Zeitung plazieren können. Die SWOer hatten ein tolles Lauf- und Kulturerlebnis hinter sich gelassen, bei dem das Wetter mit den Läufern um die Wette strahlte. Mit einigen neuen Bestzeiten oder Debütläufen im Gepäck, kamen die Läufer aus dem Bürgerbusch nach einer von Manfred, Udo und Judith perfekt organisierten Reise zurück in heimische Gefilde, bereit dieser nun schon dritten Fahrt zu einem ausländischen Marathon eine weitere folgen zu lassen. Peter hatte dem Orgateam noch in Wien mit einer Tüte Mozartkugeln gedankt und darauf aufmerksam gemacht, daß es noch drei Läufer gebe, die bei allen drei Auslandsmarathons gefinished hatten: Ole, Friedhelm und er selbst. Wohin es im nächsten Frühjahr geht, steht noch nicht fest. Aber die Vorabstimmung, die noch bis zum 30.4. geht, zeigt Riga in Front, in weitem Abstand gefolgt von Krakau. Um weitere Voten wird per Mail gebeten. Die Berichte von Wien, und auch die Nachträge zum Familalauf erscheinen in den nächsten Tagen bröckchenweise hier. Außerdem ist ein längerer Bericht zu Wien für Laufreport in Arbeit und wird am Samstag dort erscheinen. Fotograf Thomas S. bereitet außerdem ein Fotoalbum zu Wien vor (Bestellung per Mail notwendig) und auch eine Sampler-CD. Alle, die Fotos gemacht haben, können (sollten) dem Webmaster diese zur Sammlung für die CD zukommen lassen. Die CD wird für jeden kostenlos gebrannt. Ein Bericht zum sportlichen Aspekt zu Wien hat Laufreportkollege und Lokalmatador René van Zee schon in Laufreport veröffentlicht ( http://www.laufreport.de/archiv/0411/wien/wien.htm ). - Und kaum ist Wien vorbei, da rufen schon die nächsten Läufe zur Teilnahme auf, so etwa Ostermontag der 10er und 5er von Thülsfelde, wo u.a. Mike und Andreas K. starten werden. Außerdem gibt es weitere Anmeldungen zum Brunnenlauf, für Gristede, für Löningen oder auch für den Nordseelauf. Mehr und ausführlicheres gibt es heute nachmittag und über die Ostertage.

Citylauf Norden: Andreas Koch absovierte Teil 1 des Doppelstart-Wochenendes (16.4.11)

Gegenüber seiner Rückkehr in die Volkslauf-Saison vom letzten Wochenende in Schortens zeigte sich Andreas Koch beim Norder Fünfer schon leicht verbessert. Er lief in 27:23 ein und kam damit ziemlich genau in der Mitte des Feldes (402. von 785) an. Bei der Gelegenheit sammelte Andreas unsere Startunterlagen für den Ossiloop ein und bringt sie in Oldenburg vorbei. Ein schöner Service für die anderen 37 Ossiloop-Starter aus der Huntestadt. Tags drauf will er sogar noch den Familalauf über 10 km draufsetzen. Dann wird er bald in Ossiloopform sein. Beim Ossiloop sind es jetzt fast 1800 Anmeldungen, auch die Vorjahressieger Inga Jürrens und Stephan Immega haben nun gemeldet.
Die Ergebnisse

Drei Männer und zwei Mädels übertreffen sich selbst. Podestplätze beim Fünfer mangels Masse nahezu nicht zu verhindern. Drei SWO-Gewinner gehen bei Tombola leer aus. Und: Luisa macht den SWO-Frauen Angst. Der Straßenlauf von Schortens. (10.4.2011)

So unterschiedlich wie diesmal waren die Zielsetzungen der SWO-Läufer bei einem Volkslauf selten. Die einen wollten einen langen, gemütlichen Sonntagslauf als letzte größere Trainingseinheit vor ihrem Wien-Marathon hinlegen, die anderen wollten ihr Wettkampfdebüt geben. Wieder andere hatten sich die Aufgabe auferlegt, den "Erstlingen" dabei zu helfen, und dann waren da noch welche, die Schnelles im Sinn hatten: nämlich es Mike Hesse vom Vortag nachzumachen, eine persönliche Bestzeit zu erlaufen, oder zumindest flott unterwegs zu sein. Nicht zuletzt traten auch SWOer an, um zu testen, ob ihre Verletzung statt durch Physiotherapie nicht vielleicht doch einfach durch einen Wettkampf zu beheben sei. Und siehe da: alle Vorhaben waren von Erfolg gekrönt.
Beginnen wir mit den langsamen Langläufern, als da waren: Sabine Schenk, Friedhelm Schmidt, Thomas Brandt, Ole Schröder und Michael Bamberger. Die joggten über die Halbmarathonstrecke mit viel Spaß an der Freude. Sabine war für den fehlenden Germán Flitz kurzfristig von 10km auf HM gewechselt, da der Veranstalter der designierten Fotografin des Laufreports keinen Freistart gewährte. Nils Riesenberg hingegen, Gerd Guhl, Michael Schardt und Felix Levold waren schon flotter bis sehr flott unterwegs für ihre Verhältnisse. Dabei sind besonders die 1:35 von Felix und sein 3. Platz in der starken M40er Klasse und die 1:43 von Michael und sein 2. Platz in M55 hervorzuheben. Auch Nils durfte sich in 1:53 eines Podestplatzes und Gerd über 1:49 freuen.
Freuen hätten sich nach dem Laufspektakel auch einige andere SWO-Läufer können, denn ihre Startnummer wurde bei der Tombola gezogen. Doch war beispielsweise Friedhelm Schmidt noch in der Dusche, weshalb er nicht in den Genuß einer kostenlosen Autowäsche in Schortens im Wert von angeblich 40 bis 50 Euro kam. Auch Sabine Bley hätte zu den Gewinnern gehört, wenn sie den Schauplatz des Geschehens nicht schon vorzeitig verlassen hätte. Gleiches widerfuhr Remi Altenberg. Ein Ersatz-SWOer war leider nicht berechtigt, die Gewinne an Stelle der Gewinner abzuholen, ganz nach dem abzuwandelnden Motto. Aufgestanden, Gewinn vergangen.
Richtige Gewinner beim 10 Kilometerlauf gab es eigentlich nur einen: Horst-Dieter Ogiewa. Er schaffte den einzigen Podestplatz von zehn SWOern, nämlich den dritten in der starken M55er Klasse. Nicht genug damit, auch eine neue persönliche Bestzeit stellte er auf mit 46:12. Über eine halbe Minute konnte er sich steigern. Es sieht bei ihm also alles danach aus, daß sich seine erste Trainingssaison beim SWO auszahlt und er das angestrebte Ziel erreichen wird, beim Wienmarathon erstmals unter vier Stunden zu finishen. - Den Tempomat eingeschaltet hatten aber noch andere. Bestzeiten gab es nämlich noch von zwei weitere SWO-Aspiranten über 10 Kilometer. Norbert Schulte blieb erstmals knapp unter 47 Minuten, und Kerstin von Hebel durfte sich über erhebliche Fortschritte dank Bahntraining freuen. Sie lief in 53:53 ein und war damit eine Dreiviertelminute schneller als im letzten Jahr. Nahe an der Bestzeit waren auch die beiden anderen Frauen aus dem Bürgerbusch: Norberts Partnerin Claudia Steffen in 51 Minuten und Antje Lachmann in 50:43. Für Antje war es jetzt schon der fünfte oder sechste Versuch, mal eine vier nach vorne zu bringen. Aber es gibt sicher ein nächstes und dann erfolgreiches Mal. Ist noch zu berichten von fünf Männern, die alle ihr Ziel erreichten: Manfred Lanfermann besiegte seine hartnäckige Verletzung in guten 51 Minuten, was für Wien hoffen läßt, und Andreas Koch beendete erfolgreich seine Winterwettkampfpause mit einem Lauf knapp unter einer Stunde. Beim Ossiloop wird er wieder gegen die 50 Minuten laufen. Auch Frank Steltenpohl und Roman Berg legten ordentliche Läufe hin; und Mike Hesse ließ es bei seinem zweiten Wettkampf innerhalb von 18 Stunden ruhig angehen und begleitete seine neue Freundin Gesa in 57 Minuten ins Ziel.
Beim Lauf über 5km hatten wir ebenfalls zehn Läufer auf der Strecke, davon vier Jugendliche und Schüler. Den läuferischen Glanzpunkt setzte dabei Luisa Levold, die nicht nur schnellste C-Schülerin war und eine tolle neue Bestzeit in 23:19 erreichte. Sie wurden im gesamten Feld der Frauen zweite und damit einzige SWOerin mit einem Auftritt bei der Siegerehrung. In der SWO-Frauenbestenliste über fünf Kilometer setzt sich die Zehnjährige zeitgleich mit Bianca Prang an Platz vier. - Viel Pech hingegen hatte ihre Freundin Marie Steffen. Die war sehr schnell angelaufen, bekam Magenproblem, lief aber zunächst noch tapfer weiter. Bei km 4,3 lief dann Michael S. an sie heran, da die Läufer des Fünfers und Halbmarathons hier - aus verschiedenen Richtungen kommend, zusammengeführt wurden. Da weinte die Kleine bereits und verzog das Gesicht vor Schmerzen, aber alle Aufmunterungsversuche konnten das Unwohlsein nicht vertreiben. Wenige Meter später mußte Marie aufgeben. Die beiden anderen jungen Läufer aus dem SWO-Team hatten mehr Glück bei ihrem Debüt. Der 11jährige Steffen Bley kam mit seiner Mama Sabine und Rita Wagner nach 35 Minuten sicher ins Ziel und wurde 3. B-Schüler, und die 17jährige A-Jugendliche Anna Mittelsteadt konnte, geführt von Betreuer Remi Altenberg unter 28 Minuten finishen. Betreuer und Schützling gewannen dabei zeitgleich ihre Altersklasse: hier in M30, dort in WJA. Gleich zwei Debütantinnen brachte Betreuerin Melanie Sander Berg in 28 Minuten ins Ziel: Sandra Gruben und Sabine Stein. Sandra und Melanie kamen damit sogar zu Vizemeisterschaften, einmal in W35, einmal in W40.
Auch im vierten angebotenen Lauf über 1km hatten die Bürgerbuschler jemand am Start, und der machte seine Sache richtig gut. Luca Levold wurde in neuer PB von 5:10 3. in der Klasse M07 und stand damit seiner Schwester in nichts nach.
Der SWO hatte also 28 Läufer ins Ziel gebracht. 27 davon konnten mit einem Finishershirt bei 2,50 Euro Aufpreis oder einem kostenfreien gesponserten Handtuch nach Hause gehen. Der Chronist hatte allerdings das Nachsehen. Dem wurde zwar der übliche Pressefreistart gewährt, aber das kleine Zusatzpräsent zum Abtrocknen nicht. Kein Grund für ihn, die gesamte Laufveranstaltung nicht doch sehr zu loben. Denn viel auszusetzen gab es an der schönen Sache nun wirklich nicht.
Hier geht es zu den Ergebnissen und hier zum Laufreport vom gleichen Verfasser: http://www.laufreport.de/archiv/0411/schortens/schortens.htm

10er von Vegesack, Citylauf in Bremen-Nord. Mike Hesse mit Bestzeit und drittem AK-Platz (9.4.11)

Nach Driever schon die zweite Verbesserung seiner 10 Kilometer Bestzeit in diesem Jahr schaffte an diesem Samstag Mike Hesse beim 26. Citylauf in Bremen Vegesack. In 52:05 blieb er mehr als eine Minute unter der Zeit von Driever (53:19). Auf dem schnellen 2,5km langen Rundkurs, der viermal zu durchlaufen ist, und bei idealen äußeren Bedingungen durfte der einzige Oldenburger Starter sogar auf dem Treppchen Platz nehmen. In M55 erreichte er den 3. Platz. Mit rund 400 Teilnehmern ist der von der LG Bremen-Nord organisierte Lauf einer der mittleren Größe. Die meisten Teilnehmer gingen über 2,5 km auf die Strecke. Angeboten wurden auch 5 km und 400m. Beim 10er kamen 145 Läufer ins Ziel, davon 33 Frauen. Die Siege gingen an Thorsten Naue vom Veranstalter in einer 35er Zeit; bei den Frauen siegte die in Athiopien geborene Fakja Hofmann in 37:02. Am Sonntag geht Mike nochmal über 10 km in Schortens an den Start - mal schauen, was da noch so geht ... Die Ergebnisse

Lohne im Dreivierteltakt. Der ideale Rhythmus für die Walzerstadt Wien. Heißes Läufertänzchen in strahlender Sonne. 7 Podestplätze (2.4.11)

Nimmt man die veranstaltenden Waldschleicher aus Lohne aus, dann wartete Schwarz-Weiß Oldenburg mit 15 Läufern mit dem größten Team auf. Insgesamt finishten beim 7. Lohner "Lauf rund um den Motorpark" 330 Läufer, die sich auf vier Rennen verteilten. Darunter waren 67 Läuferinnen. Daß es bei so einem kleinen Lauf fast zwangsläufig zu Plazierungen in der Altersklasse kommt, versteht sich von selbst. Deshalb ist den sieben Podestplätzen des SWO nicht so viel Bedeutung zugemessen. Jeder zweite Läufer vom Bürgerbusch kam zu einer solchen Ehre. Daß aber in der Frauenwertung sogar der 2. und 3. Gesamtplatz über 10 km mit Zeiten von 47 bzw. 53 Minuten zu erringen war, hat dann doch selbst bei kleinen Läufen Seltenheitswert.
Der teilnehmerstarke Auftritt des SWO hatte einen konkreten Hintergrund. Die aktuelle Marathongruppe, die 14 Tage später in Wien über die Königsdistanz auf die Strecke gehen will, hatte an diesem Lohner Wochenende ohnehin einen langen Lauf auf dem Programm. Und da in Lohne auch ein Lauf über die Dreivierteldistanz (31,65km) angeboten wurde, nahm die SWO-Gruppe diese Startgelegenheit als Probelauf aufs Exempel. Manche wollten die 3/4-Distanz im Marathontempo laufen, andere nur eine lange Einheit nach Hause bringen, ganz ohne Ambitionen. So war die SWO-Crew eher entspannt an den Start gegangen. Es ging um nichts als darum, ein positives Trainingserlebnis zu haben und als Motivation mit nach Wien zu nehmen - oder nach Hamburg. Denn ein paar Hamburg-Starter hatten sich auch unter die Schwarz-Weißen gemischt.
Daß es keine Ambitionen gab, stimmt nur zu dreizehn Fünfzehntel. Denn unter den 15 SWOern waren auch zwei Halbmarathonis. Der eine, Werner Lippert, wollte unbedingt seine persönliche Bestzeit steigern, nachdem er vierzehn Tage zuvor schon seine Zeit über 10 km nach oben schrauben konnte; der andere, Germán Flitz, wollte nach Verletzung, Operation und langer Zwangspause von elf Monaten wieder einen Wettbewerb finishen. Beide gehören der M60er Klasse an, sind für den Hamburg-Marathon am 20.5. angemeldet und verfügen über die 42,2 km lange Strecke bereits über Erfahrung.
Kurzum: Germán war natürlich noch nicht so in Form und brauchte satte 2:24 für den Halben. Er war schon mal über 10 Minuten schneller. Seine Stärke ist aber ohnehin nicht das Tempo, sondern die Ausdauer. Seine sechs Marathons hat er immer gefinisht, mal in knapp 4:25, mal in gut fünf Stunden. Immerhin: mit dem 3. Platz in M60 durfte er sogar aufs Treppchen steigen. - Ganz oben hatte er den zweiten SWOer neben sich. Werner Lippert war mit 1:45:32 nicht nur zu einer neuen Bestzeit gelaufen (bisher 1:49), sondern auch zum Sieg in seiner AK. Damit sollte er zufrieden gewesen sein.
Im Dreiviertelmarathon verteilten sich 57 Läufer auf die Runde von 10,55 km, darunter insgesamt nur 13 Frauen. Das Frauenrennen war dafür fest in Oldenburger Hand. Die Plätze 1 und 2 gingen an Anita Ehrhardt und Ute Deters aus Eversten, die Siege in den Altersklassen W45 und W50 an die beiden SWOerinnen Antje Lachmann und Heide Neefe - bei jeweils nur einer Konkurrentin. Für Antje ging es darum, eine Zeit zu laufen, die sie ihrem Ziel für Wien, unter 4:30 zu bleiben, näher bringt. das ist mit 3:16 deutlich gelungen. Für Heide war es bisher ihr längster Wettkampf, die gelungene Generalprobe für ihr Marathondebüt in der österreichischen Hauptstadt (3:24). Sie war mit angezogenster Handbremse in Lohne gelaufen.
Erfreulich in der Lohner Gesamtbilanz war, daß der letzte Test die ohnehin schon lange Verletztenliste nicht noch länger machte. Alle Akteure überstanden den Lauf schadlos. Im Gegenteil: drei der Vakanzen können nun optimistischer in die Wiener Zukunft schauen, denn der Lauf in Lohne schürte Hoffnungen. So konnte der lange grippegeschwächte Robert Bondzio seinen Lauf erfolgreich beenden. Er begleitete seine Freundin Silke, die wie er vor ihrem Marathondebüt steht. Dadurch war die Gefahr gebannt, zu schnell zu laufen und den noch geschwächten Körper zu überfordern. Das große Fragezeichen hinter Robert kann jetzt wohl gestrichen werden. Noch nicht ganz gestrichen werden, aber deutlich kleiner wurde das von Friedhelm Schmidt. Der war für Manfred Lanfermann mit nach Lohne gefahren und schaffte wider Erwarten die lange Strecke. Auch er war vernünftig und lief langsam. Er hatte das, wie er nickend zugestand, nicht erwartet und nun eine positive Erfahrung im Hinblick auf Wien gemacht. Immerhin war er über sechs Wochen vollkommen außer Gefecht. Noch vor Wochenfrist wollte er auf HM abspecken, jetzt denkt er - auch auf Anraten seiner Lauffreunde - wieder an Marathon. Beim dritten im Bunde sieht es nicht ganz so gut aus. Gerd Guhl plagt sich seit sechs Wochen mit heftigen muskulären Problemen im höheren Oberschenkelbereich und kann nur unter Schmerzen laufen, zumindest ab km 10, 12. In Lohne kam er auch durch, sogar unter drei Stunden, aber beschwerdefrei ist anders. Doch sollte auch er zu den Wien-Finishern gehören, wenn es nicht schlimmer wird.
Problemlos ist der Wien-Start für Horst-Dieter Ogiewa, Ole Schröder, Michael Schardt, Udo Schäfftlein, Peter Baur und Thomas Brandt einzuschätzen. Diese sechs Herren legten das Rennen von Lohne zufriedenstellend hin. Der ein oder andere war zu schnell angegangen und brach hinten etwas ein, andere kamen in der Zeit ihrer Vorgaben locker oder auch weniger locker über die Runden, verbesserten sich vielleicht gegenüber früherer Lohnestarts, oder verbesserten sich auch nicht. Jedenfalls ist hier nichts Außergewöhnliches zu berichten, oder gar etwas, worüber man sich Sorgen zu machen hätte. Daß für Michael und Horst-Dieter dabei die AK-Ränge 2 und 3 in M55 heraussprangen, ist nicht mehr als eine Fußnote wert.
In einem äußerst entspannten Rennen lief Hamburg-Starter Felix Levold in 2:45 die schnellste Zeit der SWOer und wurde - außergewöhnlich genug in der starken M40er Klasse - mit dem 3. AK-Platz belohnt. Insgesamt wurde er 16. Zunächst, in der ersten Runde, war er von Gerd Guhl, Michael S. und Thomas begleitet worden, in Runde zwei nur noch von Thomas, und in Runde drei lief er ab die Hälfte allein. Das ergibt einen Schnitt von 5:13 min/km.
Lockerer als Felix sah im ganzen SWO-Team nur Michael Bamberger aus, egal ob man ihn nach Runde eins sah, beim Bergsprint nach der Hälfte der Strecke oder nach der zweiten Runde. Das beweisen auch mindestens 10 Fotos. Dennoch kam es bei km 25 zu einer Blitzentscheidung, aus dem Rennen auszusteigen. Und das, obwohl Michael die letzten beiden Trainingsläufe, die über noch längere Distanzen gingen, vollkommen plangemäß absolvieren konnte. Da heißt es jetzt, vergessen, wegstecken und an die alte Theaterweisheit (wir schauen uns ja nach dem Wienmarathon noch Shakespeare an, wo es auch eine prima Erstaufführung gegeben haben soll) denken, insofern eine mißlungene Generalprobe praktisch die Garantie bedeutet für eine berauschende Premiere.
Die Ergebnisse.

Niedersachsen + Bremen Meisterschaft über 10km. Axel Schneider verpaßt Treppchen knapp. Neue PB (2.4.11)

Einen tollen Wettkampf lieferte der einzige Schwarz-Weiße bei der niedersächsischen Meisterschaft über 10 km im emsländischen Haren am Samstagabend. In dem Wettkampf, in dem Athleten aus den Bundesländern Bremen und Niedersachsen startberechtigt sind, konnte Axel Schneider seine ausgezeichnete Form unter Beweis stellen. Er hatte im ersten Lauf teilzunehmen, in dem Männer der AK M50 plus und alle weiblichen Aktiven antreten. Innerhalb seiner Altersklasse M50 kamen 16 Läufer von gemeldeten 25 ins Ziel. Davon wurde Axel in neuer persönlicher Bestzeit von 37:48 (bisher 39:06) vierter. Ein undankbarer Platz, denn sonst hätte erstmals ein SWOer auf dem Treppchen einer landesübergreifenden Meisterschaft gestanden. Bei kühleren Temperaturen wäre vielleicht noch eine schnellere Zeit drin gewesen. Zum Dritten des Wettbewerbs war der Abstand aber dann doch fast vierzig Sekunden, was doch eine Menge ist bei einem 10 km Rennen. Der Sieger lief hier eine 35er Zeit.
Insgesamt waren 118 Läufer und Läuferinnen im ersten Rennen dabei, in dem Axel einen tollen fünften Platz erreichte. Vor ihm waren die benannten drei M50er und unmittelbar vor Axel die hübsche Ulrike Dreißigacker, die schon eine Woche vorher den 10er von Springe/Deister gewonnen hatte. Sie benötigte in Haren 37:28, um die Frauenklasse zu gewinnen. Unmittelbar hinter Axel kam Ossiloop-Gewinnerin Inga Jürrens, auch noch in einer 37er Zeit, ins Ziel. So war unser schnellster Mann doppelt eingerahmt in holde, blonde Weiblichkeit. Ob Axel für die beiden Mittzwanzigerinnen aber einen Blick hatte, darf bezweifelt werden. Denn bei seinen Fighterabsichten dürfte alles außerhalb des eigenen Rennens ausgeblendet worden sein. Herzlichen Glückwunsch für Axel!! Die Ergebnisse.
Axels Eindruck von der 10km-Meisterschaft
"Hallo Michael,
der Lauf ist nicht ganz so gelaufen wie geplant. Eigentlich hatte ich vor, ein Tempo von 3:45min/Km gleichmäßig in einer Gruppe durchzulaufen. Am Start ging es leider etwas hektisch zu, weil sich die Strecke nach ca. 50 m ziemlich verengt hat. Nach meinem Gefühl lag ich zu weit hinten, und um eine Gruppe zu kriegen, habe ich wohl zu viel Gas gegeben. 2 Km in 7:12, Dann habe ich versucht, den Km in 3:45 weiterzulaufen, mußte zwischendurch aber doch mal Tempo rausnehmen. Es war also kein gleichmäßiger Lauf, aber ich denke, das ging vielen so. Bis Km 8 waren wir noch in einer 3 er Gruppe, dann konnte ich mich aber noch absetzen. Bin ziemlich am Limit gelaufen, mehr war nicht drin. Von den Bestzeiten waren die vor mir gelandeten Läufer im Vorfeld klar besser. So ganz einfach fand ich den Lauf nicht, viele hatten Probleme mit dem warmen Wetter. Von daher bin ich mit der Zeit und dem Platz voll zufrieden. Ich fand die 10 Km als  Rundkurs gelungen, weil zumindest in dem Start/Zielbereich ganz ordentlich Stimmung war. Ansonsten gab es kurze Wege zwischen den Parkplätzen, der Umkleiden und dem Start- und Zielbereich und leckeren Kuchen in der Schulaula. Schöne Grüße."
Ergänzung vom Webmaster: Der Vergleich der in Haren von einigen Läufern gelaufenen Zeiten mit zuvor stehenden Zeiten zeigt, daß zahlreiche Läufer hinter Leistungen zurückblieben, die sie beispielsweise noch beim VFL-Lauf vor zwei Wochen zeigten, so etwa Sieger Christioph Paetzke vom DSC und die beiden Lemwerderaner Eichinger und Trudung. Offenbar drückte das Wetter auf die Leistung. Insofern ist Axels Zeit noch höher einzuschätzen.

Springe-Deister-Marathon. Michael Schardt legt gleichmäßigen Lauf hin (26.3.11)

Von der Rennaufteilung gleicht der Springe-Deistermarathon dem von Lohne. Es sind vier Runden zu laufen von 10,5 km und zweihundert Meter vorab auf der Laufbahn. Deshalb ist die Zwischenzeit bei 3/4 der Strecke interessant. Nur 84 Marathonis finishten den Lauf, davon gerade mal 5 Frauen. Nur der Sieger blieb knapp unter drei Stunden. Pro Runde waren etwa 50 Höhenmeter zu bewältigen, vor allem ein Bergelchen der Marke Uitkiek. Schwieriger war der kalte und teils kräftige Gegenwind. Im Gegensatz zu fast immer gelang es Michael zwei in etwa gleich schnelle Hälften hinzulegen; lediglich auf der letzten Runde büßte er knapp zwei Minuten gegenüber den Vorrunden ein. Belebend in Runde zwei und drei war, daß die Halbmarathois genau zu dem Zeitpunkt auf die Strecke gingen, als Michael seine erste Runde beendet hatte. Dadurch hatte er in Runde zwei und drei Geselligkeit, denn über HM und 10km waren je über 300 Aktive dabei, weshalb ein neuer Teilnehmerrekord (915 Finisher statt bisher 835) erreicht wurde beim zweitältesten Marathon Niedersachsens. In der vierten Runde wurde die Strecke aber wieder sehr einsam, doch einige der Kilometer legte Michael gemeinsam mit einem jungen Japaner zurück, der aber dann zurückfiel. Schön war, daß der SWOer den letzten Kilometer noch mal anziehen konnte und eine 5:10er Zeit über die letzten 1000m hinlegen und noch zwei Mitstreiter überholen konnte. Sonst sind die letzten Kilometer bei ihm eher krampfig. Michael belegte einen Platz im Mittelfeld, von 12 M55er wurde er 6. Die Ergebnisse.

Schüler-Regionsmeisterschaften Cross. Mit 4 SWO-Kids über 1150m in Bösel. (20.3.11)

Bericht von Ulrike Levold

"Bei wunderschönem Sonnenwetter fuhren wir nach Bösel. Dort angekommen, haben wir uns die Strecke angeguckt, die einige sehr starke Steigungen hatte. Auch säumten zahlreiche Baumwurzeln und-stämme den Weg.
Unsere vier starteten zusammen und verschwanden im dichten Wald. Fünf Minuten später kam Luisa als siebte aus dem Wald. Leider schaffte sie es nicht mehr, die kurz vor ihr Laufende zu überholen, so dass sie letztendlich in einem großen und sehr stark besetztem Läuferfeld den siebten, bzw. in ihrer Altersklasse den vierten Rang belegte.
Marie und Franzi kamen 40 sec. und Jitka ca. 50 sec. später ins Ziel."
Die Ergebnisse

13.3: SWO-Sieg durch Michael Troé (13.3.11)

Beim 7. Lauf um den Donatussee in Erftstadt konnte sich Exil-SWOer Michael Troé bestens in Szene setzen. Über fünf Kilometer brachte er die hervorragende Zeit von 22:46 zustande, nachdem er bereits 20 Fahrradkilometer zur Anreise in den Beinen hatte und die gleiche Strecke auch zurückmußte. Eine Kleinigkeit für den ehemaligen Triathlet. Mit der Zeit konnte er den Altersklassensieg in M40 einfahren. 8 Konkurrenten hatten das Nachsehen. In der Gesamtwertung wurde er unter 122 Startern 12. - tusch. Die Ergebnisse.

Remi neuer Kampfrichter (13.3.11)

Als inzwischen fünfter SWOer konnte Remigius Altenberg am letzten Wochenende die Prüfung zum Kampfrichter bestehen. Der zweitägige Lehrgang fand in Ganderkesee statt. Deshalb konnte er auch nicht beim VFL-Lauf mitmachen. Als Kampfrichter hatte sich Remi schon desöfteren bei Sportfesten und beim letzten Citylauf betätigt.

11.3.11.: Wangerooge: Nachtmarathon. Michael S. war dabei und wird 2.

Vom 11. auf den 12. März fand auf Wangerooge ein Nachtmarathon statt. Start war abends um 22 Uhr; gefinished wurde zwischen 2 und 4 Uhr nachts. Auch Michael Schardt war angetreten, um für Laufreport zu berichten. Mit im Programm war auch ein Tagmarathon, der am nächsten Morgen gestartet wurde. Einer machte übrigens beide Läufe mit. Zudem ein 3- und 6 Stundenrennen, auch morgens. Die Härtesten starteten aber auch abends mit Michael: über 50 Meilen, 100km oder 100 Meilen. Als Michael schon wieder in Oldenburg war und beim VFL-Lauf zuschaute, waren die letzten immer noch zugange. Sie brauchten bis zu 25 Stunden. Michael hatte die etwas zu lange Strecke (42,8km) als langen Trainingslauf in 4:50:17 beendet und wurde in der Gesamtwertung 2. - Hört sich eigentlich gut an, es waren aber auch nur 5 Läufer beim Nachtmarathon dabei. Die Ergebnisse.

Judith und Frank Hilker kommen gemeinsam ins Ziel. Bath-Halbmarathon in 1:56:34. 15000 Läufer (6.3.11)

Die Generalprobe für den Wien-Marathon ist für Judith Hilker geglückt. In der schönen englischen Kleinstadt Bath (90.000 Einwohner), 200 km westlich von London, hatte sie ihren Bruder Frank besucht und war mit ihm am gestrigen Sonntag den sogenannten Bath-Half gelaufen. Für Frank war es sein erster HM. Bath, das zu den schönsten englischen Städten gehört und das auf eine über 2000jährige Geschichte zurückschauen kann, stellt im laufverrückten Großbritannien den drittgrößten Halbmarathon. Das Teilnehmerlimit ist auf 15.000 Läufer begrenzt, doch ist der Lauf schon fünf Monate vor dem Rennen ausgebucht. Tatsächlich finishen werden dann in der Regel 11.000 bis 12.000 Läufer. So war es auch 2011. Auffällig daran ist, daß die Frauenquote mit über 40 Prozent fast doppelt so hoch ist als hierzulande. In der Regel werden in der Spitze Weltklasseleistungen geboten. Die Streckerekorde liegen bei den Männern bei 1:02 und bei den Frauen bei 1:09. 2011 ging es nur unwesentlich langsamer zugange. Traditionell dient der Bath-Half als beste Vorbereitung für Europas größten Marathon, den Virgin von London im April.
Judith und Frank liefen nach 1:56 über die Ziellinie des zweimal zu durchlaufenden Kurses und waren damit in der ersten Hälfte der Plazierten. Judith blieb im ersten Viertel der Frauenwertung. Etwas ärgerlich wird ihr vielleicht erschienen sein, daß sie ihre persönliche Bestzeit von Bersenbrück vor einem Jahr exakt um eine Sekunde verfehlte, damals war sie 1:56:33 gelaufen. Über das tolle Event werden die beiden am morgigen Dienstag mit vielen Fotos für Laufreport berichten. Die Ergebnisse

Axel Schneider schlägt sich prächtig bei der deutschen Crossmeisterschaft in Löningen. (5.3.11)

Eine Leistung, der man Hochachtung entbringen muß, gelang Axel Schneider bei der Deutschen Crossmeisterschaft. Im Rennen zwei gingen 81 Läufer aus ganz Deutschland in der AK M50 und M55 auf eine 5,86km lange Strecke, um den schnellsten im Lande unter sich auszumachen. Die Strecke, nach englischem Strickmuster für Crossläufe angelegt, bot eine Runde von 1480 Metern, die viermal zu durchlaufen war. Man lief auf Wiese, durch eine kurze Sandpassage, über mehrere Strohhindernisse, über drei 1,50m hohe rhythmusstörende künstlich aufgeworfene, steile Erdhügel, die kurz hintereinander kamen, sowie über eine Naturtribüne, teils in heftiger seitlicher Schieflage, die koordinatives Laufen erforderte. Davon abgesehen war die Strecke auf der Löninger Sportanlage aber eher flach. Axel konnte sich unter den 52 M50er auf Platz 22 plazieren, wobei er von Runde 1 bis 3 drei, vier Plätze gutgemacht hatte. Im Gesamtfeld inklusive der 55er wurde er 30. von 81 Läufern. Von 17 Niedersachsen (M50) wurde er sogar 4. Die Zeit von 22:10 bedeutet einen Km-Schnitt von 3:47. Damit war unser Akteur sehr zufrieden und froh, diesen Schritt zu einer offiziellen Meisterschaft getan zu haben.
Michael Schardt war im Idealistenstart über 4,36 km unterwegs, einer der Rahmenwettbewerbe, zusammen mit 26 Mitstreitern. Dieser Lauf war den Meisterschaften vorgeschaltet. Der Lauf ging über drei Runden, die Michael in einem exakten 5er Schnitt absolvierte in selbstgestoppten 21:50, womit er mitten im Feld blieb. Der Lauf war ohne Zeitnahme erfolgt.
Einen schönen Erfolg errang der M13 Schüler Tim Kendziorra aus Michael Schardts Lauf AG des Everstener Gymnasiums. Er wurde Deutschlands schnellster Schüler dieser Altersklasse über eine Strecke von 2350 Metern in 8:32 Minuten (KM-Schnitt 3:42). Da auch sein Lehrer vom GEO, Georg Diettrich, Deutscher Meister in M40 wurde, stellt das sportliche Oldenburger Gymnasium gleich zwei Bundestitelträger. Die Ergebnisse

Robert Bondzio berichtet vom CEBIT-RUN (3.3.11)

"Wer das Monaco des Laufsports sucht, wird auf der CeBIT in Hannover fündig. Enge Kurven, schnelle Richtungswechsel um zahlreiche Hindernisse, schmale Passagen, bunt beleuchtete Reklame, Glamour und Cocktails trinkende Zuschauer unmittelbar an der Strecke gibt es hier ebenfalls. Aber dieser Lauf ist auch sonst in vielerlei Hinsicht anders: Auf dem 3,5 km-Rundkurs gilt es, 14 weitgehend mit Teppichboden (!) ausgelegte Messehallen zu durchlaufen. Elfmal verlässt man dabei die Hallen, teilweise nur für wenige Meter, um die zwischen den Hallen verlaufenden Versorgungswege zu queren, teilweise auch für längere Abschnitte, wenn die Strecke über das Messegelände zum nächsten Hallenkomplex führt. 192 Kurven hat man nach den sechs Runden hinter sich, die für die Halbmarathondistanz zu absolvieren sind – und das bitteschön schnell, denn das Zeitlimit liegt bei zwei Stunden – wer bis dahin nicht in die letzte Runde eingelaufen ist, ist raus.
Das Ergebnis ist eine in jeder Hinsicht enorm abwechslungsreiche Strecke, an der es für den Läufer ständig etwas anderes zu sehen gibt. Es wechseln sehr helle Abschnitte in den Hallen mit dunklen Passagen auf dem Gelände und vor allem auf den Abschnitten zwischen den Hallen, die nur schwach beleuchtet sind. Teilweise verläuft die Strecke mitten durch die Messestände und durch die Afterwork-Parties der Aussteller, was erstens für gute Musik und zweites für ausreichend Publikum sorgt, das nicht nur applaudiert, sondern –standesgemäß für die CeBIT- auch mit allem filmt und fotografiert, was Bilder aufnehmen kann. Nur in wenigen Hallen und auf dem Außengelände ist es etwas stiller. Für Kontrast sorgen aber auch die Luft- und Temperaturverhältnisse: Während es in den Hallen warm und teilweise ziemlich stickig ist, rückt einem draußen eine eisige Märznacht mit Minusgraden auf den erhitzen Leib. Was einerseits für Erfrischung sorgt und nach dem Durchlaufen eines längeren Hallenabschnitts auch mal ein tiefes Durchatmen ermöglicht, andererseits aber (wie in meinem Fall vor allem in der letzten Runde) unerwünschte Nebenwirkungen auf die Muskulatur zeigen kann. Diese wechselhaften Bedingungen, der auf Dauer recht kräftezehrende Teppichboden, die fehlenden Kilometermarken und die schwierige Streckenführung, die ständig hohe Aufmerksamkeit verlangt, machen den Lauf zu einer Herausforderung – und zu einer echten Spaßveranstaltung, die ich allen, die mal was ganz anderes machen wollen, nur empfehlen kann."
So weit Robert. Zur Ergänzung vom Webmaster noch dies: Ein Wettkampf am Donnerstagabend nach getaner Arbeit, das ist schon etwas besonderes. Start war um 19 Uhr. Im Angebot waren sechs Distanzen, von einer Runde bis sechs Runden. Jede davon ist 3,5 km lang, was in summa einen Halbmarathon ergibt, wenn man die Langstrecke wählt wie SWOer Robert Bondzio. Gestartet wurden alle Rennen zusammen, das Feld lichtete sich entsprechend nach jeder weiteren Runde. Zusammen waren es wohl an die 1000 Starter, darunter viele pfeilschnelle Akteure wie die Siegerin über 10,5 km, Ulrike Dreißigacker, die 38 Minuten brauchte und fast so schnell wie der erste Mann war. 
In die letzten Runde gingen noch 219 Akteure, die Halbmarathonis halt. Neben 40 Frauen finishten 179 Männer das Rennen. Robert lief eine saubere Zeit von 1:49, wobei er die ersten beiden Runde in glatt 16 Minuten durchsauste, dann wurde er pro Runde etwa eine Minuten langsamer. Die letzte Runde durchlief er dann in knapp 22 Minuten. Der Km-Durchschnitt für Runde 1 und 2 lag bei 4:32, also höllisch schnell für ihn beim HM; in der letzten Runde lag er dann bei moderaten 6:13. Damit landete er im vorderen Bereich der zweiten Hälfte. Eine AK-Wertung gab es nicht. Ein persönlicher Bericht von Robert folgt. Hier das Ergebnis im Detail.

Einladung: Jahresabteilungsversammlung SWO-Leichtathletik am Freitag, 4.3.2011, 18:45 Uhr, Vereinsheim. Hier Tagesordnung

Zur pflichtgemäßen Jahreshauptversammlung der SWO-Abteilung Leichtathletik wird hiermit satzungsgerecht eingeladen. Die Versammlung findet statt am 4.3.2011, um 19:30 Uhr im Vereinsheim, Auguststr. 78, Sitzungsraum und wird etwa 90 Minuten dauern. Eingeladen sind alle Vereinsmitglieder der Leichtathletikabteilung. Diese Einladung wird auch zwei mal in der NWZ veröffentlicht und im Vereinsheim ausgehängt.

Tagesordnung (Fassung 2.3.2011)

1. Begrüßung durch den Abteilungsleiter, 
          Bestimmung des Protokollführers.
          Feststellung der Anwesenheit. 
          Genehmigung der Tagesordnung
          Verlesung Protokoll 2010 (Abteilungsversammlung Felix Levold)
2. Bericht der Kinderabteilung (D. Radspieler-Schröder)
3. Bericht der Kassenwartin (S. Kläner)
4. Bericht des Breitensportwarts (R. Altenberg)
5. Jahresbericht des Abteilungsleiters (M. Schardt)
6. Bericht des Kassenprüfers (M. Hesse)
7. Entlastung des Vorstands
8. Wahl des 2. Vorsitzenden (bisher Peter Baur)
9. Wahl Kindersportwart (bisher Daniela Radspieler) und Stellvertreter (bisher Ulrike Levold)
10. Wahl Kassenprüfer (bisher Mike Hesse)
11. Sonstiges (Hallentraining M. Hesse, Trainingslager R. Altenberg), Anträge (müssen schriftlich bis zum 3.3. beim Abteilungsleiter eingereicht werden).
12. Verabschiedung (voraussichtliches Ende der Sitzung 20 Uhr)

Deichlauf: Mike, Jonathan und Bettina mit PB. M55 fest in SWO-Hand. Remi schnellster M30er. (27.2.11)

Mit sieben Altersklassensiegen kehren sieben SWOer vom siebten Deichlauf aus Driever zurück. Zugegeben: das hat nicht viel zu bedeuten, da in drei Hauptläufen nur 140 Aktive ins Ziel kamen und naturgemäß mehr aufs Podest kommen als welche, die nicht drauf kommen. Aber wenn man sich die erzielten Ergebnisse ansieht - und darauf kommt es ja schließlich an -, dann werden diese Plätze auch mit Wert gefüllt.
So kam es beim 10 km Lauf, der diesmal kein Viertelmarathon mehr bildete (10,55km), weil es einen neuen Streckenverlauf gab, gleich drei neue Bestzeiten von allen drei Teilnehmern, und das, obwohl die Strecke etwa 60 Meter zu lang war, also ca. 15 Sekunden mehr kostete. Erstaunlich ist dabei vor allem die Steigerung von Bettina Schachtschneider von 56:17 auf 52:44, was über dreieinhalb Minuten ausmacht. In W45 wurde sie dritte. Lange war Bettina mit Sohn Jonathan und Mike Hesse zusammengelaufen. Erst bei km acht wurde Jonathan etwas schneller, weshalb das Trio sich in seine Einzelteile splittete. Jonathan war auch diesmal wieder etwas schneller als beim letzten Rennen beim Oldenburger Silvesterlauf, obwohl er durch etwas unrhythmisches Laufen sogar noch Zeit verschenkte. In 52:12 kam er ins Ziel und wurde zweiter in MSA. Er war fünf Sekunden schneller als bisher. Als er bei km 8,5 war, hatte er sich schon von der Mama abgesetzt, wie der entgegenlaufende Abteilungsleiter feststellen konnte, der schon in seiner zweiten Runde beim Halbmarathon war. Da konnte er Jonny noch mal anfeuern. Kurz danach kam Bettina und dann auch schon Mike, der noch erstaunlich frisch wirkte, obwohl hier der Wind von vorne kam. Auch Mike konnte sich um fast anderthalb Minuten steigern und kam bei 53:13 ins Ziel. In M55 trat er die Nachfolge von Michael Schardt und Horst Dieter Ogiewa an, die in 2009 und 2010 in M55 erfolgreich gewesen waren. Mike konnte hier den einzigen Konkurrenten knapp niederhalten.
Remi Altenberg war zu diesem Zeitpunkt, als sich sechs der sieben SWOer auf der Strecke befanden, schon im Ziel. Er hatte sich die 5,2 km Distanz ausgesucht, der Lauf mit der kleinsten Beteiligung. Da alle drei Läufe in kurzer Folge gestartet wurden, konnte er schon Fotos von den beiden Hauptläufen machen, die auch eingehen werden in den Bericht von Laufreport. Remi jedenfalls war in etwa so flott unterwegs wie in Sandkrug und kam damit im Mittelfeld an. In seiner AK hingegen landete er ganz vorne, nur hätte er sich etwas stärkere Konkurrenz gewünscht.
Als Standortbestimmung hatten Horst Dieter Ogiewa und Michael Schardt diesen Halbmarathon genommen, als Formtest für die in Wien anzuvisierende Marathonzeit. Unter 1:50 muß da schon her, wenn beim Marathon eine drei vorne stehen soll, möglichst auch unter 1:48. Aber eigentlich wollten beide noch flotter sein. Dieter legte ein sehr ausgeglichenes Rennen hin, war über weite Strecken im 5er Schnitt unterwegs, was auch am Ende auf die angepeilte 1:45 hinausgelaufen wäre. Doch war die Strecke knapp 200 Meter zu lang, was etwa 50 Sekunden ausmachte. Deshalb wurde es eine 1:46, aber damit war der Läufer zufrieden. Am Ende, so meinte er, wäre es schon etwas schwer geworden, da die letzten vier km der Wind von vorne kam und auch stärker geworden war, als noch in Runde eins. -
Michael und Dieter wollten eigentlich zusammen laufen, doch ging ersterer etwas flott an, wodurch das Vorhaben sogleich ad acta gelegt werden konnte. Auch die dritte im Bunde, Christina Wegner, eine Bekannte, die Michael von der Karibiklaufmeisterschaft her kannte und nun erstmals wiedersah, wollte sich da anschließen. Aber das war noch zu schnell. Sie wurde am Ende in 1:49 vierte Frau, allerdings wurde sie als fünfte gelistet, weil eine hinter ihr plazierte Läuferin, Birthe Paprotka von der Stadt Oldenburg, Opfer einer falschen Einweisung am Ende wurde, und schon nach 20,2 km ihr Rennen beendete. Man war da genau am Ziel, man hätte aber noch eine 900 Meter Runde um einen kleinen See anschließen müssen, jedoch stand am Ziel kein Einweiser mehr, und viele Läufer waren irritiert und wurden so um ihr Rennen gebracht.
Auch Roman Berg wurde Opfer dieser unglücklichen Fügung. Er war ebenfalls stehen geblieben bei 20,2, hatte sein Meßchip, der am Handgelenk geführt wurde, gegen den Sender gehalten und war bei 1:58 gestoppt wurde. Zwar habe er eigentlich, so meinte Roman später, auch an seiner Garmin-Uhr sehen können, daß das Rennen noch nicht zuende sein konnte. Aber am Ziel sagte ihm niemand etwas, und vor ihm war auch kein Läufer mehr, der einem Orientierung gegeben hätte. So taucht Roman zwar in der Siegerliste auf, aber mit einer zu guten Zeit. Das wollte er nicht und hat auch die Urkunde nicht abgeholt. Da man die Zeit sehr genau hochrechnen kann, darf man Romans Zeit mit knapp 2:05 angeben, die er mit See gelaufen wäre. Dies hätte eine Verbesserung gegenüber dem Debüt vom Dezember um fast zehn Minuten ausgemacht. Aber die Zeit gilt nicht, und er will sie auch nicht. Irgendwie ein Ärgernis. Ob Birthe das überhaupt wußte, ist unklar. Jedenfalls fand Christina schade, daß sie nicht auf dem ihr zustehenden Platz 4 gelistet war. Aber nett war für sie auch, daß sie sich mit den SWOern freundlich unterhalten konnte, denn sie war allein angereist und startet als nächstes mit Remi beim VFL-Lauf, aber auf unterschiedlichen Strecken.
Michael war zunächst recht flott unterwegs. 47:15 zeigte die Uhr bei km 10. Das war aber zu schnell. Das Tempo konnte er nicht ganz halten, zumal die Deichquerungen und der Gegenwind am Schluß einiges von den Läufern forderte. Immerhin reichte es noch für sein insgeheim angepeiltes Ziel, die zweitbeste HM-Zeit zu laufen. Die stand bei 1:43:40. Diesmal wurden es 23 Sekunden weniger, und rechnet man die zu langen 200 Meter ab, dann wäre er wohl bei 1:42:30 gelandet. Wie Mike über 10km, so konnte Michael die M55 beim HM für sich entscheiden, und Dieter wurde in der selben Wertung 2.
Schwierig war der Lauf vor allem hinter dem Deich. Da kam zwar der Wind von hinten, aber der Weg war durch den Regen glittschig, was noch durch massenweise Schafsschei ... verstärkt wurde. Man mußte echt aufpassen, nicht auszurutschen. Vor Michael geschah dies einem jungen Burschen, der mit seinen geschätzten 1,95m sich langmachte. Zunächst lief er noch weiter, aber er hatte sich doch stärker verletzt, weshalb er nach Runde eins abbrechen mußte. Die Andenken der Schafe klebten allen Läufern noch dick an den Schuhen - und Waden. Sie waren, erstmal angetrocknet, zu Hause beim Duschen kaum noch wegzukriegen. - Ein anderer, der Leeraner Ralf Taube, zweiter des 26km Laufs von Logabirum vor drei Wochen, ließ es langsam angehen, war immer etwa auf der Höhe von Michael (und im Gegensatz zu diesem bemerkenswert unangestrengt) und stoppte seine Zeit erst gar nicht ab. Er wollte einen lockeren Trainingslauf machen.
Traditionell zum Deichlauf gehört eine Tombola mit richtig guten Preisen. Christina konnte sich über eine Adidas-Mütze freuen, und Dieter sahnte sogar eine Markenlaufhose von Rono ab. Die Frage, warum der Chronist nichts gewann, wurde gleich vor Ort gestellt, konnte aber erst beantwortet werden, als er seine verschwitzten Sachen zu Hause auspackte. Er hatte vergessen, seine Startnummer abzugeben.
Und noch ein Rätsel tat sich bei der Siegerehrung auf. Als Mike nach vorne gerufen wurde, gab der Moderator über Mikrofon ungebremst seiner Überraschung Ausdruck. "Ja, das ist doch der Mike Hesse. Der startet zwar für Oldenburg, kommt aber aus Aurich. Daher kenne ich dich doch. Noch von früher." Wie wir später erfuhren, waren sich Mike und der Moderatur vor mehr als zwanzig Jahren öfters in der berühmt-berüchtigten Szenedisco Old-Inn begegnet. Beim Versuch, herauszubekommen, was damals so abgegangen war in Aurich, schwiegen sich beide aber gegenüber dem Chronisten ... tze-tze-tze ... aus ...
Hier geht es zu den SWO-Ergebnissen

4 SWOer beim Crosslauf in Hesel. Michael S. in M55 fast konkurrenzlos. Steffen war Wurzel im Weg. (12.2.11)

Wie schon beim Crosslauf in Aurich am 30.1., so war das familiäre Trio Thomas und Steffen Springer sowie Freundin Malika Mathur auch geschlossen beim Hesel-Cross am Start, flankiert diesmal jedoch durch den Abteilungsleiter. Während erstere sich auf der Mittelstrecke tummelten (5,8km), wollte Michael sich auf der Langdistanz (11,4km) einen kleinen Wunsch erfüllen. Er war hier bereits mehrfach gestartet, aber 2006 war in gewisser Weise denkwürdig. Da war er die Langstrecke in ordentlichen 59:40 (Schnitt 5:10) durchlaufen, war aber sage und schreibe Letzter im Rennen geworden. Das hatte sich vorher nie ereignet, und nachher nur noch einmal. Und das war am selben Tag. Denn da hatte er noch die Mittelstrecke angeschlossen, war einen Schnitt von guten 5:01 gelaufen, aber wieder letzter geworden. Insofern hatte er noch eine kleine Rechnung mit dem Ostfrieslandcross offen. So war das Ziel schnell gefunden: Nicht letzter werden!
Die Chancen standen nicht schlecht, zumal die schnellsten Crossläufer Niedersachsen bei den parallel stattfindenden Landesmeisterschaften in Osnabrück starteten. Kurzum: diesmal lief Michael Schardt genau einen 5er Schnitt, kam in PB (für diese Strecke) von 57:00 ins Ziel und ließ noch 12 Läufer hinter sich. Das Schöne war, daß er unterwegs noch sechs Akteure überholen konnte. Für Frauen ist die Langstrecke längst nicht mehr ausgeschrieben, weil schon vor Jahren die Beteiligung zu gering war. So handelt es sich um einen reinen Men-Run, ohne daß (als Pendant zum Women-Run) alle Läufer hellblaue Trikots angehabt hätten. In seiner AK M55 konnte er seinen einzigen Konkurrenten auf Distanz halten. Festzuhalten aber gilt, daß das Niveau bei Crossläufen wirklich deutlich höher ist als bei Volksläufen. Es nehmen kaum Gesundheitsläufer, Jedermänner oder Trimm-Läufer teil. Auch die meisten SWOer machen einen großen Bogen um den Cross, obwohl es kaum etwas besseres gibt, um Tempohärte und eine gute Grundlagenausdauer zu erlangen. Für jemand, der seine PB über 5 oder 10km verbessern möchte, sollte sich das einmal überlegen.
Der Heseler-Cross ist nicht nur der älteste seiner Art in Ostfriesland, sondern wohl auch der schwerste mit einem sehr profilierten Parcours. Thomas meinte nach seinem Rennen, daß die Auricher Strecke dagegen wie eine flache Autobahn wirke. In der Tat bietet der Hesel-Cross einige knackige Hügel, langezogene Steigungen, Abfahrten und fast immer unebenes Gelände, Wurzelwerk und ähnliches. Eine mächtige Bodenwurzel wurde dann auch Steffen Springer zum Verhängnis. An einem steilen Abhang, wo man runter springen muß (Nomen est omen), war er umgeknickt, mußte vom Roten Kreuz versorgt werden und den Lauf abbrechen. Insgesamt scheint die Verletzung aber doch nicht so schlimm.
Ähnlich gut wie in Aurich waren Thomas Springer und Malika Mathur unterwegs, die in einem Abstand von 15 Sekunden einliefen und deutlich unter einem 6er Schnitt blieben, was bei der schwierigen Strecke mehr als ordentlich ist. Malika plazierte sich im Frauenfeld im hinteren Mittelfeld, was ein schöner Erfolg ist, zumal auch dort die Leistungsdichte höher ist als beim Volkslauf. Während die Langdistanzler noch bei Sonnenschein unterwegs waren, hatten die Mittelstreckler mit Schnee und weißen Wegen vorlieb zu nehmen. Der böige Wind machte im Heseler Wald weniger Probleme.
Nach dem witterungsbedingten Ausfall 2010, dem einzigen in 35 Jahren, hatten die Organisatoren diesmal wieder etwas Pech, denn die Landesmeisterschaften kosteten sicher 60-80 Läufer. So waren es diesmal knapp 200; sonst sind es 250 bis über 300. Veranstaltet wird der Lauf von SV Holtland, einem Spezialverein für weiblichen Hammerwurf mit zahlreichen Deutschen Meisterinnen, Olympiateilnehmern und Rekordwerferinnen. Chef ist Klaus Beyer, der auch 25 Jahre den Ossiloop veranstaltete und bis 2005 in ungeahnte Höhen geführt hatte. Den hat er aus Altersgründen drangegeben, hoffentlich aber nicht den Hesel-Cross. Die Ergebnisse.

Windige Angelegenheit in Logabirum: Gerd Guhl und Felix Levold bestehen 26,2 km (7.2.11)

Einen 5er Kilometerschnitt wollte Felix Levold beim Winterlauf in Logabirum laufen und so schon einmal testen, ob ein solcher Schnitt auch für Marathon möglich wäre. Denn sein designiertes Ziel für Hamburg soll die 3:30 werden, und dafür muß man den Schnitt über 42 km halten können. Insofern ist der Test gelungen: mit 4:53 klappt er sogar noch besser. Felix brauchte 2:08 und wurde damit 13. in der Gesamtwertung. Einen Schnitt von exakt 5:30 lief Gerd Guhl, was am Ende 2:24 bedeutete. Es wäre wohl noch etwas flotter gegangen, wenn er am Ende nicht mit Krämpfen zu kämpfen gehabt hätte. Auch war er etwas flott angegangen. Aber immerhin - auch er ist für höhere Aufgaben gerüstet. Insgesamt hatten 49 Läufer die Langstrecke gefinished, über 100 waren es über die 16 km.
Seine Eindrücke vom Lauf faßt Felix wie folgt zusammen:
"Letztlich hat sich neben mir nur noch Gerd zum Treffpunkt eingefunden. Ich hatte am Vorabend noch zu Ulrike gesagt, wenn noch jemand kommt, dann nur Gerd Guhl. Morgens um 7:45 pladderte der Regen noch munter gegen die Fenster. Im Regenradar im Internet sah es Richtung Ostfriesland aber schon heller aus, was sich vor Ort dann auch bestätigte und es nur noch leicht nieselte; später war es dann trocken. Bestimmendes Thema für den Lauf war dann aber der Wind, zusammen mit den doch recht milden Temperaturen. Insbesondere auf den langen letzten sechs Kilometern dominierte der Gegenwind bei Laufrichtung gen Westen.
Bestzeiten unter diesen Umständen: Nein; Gutes „Winter“-Laufen und Formtest auf langer Strecke aber prima. Die Organisation war nicht superprofessionell, aber vollkommen OK, und der Kuchen im Anschluß lecker und wohlverdient.
Insgesamt aber ein sehr gelungener Ausflug."
Die Ergebnisse

Wie wäre es mal mit einem Wettkampf, anstatt des üblichen gemeinsamen Sonntagtrainings? - Der Aurich-Cross (30.1.2011)

Eindrücke von Thomas Springer

 

Klar, gute Idee, und da Aurich näher lag als die Alternative in Oldendorf an diesem Wochenende, haben wir uns kurzerhand bei der LG Ostfriesland angemeldet. Die Wettervorhersage versprach kaltes Wetter, aber Sonnenschein, und so machten wir, drei Läufer und zwei Fotografen, uns am Samstagmittag auf den Weg nach Aurich. Die allgemein vorhandene gute Laune wurde beim lesen des Straßennamen am Veranstaltungsort bei den meisten Teilnehmern noch etwas besser. Start und Ziel waren am „Dickfehler Weg“. Die Entscheidung am Aurich Cross teilzunehmen, erwies sich allerdings nicht als „dicker Fehler.“
Die Startunterlagen waren schnell abgeholt, denn das Gedränge, wie man es von Veranstaltungen an wärmeren Tagen kennt, blieb aus. Die Unterlagen gab es in einer kleinen Hütte ohne Wände. Aufwärmen konnte man sich nur in dem einzigen Gebäude weit und breit, dem Toilettenhäuschen. Entsprechend groß war der Andrang vor selbigem. Und weil wir noch mehr als eine Stunde Zeit hatten, haben wir uns zunächst wieder ins Auto gesetzt. 20 Minuten vor dem Start der 3400 m wurden Steffen und Malika zum Warmmachen nach draußen geschickt. Es nützte nichts, das warme Auto mußte verlassen werden und es ging in den gefühlt minus fünf Grad kalten Wald von Aurich.
Daß es für Malika der erste Wettkampf überhaupt war, merkte ihr keiner an, denn sie war die Ruhe selbst. Anders als bei Steffen und Vater Thomas, die beide nicht genau wußten, wo der Leistungsstand nach langer Wettkampf- (Thomas) und Trainingspause (Steffen) einzuordnen ist.  
Während sich die beiden mitgereisten Fotografen an der Strecke postierten, fiel für die 63 Starterinnen und Starter der Startschuss für die wirklich tolle und anspruchsvolle Crossstrecke, welche für die 3400 m zweimal zu umrunden war. Malika und Steffen, nicht nur auf der Strecke unzertrennlich, liefen gemeinsam mit einer Zeit von 19:45 Minuten durchs Ziel. Für Malika war dies gleichbedeutend mit dem zweiten Platz in der Altersklasse W20, was zu ihrer Freude mit einer Urkunde und einem ganzen Brot belohnt wurde. Nur die spätere Gesamtsiegerin war in ihrer AK schneller gwesen.
Zehn Minuten nachdem die beiden das Ziel erreicht hatten, ging es mit dem 8200 m Lauf weiter. Hierbei mußte die gleiche Strecke wie vorher fünfmal gelaufen werden. Inzwischen reichlich aufgewärmt, fiel dann auch für Thomas und 122 weiteren Startern pünktlich um 15 Uhr der Startschuß. „Ich weiß jetzt wie schnell Berge wachsen“, waren seine Gedanken bereits in der zweiten Runde. Die so genannten Eierberge gingen schon nicht mehr ganz so flüssig wie noch beim ersten Mal. „Was soll den erst in der fünften Runde sein?“ Mit einem Schnitt von unter 6 Minuten pro Kilometer war er denn doch am Ende ganz zufrieden und kam mit einer Gesamtzeit von 48:46 Minuten ins Ziel.
Weil die mehr oder weniger vorhandenen Duschmöglichkeiten 2 km entfernt zu finden waren, wurde im Anschluß an den 8200 m Lauf kurzfristig entschieden, zu Hause zu duschen, da zwei der Mitgereisten pünktlich zum Spiel der EWE Baskets in Oldenburg sein mußten.
Als Fazit bleibt kurz festzustellen, dass diese Veranstaltung im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder besucht wird und absolut als Empfehlung für alle Läufer des Lauftreffs Bürgerbusch ausgesprochen werden kann.

Aurich-Cross. 3 SWOer dabei. 300 Teilnehmer (30.1.11)

Beim anspruchsvollen Crosslauf in Aurich nahmen drei SWOer teil. Über die Langstrecke von 8,2 km lief Thomas Springer nach längerer Wettkampfpause wieder einmal ein Rennen. Er meisterte den fünfmal zu durchlaufenden, unebenen Rundkurs mit der Bewältigung der sogenannten Eierberge in einem 6er Schnitt in 48 Minuten. Der 20jährige Sohn Steffen und die gleichaltrige Freundin Malika Mathur nahmen mit der Mittelstrecke über 3,4 km Vorlieb und liefen die Distanz gemeinsam in je 19:45. Dabei erreicht Malika bei ihrem SWO-Debüt einen 2. Platz in W20. Sieger bei den Männern wurde der 2. beim Oldenburgmarathon, Achim Groenhagen (LG Harlingerland). Gleich zweimal siegte die 2. der Sandkruger Schleife, Inga Jürrens (Emder LG). Sie war auf Lang- und Mitteldistanz nicht zu schlagen. Bericht folgt. Die Ergebnisse.

Sandkruger Schleife: Frank Gräfedünkel mit Topzeit. Sandkrug bringt einige Comebacks. SWO mit vielen Ausfällen. Schachtschneiders als Quintett. (10.1.11)

Das vielleicht Auffälligste bei der 16. Auflage der Sandkruger Schleife aus SWO-Sicht war wohl, daß mehr als zwanzig Prozent aller fünfzig angemeldeten Akteure nicht an den Start gegangen sind, so viele wie noch nie. Da fehlten beim 13er, der ja in Wirklichkeit nur 11,8 km lang war, u. a. das Ehepaar Lustig, die möglicherweise aus mangelnder Fitneß den Lauf haben ausfallen lassen, zumal sie seit ungefähr acht Wochen nicht mehr beim Training gesehen worden waren; da war aber auch Frieda Drefs, die vermutlich aus terminlichen Gründen verhindert war. Außerdem gab es Ausfälle aus gesundheitlichen Gründen. Betroffen waren hier die Männer, nämlich Norbert Schulte, Andreas Alt und Nils Riesenberg. Auch beim 5 Kilometerrennen wurden SWOer vermißt, z. B. Sabrina Biondi und Keno Gräfedünkel sowie Maria Burmeister, Andreas Koch und Maxim Köhrmann. Ein Grund blieb unbekannt.
Daß am Ende dennoch der Teampokal noch überaus klar mit 39 Aktiven an den SWO ging, lag u. a. auch daran, daß es bei den anderen Mannschaften gleichfalls zu zahlreichen Ausfällen kam. Offenbar war der Sandkruger Termin diesmal nicht der Glücklichste, witterungsbedingt einerseits, und gesundheitlich andererseits, wenn man die teilnehmerstarken Teams ansieht, egal ob SWO, ob Team Laufrausch oder SV Ofenerdiek.
Ganz unbeeindruckt von alldem zeigte sich die Familie Schachtschneider, die mit nicht weniger als fünf Aktiven aus drei Generationen an allen vier Wettbewerben teilnahm. Oma Schachtschneider war die insgesamt älteste Teilnehmerin, die sich beim Walken beteiligt, Vivian, die Enkelin, gehörte zu den jüngsten beim Kinderlauf. Albrecht und Bettina Schachtschneider liefen die 11,8 km, und ebenso tat dies Jonathan in seinem ersten Schüler-A-Rennen. Daß er dabei in 66 Minuten gleich einen von zwei AK-Plazierungen für den SWO im Hauptrennen errang, setzt dem „Familienunternehmen“ das i-Tüpfelchen auf. Nicht verschwiegen soll werden, daß auch Opa Matthias auch anwesend war, und der übte sich in der übriggebliebenen fünften Disziplin, dem Zuschauen. Matthias ist, wie viele wissen, der herausragende Chronist des Oldenburger Sports. Er schrieb viele sporthistorische Abhandlungen und Vereinsgeschichten, die allesamt Vorarbeiten waren für sein Opus Magnum, die Oldenburger Sportgeschichte, ein großformatiges, umfangreiches, reich bebildertes Standardwerk, das mit Auszeichnungen bedacht wurde. Keine deutsche Stadt verfügt über ein solches Werk als Oldenburg. Matthias spielte viele Jahre bei Schwarz-Weiß Oldenburg Tischtennis und schrieb natürlich auch die Geschichte dieser Abteilung, die seinerzeit im Verlag des Webmasters erschien.
Familieneinsätze gab es noch mehr, die waren aber durchweg kleiner. Da waren Roman Berg und Melanie Sander im Hauptlauf unterwegs, aber auch Peter und Ursula Baur, die eine ganz tolle Zeit hinlegte, gecoacht vom Ehemann und personell Trainer in einer Person. Mit dabei waren auch Heike und Roman Greis, die eigentlich noch von Wolle Greis unterstützt werden sollten, doch hatte er noch einigen Streß am Vortag erlebt, so daß er einen Kollegen, Oliver Rabe, überzeugte, für ihn zu laufen, der somithin sein Debüt in den SWO-Farben gab. Mit den Familien Levold und Steffen waren zwei Familien dabei, die sich auf beide Läufe aufteilten. Die Senioren Felix und Claudia tummelten sich auf der langen Strecke, während die Töchter Luisa und Marie sich dem Fünfer widmeten. Marie stellte eine hübsche neue PB auf; und Luisa fuhr einen von mehreren AK-Plätzen über fünf Kilometer ein. Und noch mal Familie: Mika und Jörg Ostendorf. Der Sohn, Mika, schaffte einen 2. Platz in MSC; der Papa hielt sich mit einer neuen Bestzeit schadlos. Dies alles im Jedermannslauf.
Im Jedermannslauf, da gab es ja nicht nur fünf Bestzeiten – neben den genannten auch von Ray Brown und Bianca Bove –, sondern auch fünf AK-Plazierungen. U. a. sind hier Corinna Westendorf und Remi Altenberg zu nennen. Das wäre an sich nicht so erwähnenswert, wenn beide hier nicht nach besonders langer Zeit ein Comeback gefeiert hätten nach fünf bzw. acht Monaten ohne Wettkampf. Ein solches Comeback gab es auch beim Hauptlauf, denn Michael Bamberger war auch verletzungsbedingt lange weg vom Fenstergewesen, zeigte sich aber in einer erfrischenden Weise voller Tatendrang.
Vom Fünfer ist zudem noch von den beiden einzigen AK-Siegen zu berichten, die die SWO-Aktiven bei der Schleife erringen konnten. Den einen fuhr Sonja Kläner trotz heftigen Seitenstechens und manchem Gehmeter in W35 ein; für den zweiten sorgte Frank Gräfedünkel in der M40. Mit seinen 20:13 zeigte er sich gegenüber seiner Zeit vom letzten Jahr (22:19) nicht nur enorm verbessert, sondern lief eines der schnelleren SWO-Rennen über diese Distanz. Seine Leistung darf in Abwesenheit der ganz schnellen Männer im Verein als die wohl beste aller unserer Akteure bezeichnet werden. Auch sein 11. Gesamtrang unter knapp 250 Läufer umfassenden Feld verdient Beachtung.
Ach ja, da gab es ja noch einen Familieneinsatz. Dieser allerdings betraf nur zur Hälfte den SWO. Schließlich war Kerstin von Hebel von einer Familienfeier aus dem Emsland angereist und hatte ihren Bruder Uwe gleich mitgebracht. Der war ja zuletzt in Athen seinen ersten Marathon gelaufen und hatte seither den Laufschuh kein einziges Mal mehr geschnürt. Immerhin schaffte er mit einigen Motivationspieksern der kleinen Schwester die knapp 12 km, die deshalb auch keinen Zentimeter von seiner Seite wisch.
Auf solche mentale Unterstützung konnte man unter den SWOern beim Hauptlauf nur im Bereich etwas weiter hinten rechnen. Da hatte Bianca Prang ja schon im Vorfeld angekündigt, schön langsam zu laufen, weshalb sie mit Mike Hesse und Melanie Sander ein Trio bildete. Vorne hingegen lief man bestenfalls mal einige Minuten oder Kilometer zusammen, aber da waren insbesondere die SWO-Männer doch weitgehend alleine unterwegs, und kamen hintereinander ins Ziel, teils mal eine Minuten voneinander getrennt, oft aber auch nur zehn Sekunden. Zwischen dem schnellsten, Felix Levold, und Werner Lippert in seinem ersten M60-Rennen, reihten sich nicht weniger als zehn schwarz-weiße Männer wie die Perlen an der Kette hintereinander auf. Von denen sind zwei Leistungen hervorzuheben: Gerd Guhl zeigte sich erneut verbessert und blieb erstmals – auf 10 km umgerechnet – knapp unter 46 Minuten; und Ole Schröder konnte nach offenbar sehr unregelmäßigem Training wieder einen Schritt nach vorne hin zum früheren Leistungsbereich tun.
Hinter den genannten Männern vollzog sich im kleinen auch so etwas bei den Frauen. Heike Greis blieb als einzige SWOerin unter einer Stunde, hatte aber schon recht viel Mühe, sich der wieder im Aufwind befindlichen Sabine Schenk zu erwähren. Knapp dahinter plazierten sich die gut aufgelegten Antje Lachmann, Heide Neefe und etwas weiter dahinter Claudia Steffen. Dazwischen lagen mit Manfred Lanfermann und Roman Greis wieder zwei Männer; bei dem einen ging es heute gar nicht gut, wie er bekundete; beim anderen war es der erste Einsatz nach langer Zeit, also ein weiteres Comeback. Heide hingegen fur neben Jonathan den zweiten AK-Platz in W50 über 12 km ein.
Will man einen Gesamteindruck der Sandkruger Schleife formulieren, so kann man vielleicht von einem eingeschränkt geglückten Saisonauftakt sprechen. Das gilt für den Veranstalter wie auch für den SWO. Nach 2010 hatten die Macher in Sandkrug erneut kein Glück mit dem Wetter. Diesmal war es sogar nötig geworden, quasi über Nacht drei neue Strecken aus dem Hut zu zaubern, weil die ursprünglichen einfach nicht zu passieren waren. Allein das ist schon ein kleines Wunder. Und daß dann auch noch alles nahezu reibungslos über die Bühne ging, ein weiteres dazu. Ausfallen wollte man den Lauf auf keinen Fall, und man hat auch gut daran getan, so vorzugehen wie es dann auch gewesen ist. Kurzum: man hat das Beste aus einer ungünstigen Situation gemacht, hat aber auch – wie im letzten Jahr – mit einem Teilnehmerrückgang von 300 bis 400 Aktiven gegenüber den Jahren 2009 und davor zu leben. Das erscheint aber verkraftbar, hat man doch zu verhindern gewußt, daß die Schleife das erste Mal ausfällt und mit ihr auch der Auftakt des neuen Runningcups.
Für viele SWOer ist der Start in das neue Laufjahr gelungen, manchen sogar ausgesprochen gut, wie die dargelegten Leistungen zeigen. Von denen, die gestartet sind, gab es kaum jemand, der mit seinem Lauf nicht irgendwie doch zufrieden gewesen wäre. Einige von ihnen sogar sehr. Die einen freuen sich, endlich wieder zurückzusein, die anderen, daß sie doch recht flott über den Asphalt sausen konnten. Ein weiterer Teil unserer Läufer hatte sich schon im Vorfeld dazu entschlossen, die Jahrespremiere nicht in Sandkrug zu laufen, sondern auf später zu verschieben, oder die gesundheitlichen oder mentalen Dispositionen machten für diesmal noch einen Strich durch die Rechnung. Die nächste Oldenburger Startmöglichkeit ist dann Mitte März der VFL Straßenlauf …
Die Ergebnisse.

Anfänger und Kidies schaffen 5er Debüt. 5 neue PB zum Jahresende über 10km. 30 SWOer am Start. 5x auf Platz 1; 1x mal Rang 2, 2x auf Rang 3. Sandra J. und Jonathan mit Doppelerfolg. Teilnehmerschwund beim OL-Silvesterlauf.  (31.12.)

Es ist nicht nur unter SWO-Läufern ein diskussionswürdiges Thema, ob man Spitzenläufer für einen Straßenlauf einkaufen soll oder nicht, insbesondere wenn es Kenianer sind, die von einem zum anderen Event tingeln und die Siege und Preisgelder einfahren. Nein, auch in den Foren, unter Veranstaltern und Langstrecklern republikweit ist das ein heißes Eisen. Und warum: weil die Stars doch den einheimischen Läufern das Siegen unmöglich machen.
Ich sehe das nicht so. Denn welch ein Unterschied gibt es bei einem Sieg eines eingekauften Stars, zu dem Umstand, daß Stephan Immega seinen 25. Sieg bei einem ostfriesischen Lauf einfährt oder Georg Diettrich seinen 40. in Oldenburg: keinen! Es ist doch eh (fast) immer derselbe Mann, der den anderen Läufern regelmäßig das Nachsehen gibt. Das hat sogar was Langweiliges. Was macht es da also, wenn zum Beispiel der VFL Oldenburg sich bemüht, mit Jan Fitschen einen echten deutschen Europameister mit einem für einen solchen Klasseläufer üblichen Antrittsgeld - die Rede ist von 1500 Euro - zum Silvesterlauf zu holen. Mit Europameistern (oder anderen internationalen Erfolgsträgern) ist die deutsche Langlaufszene zumindest bei den Männer nicht gerade reich gesegnet. Da kann man sich als regionaler Zuschauer, Hobbysportler oder auch ambitionierter Läufer doch nur freuen, wenn man mal einen wie Fitschen zu sehen bekommt, und das ein Sponsor auf diese Weise einem Oldenburger Lauf ein Gesicht gibt.
Die regionale Männerspitze war indes nicht gekommen, um sich mit Fitschen zu messen, was ja auch seinen Reiz gehabt hätte. Bremens beste Männer blieben zu Hause, der Lokalmatador weilte wohl im Urlaub und Immega zog einer wahrscheinlichen Niederlage gegen Fitschen einen sicheren Sieg in Emden vor. So wurde der frühere Europameister in einem für ihn spaßigen Rennen nicht ein bißchen gefordert. Aber es spricht für seine Professionalität, daß er trotzdem einen guten Job machte: auf der Straße und auch hinterher im Interview. Denn statt sich auf eine hohe 33er Zeit einzustellen, was zum Sieg dicke gereicht hätte, brauste er mit erhöhter Geschwindigkeit über die gut präparierte Strecke und gab - zwar nicht alles, doch vieles. Die 31:05 auf dem Untergrund und bei der kühlen Witterung entspricht einer Zeit von um die 30 Minuten bei günstigeren Verhältnissen, vielleicht sogar knapp darunter. Jedenfalls meinte der Wattenscheider, daß die Umstände ihn bis zu 90 Sekunden gekostet haben könnten.
Zudem war es eine Augenweide, den Mann laufen zu sehen. Doch wer sah überhaupt zu? so gut wie keiner. Die Oldenburger Zuschauer waren jedenfalls nicht vom warmen Ofen wegzulocken. Bis auf die wenigen Angehörigen der Teilnehmer, vielleicht noch einige Läufer aus dem 5er Rennen und der ein oder andere Offizielle war es mit der Resonanz schlichtweg mau. Das, was in der NWZ stand vonwegen toller Stimmung und zahlreichen Zuschauern, stimmt schlichtweg nicht, ist ein Witz.
Überhaupt: sagt man nicht immer schon so, wenn es um Wahrheit geht. "Doch, doch, das stand in der Zeitung." Klar: die Zeitung genießt das Vertrauen der Bürger, in den meisten Fällen zurecht, sei hinzugefügt. Aber in der Nachberichterstattung zum Silvesterlauf, da stimmte nicht nur die Angabe zu den Zuschauern nicht. Das Statement zu den Finishern ist eine glatte Falschmeldung, die jeder überprüfen kann, wenn er will.
Da war doch von einer Teilnehmerzahl von mehr als 500 die Rede, von einem großen Ansturm bei den Nachmeldungen und einer hohen Zufriedenheit des Veranstalters. Moment mal, das schauen wir uns doch mal genauer an. 255 Finisher über 10km verzeichnet die Ergebnisliste, 135 über 5km, 2 bei den Walkern, 21 bei den Schülern und 23 bei den Bambinis - macht summa summarum 435 und keine 500. Wer mag, kann auch nachschauen, wieviele es bei der Premiere 2009 waren, nämlich 546. Man hat also einen Teilnehmerschwund in dramatischer Höhe von fast exakt einem Fünftel zu verzeichnen. Und daß, obwohl das Wetter besser war als letztes Jahr, und obwohl man durch den Ausfall von Nordenham und Thülsfelde noch von zahlreichen Ummeldern profitierte. Was wäre sonst gewesen?
Nun sind ja 435 Finisher eigentlich gar nicht so übel. Geht doch, wird man sagen. Aber man muß diese Zahl auch in Relation zu den Erwartungen setzen, die die Veranstalter über die NWZ mehrfach und sogar noch am Vortag vor dem Silvesterlauf verbreitete, als es mal gerade 340 Voranmeldungen gab. Da hieß es mehr als einmal, daß man eintausend Teilnehmer erwarte, sogar mehr als das. Wie bitte war das mit der Zufriedenheit. Wenn nicht einmal die Hälfte der erwarteten (oder erhofften) Leute kommt, da kann kein Organisator zufrieden sein. Also Fakten bietet der NWZ-Artikel bezüglich der monierten Punkte nicht, eher kann man von Stimmungsaufbau reden im Sinne von "Oldenburg ist ja wieder so toll, auch bei seinen Laufevents". Ist es ja auch, aber eben nicht immer.
Hinsichtlich der Teilnehmer - und Zuschauerzahlen hatte der VFL einfach zu optimistische, ja unrealistische Zielsetzungen. Vielleicht hatte man viel mehr erwartet, weil eben Fitschen kommen würde. Aber eigenartiger- und bedauerlicherweise hat der nicht gezogen, ohne das der Europameister selbst etwas dafür konnte. Er hat sportlich wie atmosphärisch die Erwartungen vollauf erfüllt. Es ist ihm zu danken.
Daß die Organisation wie schon im letzten Jahr nicht rund lief, daß noch Autos auf den Strecken fuhren, die eigentlich eine Komplettsperrung vorsahen, daß es Irritationen bei der Nummernausgabe gab, das kann man auch in meinem www.laufreport.de nachlesen und braucht hier nicht wiederholt zu werden. Man sollte auf das nächste Jahr hoffen, daß die Mängel dann abgestellt werden und nicht alles etwas improvisiert wirkt. Ein Lob - neben dem für das Engagement von Fitschen - sei aber doch noch ausdrücklich verteilt: die Atmosphäre in der Cafete war in der Tat schnuckelig, und die Band, die man engagiert hatte, konnte sich wahrlich hören lassen.
Daß es einen Teilnehmerschwund gab, kann den Oldenburger Lauftreffs oder Leichtathletik-Abteilungen nicht vorgeworfen werden, im Gegenteil: Ofenerdiek hatte mehr als ein Dutzend Starter entsandt, Laufrausch ebenso; stark war auch das Aufgebot des DSC. Gut vertreten zeigte sich der LT Süd, Eversten und auch einige Bären und auch Läufer vom Veranstalter waren dabei. Mit genau 30 Finishern stellte Schwarz-Weiß Oldenburg sehr zur Überraschung des Abteilungsleiters sogar das größte Team.
Bei den Bambinis waren wir zwar nicht vertreten, aber beim Schülerlauf fuhr Jitka Runge einen schönen 3. Platz bei den Schülerinnen D ein. - Der Lauf über fünf km war aus SWO-Sicht eine beinahe reine Frauenangelegenheit. Sieht man mal von Ole Schröder ab, der als Bremser für Luisa fungierte, dann hielt nur Andreas Koch das Fähnlein der Männer aufrecht. Von den 10 Frauen gibt es dann auch viel Positives zu berichten. Der leicht dezimierte Anfängerkurs war insbesondere um das männliche Springer-Trio und einige Damen geschrumpft, die mit Verletzungen haderten. So kam es zu einem reinen Frauenquintett, das sein Debüt in 34 bis 38 Minuten ganz taff hinlegte. Die Glücklichen sind Caren Pollak, Karin Meyer, Jessica Meier, Kirsten Holtorf und Katharina Trenkler-Weyhe. Bis es für sie mit der Aufstockung auf 10 km ab Mitte Februar weitergeht, wird Remi ein Programm für die Überbrückung durchziehen und die fünf auf Trab halten.
Zu zwei weiteren weiblichen Debüts über 5km kam es durch die 9- bzw. 10jährigen Marie Steffen und Franziska Look. Die beiden waren bei unserem Kinderlauftreff fit gemacht worden und schafften die lange Strecke ohne Probleme. Sie knackten dabei sogar noch locker die 30 Minutengrenze in 29:20 und liefen Hand in Hand ins Ziel. Das hat schon bei unseren erwachsenen Mädels Tradition. Beide belegten einen dritten bzw. vierten Platz in ihrer AK (WSD bzw C). Luisa Levold ist schon oft einen Fünfer gelaufen. Diesmal sollte sie aber langsamer sein, als zuletzt. Ganz so langsam war sie in 25 Minuten dann doch nicht, gewann aber unangefochten die D-Wertung. - Zu zwei weiteren Siegen kam es dann in W40 durch Sabine Schenk und in W50 durch Heide Neefe. Die beiden waren auch in 23 und 25 Minuten die schnellsten SWOer insgesamt, wobei Sabines 5. Gesamtrang die einzige vordere Plazierung ist, da unsere ganz schnellen Leute allesamt zu hause geblieben waren.
Ein geschlechtlich gesehen umgekehrtes Verhältnis tat sich beim Hauptlauf auf. Da waren vier Frauen und dreizehn Männer unterwegs. Und im Gegensatz zum Fünfer gab es hier am Jahresende sogar noch fünf persönliche Betzeiten. Sandra Janssen schaffte zwar nicht die vielleicht angepeilte Unterbietung der 50 Minutengrenze, blieb aber deutlich unter 51. Die Belohnung für diese PB war, daß sie klar die weibliche Hauptklasse gewann. Ein ähnliches Kunststück gelang dem 11jährigen Jonathan Schachtschneider, der von seinem Onkel Albrecht Schachtschneider (Ali) betreut wurde. Er verbesserte sich um über zwei Minuten auf 52 und siegte bei den B-Schülern, allerdings gab es hier (wie in allen Schülerklassen) leider keine Konkurrenz. Insgesamt waren nur vier weitere Nichterwachsene beim Hauptlauf dabei
Die drei anderen PB gehen auf das Konto von Andreas Alt, Roman Berg und Gerd Guhl, wobei gerade die letzten beiden gar nicht so unerheblich sind mit knapp 54 und gut 46 Minuten. Nur um wenige Sekunden verfehlt hat Antje Lachmann ihr PB (50:38), konnte sich aber mit dem 2. Platz in W45 und dem 10. Gesamtrang trösten, gleich hinter Sandra. Ordentliche Ergebnisse lieferten bei den Frauen zudem Bettina Schachtschneider und Claudia Steffen ab, bei den Männer gelang das Felix Levold als schnellstem SWOer (43:53), Robert Bondzio, Manfred Lanfermann, Frank Steltenpohl, Nils Riesenberg und Norbert Schulte. Nach der Winterpausen noch nicht ganz in Form, aber mit respektablem Ergebnis präsentierten sich zudem Mike Hesse und Horst-Dieter Ogiewa.
Wer alles ganz genau wissen möchte, der schaut nach bei den Ergebnissen.

HH-Öjendorf: Die Ergebnisse (28.12.10)

Bei dem Lauf, wo Andreas A., Bettina und Roman B. ihr Debüt über HM gestern liefen, ist ein Insidertip. Insgesamt waren nur ein paar Dutzend Läufer auf drei Streckenlängen (m, HM, 11km) unterwegs. Beim HM waren es nur 17, so daß alle unsere vier Teilnehmer einen AK-Podestplatz erlangten. Unter schwierigen äußeren Bedingungen und einigen Höhenmetern war das Debütanten-Trio einheitlich 2:17:02 gelaufen, Melanie war 12 Minuten langsamer unterwegs. Hier die Ergebnisse. Diese wurden im Laufe des Tages noch in die allgemeinen Listen eingepflegt.

Drei glorreiche HM-Debütanten in HH-Öjendorf. Bettina Schachtschneider, Roman Berg und Andreas Alt erfolgreich am Jahresende. Auch Melanie dabei (28.12.10)

Brieflicher Bericht von Melanie Sander-Berg

"Hallo Michael,
will kurz berichten, wie es in Hamburg war.
Gestern sind wir nach fast 4 Stunden Autofahrt im Schneetreiben und durch endlos viele Baustellen abends heile in Hamburg angekommen. Bettina und Andreas haben fast genauso lange gebraucht. So weiß habe ich Hamburg noch nicht gesehen, und es schneite und schneite noch weiter bis in die Nacht.
Heute morgen sind wir dann, nachdem das Auto endlich frei war, los nach Öjendorf. Etwas gestresst sind Roman und ich dann auch zwanzig Minuten vor Start dort angekommen. Bettina und Andreas waren schon da und startklar. Das Foto, das ich dir schicke, habe ich vor dem Start noch schnell gemacht (alle drei mit angezogenen Schultern und vor Kälte zitternd), es waren minus 8 Grad und ein leichter Ostwind, den man auf einem Teil der Strecke fünfmal deutlich zu spüren bekam! Der Start war unspektakulär mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl von, ich schätze, 50 Läufern auf allen drei Strecken )M, HM, 11km). Nach zwei kleineren Runden mußte man für den HM fünfmal den See umrunden. Die Strecke hatte es in sich, nicht nur den Neuschnee, sondern auch vier mehr oder weniger fiese Steigungen gab es kostenlos dazu! Nach ca. 6 km habe ich die drei Debütanten verloren und irgendwann auch die 'Verfolgungsjagd' aufgegeben. Für mich lief es gar nicht gut, wollte schon aufgeben, aber habe mich dann doch gemütlich durchgebissen!
Die drei "Helden des Tages" haben es in deiner vorausgesagten Zeit 2:15 ca. geschafft, ich kam eine Viertelstunde später ins Ziel. Sie sind bis zum Schluß zusammen geblieben und hatten wohl auch einen lockeren, gleichmäßigen Lauf ohne größere Probleme.
Die Verpflegung war mehr als super! Es gab Wasser, Cola, heißen Tee, Obst, Kuchen, Kekse, ja sogar Schokolade. Und zum Schluß noch das Beste: eine heiße Erbsensuppe mit ebenso heißer Bockwurst.
Andreas hatte schon Tage vorher eine schöne, heiße - leider nicht ganz billige - 5-Euro-Dusche in einem nahegelegenen Sportpark organisiert. Die hatten wir bitter nötig, da taten auch die 5 Euro nicht weh! Nach der Dusche haben wir uns noch auf einen Cappuccino zusammengesetzt. Dann sind Roman und ich wieder nach Oldenburg. Bettina und Andreas bleiben noch in Hamburg.
Viele Grüße
Melanie"
Die Ergebnisse

Think global, run local!
Ossiloop: Online-Portal jetzt offen!!! Jubiläumslauf: 30. Auflage. Mit Festschrift. Jetzt wieder mit eigener Seite auf dieser Home

Der Ossiloop hat im kommenden Jahr Geburtstag. Seit nunmehr 30 Jahren findet dieses Etappenrennen durch die ostfriesischen Lande statt. Von seinen ersten Anfängen mit 16 Teilnehmern entwickelte es sich zum teilnehmerstärksten Etappenlauf der ganzen Republik. Zuletzt finishten rund 2000 Läufer pro Etappe, was eine Gesamtfinisherzahl von annähernd 12.000 Läufer und Läuferinnen ausmacht. Längst hat der Ossiloop Kultstatus erreicht. Jeder Ausdauersportler, der im Einzugsgebiet zwischen Leer und der Nordsee wohnt, oder von dort kommt, muß mindestens einmal dabeigewesen sein. Manche laufen keinen anderen Wettbewerb im Jahr als den Ossiloop. Nicht wenige Ossis, die inzwischen außerhalb wohnen, nehmen sich extra Urlaub, um im Mai wieder starten zu können. Eine Handvoll Läuferinnen und Läufer verpaßten in den vergangenen 29 Rennen keine einzige Etappe. Sie wollen 2011 ihre 180. Etappe laufen, notfalls im Gänseschritt und mit Gehstock. Über den Ossiloop, da gibt es viele kleine Geschichten zu erzählen, der ganze Ossiloop ist eine große Geschichte, und er ist Geschichte geworden. In einem eigens gedruckten Band zum Jubiläum werden diese Geschichten dargeboten, erzählt von den inzwischen über 100.000 Teilnehmern, garniert mit Statistiken, Bildern, Ewigkeitstabellen, Rekorden und Anekdoten. Natürlich gibt es auch wieder zu jeder Etappe eine eigene Zeitung mit allen Namen, ein großes Rahmenprogramm und viele Überraschungen zum Jubeltag, die aber noch geheim bleiben.
2011 findet der Ossiloop vom 3.5. bis 20.5. statt, und er führt wieder in der gewohnten Richtung von Leer zum Meer, hauptsächlich auf dem wunderschönen ostfriesischen Wanderweg. Die Starts sind immer dienstags und freitags um 19 Uhr. Insgesamt werden gut 70 Kilometer in Etappen von 8 bis 15 km zurückgelegt. Das Startgeld ist mit knapp 30 Euro für alle Etappen mehr als moderat, geradezu günstig. Da nun auch die Oldenburger Läufer die Kultveranstaltung für sich entdeckt haben, wird der SWO wieder wie im letzten Jahr einen Bus für alle Oldenburger Vereine chartern und die Hin- und Rückfahrt organisieren.
Vom SWO werden dieses Jahr sicher wieder ein Dutzend Läufer teilnehmen. Zu begehrt ist einfach das Jubiläumsshirt. Zugesagt haben schon Kerstin von Hebel, Michael Bamberger, Michael Ibelings, Michael Schardt und Andreas Koch (Zitat: "Der Ossiloop war von allen meinen vielen Läufen in 2010 derjenige, der am meisten Spaß gemacht hat.") Interesse hat auch Ostfriesin Sandra Janssen angemeldet und etwa 20 Läufer vom letzten Jahr aus Eversten, Bümmerstede, Team Laufrausch, Die Bären etc. Für SWOer werden vorsorglich 15 Busplätze bis zum 15.2. reserviert und danach erst für andere freigestellt, sofern sie nicht genutzt werden.
Heute soll das Anmeldeportal öffnen, die Ausschreibung ist schon Online. Dann geht der Run um die Startplatz Nummer 1 wieder los. Das ist aber überaus schnell entschieden, im Gegensatz zum Ossiloop selbst. http://www.ossiloop.fortuna-logabirum.de/index.php?seite=2

Syke - ein Wintermärchen. Für die Läufer aber 21 Kilometer Eiertanz. Friedhelm Schmidt und Michael Schardt im vorweihnachtlichen Einsatz beim 31. Country-Croß. Und der dauerte über 2 1/4 Stunden. (19.12.10)

Es war schon ein stimmungsvolles Bild, als die rund 130 Teilnehmer beim 31. Country-Lauf von Syke nach Weyhe und zurück andächtig und im Triple-Schritt vom Vereinsheim zum Halbmarathon-Start im Syker Waldstadion wateten. Im Gänsemarch waren sie unterwegs, maximal zwei Läufer nebeneinander, und es herrschte eine respektvolle Stille unter den Athleten. Ob es an dem märchenhaften Winterpanorama lag, das sich ihrem Anblick darbot, oder doch schon die leise Ahnung, was auf sie in den nächsten zwei, drei Stunden zukommen würde, das war nicht mit Exaktheit zu bestimmen. Vermutlich war es eine Mischung aus beidem, denn wie ein mit Puderzucker bestreuter Zauberwald lag das leicht hügelige Gelände vor den Läufern, und weitgehend waren es einheimische Langstreckler, die sich an das Laufabenteuer wagten, und die dürften mehrheitlich schon öfters diesen oder einen der vielen anderen Croßläufe absolviert haben, die vom SC Weyhe und seinem Lauftreff seit nunmehr drei Jahrzehnten durchgeführt wurden.
Im Herbst und im Frühjahr gibt es eine Cup-Serie mit fünf bzw. drei Läufen in winterlichen Gefilden, und im Sommer werden weitere örtliche Rennen durchgeführt. Der Countrylauf war nun der Höhepunkt und Abschluß der Herbstserie, der insofern singulär ist, als daß Croßläufe von den Statuten her eigentlich nicht länger als 10 km sein sollen, dieser aber sogar mehr als doppelt so lang ist. In der Läuferschar gab es aber auch zumindest zwei Teilnehmer, die nicht aus dem Einzugsgebiet stammten, sondern von etwas weiter her auf verschneiten und weitgehend noch nicht geräumten Straßen an diesem Sonntagmorgen - ebenso motiviert wie ahnungslos - angereist waren und erstmals das fremde Terrain im Laufschritt erkunden wollten.
Knapp war es vor dem Start geworden, denn die Anfahrt hatte sich aufgrund der Straßensituation etwas länger hingezogen, und zu allem Überfluß hatte das Navi noch nicht alle neu gebauten Autobahnerweiterungen und Zufahrten hinter Bremen gespeichert, weshalb dem SWO-Duo ein kleiner Umweg nicht erspart blieb. Erst wenige Minuten vor dem Startschuß war man vor Ort, konnte noch schnell seine Startnummer anbringen und zum Start eilen. Kaum hatte man sich ins Starterfeld eingereiht, da wurde der Countdown auch schon heruntergezählt, und ab ging die Post - zumindest etwas.
Erst waren zwei Runden im Stadion in zwanzig Zentimeter hohem Schnee zurückzulegen, was irgendwie die beiden Ahnungslosen schon etwas ahnungsvoller machte, bezogen auf das, was sich die kommenden 20,2 km noch vor ihnen auftun sollte. Vorne stürmte ein übermütiger junger Kerl in einem Affentempo davon, bekleidet nur mit einem kurzen Sommerhöschen und einem ärmelfreien T-Shirt; die meisten anderen agierten aber vorsichtig, doch spätestens nach einem Kilometer, als es eine langgezogene Gerade hinunterging, da drehten doch viele auf und suchten ihre Rennposition. Das war durchaus sinnvoll, denn über einige Kilometer blieb es fortan so eng, daß ein Überholen auf schmalstem Waldweg zunächst nicht oder nur sehr schwer möglich war.
Die Strecke, die sich dann langsam entfaltete, dürfte sicher zu den schönsten gehören, die ein erfahrener Läufer in seinem Leben je gesehen hat. Schneeverwehte Felder wurden durchlaufen, in der Sonne weißglänzende Wiesen passiert, Aufstiege gemeistert, die vor strahlend blauem Himmel glitzerten, Abhänge in wadenhohem Pulverschnee durchstapft und immer wieder Passagen im Puderzuckerwald absolviert. Besonders eindrucksvoll bleiben wohl Erinnerungen zurück, wie jene, wenn sich die Läufer, aufgezogen wie die Perlen einer Kette, auf den Kammlinien voreinanderherschoben.
Kein Meter wurde auf Asphalt oder auf schneefreiem Gelände gelaufen; die Aktiven hatten zu hundert Prozent einen Querfeldeinlauf hinter sich bringen. Dabei waren ca. 150 Höhenmeter zu meistern, zu zwei Dritteln auf zwar nicht glattem, aber tiefem und rutschigem Untergrund. Die Kraftanstrengung ist durchaus vergleichbar mit Laufen auf losem Sand, so wie es beispielsweise bei so mancher Etappe des Nordseelaufs der Fall ist, dort allerdings immer nur wenige hundert Meter, hier aber über viele Kilometer. So ließ der Elan, mit dem man gestartet war, recht bald nach. An ein "normales" Wettkampftempo war ohnehin nicht zu denken. Bis km 12, 13 mag es ja noch gut gegangen sein, mag es noch Spaß gemacht haben, aber irgendwann macht einen der ewige tiefe Schnee mürbe.
Von km 15 bis 16 gab es noch einmal eine relativ gute Passage mit einigermaßen festem Untergrund und leicht abschüssig, wo man mal einen 6er Schnitt laufen konnte. Dann aber kamen wieder Anstiege und die letzten fünf Kilometer im Tiefschnee. Da war dann bei beiden SWOern endgültig die Luft raus, zumal die nur einzige Verpflegungsstelle bei km 10,5 doch etwas zu wenig Versorgung war. Man schaltete zuweilen auf Walking um und dachte an den Glühwein im Ziel oder die warme Dusche. Friedhelm zwickte am Schluß das Knie, und Michael war ganz am Ende mit einigen Mitstreitern auch noch falsch gelaufen und mußte einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Aber irgendwann tauchte dann das Waldstadion auf, in dem noch eine lästige Schlußrunde zu laufen war, und dann war es zu und war man am Ende.
Die gelaufenen Zeiten zu stoppen, hatten beide SWOer vergessen. Sicher aber ist, daß es für beide Oldenburger zeitlich je der bisher längste HM war und daß bei beiden erstmals eine zwei vorne steht. Friedhelm brauchte 2:17, Michael gar 2:25. Bei Michael schlugen sicher knapp zehn Minuten für den Umweg und für Photos zu Buche, die er für Laufreport zu schießen hatte. Bei beiden kann man also weder von einer exzellenten Spät- noch von einer glänzenden Frühform sprechen.
Aber auch die Siegzeiten sind mäßig. Der Sieg bei den Frauen ging mit 1:59 raus, die zweite brauchte schon über zwei Stunden. Der Sieger bei den Männern, Sebrantke, seines Zeichens Marathonsieger von Bremen 2009, lieb in 1:30 ein. Seine Marathonbestzeit liegt bei 2:30!!
Immerhin: als man sich auf den Heimweg machte, da kamen immer noch Läufer ins Stadion, und Abbrüche waren auf der Strecke auch vermehrt zu beobachten gewesen. So macht sich bei den Oldenburgern einige Bescheidenheit breit, so daß man froh sein konnte, vor dieser herrlichen Kulisse gefinished zu haben.
Ergebnisse.

SWO setzt Farbakzente beim Wildeshauser Nikolauslauf. Sabine Schenk und Sandra Janssen je dritte. Gerd Guhl schnellster im Septett. (5.12.10)

Der Wildeshauser Nikolauslauf erlebte an diesem Sonntag seine 19. Auflage. Hatte es noch im letzten Jahr einen Melderekord gegeben, weil der Lauf genau auf den Tag des Namensgeber fiel, so litt die diesjährige Veranstaltung unter dem schlechten Wetter und der noch schlechteren Wetterprognose tags zuvor, die Eisregen und überfrierende Nässe prophezeite. Letzteres traf zwar, gottlob, nicht ein, doch kostete dies sicher viele Dutzend Läufer, vor allem Nachmelder. Und von den vorangemeldeten Läufern kamen viele ebenfalls nicht, so daß die Organisatoren deutlich weniger Finisher hatten als im letzten (431) und vorletzten Jahr (380), nämlich nur 242.
Nichtsdestotrotz gestaltete sich der Wildeshauser Nikolauslauf auch in diesem Jahr als unaufgeregte, entspannte Veranstaltung mit schöner, allerdings nicht leicht zu laufender Strecke, leckerer Gemüsesuppe und Weihnachtsgebäck hinterher sowie eine überaus zügige Siegerehrung, die schon vorüber war, als einige der zu Ehrenden sich noch unter der Dusche befanden. Die engen Wege rechts und links der Hunte allerdings, so idyllisch der Fluß auch durch die Naturparklandschaft der Wildeshausener Geest mäandern mag, boten einen schlüpfriger, schneevermatschten Untergrund, auf dem man eher mit den Laufschuhen zu schwimmen denn zu laufen schien. Die Knie mußten höher gezogen werden, man hatte auf rutschige Stellen zu achten und unter den Brücken auch auf Glätte. Überholen ging zu Anfang gar nicht, denn rechts und links steht Gestrüpp, oder es gibt eine abschüssige oder aufschüssige Böschung bzw. höherer Schnee an beiden Seiten, so daß umkurven wenig launig ist. Ab km drei entspannt sich die Situation aber etwas, das Feld zieht sich auseinander, und man findet seine Position. Ab km fünf, wenn die Hunte verlassen wird und man in eine Schleife einbiegt, da geht es auch schon etwas profilierter zu, etwa so wie bei der Sandkruger Schleife, und ab km 8 wird es am Flußbett wieder flach. Zum Ziel bei km 12,5 muß man noch mal einen kleinen Anstieg hinauf, wo dann heißer Tee auf die Läufer wartet.
Der SWO hatte auf den beiden Kurzstrecken von 2km für die Schüler und 6,4 für die Jedermänner keine Starter aufgeboten, aber die drei Läuferinnen und vier Läufer, die auf der Langdistanz unterwegs waren, fielen allein schon wegen der Optik auf. Die Mädels Sabine Schenk, Sandra Janssen und Antje Lachmann hatten sich nicht nur mit totschicken Nikolausmützen ausstaffiert, sondern je ein ultrakurzes Nikolaus-Minikleidchen übergeworfen. Ganz so schick waren die Herren der Schöfung (Gerd Guhl, Friedhelm Schmidt, Udo Schäfftlein und Michael Schardt)zwar nicht gekleidet, aber Nikolausmützen und rotweiße aufrecht stehende Hasenohren ließen auch an ihrem Outfit nichts zu wünschen übrig. Das war in der sonstigen, eher grau-schwarz gekleideten Konkurrenz der wirkliche Hingucker der Veranstaltung, weshalb die Medien gleich auf die SWOer zugelaufen kamen und um Interviews baten. So standen insbesondere unsere Herren den Reportern Rede und Antwort, während sich die Girls bestens für die Photographen in Pose warfen. Aber auch die Mädels wurden befragt, so daß morgen sicher in der Wildeshausener Zeitung, in der NWZ und auch der regionalen Bildzeitung vom SWO in Wort und Bild berichtet werden wird.
Sportlich gesehen konnte die diesjährige Veranstaltung nicht mit denen der letzten beiden Jahre mithalten, als mehrere Streckenrekorde gelaufen wurden. So kam der Sieger des 6,4km Laufes nicht an den Streckenrekord von Dennis Heberer (SWO, 23:01) heran, und auch die Streckenrekorde über 12,5 km waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Einzig die 13jährige Antonia Hehr von Jahn Brinkum verbesserte die Zeit der Frauen über 6,4 km um eine Minute auf 26:34 und steuerte den einzigen Streckenrekord bei.
Die SWO-Läufer hatten schon im Vorfeld mehrheitlich kundgetan, einen streßfreien, entspannten Lauf in Angriff nehmen zu wollen. Das Frauentrio hatte sich schon vor dem Start darauf verständigt, zusammen ins Ziel kommen zu wollen und es langsam angehen lassen. So kamen Sandra, Antje und Sabine in einem knappen 6er Schnitt über die Strecke und liefen in 1:12:40 auf die Ränge 103-105, wobei Sabine und Sandra je den 3. Platz in W40 und WHK belegten. Knapp einen dritten Rang verpaßt hatte nur um wenige Sekunden Michael, der in 1:09:17 auf Rang 75 lief. Auch er hatte auf Tempobolzen auf dem schwierigen Geläuf freiwillig verzichtet.
Udo brauchte für die Strecke 1:06:48 und wurde in M35 ebenfalls undankbarer 4., jedoch mit großem Abstand zum dritten. Insgesamt war er 58 geworden. Vor ihm rangierte in 1:05:38 auf dem 48. Gesamtrang und 6. in M50 Friedhelm Schmidt, der gleichfalls nicht an die Reserven gehen wollte. Schnellster SWOer und in einer bestechenden Frühform bzw. Spätform - je nachdem, wie man es sieht - zeigte sich Gerd Guhl. Er legte mit Abstand die beste Zeit der SWOer hin in einem knappen 5er Schnitt in 1:01:22, was ihm zwar nur den 11. Rang in der AK45 einbrachte, aber einen schönen 35. Gesamtplatz.
Den Mannschaftspokal holten sich die Laufftreunde vom SV Ofenerdiek mit 23 Teilnehmern, die insbesondere bei den Frauen auch einige Plazierungen holten, u.a. auch den 1. Platz bei den Frauen über 12,5 km (Sandy Werner, 57:30). Erfolgreichstes Team bei den Männern war die SG akquinet Lemwerder. Sieger wurde deren 21jähriger Christian Eichinger in 47:52.
Die Ergebnisse

Startgeldrückerstattung abgeschlossen (6.12.10)

Wie schon im vergangenen Jahr, so kann auch in diesem Jahr die Leichtathletikabteilung des SWO die Kosten für die Startgeldrückerstattung vollständig schultern. Die Zahlungen erfolgen hauptsächlich aus den durch Lauf- und Walkingkurse eingegangenen Teilnahmegebühren. Insofern ist allen Übungsleitern geschlossen zu danken, daß überhaupt eine Rückerstattung erfolgen kann. In anderen Laufvereinen ist das unseres Wissens nirgendwo der Fall.
Wie schon im vergangenen Jahr, so riefen nur etwa ein Drittel unserer bei Volksläufen gestarteten Mitglieder die Startgelder überhaupt ab. Die anderen spendeten ihre Gelder expliziet teilweise, wie etwa Udo Schäfftlein (Kinderabteilung) und Fam. Sander (Kinderabteilung und Verein), Bianca Prang u. Thomas Brandt (Verein), oder vollständig wie Manfred Lanfermann (LA-Abteilung), Horst-Dieter Ogiewa (Kinderabteilung), Remi Altenberg (Kinderabteilung) oder Michael Schardt (Wikileaks). Hierfür bedankt sich der Abteilungsvorstand.
Die übrigen nichtabgerufenen Gelder bleiben in der Abteilung und werden für zukünftige Projekte zweckgerecht verwendet. Sie stellen somit impliziete Spenden dar, die in den meisten Fällen bewußt nicht abgerufen wurden, um sie der Abteilung zukommen zu lassen. Auch dafür bedankt sich der Vorstand, etwa bei Axel Schneider, Julia Steinker, Corinna Westendorf, Dennis Heberer, Mike Hesse, Werner Lippert, Sandra Ohlenbusch und vielen anderen.
Die Rückerstattung erfolgt bis spätestens Weihnachten an folg. 20 Läufer: Fam. Ole Schröder, Fam. Maria Burmeister, Peter Baur, Stefan Baur, Antje Lachmann, Michael Bamberger, Andreas Koch, Sandra Janssen, Fam. Springer, Kerstin von Hebel, Michael Ibelings, Heide Neefe, Judith Hilker, Andreas Piepgras, Friedhelm Schmidt, Sabine Schenk, Gerd Guhl, Dirk Hanneken und Frank Steltenpohl.

Startgeldrückerstattung muß bis zum 5.12. beantragt werden. Bitte folgende Modalitäten beachten (24.11.10)

Startgeldabrechnungen, noch offene Übungsleiterabrechnungen und Gebühren für Weiterbildung und Trainerlehrgänge für das Jahr 2010 können bis zum 5.12. beim Abteilungsleiter Michael Schardt eingereicht werden. Dazu ist bitte folgendes unbedingt zu beachten: Der eigentlichen Abrechnung in Papierform mit Unterschrift, auf der alle Einzelposten aufgelistet sind, sind auch die Originalbelege (Quittungen) beizufügen. Startgeldrückerstattungen können laut Beschluß der Abteilungshauptversammlung vom 5.2.09 nur bis zu einer maximalen Höhe von 60 Euro pro Läufer (Familien 120 Euro; Ermäßigte wie z. B. Studenten 45 Euro) geleistet werden. Wer erst im Laufe des Jahres Mitglied wurde, erhält natürlich nur anteilig sein Startgeld zurück (Beispiel: Eintritt 1.7.09, also ein halbes Jahr Mitglied: max. Startgeld die Hälfte, also 30€). Wer bis zum 5.12. seine Abrechnung für Startgeld und Trainertätigkeit nicht abgibt, dessen Ansprüche verfallen. Lehrgangsgebühren können hingegen noch im nächsten Jahr angemeldet werden, wenn der Lehrgang noch nicht endgültig in 2009 beendet wurde. Möchte jemand, daß sein Geld anderen Zwecken der Vereinsarbeit zugeführt werden soll, müßte er das äußern. Im letzten Jahr verzichteten mehrere Mitglieder bewußt auf ihr Startgeld zugunsten der Abteilung. Als Startgeldquittungen werden notfalls auch Kontoauszüge oder Urkunden anerkannt. Bei Marathonläufern ist dem Antrag auf Startgeldrückerstattung keine Quittung notwendig, da die bekannt sind. Es können nur Startgelder für Läufe anerkannt werden, bei denen man angetreten ist und durchgekommen ist und die im Zeitraum der Vereinsmitgliedschaft liegen. Der Lauf muß auch für SWO gewesen sein und nicht für eine Firma oder eine sonstige Vereinigung. Nachmeldegebühren werden grundsätzlich nicht erstattet. Der Einfachheit halber nimmt man wenige Quittungen mit großen Beträgen. Die Zahlung erfolgt in jedem Fall bis Weihnachten. Bitte auf der Abrechnung eure Kontonummer angeben.

Erfolgreiches Wochenende für SWO-Kids: Staffelsieg beim BTB-Hallensportfest und zwei Regionsmeistertitel im Crosslauf für Luisa Levold und die D-Mädchenmannschaft. Weitere Podestplätze (28.11.10)

Ein sportliches Wochenende erlebten unsere Kids und Trainerin Daniela. Am gestrigen Samstag nahmen Franziska, Jitka, Marie, Luisa und Nele am Hallensportfest des BTB Oldenburgs teil. Der einzige männliche Teilnehmer aus unseren Reihen, Matthis, mußte krankheitsbedingt an diesem Wochenende auf seine Starts verzichten. Das wie immer gut organisierte Sportfest des BTB bot für unsere Jüngsten einen Dreikampf, bestehend aus einem 25m Sprint, einem 25m Hürdenlauf und Standweitsprung. Marie lieferte sich ein Kopf- an Kopfrennen mit Hanna Württemberger vom DSC. Marie (W09) lag im Standweitsprung knapp vor Hanna, lief im 25m Lauf exakt die gleiche Zeit und landete lediglich im Hürdenlauf hinter ihr. Nach Auswertung der Punkte bedeutete das einen tollen zweiten Platz für Marie mit 2352 Punkten, 21 Punkte hinter der Siegerin. Luisa belegte mit 2234 Punkten einen 6. und Jitka den 11. Platz (1978 Punkte). Unsere einzige Starterin bei den C-Schülerinnen (W10) Franziska Look belegte mit 2225 Punkten einen 8. Platz in ihrer Altersklasse. Den Abschluß der Veranstaltung bildete die 4x 1 Runden-Staffel. Hierfür kam Nele extra noch in die BTB-Halle, nachdem sie ihr an diesem Tag auch stattfindendes Flötenvorspiel beendet hatte. Hektisch telefonierten bis zu ihrem Eintreffen Daniela und Ulrike immer wieder mit Ole, der bei der Musikvorführung saß und die Sportler auf dem Laufenden hielt, wann er und Nele in der Halle eintreffen würden. Zum Glück waren die beiden zehn Minuten vor Beginn der Staffelläufe in der Halle, so daß unsere Staffel antreten konnte. In der Reihenfolge Luisa, Nele, Jitka und Marie konnten sich unsere Mädchen gegen sechs andere Staffeln in einem spannenden Rennen durchsetzen. Marie, die als Schlußläuferin an Position drei liegend ein beherztes Rennen und dabei vor allem die taktischen Anweisungen der Trainerin ("Nehmt immer die Innenbahn... Anm. der Red.: Also das stand auf den Zetteln) befolgte, kam als erste mit dem Staffelstab ins Ziel. Sehr zur Freude ihrer Vereinskameradinnen, Trainerin und Eltern, die es nicht mehr auf der Tribüne hielt und in den Innenraum liefen, um zu gratulieren.
Diese Energie nahmen die gleichen vier Mädchen am heutigen Sonntag mit zum Crosslauf nach Schortens, der Regionsmeisterschaft für SchülerInnen aus der Region Oldenburg. Die 1000 Meter lange Strecke quer durch den Brakeler Busch über Stock und Stein und heute besonders auch über Eis und Schnee absolvierten dann aber leider nur drei der vier angereisten Mädchen. Maries Knie schmerzte beim Einlaufen so sehr, daß sie unter Tränen auf den Start verzichten mußte. Aber unser Trio setzte die gestrige Erfolgsserie fort. Luisa Levold errang innerhalb weniger Wochen ihren zweiten Regionsmeistertitel. Nachdem sie bereits den Titel über 5 km geholt hat, konnte sie heute ihren zweiten Titel und einen Pokal mit nach Hause nehmen: ihre Zeit war 4:32 auf holprigem Geläuf. Auch Nele und Jitka konnten mit einem jeweils zweiten Platz einen Podestplatz und Vizeregionsmeistertitel in W09 bzw. W08 verzeichnen. Die Mädchenmannschaft mit Luisa, Nele und Jitka gewannen den Team-Regionsmeistertitel im Cross. Herzlichen Glückwunsch!

Karibik-Laufkreuzfahrt: 1. Etappe am Strand von Miami gelaufen (12.11.10)

Zum Auftakt der Karibik-Laufmeisterschaft waren 5km auf einer Holzplanke direkt am Strand von Miami Beach zurückzulegen, die den laufverrückten Einwohnern als morgendliche Joggingstrecke dient und als solche auch ausgebaut wurde. Ungezählte Amerikaner waren schon seit Sonnenaufgang hier sportlich unterwegs gewesen und waren es immer noch. Es handelte sich um eine doppelte Wendepunktstrecke, die relativ exakt vermessen und vollkommen eben war.
Nach einer recht strapaziösen Anfahrt der meisten Teilnehmer - andere waren direkt vom New York Marathon hinzugekommen und bereits akklimatisiert - gab es für die deutschen Teilnehmer nur eine sehr kurze Nacht, denn der Start war auf 6:45 Uhr Ortszeit sehr für am Morgen festgesetzt worden. Michael hatte rund 36 Stunden nicht geschlafen und dann auch nur sechs Stunden in der Poofe gelegen. Das ist sowieso nicht seine Zeit, aber es war ja ohnehin unklar, ob er mitmachen können würde, zumal seine gebrochene Rippe immer noch Probleme macht und auch die Prellung noch Schmerzen bereitet. So war ja sein Probelauf im Bürgerbusch tags zuvor nicht besonders gewesen, und er hatte nach 1500m abbrechen müssen.
An der Meisterschaft nehmen insgersamt 24 Deutsche teil, davon acht Frauen. Verletzungsbedingt hatten sechs Läufer die Reise absagen müssen, so daß sich ein weiterer Ausfall nicht noch hinzufügen sollte. Mit einer leichten Schmerztablette versuchte Michael es dann doch, und nach anfänglichen Schwierigkeiten klappte es dann auch ganz ordentlich. Nur die Form ist einigermaßen hin. Er beendete etwa im Mittelfeld der deutschen Teilnehmer das Rennen in 27:02 (inoffizeill gestoppt, denn eine offizielle Ergebnisliste wird es erst später geben). Dabei ist allerdings zu bedenken, daß die zweite Wendestelle unklar aufgefaßt wurde, und er ca. 400 Meter (oder mehr) zuviel lief, bis ihm ein anderer Läufer dies sagte. Andere waren noch später gewendet, so daß die noch mehr gelaufen sind. Drei von ihnen hatten zunächst vor Michael gelegen, doch durch den Fehler lagen sie nun hinter ihm. Ob Michael seinerseits Plätze verloren hat, weil andere an der richtigen Stelle gewendet hatten, ist nicht bekannt. Durch diese Panne allerdings ist schon jetzt die Wertung fraglich, denn eine Korrektur der ersten Etappe kann nicht vorgenommen werden.
Es stellte sich aber heraus, daß der frühe Termin goldrichtig war, denn schon im Ziel, das war gegen 7:30 Uhr, wurde es sehr warm, und daß wird in den nächsten Tagen noch mehr, dann es geht weiter in den Süden, die Etappen werden länger und auch Berge kommen hinzu.
Michael teilt sich ein Doppelzimmer mit einem Redakteur von "Running", der einen großen Bericht über das Ereignis schreiben wird. Auch hat die Zeitung einen Fotografen eigens hierhergeschickt, den Herausgeber selbst. In gewisser Weise handelt es sich also um ein Redaktionszimmer, denn auch Michael schreibt über den Etappenlauf, allerdings für ein Internet-Magazin. Heute wird dann Einschiffung sein, und dann vermutlich wird es einen neuen Mitwohni für den Oldenburger geben.
Im Feld der deutschen sind sehr gute Läufer, so hat einer der Reiseleiter, der den New York Marathon als Gesamt 180. absolviert und dabei sogar einen Berlin-Finisher hinter sich ließ, der dort 2:33! gelaufen war. Bei den Frauen ist mit der 24jährigen Ingalena Heuck eine sehr flotte Frau dabei mit Bestzeiten von 33 Minuten über 10 km und 1:14 über HM. Wer mal eine sehr schöne persönliche Homepage lesen möchte, schaut mal bei www.ingalenaheuck.de vorbei.
Heute nachmittag ist dann erstmal Einschiffung, und dann kann man auch seine Koffer endlich auspacken, denn das lohnt sich nicht für die eine Übernachtung in Miami. Und dann wird die Reise exakt sieben Tage auf dem Schiff sein mit vier Anlaufhäfen. Dazu dann zu gegebener Zeit mehr ...

Karibik Etappe 2: Schiffsrennen als Massenwendepunktstrecke. Viele enge Kurven. Garmin-Uhr mit Besonderheit (14.11.2010)

Inzwischen wurde den Läufern die Auswertung der ersten Etappe ausgedruckt übergeben. Danach wurde klar, daß die Vermutung, die zuviel gelaufene Strecke einiger Läufer würde nicht korrigiert werden können, Tatsache. Drei Läufer im hinteren Bereich waren 900 Meter länger unterwegs gewesen, vier weitere 700 Meter. Darunter auch SWO-Läufer Michael Schardt. Für ihn bedeutete das, daß er rund 3:30 Minuten zu lange unterwegs war, und seine offiziell gemessene Zeit von 26:49 (handgestoppt zeigte Michaels Uhr allerdings 27:02 an) auf eigentlich 23:20 abzurunden gewesen wäre.
Sei es drum: so war Michael